augenzeuge hat geschrieben:Ich wette, dass es so nicht ist, wie du es glaubst!
Nein, hier gehen nicht nur die Migranten auf die Straße, weil sie das toll finden. Wer das erzählt, liegt falsch.
AZ
Na ja das sind eher die Kämpfer des Kalifats. Dazu im Focus:
Frankreichs Plünderer werden zu Sozialrebellen verklärt
Hitze, Handyverbot, Kinderarmut, Gaza: Für die schweren Ausschreitungen in Frankreich findet sich offenbar jede Erklärung, solange sie den Tätern ein höheres Anliegen bescheinigt.
FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer nimmt im Videopodcast „Der schwarze Kanal“ diese wohlwollenden Deutungen auseinander.
Der Journalist Hubertus Koch habe die Gewalt als Sozialprotest für bezahlbares Wohnen und gegen Bildungskürzungen eingeordnet. Stephan Detjen vom Deutschlandfunk habe auf Frankreichs revolutionäre Tradition seit dem Sturm auf die Bastille verwiesen. Fleischhauers spöttische Zusammenfassung:
„Das ist in der großen revolutionären Kraft und Tradition des französischen Volkes begründet.“
Frankreich: Streit über die Herkunft der Randalierer
Wer dagegen die Herkunft der Täter anspricht, steht schnell selbst am Pranger. Fleischhauer verweist auf einen Spiegel-Kommentar: Darin werde der von rechten Ideologen behauptete Zusammenhang zwischen Krawallen und Abstammung als rassistische Lüge bezeichnet.
Fleischhauer hält dagegen:
„2.400 festgenommen. 90 Prozent davon zwischen 18 und 30, also nicht ganz das klassische Schüleralter.“
Die Zusammensetzung beschreibt er so:
„Die Hälfte kommt aus migrantisch geprägten Problemvierteln. Gut, die andere Hälfte halt linksradikaler Mob.“
Über die Machtverhältnisse in den Banlieues sagt er:
„Die haben da ihre eigene Gerichtsbarkeit, die haben da ihre eigenen Ordnungstruppen, die haben da ihren eigenen Drogen- und Kriminalhandel.“
Fleischhauer über Anspruchsdenken und Gewalt
In einem Bericht der Deutschen Welle habe ein Soziologe chinesische Einwanderer als fleißig und zurückhaltend beschrieben, nordafrikanische dagegen als fordernd und einer Opferrolle verhaftet.
Fleischhauer greift dessen These auf: Wer glaube, die Gesellschaft schulde ihm etwas, reagiere anders auf enttäuschte Erwartungen.
„Dann denkst du eben, ja, jetzt setz ich meine Forderung mal durch. Aber worauf du eben dann nicht kommst, ist, sich hinzusetzen und zu arbeiten.“
Die französische Philosophin Cynthia Fleury richtet den Blick auf Täter, die ihre Raubzüge filmen und ihre Beute im Netz präsentieren. Fleischhauer zitiert aus ihrem Beitrag in der „Süddeutschen Zeitung“:
„Das ist eine Inszenierung. Ich glaube deshalb auch nicht, dass hier einfach aus Not geplündert wird. Es geht darum, anderen Angst zu machen und zu zeigen, wer das Sagen hat. Die Macht hat die Seite gewechselt.“
https://www.focus.de/politik/frankreich ... 9160e.html