@HPA - die Studienzeit an der Offiziershochschule der LaSK und der LSK/LV wurde deshalb auf vier Jahre erhöht (bei der VM auf 5 Jahre, wenn ich nicht irre), weil diese Hochschulen nun Diplome vergeben konnten und da war eine Regelstudienzeit von 4 Jahren üblich.
Zu meiner Zeit, schrieben wir Abschlussarbeiten an der OHS zu wissenschaftlichen Themen, die in maximal 40 Seiten abgehandelt werden mussten. Dafür hatten wir (ich glaube mich zu erinnern) zwei Wochen Zeit für die direkte Erarbeitung der Abschlussarbeit, ohne dabei natürlich die Zeit vorher, wo wir zum Thema bereits studierten und recherchierten, mit einzuberechnen.
Ich hatte damals ein Thema, welches sich mit dem Aufenthalt und der Erfüllung von Gefechtsaufgaben im rückwärtigen Gebiet des Gegners beschäftigte. Dabei ging es um Aufklärung und Vernichtung von Führungs- und Zündstellen von Kernminen und all solches Zeug.
Mit Erarbeitung einer Diplomarbeit verlängerte sich diese Zeit erheblich und gerade in den Grundlagenfächern (Mathe, Physik, Geschichte, Philosophie usw.) wurden höhere Stundenzahlen angesetzt, um das Diplom, entsprechend der Vorgaben die seinerzeit in der DDR und deren Universitäten verlangt wurden, zu erreichen.
Trennung
Mir wird hier, vor allem vom ehemaligen Genossen Zottmann, unterstellt, dass ich den Einsatz von Soldaten der NVA gegen das Volk für gut heiße.
Dem ist nicht so.
In der Anfangsphase der Demonstrationen hat mich das nicht so sehr berührt. Als jedoch 1000-e auf die Straße gingen, empfand ich den möglichen Einsatz der Soldaten der NVA gegen die Bevölkerung auf der Straße, als falsch und einen zu erwartenden Verstoß gegen die Verfassung und gegen die Aufgabe der NVA, wie diese festgeschrieben waren. Nur um das mal klar zu stellen.
Nun nahm ich an keiner der Handlungen direkt teil. Allerdings wurde ich zu jener Zeit, so wie noch drei weitere operative Offiziere, zu Generalmajor D. befohlen, der für den Einsatz der über 30 Hundertschaften der NVA verantwortlich zeichnete. Und selbst dieser Generalmajor "betete" darum, dass die NVA nicht direkt in Handlungen gegen das Volk eingebunden werden sollte. Eine Erlösung für ihn und uns, war der Befehl von Egon Krenz, dass keinerlei Waffen und Technik gegen das Volk eingesetzt werden darf.
Und bis auf Sicherungsaufgaben, vor allem von Sicherheit relevanten Orten, Objekten und Anlagen, kam es auch zu keinem direkten Einsatz von Soldaten der NVA, gegen die Bevölkerung der DDR.
Und die militärische Sicherung fand grundsätzlich in militärischen oder staatlichen Objekten statt.
Alle Soldaten jeglicher Dienstgradhöhe, atmeten erleichtert auf, als alle Hundertschaften zurück in die Kasernen befohlen worden sind. Ich auch.
Trennung
Die beiden Herren in dem Film.
Beide sind mir gut bekannt. Mit einem verbindet mich eine lange Freundschaft, die heute noch besteht. Wir waren an der OHS in einer Kompanie, wohnten in einem Zimmer im "Bullenkloster", saßen im selben Dienstzimmer und waren und sind auch familiär befreundet.
Das er nicht "Sozialismus gläubig" war, wie er sagte - na ja.
Ich habe ihn darauf hin angesprochen. Es war ihm schon etwas peinlich. Aber auch er musste in dieser Gesellschaft klar kommen.
Der Gefreite neben ihm (im Film) ist heute Mitglied in unserer Kameradschaft " Kameradenkreis FJB- LStR-40 im Bund Deutscher Fallschirmjäger" und ein ganz feiner Kerl. Ich glaube ihm voll und ganz seine Aussagen in dem Filmbeitrag.
https://kameradenkreis-fjb-lstr40.de/Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.