Mord - Lebenslänglich

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon Zicke » 1. Juni 2016, 12:01

aber wenn man dann solche Zahlen zu lesen bekommt, kann man ins grübeln kommen.

Schlimme Statistik
In Deutschland werden jede Woche drei Kinder getötet
http://www.mopo.de/news/panorama/schlim ... t-24151974
Zicke
 

Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon Beethoven » 1. Juni 2016, 16:17

Schei... , Zicke. Hätte ich nicht gedacht. Man, wie kann man nur so gegen Kinder (meistens unter 6 Jahren wie man lesen kann) handeln?

Ich hoffe, dass all die Schläger und Totschläger hart und öffentlich bestraft werden. Man könnte von mir aus, die öffentliche Prügelstrafe und das Schandbrett wieder einführen.

Gruß
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon Spartacus » 1. Juni 2016, 17:20

Beethoven hat geschrieben:Ich bin eigentlich auch gegen die Todesstrafe.
Jedoch, wer ein Kind, aus welchem Grunde auch immer, tötet und das bewiesen ist, es also keinerlei Zweifel daran gibt, dass besagter Angeklagte auch der Mörder ist, ja dann - würde ich Sparta seinen Nebenjob gönnen.

Man muss aber auch unterscheiden zwischen Todschlag und Mord.
Ein Pädophiler der sich Bilder ansieht, hat keine Todesstrafe verdient aber eine sehr, sehr harte Strafe. Sein Vermögen ist einzuziehen und für eine Therapie zu nutzen. Hat er nichts, muss er es erarbeiten durch Tüten kleben oder sonst was.

Unsere Kinder (alle Kinder) müssen ganz einfach viel besser geschützt werden. Schon wenn ein Vater prügelt, muss er erstmal für 3 Monate weg gesperrt werden, wenn es nach mir ginge. Dabei kann ich einen spontane, einmalige Ohrfeige, die nicht sein sollte, situationsabhängig, durchaus mal tolerieren. Es darf aber keine zweite Ohrfeige folgen. Wir sind alles nur Menschen und auch Kinder können die Eltern mal zur Weißglut bringen.
Ich habe meine Jungs nicht ein einziges mal geschlagen und meine Enkel sowieso nicht muss aber auch sagen, dass ich sowas auch nie selber erlebt habe.

Gruß


100 Prozent d'accord Beethoven. [hallo]

LG

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Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon augenzeuge » 1. Juni 2016, 22:25

Für die Befürworter der Todesstrafe sicher ein ermutigender Artikel....

http://www.n-tv.de/politik/Saudische-Ju ... 32641.html

AZ
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Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon Spartacus » 2. Juni 2016, 17:18

augenzeuge hat geschrieben:Für die Befürworter der Todesstrafe sicher ein ermutigender Artikel....

http://www.n-tv.de/politik/Saudische-Ju ... 32641.html

AZ


Du scheinst hier ein bisschen was durcheinander zu bringen AZ?

Erstens kann man sich in der Scharia freikaufen, einem Saudi wird somit so etwas nie passieren, selbst wenn er ein Kind geschändet und getötet hat.

Zweitens sprechen wir hier vom deutschen Recht und selbstverständlich kann man eine Todesstrafe an strenge rechtliche Normen binden.

Man muss es nur wollen.

LG

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Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon augenzeuge » 2. Juni 2016, 18:20

Spartacus hat geschrieben:Erstens kann man sich in der Scharia freikaufen, einem Saudi wird somit so etwas nie passieren, selbst wenn er ein Kind geschändet und getötet hat.
Sparta


Das bezweifle ich. Wie war das mit Nimr Baker al-Nimr?
Diese Möglichkeit muss m.W. von den Opfern akzeptiert werden, aber ein Recht gibts darauf nicht. Denk an den Fall im Iran mit den Verätzungen.
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Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon Sirius » 4. Juni 2016, 20:39

Ein aktuelles Beispiel aus den USA.

Serienkiller-Prozess

Todesstrafe. Der Mörder lacht. Der Vater rastet aus

Ein Vater verliert seine Tochter, sie wurde ermordet. Im Gerichtssaal im US-Staat Ohio kommt es zur Konfrontation mit dem Täter – und dem Trauernden gehen nach einer Respektlosigkeit die Nerven durch.

http://www.welt.de/vermischtes/article1 ... t-aus.html
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Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon Sirius » 4. Juni 2016, 20:53

Die Diskussion über die Todesstrafe hatten wir hier im Forum schon einmal; es gab sogar eine Abstimmung zu dem Thema. Meiner Erinnerung nach befürworteten etwa 30 % der Abstimmenden hier im Forum die Todesstrafe - ein ähnlicher Wert wie in der Gesamtbevölkerung.

Mich überzeugen hier nicht alle Einwände. Die erwähnte Verankerung des Verbots der Todesstrafe im Grundgesetz ist für mich kein Argument gegen die Todesstrafe, sondern lediglich eine Beschreibung der gesetzlichen Regelung. Papier ist geduldig, Gesetze können auch wieder geändert werden und entsprechen dem jeweils herrschenden Zeitgeist einer Epoche. Das einzig überzeugende Argument gegen die Todesstrafe sehe ich in der Gefahr von Justizirrtümern. In Japan, das ebenfalls die Todesstrafe verhängt, versucht man die Gefahr von Justizirrtümern dadurch zu minimieren, dass nur ein Täter zum Tod verurteilt werden darf, wenn er zwei Morde begangen hat.

Ein anderes in Diskussionen vorgebrachtes Argument wie "Verstoß gegen die Menschenrechte" ist nicht überzeugend. Als die Menschenrechte erstmals gesetzlich formuliert wurden - 1776 in der US-Verfassung oder 1789 in Frankreich, wurde ein Verbot der Todesstrafe nicht erwähnt, also nicht als Verstoß gegen die Menschenrechte gesehen.
Zuletzt geändert von Sirius am 4. Juni 2016, 21:06, insgesamt 1-mal geändert.
Sirius
 

Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon augenzeuge » 4. Juni 2016, 20:58

Sirius hat geschrieben:Ein aktuelles Beispiel aus den USA.

Serienkiller-Prozess

Todesstrafe. Der Mörder lacht. Der Vater rastet aus


Auf den Pressefotos, die von dem Vorfall kursieren, ist zu sehen, dass Michael Madison auch diese Aktion mit einem Lachen quittiert. Seinem Verteidiger zufolge ist Madison nicht zurechnungsfähig, weil er als Kind von seiner drogenabhängigen Mutter, deren Lebensgefährten und anderen Familienmitgliedern misshandelt wurde und deshalb psychisch gestört sei.


Ich halte es auch hier für falsch, einen nicht zurechnungsfähigen Menschen zum Tode zur verurteilen. Sirius, für mich, auch ein Argument gegen diese Strafe.
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Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon Sirius » 4. Juni 2016, 21:08

augenzeuge hat geschrieben:
Sirius hat geschrieben:Ein aktuelles Beispiel aus den USA.

Serienkiller-Prozess

Todesstrafe. Der Mörder lacht. Der Vater rastet aus


Auf den Pressefotos, die von dem Vorfall kursieren, ist zu sehen, dass Michael Madison auch diese Aktion mit einem Lachen quittiert. Seinem Verteidiger zufolge ist Madison nicht zurechnungsfähig, weil er als Kind von seiner drogenabhängigen Mutter, deren Lebensgefährten und anderen Familienmitgliedern misshandelt wurde und deshalb psychisch gestört sei.


Ich halte es auch hier für falsch, einen nicht zurechnungsfähigen Menschen zum Tode zur verurteilen. Sirius, für mich, auch ein Argument gegen diese Strafe.
AZ

Das ist nur eine Behauptung des Anwalts. Das Gericht hat dies so nicht gesehen.
Sirius
 

Re: Mord - Lebenslänglich

Beitragvon augenzeuge » 4. Juni 2016, 21:29

Der Fehler liegt darin, dass sich das Gericht (Geschworene) anmaßen, den Zustand beurteilen zu können. Wie schnell wird so ein falsches Urteil gesprochen.

Wenn es solche Probleme im Leben des Mannes gegeben hat, müssen ein (oder zwei) medizinische Gutachter den Sachverhalt feststellen.

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