Nov65 hat geschrieben:Aus mehreren Beiträgen gewinne ich die Eindruck, dass nicht das MfS als Täter zu behandeln ist, sondern die BSTU.
Merkur hat geschrieben:Es gibt in den Archiven der Behörde eine ganze Reihe von Akten u.a. Unterlagen, die die Notwendigkeit der Existenz des MfS unmissverständlich belegen.

ABV hat geschrieben:Hallo Gemeinde!
Spionageabwehr und Aufklärung sind überall in der Welt die Aufgaben von Geheimdiensten. Auch die Beobachtung von politischen Extremisten gehört dazu. Problematisch wird es, wenn Geheimdienste polizeiliche Aufgaben und Befugnisse erhalten. Zum Beispiel Durchsuchungen, Festnahmen und Vernehmungen. Spätestens dann mutiert der Geheimdienst, zu einer schwer zu kontrollierenden Superbehörde.
Das MfS verfügte sehr wohl über völlig legitime Zweige. Aber der weitaus größte Teil gehörte eben nicht zum Aufgabengebiet eines normalen Geheimdienstes.
Welcher Geheimdienst stellt den Personenschutz für exponierte Persönlichkeiten? Welcher Geheimdienst kontrolliert Reisepässe und wirkt bei der Überwachung der Staatsgrenze mit? Welcher Geheimdienst schützt die Volkswirtschaft? Welcher Geheimdienst ermittelt gegen die politische Opposition im eigenen Land? So etwas gibt bzw gab es tatsächlich nur in Diktaturen. Welcher Geheimdienst beschäftigt eigene, hoch qualifizierte Kriminalisten, zur Aufklärung schwerster Verbrechen?
Und welcher Geheimdienst hält sich ein eigenes Wachregiment?
Ein " normaler" Geheimdienst war das MfS ganz sicher nicht. Eher ein Superministerium mit völlig verschiedenen Aufgaben.
Gruß Uwe
karnak hat geschrieben:Wenn es mir auch nicht nur um die Stasi ging,will ich mal dabei bleiben,damit man mir nicht vorwirft vom Thema ab zukommen.Hast Du nicht den Eindruck das von Leuten des Mfs in der BRD doch ETWAS anders gesprochen wird als von Leuten des BND oder anderer Geheimdienste in der DDR?
Nov65 hat geschrieben:
Ich provoziere mal: Ist dem Volke denn bekannt, dass Gefahren abgewendet wurden, dass so viel Nützliches für die Gesellschaft beigetragen wurde?
Bekannt sind in der Tat die abscheulichen Spitzeldienste bis "in die Haarwurzeln" des Einzelnen. Wen wundert es da?
Gruß, Andreas
,stecke ich nur Prügel ein.Aber darum geht es mir gar nicht.Es geht mir um das Bild was man über die Jahre zu der"Firma"gemalt hat.
.Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen deswegen nun irgendwelche Meldungen abzusetzen,warum auch,das Programm kam ja aus der Wand,staatlich sanktioniert.karnak hat geschrieben:(...)
Stasi=Spitzel mit der Wand am Ohr der Nachbarwohnung.
.
.ABV hat geschrieben:Nicht das jetzt einer denkt, dass in der DDR die Ohren bereits in die Wände eingebaut waren![]()
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Gruß Uwe
![Wink [wink]](./images/smilies/wink.gif)
Nov65 hat geschrieben:Thoth hat gepostet:
"Diese "abscheulichen Spitzeldienste" sind Dir doch auch erst nach der Wende und da durch die massive Berichterstattung bekannt geworden. Das was den "anderen" Teil der Arbeit betraf, welche auch so gut wie unbekannt war; warum nennt sich ein Geheimdienst wohl Geheim und nicht Ministerium für Öffentlichkeitsarbeit; wird doch systematisch von den "Aufarbeitern" unter den Tisch gekehrt ......
Relationen, ein unaufgeregtes Herangehen, alles Fehlanzeige.
Statt dessen inszenierte Hysterie und moralisierende Bigotterie."
Auch @Karnak in ähnlicher Weise.
Das ganze Ausmaß, über das ich hier nicht mehr herzufallen brauche, da es bekannt ist und von @karnak zu Recht kritisiert wird,ist uns natürlich erst in den Nachwendejahren bekannt geworden. Mir im Familienfall in einer seiner Eigenschaften, hier gegen das eigene Volk gerichtet. Und auch in meiner Arbeit in der Überprüfungskommission von IM-Lehrern eines Landkreises.
Vorher spielte ich gegen MfS-Mitarbeiter Fußball und Volleyball und reichte unter dem Netz sportlich fair die Hand.
Wenn die Medien möglicherweise ordentliche Arbeit des Staatssicherheitsdienstes der DDR gern verschweigen, nennt doch bitte ein paar Beispiele für ordentliche Arbeit.
Darüber verlohnt es sich ja dann ein Buch zu schreiben.Ein Autor müsste sich doch finden lassen. Müsste eigentlich ein Renner werden.Oder gibt es so was bereits?
Gruß, Andreas
karnak hat geschrieben:ABV hat geschrieben:Nicht das jetzt einer denkt, dass in der DDR die Ohren bereits in die Wände eingebaut waren![]()
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Gruß Uwe
In dem einen oder anderen Fall gab es auch das.

Janko hat geschrieben:Reißerische Titel gibt es sicherlich genug. Leider lässt der Inhalt meist zu wünschen übrig bzw. wird der Thematik kaum gerecht.
Wenn man selber nicht bereit ist , diese Bereitschaft mir auch aus unterschiedlichen Motiven heraus fehlt, das Gelesene zu Erfassen, Sachverhalte auch eine gewissen Versachlichung erfahren, evtl. auch anderen Gedankengängen zu folgen, sind die Grundlagen doch eigentlich nicht vorhanden.
Jeder hat doch seine Erfahrung und Meinung zu Sachverhalten auch aus eigenem Erleben.
Mal so biss`l auf "Krawall gebürstet" mag ja manches befeuern, ist aber kein Allheilmittel.
Nov65 hat geschrieben: Ich kenne keine Literatur mit einem Inhalt wie jetzt diskutiert, bin aber für Hinweise dankbar.
Gruß, Andreas
Mfs-insider.de schreibt: "Wer sich seriös mit dem MfS und seiner Geschichte beschäftigt, kommt um dieses Buch nicht herum:

Alfred hat geschrieben:AZ,
"Die Sicherheit - Zur Abwehrarbeit des MfS" erschien übrigens vor rund 10 Jahren zum Preis von rund 60,00 Euro.
Bis wurden rund 15.000 Exemplare verkauft.
Es gibt übrigens noch andere Bücher, wo es um die Arbeit des MfS geht. So z.B. "Ruhe in Rostock ? Von wegen " Von A. Amthor.
Alfred hat geschrieben:Es wären wohl viele Autoren froh, wenn Sie diese Stückzahl von Büchern verkaufen würden.
Und 60,00 Euro sind für den einen oder anderen eine nicht kleine Summe
Auch kann man dieses Buch seit einigen Jahren gratis laden, dies macht sich auch bemerkbar.
Nov65 hat geschrieben:Okay,@vs1400,
Kurve kriegen und wieder in die Spur des Threads. Sollte es aber Ergebnisse aus den Akten geben, die so eine Gemeinsamkeit von Ost und West aufdecken: Es gibt bestimmt Zellen für mehrere Personen.
Gruß, Andreas
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