Börsen- und Industrie-Infos

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 14. November 2025, 14:34

Weltweit fallen die Aktienkurse

An den weltweiten Aktienmärkten setzt sich die Talfahrt fort, die am gestrigen Donnerstag begonnen hatte. Dafür werden vor allem zwei Gründe verantwortlich gemacht: Die hohen Bewertungen von Technologieunternehmen und wachsende Zweifel, ob die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung die Zinsen senken wird.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Ari@D187 » 14. November 2025, 14:58

So eine Konsolidierung ist gut.

Ari
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Don't feed the troll(s)
Alles wird gut!
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 29. November 2025, 12:53

Es geht seit gestern durch die mediale Welt:
Kurz vor Thanksgiving-Reisewelle: Airbus muss Tausende Flugzeuge in den USA auf Fehler überprüfen - 28.11.2025, 21:47 Uhr
Der A320 gehört zu den meistgenutzten Verkehrsflugzeugen der Welt. Ein Vorfall auf einem Flug nach Mexiko lässt Airbus aufhorchen. In den USA muss die Software zahlreicher Jets überprüft werden - dabei steht das verkehrsreichste Wochenende des Jahres bevor.

Der europäische Flugzeughersteller Airbus muss bei Tausenden Flugzeugen seiner A320-Familie neue Software aufspielen. Airbus teilte mit, ein Zwischenfall bei einem Flugzeug der A320-Familie habe gezeigt, dass intensive Sonneneinstrahlung Daten beschädigen könne, die für die Steuerung wichtig seien. "Airbus ist sich bewusst, dass diese Empfehlungen zu Betriebsunterbrechungen für Passagiere und Kunden führen werden", so das Unternehmen. Branchenkreisen zufolge sind rund 6000 Flugzeuge betroffen, mehr als die Hälfte der weltweiten Flotte.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Airbus-muss-Tausende-Flugzeuge-in-den-USA-auf-Fehler-ueberpruefen-id30085337.html
Das unsere modernen Technologien unter Umständen sehr empfindlich gegenüber störenden externen Einflüssen sind habe ich auch in den letzten Jahren beobachtet.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 21. Januar 2026, 21:28

Supreme Court: Zweifel an Entlassung von Fed-Direktorin Cook

WASHINGTON - Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hat deutliche Zweifel am Versuch von US-Präsident Donald Trump, die US-Notenbank-Vorständin Lisa Cook sofort zu entlassen. Bei einer fast zweistündigen Anhörung äußerten Richterinnen und Richter aus beiden politischen Lagern Skepsis gegenüber den Vorwürfen der Regierung und betonten die besondere verfassungsrechtliche Stellung und Unabhängigkeit der Federal Reserve.

Trump begründet den Entlassungsversuch mit dem Vorwurf, Cook habe vor ihrem Amtsantritt bei Hypothekengeschäften falsche Angaben gemacht. Sie weist die Anschuldigungen zurück. Der Präsident hatte dabei versucht, Cook bereits während des laufenden Gerichtsverfahrens aus dem Amt zu entfernen. Bundesgerichte entschieden jedoch, dass sie bis zu einer Klärung weiterarbeiten darf. Im vergangenen Monat wandte sich Trump daraufhin mit einem Eilantrag an den Supreme Court, um die sofortige Entlassung der Notenbank-Vorständin durchzusetzen.

Grundsätzliche Frage über Trumps Machtbefugnisse

Hinter der Personaldebatte steht die grundsätzliche Frage, inwieweit ein US-Präsident Einfluss auf die gesetzlich unabhängige US-Zentralbank nehmen darf und ob Trump mit seinem Entlassungsversuch die Grenzen seiner Macht überschritten hat. Trump geht es vor allem um die Senkung des Leitzinses.

Cook ist eines von sieben Mitgliedern des Fed-Vorstands. Diese werden vom Präsidenten vorgeschlagen und anschließend vom Senat bestätigt. Zuletzt wurde auch Stephen Miran, ein früherer Trump-Berater, in das Gremium berufen. Sollte Trump Cook tatsächlich entlassen dürfen, könnte er einen weiteren Sitz im Fed-Vorstand nach seinen Vorstellungen besetzen und damit zusätzlichen Einfluss auf den geldpolitischen Kurs der wichtigsten Zentralbank der Welt gewinnen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Januar 2026, 17:50

Auch Rossmann plant eigene Online-Apotheke

BURGWEDEL - Die Drogeriekette Rossmann bereitet den Aufbau einer eigenen Online-Apotheke vor. Das bestätigte das Unternehmen aus Burgwedel bei Hannover auf Anfrage. "Wir beschäftigen uns so intensiv damit, dass ich Ihnen sagen kann: Die Online-Apotheke wird kommen", kündigte Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung, an. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" berichtet.

Das Apothekenangebot soll demnach aus den Niederlanden heraus gesteuert werden. Zudem soll die Rossmann-App eine zentrale Rolle bei dem Vorhaben spielen. Zu Zeitpunkt, Umfang und konkreter Ausgestaltung der Online-Apotheke äußerte sich Rossmann zunächst nicht weiter.

"dm hat die Erwartungshaltung erhöht"

Erst im Dezember startete Wettbewerber dm mit einer eigenen Online-Apotheke. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Angebot rezeptfreie Arzneimittel sowie apotheken-exklusive Produkte wie Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik und Medizinprodukte.

"dm hat die Erwartungshaltung erhöht. Rossmann kann sich diesem Trend kaum entziehen, wenn man relevant bleiben will", sagt Carsten Kortum, Handelsprofessor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn. Er rechnet damit, dass auch Lebensmitteleinzelhändler noch in den Markt einsteigen.

Medikamente per Mausklick

Medikamente werden immer häufiger im Internet gekauft. Online-Apotheken wie Redcare Pharmacy (früher Shop Apotheke) und DocMorris verzeichnen eine steigende Nachfrage. Die Kategorie Medikament zählte im vergangenen Jahr zu den Gewinnern im Onlinehandel. Der Umsatz stieg in Deutschland um sechs Prozent, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (Bevh) mitteilte.

Ein wichtiger Grund für den Zuwachs ist das 2024 eingeführte E-Rezept. Die Bestellung verschreibungspflichtiger Medikamente sei dadurch erheblich einfacher geworden, sagt Handelsexperte Kortum. "Früher mussten Rezepte teils per Post an Versandapotheken geschickt werden, heute können Kunden sie digital einlösen." Vor allem für Ältere und chronisch Kranke sei die Lieferung deutlich bequemer.

Laut Bevh-Sprecher Frank Düssler punkten Online-Apotheken auch mit digitalen Beratungsangeboten per Video und oft günstigeren Preisen. Zudem sei es möglich, Menschen im ländlichen Raum besser zu erreichen, wo die Versorgung häufig nicht mehr flächendeckend gesichert ist.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 22. Januar 2026, 18:51

Mal sehen, wie die Preise werden.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 23. Januar 2026, 15:31

AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 23.01.2026

ROUNDUP: BASF enttäuscht mit herbem Gewinnrückgang - Aktie fällt

LUDWIGSHAFEN - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im vergangenen Jahr stärker mit der Branchenkrise zu kämpfen gehabt als gedacht. Der operative Gewinn ging empfindlicher zurück als vom Unternehmen selbst in Aussicht gestellt, wie die Ludwigshafener am Donnerstagabend nach Börsenschluss überraschend mitteilten. Zwar stiegen die verkauften Mengen leicht. Doch niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte belasteten. Anleger zeigten sich enttäuscht und ließen die im Dax notierte Aktie am Freitag fallen.

ROUNDUP: Übernahme von Wacker Neuson durch Koreaner geplatzt - Aktie sackt ab

MÜNCHEN - Die Übernahme des Baumaschinenherstellers Wacker Neuson durch den südkoreanischen Mischkonzern Doosan Bobcat ist geplatzt. Die entsprechenden Gespräche würden nicht fortgesetzt, teilte das Münchner Unternehmen am Donnerstagabend mit. An der Börse kam das am Freitag gar nicht gut an. Für die Aktie ging es im frühen Handel um 21 Prozent steil abwärts. Mit zuletzt 18,56 Euro lag sie wieder bei dem Kurs unmittelbar vor Bekanntwerden des Übernahmeinteresses Anfang Dezember.

ROUNDUP 2/Intel: Kapazitäts-Engpässe bremsen Wachstum - Aktie sackt ab

SANTA CLARA - Der Chipkonzern Intel wird auf seinem Sanierungskurs von Lieferengpässen gebremst. Die Umsatzprognose von 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street: Die Intel-Aktie sackte im vorbörslichen US-Handel am Freitag um mehr als 13 Prozent auf 47 Dollar ab. Allerdings hatte das Papier seit dem Jahreswechsel zuvor einen steilen Kursanstieg hingelegt. Bis Donnerstagabend hatte es seitdem fast 50 Prozent bis auf 54,32 Dollar an Wert gewonnen.

IPO: Tschechischer Rüstungskonzern CSG erfolgreich gestartet

AMSTERDAM/PRAG - Der tschechische Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) hat am Freitag ein erfolgreiches Börsendebüt in Amsterdam gefeiert. Im frühen Handel kletterten die Aktien des Herstellers von Militärfahrzeugen und Munition auf bis zu 33 Euro. Der Verkaufspreis im Zuge des Börsengangs hatte bei 25 Euro je Aktie gelegen. Zuletzt kosteten CSG-Papiere noch rund 31,50 Euro. Die Marktkapitalisierung von CSG erreichte bis zu 33 Milliarden Euro und lag damit etwa doppelt so hoch wie jene der deutschen Rüstungsunternehmen Renk und Hensoldt zusammen. Rheinmetall kommt auf fast 83 Milliarden.

ROUNDUP 3/Nach Hängepartie: Neue US-Firma für Tiktok steht

WASHINGTON - Das wegen Sorgen um den Einfluss Chinas monatelang vom Aus bedrohte US-Geschäft von Tiktok ist offiziell in eine neue Firma eingebracht worden. Als Eigentümer der populären Video-App behält der in China ansässige Konzern Bytedance einen Anteil von knapp 20 Prozent am neuen Gemeinschaftsunternehmen Tiktok USDS. Auf den Betrieb von Tiktok außerhalb der USA - etwa auch in Deutschland - hat das Geschehen keine Auswirkungen.

Netzwerkausrüster Ericsson überrascht mit Gewinn und erhöht Dividende - Kursplus

STOCKHOLM - Der Netzwerkausrüster Ericsson hat im vierten Quartal mehr verdient als erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) stieg um fast ein Viertel auf 12,7 Milliarden schwedische Kronen (rund 1,2 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte. Damit wurden die durchschnittlichen Schätzungen von Analysten übertroffen. Die Aktionäre sollen für 2025 eine von 2,85 auf 3,00 Kronen angehobene Dividende erhalten. Branchenexperten hatten hier allerdings mehr erwartet. Zudem kündigten die Schweden ein Aktien-Rückkaufprogramm in Höhe von 15 Milliarden Kronen an. Die Aktie legte in Stockholm im frühen Handel um mehr als neun Prozent zu.

Musk will Ende 2027 Roboter in den Verkauf bringen

DAVOS - Tech-Milliardär Elon Musk stellt in Aussicht, dass Tesla bis Ende 2027 den Verkauf humanoider Roboter starten könnte. Die Roboter mit dem Namen Optimus führten aktuell einfache Aufgaben in der Produktion des Elektroauto-Herstellers aus, sagte Musk beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Er denke, dass man wahrscheinlich bis Ende kommenden Jahres die Maschinen auch für die Öffentlichkeit in den Handel bringen werde. Der Tesla-Chef ist allerdings bekannt dafür, Fristen zu setzen, die er später nicht halten kann.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 23. Januar 2026, 15:32

augenzeuge hat geschrieben:Mal sehen, wie die Preise werden.

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Die reguliert der Markt!
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 23. Januar 2026, 18:59

Wers noch nicht gemerkt hat, Silber ist das neue Gold. [grins]

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 3. März 2026, 21:05

Aktien New York: Börsen verringern Verluste – Minenaktien unter Druck

NEW YORK - Die US-Börsen haben mit einem Tag Verzögerung die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren bekommen. Allerdings konnten die wichtigsten Indizes in Handelsverlauf einen Großteil ihrer im Tagesverlauf erlittenen Verluste wieder wettmachen. Der Anstieg der Öl- und Gaspreise nährte am Dienstag Wirtschaftssorgen und die Furcht vor insgesamt deutlich steigenden Preisen. In Europa und Asien sackten die Kurse ab.

Der Dow Jones Industrial hatte zwischenzeitlich seine bislang in diesem Jahr erzielten Gewinne eingebüßt und war um bis zu 2,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember gesunken. Zuletzt stand noch ein Minus von 0,7 Prozent auf 48.566 Punkte zu Buche.

Der marktbreite S&P 500 verlor 0,8 Prozent auf 6.829 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,9 Prozent auf 24.773 Punkte nach unten.

Israel hat bei neuen Angriffen auf Teheran wieder den iranischen Machtapparat ins Visier genommen. Äußerungen von US-Regierungsmitgliedern warfen derweil neue Fragen zur Begründung der Angriffe auf - insbesondere, ob sich die USA von Israel in den Krieg hineinziehen lassen haben, der schon jetzt Folgen für einen großen Teil des Nahen Ostens hat.

"Die Märkte reagieren auf jede Schlagzeile", schrieb Analyst Fawad Razaqzada vom Handelshaus Forx.com. Vieles werde nun davon abhängen, ob die Spannungen zurückgehen – oder ob sich die aktuelle Entwicklung als Beginn einer länger anhaltenden Störung der globalen Versorgung mit Rohöl erweist.

Aus Branchensicht mieden Anleger zuletzt vor allem Minenbetreiber, nachdem der Goldpreis stark unter Druck gekommen war. Auch der Preis für Silber gab deutlich nach. Gestiegene Inflationsgefahren im Zuge der höheren Öl- und Gaspreise belasten zunehmend die Edelmetallpreise. Die Möglichkeit speziell der US-Notenbank, die Geldpolitik zu lockern, könnte so eingeschränkt werden. Ein hohes Zinsniveau wirkt sich tendenziell negativ auf Edelmetalle aus, da sie keine Zinsen abwerfen. Damit sackten Coeur Mining um knapp elf und Newmont mehr als acht Prozent ab.

Am Dow-Ende verloren die als besonders konjunktursensibel geltenden Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar gut vier Prozent. Dagegen feierten die Anleger die Geschäftszahlen und Ausblicke der Einzelhändler Best Buy und Target – die Aktien zogen unter den besten Werten im S&P 500 um fast sieben beziehungsweise acht Prozent an.

Die Titel des Datenbankmanagementsystem-Spezialisten MongoDB wurden von einem schwachen Ausblick belastet: Sie brachen um fast ein Fünftel ein.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 3. März 2026, 22:01

Die Frage ist, wie geht es weiter?

Wenn die USA die Straße von Hormuz nicht unter Kontrolle bekommen, werden die Börsen weiter fallen.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 19. März 2026, 11:28

Volkswagen zahlt trotz Krise eine Prämie - 1.250 Euro im Mai

(dpa-AFX) - Volkswagen will trotz der Krise seine Mitarbeiter nun doch mit einer zusätzlichen Prämie am Gewinn beteiligen. Der Vorstand habe eine einmalige Zahlung von 1.250 Euro für die Tarifbeschäftigten beschlossen, teilte der Wolfsburger Autobauer mit. Unternehmen und Arbeitnehmerseite hatten sich eigentlich auf den Ausfall der Mai-Zahlung aus der Ergebnisbeteiligung geeignet. Jetzt gebe es unabhängig davon die Prämie mit dem Mai-Entgelt.

In einer schwierigen Zeit der Restrukturierung mit vielen Unsicherheiten arbeiteten die Kollegen mit großem Fachwissen, viel Leidenschaft und Teamgeist an einer erfolgreichen Zukunft von Volkswagen, sagte der Chef der Marke Volkswagen, Thomas Schäfer. Der VW -Konzern hatte in der vergangenen Woche einen Gewinneinbruch nach Steuern um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro vermeldet.

„Der hohe Einsatz der gesamten Belegschaft hat zu dem guten Ergebnis der Marke Volkswagen geführt - das wiederum zahlt auf unser Konzern-Ergebnis ein“, sagte die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo. Es sei nur folgerichtig und fair, dass nun alle Beschäftigtengruppen profitieren, sagte sie in einer Mitteilung an die Belegschaft.

Aus dem Umfeld des Gesamtbetriebsrates war zu hören, dass die Vorstellungen zur Prämienhöhe zuvor weit auseinanderlagen. Während die Arbeitnehmervertretung 1.500 Euro anvisiert habe, habe der Vorstand ursprünglich höchstens 500 Euro gewollt. Nach einigen Runden habe Cavallo 1.250 Euro durchgesetzt somit das Ergebnis zugunsten der Belegschaft verschoben.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 30. März 2026, 20:02

'Erdöl-Notstand': Slowakei legt sich mit EU-Kommission an

BRATISLAVA - Die Slowakei widerspricht einer Aufforderung der EU-Kommission, ihre unterschiedlichen Spritpreise für In- und Ausländer an den Tankstellen wieder abzuschaffen. Das sagte Ministerpräsident Robert Fico in Bratislava. In einem Brief habe die Kommission seiner Regierung mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht, weil die unterschiedlichen Preise im Widerspruch zu EU-Recht stünden, sagte der Linkspopulist.

Fico bezeichnete die Aufforderung jedoch als „ absolut inkorrekt gegenüber der Slowakei “ und schloss nicht aus, die Preisregulierungen zu verlängern. Fico forderte die EU-Kommission auf, anstelle von Strafandrohungen gegen die Slowakei mehr Druck auf die Ukraine auszuüben, damit diese die Durchleitung von russischem Erdöl wieder ermögliche. Dann wären die slowakischen Regulierungsmaßnahmen gar nicht notwendig, argumentierte Fico.

Ein Sprecher der EU-Kommission hatte die Maßnahme bereits als „in hohem Maße diskriminierend“ bezeichnet und rechtliche Schritte angekündigt. Die EU-Staaten müssten ihre Maßnahmen koordinieren.

„Erdöl-Notstand“ als Begründung für höhere Ausländer-Preise

Die Regierung in Bratislava hatte am 18. März eine vorerst für 30 Tage gültige Rationierung von Diesel und Benzin beschlossen. Zugleich führte sie höhere Spritpreise für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen ein, um Tanktourismus aus den Nachbarländern zu verhindern. Das begründete sie damit, dass die Versorgung derzeit nur dank staatlicher Notreserven überhaupt aufrechterhalten werden könne.

Schon kurz vor Beginn des Iran-Kriegs hatte die Regierung einen „Erdöl-Notstand“ ausgerufen, weil seit Ende Januar kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland fließt. Von den russischen Öllieferungen ist die Slowakei noch immer weitgehend abhängig und hat daher eine auch mit Kiew vereinbarte Ausnahme von den EU-Sanktionen gegen Russland zugestanden bekommen.

Nach ukrainischer Darstellung ist die Druschba-Pipeline jedoch durch russische Drohnenangriffe beschädigt. Das bezweifeln Ungarn und die Slowakei und verlangen bisher vergeblich eine unabhängige Inspektion der Pipeline.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 8. April 2026, 17:37

ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Erholungsrally nach Waffenruhe im Iran-Krieg

PARIS/LONDON/ZÜRICH - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Mittwoch nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg einen großen Sprung nach oben gemacht. An den Börsen rund um den Globus herrschte Erleichterung über die massiv gefallenen Ölpreise, da die vom Iran blockierte Straße von Hormus wieder geöffnet werden soll.

Der EuroStoxx 50 schloss 4,97 Prozent höher bei 5.9123,37 Punkten. Außerhalb des Euroraums zog der schweizerische SMI um 2,53 Prozent auf 13.113,43 Zähler an. Der britische FTSE 100 legte um 2,51 Prozent auf 10.608,88 Punkte zu.

Kurz vor dem Ablauf des jüngsten Ultimatums von US-Präsident Donald Trump hatten sich die Vereinigten Staaten und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus geeinigt. Auch Israels Armee bestätigte, die Angriffe auf Ziele im Iran ausgesetzt zu haben. Zugleich meldeten allerdings Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran, während der Iran Explosionen am Persischen Golf meldete.

Die Bewegungen im europäischen Branchentableau entsprachen dem Szenario einer Entspannung mit deutlich sinkenden Ölpreisen. An der Spitze der Sektoren standen die Reise- und Freizeitwerte, wo vor allem die Aktien der Fluggesellschaften gefragt waren. So kletterten Air France-KLM um über 11 Prozent nach oben.

Weit vorn standen zudem die Industrie- und Technologiewerte, die während des Nahost-Konflikts wegen Sorgen um die Lieferketten und die Auswirkungen hoher Energiepreise auf die Konjunktur unter Druck geraten waren. Safran stiegen um 10,6 Prozent, Schneider Electric um 9,7 Prozent und ASML um 8,9 Prozent. Bei den energieintensiven Stahltiteln ragten ArcelorMittal mit plus 12,8 Prozent heraus.

Am Ende des Feldes rangierten dagegen die Ölwerte. Nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen kam es zu massiven Gewinnmitnahmen. BP verloren dabei 5,8 Prozent, Shell 4,7 Prozent, Eni 5,6 Prozent und Totalenergies 3,1 Prozent./edh/he
Quelle: dpa-AFX 08.04.2026 18:24
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 9. April 2026, 21:54

Aktien New York Schluss: Gewinne - Entspannungssignale aus Nahost

NEW YORK - Hoffnungsvolle Signale aus dem Nahost-Konflikt haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag aus der anfänglichen Minuszone befördert. Der Leitindex Dow Jones erklomm den höchsten Stand seit mehr als einem Monat und schloss 0,58 Prozent höher bei 48.185,80 Punkten, nachdem er im frühen Handel um bis zu 0,5 Prozent gesunken war. Der marktbreite S&P 500 gewann letztlich 0,62 Prozent auf 6.824,66 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,72 Prozent auf 25.082,09 Punkte hoch.

Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Er habe mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview. Die andauernden und heftigen Angriffe Israels gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon bedrohen die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Später kündigte Netanjahu direkte Verhandlungen mit dem nördlichen Nachbarland an.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 17. April 2026, 20:09

Aktien Wien Schluss: ATX nimmt Kurs auf 6.000 Punkte

WIEN. Positive Signale aus dem Nahen Osten haben dem ATX vor dem Wochenende ein Rekordhoch beschert. Der Iran hat die Straße von Hormuz laut Außenminister Abbas Araghtschi für die Dauer der Waffenruhe im Libanon wieder vollständig für die Handelsschifffahrt freigegeben. Die Öl- und Gaspreise sackten daraufhin deutlich ab und dämpften damit Konjunktur- und Inflationssorgen.

Nach einem lange lustlosen Handelsverlauf kletterte der ATX nach der Meldung bis auf ein Allzeithoch von gut 5.972 Punkten. Aus dem Handel ging er mit einem Aufschlag von 1,57 Prozent bei 5.957,70 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Gewinn von rund zweieinhalb Prozent.

Für den ATX Prime ging es am Freitag um 1,59 Prozent auf 2.947,17 Zähler nach oben. Das europäische Umfeld schloss ebenfalls fester. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent (Juni-Kontrakt), der am Vorabend noch knapp an die Marke von 100 US-Dollar herangereicht hatte, fiel hingegen wieder unter 90 US-Dollar.

Auch aus charttechnischer Sicht spreche derzeit wenig gegen eine Fortsetzung des Aufwärtstrends, sagte Erste-Group-Analyst Christoph Schultes bereits vor den jüngsten Neuigkeiten. Demnach könnte der ATX in der kommenden Woche die Marke von 6.000 Punkten in Angriff nehmen. Auch auf fundamentaler Ebene dürfte die nächste Woche richtungsweisend werden, wenn das ATX-Schwergewicht Bawag sowie die Unternehmen aus der Telekombranche mit ihren Zahlen die Berichtssaison einläuten.

Bei den Wiener Einzelwerten zogen einmal mehr AT&S die Aufmerksamkeit auf sich. Die Titel des steirischen Leiterplattenherstellers kennen seit Tagen kein Halten mehr und legten am Berichtstag noch einmal um gut 13 Prozent auf 84,70 Euro zu. Allein in dieser Woche stieg der Aktienkurs um über ein Viertel, während sich der Gewinn seit Jahresbeginn auf gut 163 Prozent beläuft. Seit dem Mehrjahrestief von Ende 2024 hat sich der Aktienkurs mehr als verachtfacht.

Zu einem freundlichen Branchenumfeld gesellten sich für AT&S vor dem Wochenende positive Impulse von Analystenseite. So hob die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Titel bereits zum zweiten Mal in dieser Woche an, diesmal von 82 auf 100 Euro. Analyst George Brown verwies auf die Nachfragedynamik durch agentische KI, wobei sich AT&S in der Branche in einer einzigartigen Position befinde. Denn während die Mitbewerber weiterhin mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen hätten, würden die Auslastungsraten in den bestehenden AT&S-Werken voraussichtlich rasch steigen, so Brown.

Einzige Verlierer im Leitindex waren dagegen die Öl- und Versorgeraktien, die von den niedrigeren Energiepreisen belastet wurden. Verbund und OMV büßten 3,9 respektive 3,7 Prozent ein. Deutlich fester schlossen energieintensive Industriewerte wie Wienerberger, die sechs Prozent gewannen. Anteile am Airlinecaterer Do&Co zogen zudem um 5,7 Prozent an.

Weitere Analystenkommentare gerieten in den Hintergrund. Für Erste Group wurde seitens der Deutschen Bank das Kursziel von 115 auf 117 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analystin Marlene Eibensteiner erwartet einen soliden Jahresstart. Die Aktien schlossen branchenkonforme 3,1 Prozent fester bei 108,60 Euro.

Auch Voestalpine folgten mit plus 4,2 Prozent auf 43,50 Euro dem Sektortrend. Barclays bestätigte "Overweight" und Kursziel von 50 Euro für die Aktien. Die Analysten rechnen für das Schlussquartal 2025/26 mit einem soliden Ergebnis, wobei das EBITDA aber leicht unter dem Mittelwert der Prognose liegen dürfte.

Titel des Ölfeldausrüsters SBO fielen um 2,3 Prozent auf 35,65 Euro. Analyst Alexander Zienkowicz von MWB Research sieht angesichts des jüngsten Kursanstiegs nur noch ein eingeschränktes Aufwärtspotenzial. Er stufte die Aktie daher auf "Hold" ab und hielt an seinem Kursziel bei 39,00 Euro fest./spa/mik/APA/he
Quelle: dpa-AFX 17.04.2026, 20:25 Uhr
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 20. April 2026, 20:43

Devisen: Euro zum Dollar stabil - Unsichere Kriegslage im Iran prägt das Bild

(dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich zu Wochenbeginn nach seinem Rücksetzer vom Freitagnachmittag stabilisiert. Die Gemeinschaftswährung wurde am Montag zuletzt in New York zu 1,1783 US-Dollar gehandelt und damit etwas erholt vom Tagestief. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1760 (Freitag: 1,1797) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8503 (0,8476) Euro.

Die am Freitag vom Iran verkündete Öffnung der Straße von Hormus war nur von kurzer Dauer. Im Fokus blieb die Frage, ob eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA realistisch ist. Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause am Mittwoch ist der Fortgang weiter offen.

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen getroffen, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Eine von den US-Streitkräften beibehaltene Blockade für iranische Schiffe wurde als Hürde für weitere Gespräche bezeichnet.

Am Montag sagte Donald Trump, dass sich Vizepräsident JD Vance an diesem Montag auf den Weg zu weiteren Verhandlungen nach Pakistan mache. Zudem sagte der US-Präsident, eine Verlängerung des Waffenstillstandes sei "sehr unwahrscheinlich". Ferner werde er die Straße von Hormus nicht vor Unterzeichnung eines Deals öffnen./tih/he
Quelle: dpa-AFX 20.04.2026 21:13
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 22. April 2026, 20:44

WDH: Rheinmetall liefert Bundeswehr Kamikaze-Drohnen

(Im ersten Satz des vorletzten Absatzes muss es "vorgesehen sind" heißen.)

dpa-AFX - Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall liefert der Bundeswehr künftig Drohnen, die als „Loitering Munition“ über dem Zielgebiet kreisen und sich dann selbstständig auf ein Ziel stürzen. Das Bundeswehr-Beschaffungsamt habe in Koblenz einen entsprechenden Auftrag über 300 Millionen Euro unterzeichnet, teilte die Waffenschmiede in Düsseldorf mit. Wie viele Drohnen das sind, ist geheim. Die Lieferung soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen. Hergestellt werden die Flugkörper in Neuss.

Die Bestellung des Modells FV-014 erfolgte innerhalb eines Rahmenvertrags, der informierten Kreisen zufolge ein Volumen von einer Milliarde Euro hat. Insgesamt geht es um eine fünfstellige Anzahl an Drohnen. Die Konkurrenten Stark und Helsing haben ähnliche Rahmenverträge und bereits Aufträge bekommen, Rheinmetall ist hierbei der Nachzügler. Der Panzerbauer und Munitionsfabrikant musste die Drohne erst neu entwickeln und auf den Markt bringen. Die Drohnen sind mit Sprengstoff beladen, außerdem werden sie für Aufklärungszwecke genutzt.

70 Minuten Flugzeit und 100 Kilometer Reichweite

Rheinmetall-Chef Armin Papperger zeigte sich zufrieden. „Mit der FV-014 wird die Bundeswehr ein weiteres Waffensystem erhalten, mit dem sie eigene Kräfte schützen und kritische Ziele schnell, kontrolliert und wirksam bekämpfen kann“, sagte der Manager. Rheinmetall werde das System schon sehr bald im industriellen Maßstab in hohen Stückzahlen produzieren.

Die Drohnen haben den Angaben zufolge eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern, ihr Gefechtskopf wiegt inklusive Zündvorrichtung rund vier Kilo. Die Drohne kann bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben und Ziele beobachten. Das Produkt wird vollständig in der EU produziert.

Die Bundeswehr wertet an der Loitering Munition positiv, dass sie mit diesem Waffentyp schnell reagieren und feindliche Ziele präzise bekämpfen könne. Die Reichweite sei zudem höher als mit Artilleriegranaten.

Software soll kontinuierlich weiterentwickelt werden

Streng genommen sind es gar keine Drohnen, sondern es handelt sich um Munition, da diese Waffensysteme für den einmaligen Gebrauch vorgesehen sind. Sie werden von einem Container aus mit einer Zündvorrichtung nach oben geschossen, entfalten sich in der Luft und fliegen weiter. Eine Landung und erneute Nutzung ist nicht vorgesehen: Ist die Zeit abgelaufen und kein Ziel gefunden, lasse man sie kontrolliert abstürzen, so ein Rheinmetall-Sprecher.

Wichtig bei diesem Waffentyp ist die Software, die immer kontinuierlich weiterentwickelt werden muss. Die Verträge mit den Drohnenlieferanten enthalten Innovationsklauseln, heißt es von der Bundeswehr. Diese Klauseln verpflichten die Hersteller, die Systeme auf dem neuesten Stand zu halten. „Ohne eine solche Klausel könnten die heute gekauften Systeme in wenigen Monaten wirkungslos sein, weil der potenzielle Gegner bereits Gegenmaßnahmen ergriffen hat“
Quelle: dpa-AFX 22.04.2026, 21:26
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 27. April 2026, 09:15

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Gewinne - Hoffnung im Nahost-Konflikt

dpa-AFX - Der deutsche Aktienmarkt ist dank vorsichtigem Optimismus im Nahost-Konflikt und guter Vorgaben von den Überseebörsen mit moderaten Gewinnen in die neue Börsenwoche gestartet. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße von Hormus vor. Unterdessen fiel das Konsumklima in Deutschland laut der neuesten Studie der Institute NIM und GfK im Mai deutlicher als von Analysten erwartet.

Der Dax stieg zuletzt um 0,2 Prozent auf 24.185 Punkte und hält sich damit zunächst über der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend bei aktuell 24.113 Punkten. Für den MDax mit den mittelgroßen Werten ging es um 0,5 Prozent auf 30.395 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte kaum verändert.

"Die Anleger setzen auf ein Ende des Irankriegs, auf starke Quartalszahlen, die auf die Resilienz der Unternehmen trotz hoher Energiepreise hindeuten, und auf Notenbanken, die den Inflationsschub als vorübergehend ansehen und nicht an der Zinsschraube drehen", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.

Gut aufgenommene Quartalszahlen des Windkraftkonzerns Nordex trieben die Aktien mit einem Plus von 11,6 Prozent auf das höchste Niveau seit dem Jahr 2002. Im bisherigen Jahresverlauf bauten sie damit ihren Kursgewinn auf 72 Prozent aus. Analysten reagierten mit viel Lob für die Geschäftsentwicklung. Die Profitabilität habe die Erwartungen klar übertroffen, der Auftragsbestand liege auf Rekordniveau, kommentierte Richard Dawson von der Berenberg Bank.

Für die Anteilsscheine der Commerzbank ging es um 1,9 Prozent auf 34,59 Euro nach oben. Zuvor hatte die Bank of America die Titel des Geldhauses von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 37 auf 42 Euro angehoben.

Dagegen riss ein Pressebericht, dass sich der Energiekonzern Eon in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf der britischen Ovo Energy befindet, die Anleger nicht vom Hocker. Die Eon-Papiere notierten zuletzt 0,1 Prozent im Minus. Zwar stünden die Unternehmen kurz vor einer Vereinbarung, ein Scheitern sei aber noch möglich, berichtete der Nachrichtensender Sky am Samstag unter Berufung auf Industriekreise.
Quelle: dpa-AFX 27.04.2026, 09:56 Uhr
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 18. Juni 2026, 20:09

Ukraine erhält Milliardenzusage für Militärhilfe

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Ukraine hat nach eigenen Angaben umfangreiche neue Zusagen für Militärhilfe in Milliardenhöhe für ihren Abwehrkampf gegen Russland bekommen. Bei einem von Deutschland und Großbritannien geleiteten Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel wurden rund eine Milliarde Dollar (900 Mio. Euro) für die Finanzierung von US-Rüstungsgütern zugunsten der Ukraine zugesagt, wie Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer anschließenden Pressekonferenz sagte.

Zudem sei Unterstützung für weitreichende Artilleriesysteme sowie für die Produktion von Drohnen und Raketen angekündigt worden, sagte er. Allein die Niederlande hätten Unterstützung für mehr als 700 Marschflugkörper versprochen.

"Die vollständigen Auswirkungen und die gesamte Bedeutung dieser Zusagen werden wir erst in einigen Stunden überblicken können, weil heute wirklich sehr viele unterschiedliche Ankündigungen gemacht wurden", sagte Fedorow. Schon jetzt sehe man jedoch, dass sich das Gesamtvolumen auf etwa vier Milliarden Dollar belaufen dürfte - möglicherweise sogar mehr.

"Russland greift uns jeden Tag an"

Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj unter anderem die unzureichende Finanzierung für neue Robotersysteme und weitreichende Artilleriemunition durch die Partnerstaaten beklagt. Er rief die Partner zudem auf, Unterstützungszusagen nicht für den Nato-Gipfel in knapp drei Wochen aufzuheben. "Russland greift uns jeden Tag an", sagte er in Brüssel.

Das Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe wurde von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und seinem britischen Kollegen Dan Jarvis geleitet. Pistorius hatte bereits am Morgen angekündigt, dass sich Deutschland mit 200 Millionen Dollar an der Beschaffung von Patriot-Abfangflugkörpern über das sogenannte Purl-Programm beteiligen will. Die Initiative sieht vor, dass in den USA hergestellte Munition und Waffen an die europäischen Verbündeten und Kanada verkauft werden - und diese sie dann der Ukraine zur Verfügung stellen.

Pistorius sagte am Abend, Russlands Präsident Wladimir Putin müsse akzeptieren, dass sein anhaltender brutaler Krieg gegen die Ukraine keinen Sinn ergebe. Die Ukraine könne weiterhin auf Deutschland zählen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 18. Juni 2026, 21:07

Wenn der Krieg gegen die Ukraine mal beendet ist, die Bevölkerung in Deutschland überdurchschnittlich alt ist, Krankenhäuser braucht, Pflegeplätze braucht, Leute die früher Rentner gepflegt haben und nun 30% weniger Rente haben, ob dann dieser Staat genauso schnell die Milliarden für seine alten Leute locker macht, wie jetzt gegen die Russen?

Ari, du wirst das alles auskosten dürfen.... obwohl, du arbeitest dann erst mal bis 70.... [angst]

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Ari@D187 » 18. Juni 2026, 21:36

Du hast immer noch nicht verstanden, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon augenzeuge » 19. Juni 2026, 06:33

Ari@D187 hat geschrieben:Du hast immer noch nicht verstanden, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

Ari


Deine Antwort sagt auf die Frage, dass du nichts begriffen hast. Was glaubst Du eigentlich, warum wir bei allen Sozialversicherungen finanziell hängen? Hat das nichts mit den Ukraine Milliarden zu tun?

Die Problematik, auf die diese Gesellschaft zusteuert, erkennst du offenbar nicht.

Aber der Tag kommt, wo du es erkennst.


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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 19. Juni 2026, 10:53

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Du hast immer noch nicht verstanden, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.
Ari

Deine Antwort sagt auf die Frage, dass du nichts begriffen hast. Was glaubst Du eigentlich, warum wir bei allen Sozialversicherungen finanziell hängen ? Hat das nichts mit den Ukraine Milliarden zu tun ?
Die Problematik, auf die diese Gesellschaft zusteuert, erkennst du offenbar nicht.
Aber der Tag kommt, wo du es erkennst.
AZ

Ich habe diesbezüglich im Thema "die Lage in der Ukraine" geantwortet, siehe unter http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=306&t=17765&start=1530#p581289
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 22. Juni 2026, 10:22

Rüstungskooperation vertieft, Deutschland und Frankreich einigen sich auf Beteiligung an KNDS - 22.06.2026, 10:46 Uhr
Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur Beteiligung des Bundes an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS erzielt.
Wie der Elysée-Palast am Montag in Paris mitteilte, machten beide Staaten damit einen "entscheidenden Schritt zur Stärkung ihrer gemeinsamen Souveränität" im Verteidigungsbereich. Regierungssprecher Stefan Kornelius bekräftigte in Berlin, die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent der Anteile an KNDS an - damit würde Deutschland mit Frankreich gleichziehen.
.
Der Hauhaltausschuss des Bundes muss noch zustimmen, das soll am Mittwoch kommen.
Zum Ausgleich werden wieder einmal Leistungen im Bereich Soziales gekürzt, Jugendförderung, sowie Rentenvorsorge.
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 2. Juli 2026, 10:21

Börsengang von KNDS abgeblasen ...
Es kam gerade in den Wirtschaftsnachrichten auf ntv - der geplante Börsengang von KNDS wurde abgeblasen. Da waren wohl wieder einmal die Erwartungen bezüglich des Börsenkurses zu hoch [flash]

edit - der Link zur Meldung https://www.n-tv.de/wirtschaft/KNDS-sagt-Boersengang-in-letzter-Minute-ab-id31037610.html
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Juli 2026, 20:43

Aktien New York: Chip-Aktien treiben Nasdaq hoch - Dow bleibt etwas zurück

dpa-AFX – Trotz zunehmender militärischer Auseinandersetzungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag im Handelsverlauf überwiegend Kursgewinnen verzeichnet. Vor allem Papiere der Halbleiterbranche erholten sich nach der jüngsten Schwäche teils kräftig. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg zuletzt um 1,7 Prozent auf 29.760 Zähler.

Der Leitindex Dow Jones Industrial blieb dagegen mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 52.553 Punkte etwas zurück. Hier bremsten die Kursverluste von IBM , Microsoft und Salesforce . Der marktbreite S&P 500 legte um 0,8 Prozent auf 7.545 Zähler zu.

Nach den Luftangriffen der USA wächst im Iran die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die Vereinigten Staaten bombardierten nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele. Es war die zweite Nacht in Folge, in der es Angriffe gab. Irans Streitkräfte attackierten staatlichen Angaben zufolge mehrere US-Ziele in der Region. Unter anderem seien Zerstörer und Schiffe vor der Küste Bahrains mit Marschflugkörpern angegriffen worden.

Die Kursverluste der Software-Entwickler führten Händler auf eine Ankündigung der Kaffeehauskette Starbucks zurück. Diese will künftig beim Einsatz betrieblicher Software stärker auf Künstliche Intelligenz setzen. Die könnte den klassischen Software-Anbietern also zur Konkurrenz werden. Die Aktien von IBM, Microsoft, Salesforce und Workday verloren bis zu knapp drei Prozent. Aktien von Starbucks gewannen dagegen mehr als drei Prozent.

Für die Aktien von Pepsico ging es um drei Prozent abwärts. Analysten zufolge überschattet der Konflikt der USA mit dem Iran die Perspektiven des Brause- und Snack-Produzenten. Aktien von Coca-Cola gaben um 0,8 Prozent nach.

Die Anteilscheine von Ionis Pharmaceuticals brachen um fast ein Viertel ein. Als Grund dafür wurde eine gescheiterte Spätphasenstudie für das gemeinsam mit der britischen Astrazeneca entwickelte Medikament Wainua genannt. Das Mittel konnte Herzprobleme bei Patienten mit einer seltenen Herzerkrankung nicht verhindern.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Gerd Böhmer » 11. Juli 2026, 10:28

Gerade habe ich einen sehr bemerkenswerten Beitrag auf ntv gefunden:
Neue Finanzkrise im Anmarsch ? Die Profiteure von 2008 wetten auf den nächsten Crash - 11.07.2026, 09:53 Uhr
Als der US-Hypothekenmarkt zusammenbrach, machten sie Milliardengewinne. Nun haben Hedgefonds-Manager eine neue Wette laufen: gegen den billionenschweren Markt für Schattenkredite. Denn dort sind ähnliche "Dummheiten" passiert wie 2008 am Häusermarkt.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Profiteure-von-2008-wetten-auf-den-naechsten-Crash-id31063550.html,
die im Volksmund so bezeichneten "Heuschrecken" mal wieder in Tateinheit mit den im Finanzbereich üblichen Machenschaften ... da wird wieder einmal auf heisse Luft spekuliert [bloed]
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 15. Juli 2026, 20:23

AKTIE IM FOKUS: SpaceX erstmals seit Börsengang unter Ausgabepreis
(dpa-AFX) – Die Aktien von SpaceX sind erstmals seit dem Börsengang Mitte Juni unter den Ausgabepreis von 135 US-Dollar gefallen. An der Technologiebörse Nasdaq fielen die Papiere des Raumfahrt- und KI-Konzerns von Tesla-Chef Elon Musk zuletzt um 2,2 Prozent auf 133,12 US-Dollar.

Nach der ersten Euphorie im Zuge des Rekord-Börsengangs und der bisherigen Bestmarke am dritten Handelstag bei 225,64 Dollar ging es für die SpaceX-Aktie auf Talfahrt. Das Minus zum Hoch liegt bei rund 41 Prozent.

Mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar zum Ausgabepreis war es der bisher größte Börsengang. SpaceX-Chef und Großaktionär Musk wurde durch die Aktienplatzierung zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen. Ihren ersten Handelstag hatte die Aktie noch mit einem Plus von gut 19 Prozent bei rund 161 Dollar abgeschlossen.

SpaceX war bereits zum Ausgabepreis mit 1,77 Billionen Dollar mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in krassem Kontrast zum Börsenwert – die Anleger zahlen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge. So gab es im vergangenen Jahr Verluste von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Beitragvon Bahndamm 68 » 21. Juli 2026, 20:42

Frankreich verbietet soziale Medien für unter 15-Jährige
dpa-AFX - Frankreich führt als erstes EU-Land ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren ein. Ein entsprechendes Gesetz, das nach den Sommerferien greifen soll, verabschiedete das Parlament in Paris mit großer Mehrheit. Es setzt damit ein von Präsident Emmanuel Macron vorangetriebenes Anliegen um. "Ich hatte mich dafür eingesetzt, nun ist es beschlossen: Ab dem neuen Schuljahr sind soziale Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren verboten", reagierte Macron auf den Parlamentsentscheid.

Um das Verbot und seine Ausgestaltung hatte das Parlament in Paris länger gerungen, und auch die Europäische Kommission hatte die Pariser Pläne beanstandet. Ein angepasster Gesetzestext passierte nun am Nachmittag noch vor der parlamentarischen Sommerpause die beiden Parlamentskammern. Noch im Einzelnen geklärt werden muss, wie das Verbot in der Praxis tatsächlich umgesetzt und durchgesetzt werden soll.

EU will Rechtsunsicherheit verhindern

Hier hatte auch die Brüsseler Kritik angesetzt. Verhindert werden müsse eine Zersplitterung in nationale Systeme, die zur Rechtsunsicherheit führen oder die Rechtsdurchsetzung schwächen könnte, hatte ein Sprecher der EU-Kommission erklärt.

Mehrere Mitgliedsländer, darunter Spanien, Griechenland und Österreich, wollen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen. Auch Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) kündigte an, ein solches Verbot in Deutschland einführen zu wollen.

Für einzelne Mitgliedsländer ist das aber nicht ohne Weiteres möglich. Denn wer digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die großen Online-Plattformen kaum herum. Diesen Regeln vorzuschreiben und diese durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der EU-Kommission.

Umsetzung nicht so einfach

Frankreich, Deutschland und andere Mitgliedsländer dürften TikTok, Instagram, Snapchat und Co. also gar keine zusätzlichen Pflichten auferlegen. Das müsste auf EU-Ebene entschieden werden. Ob und bis zu welchem Alter soziale Medien für Minderjährige dann wiederum verboten sein sollten, könnte nationalstaatliche Kompetenz bleiben – ihren Bürgern dürfen die Mitgliedstaaten schließlich Vorschriften machen.
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