Schießen mit Handfeuerwaffen

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Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Beethoven » 13. September 2024, 14:50

Sicherlich gibt es dazu unterschiedliche Meinungen und Ansichten.

Schießen mit Handfeuerwaffen bei denen, durch Explosionsgas, ein Geschoß durch einen Lauf getrieben wird.

Meiner Meinung nach kennen wir 3 verschiedene Arten des Schießens.

Das sind, so sehe ich das:

1. das taktische Schießen;
2. das Schießen eines Scharfschützen oder des Präzisionsschützen;
3. das Sport- und Waidmännische Schießen.

Taktisches Schießen wird zumeist durch Militärs und Polizisten (inkl. Zoll, Personenschützer und Geheimdiensten oder ähnliches in bestimmten Situationen) angewandt.

Dabei ist es Ziel, sein Gegenüber (ich nenne es „Gegner“), durch die kinetische Energie, welche nach einem Treffer auf den Körper des Gegners wirkt, diesen kampfunfähig zu machen oder die Person von weiteren Handlungen auszuschließen.
Die Tötung des Gegners wird dabei billigend in Kauf genommen.

Es erfordert ein hohes Maß an Training und Ausbildung, da es meist unter hoher psychologischer und oft auch unter hoher physischer Belastung durchgeführt wird. Die Zeit zwischen erkennen des Gegners bis zur Abgabe des Schusses ist in der Regel sehr kurz. Durchaus unter 2 bis 4 Sekunden.
Auch deshalb wird gerade beim Schießen mit der Pistole, das Schießen von Dubletten angewandt (der 1. Schuss löst die Anspannung und der 2. Schuss trifft). Gerade in Spezialeinheiten wird diese Art des Schießens so viel trainiert, das diese Handlungen (wie man so sagt) „in Fleisch und Blut über geht.“

Schießen eines militärischen Scharfschützen oder des polizeilichen Präzisionsschützen sind zwei unterschiedliche Dinge, die jedoch in beiden Fällen, einen überdurchschnittlichen Ausbildungsstand und psychologische „Härte“ erfordern.
Der Soldat als Scharfschütze handelt mit seinem Beobachter, meistens in feindlicher Umgegend über Stunden bis Tage und Wochen und hat nicht das Ziel, so es ihm nicht direkt befohlen worden ist, seinen (einen bestimmten) Gegner zu töten. Oft handelt der Scharfschütze und sein Beobachter völlig losgelöst von der Truppe und auf eigenen Entschluss.

Hierbei hat der Beobachter die theoretische Hauptlast zu tragen und der eigentliche Schütze, führt den „handwerklichen“ Schuss nach den Vorgaben des Beobachters aus.
Er zielt, entsprechend der Angaben durch seinen Beobachter, auf den Rumpf des Gegners und löst dadurch eine logistische Kette aus, die bei der Bergung vom Gefechtsfeld, über die Verbandplätze bis zum Lazarett mit anschließender Genesung und massiver Betreuung führt. Das kostet Ressourcen, Zeit und Anstrengung, die bei einer Tötung des Gegners, so hart es klingen mag, bei weitem nicht diesen Aufwand verlangen.

Der polizeiliche Präzisionsschütze schießt in einer ihm freundlich gesinnten Umgebung.

Er schießt nur auf konkreten Befehl durch den jeweiligen Polizeiführer vor Ort und auf ein vorher bekanntes Ziel.
Auch er soll den Gegner kampfunfähig machen.
Hier kann es erforderlich sein, dass er einen finalen Rettungsschuss, in der Regel auf die obere Kopfhälfte, abfeuern muss.
Das Schießen auf neuralgische Körperteile, die den Gegner wirkungsvoll außer Gefecht setzen wie zum Beispiel das Ellenbogengelenk, das Schulter- oder Kniegelenk, dürften ebenfalls als Zielpunkte in Frage kommen und dem Gegner das Leben erhalten.

Sport- und Waidmännische Schießen wird in der Regel in der Freizeit, oft von nicht militärischen ausgebildeten Schützen, durchgeführt.

Um diese Sportart und die Jagd ausüben zu dürfen, muss der Schütze in Deutschland nach einer kurzen Ausbildung eine Prüfung in Waffensachkunde / Waffenrecht ablegen, mindestens 1 Jahr in einem Schützenverein Mitglied sein und in dieser Zeit, nachweislich, mindestens 18 x im Verein geschossen haben, bevor er überhaupt eine eigene Waffenbesitzkarte beantragen darf und damit Waffen erwerben darf.
Der zukünftige Waidmann hat zusätzlich eine Ausbildung durchzuführen und eine umfangreiche Prüfung abzulegen, bevor er eigenständig im Vereins- oder Privatrevier auf die Pirsch, dem Ansitz oder die Jagd mit Waffe, gehen kann.

Beim Sportschießen gibt es unterschiedlichste Übungen und Wettkämpfe, bei denen auf Zielscheiben unterschiedlichster Arten, mit viel Zeit bis zur Schussabgabe oder beim Schießen mit der Schnellfeuerwaffe, in kürzester Zeit, aufeinanderfolgend verschiedene Ziele zu treffen sind.

Es wird mit unterschiedlichsten Waffen und Kalibern, im abgesteckten Raum oder auf Schießständen geschossen. Dabei werden teilweise beachtliche Schießleistungen erbracht, die jedem ausgebildeten Soldaten oder Polizisten gut zu Gesicht stehen würden.

Auch der Jäger wird gefordert, gerade bei einer Drück- oder Treibjagd auf Hochwild oder der Jagd auf Niederwild (Hasen und jagdbares Vogelwild), hohe Schießleistungen an den Tag zu legen, ist doch das zu erlegende Wild oft nur wenige Sekunden für seine Waffe erreichbar. Dabei hat er auch noch das waidmännische Erlegen des Wildes zu beachten.

In Deutschland sind die Waffengesetze sehr restriktiv und die Einhaltung des Waffengesetzes und der entsprechenden Vorschriften, werden durch die dafür zuständigen Stellen (oft die Polizei) ohne oder mit Voranmeldung kontrolliert.

Verstöße im täglichen Leben, auch solche, die mit dem Schießen gar nichts zu tun haben (z.B. Alkohol am Steuer, Diebstahl im SB-Markt und ähnliches) können zum Entzug der Waffenbesitzkarte führen und damit verbunden, der Abgabe seiner privaten Schusswaffen.

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Edelknabe » 13. September 2024, 16:18

Das interessiert mich einmal. Well zum letzten Forumtreffen nahe Boizenburg gesehen. Und zwar Jäger Jung und Alt mit Schalldämpfer an deren Langwaffen. Ist das neuerdings Vorschrift?

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon steffen52 » 13. September 2024, 16:45

Edelknabe hat geschrieben:Das interessiert mich einmal. Well zum letzten Forumtreffen nahe Boizenburg gesehen. Und zwar Jäger Jung und Alt mit Schalldämpfer an deren Langwaffen. Ist das neuerdings Vorschrift?

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Vorschrift ist das nicht, damit will man nur verhindern das nicht durch den lauten Knall das andere Wild den Abgang macht... [wink]
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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Ari@D187 » 13. September 2024, 17:35

Beethoven hat geschrieben:Schießen mit Handfeuerwaffen

Ist nicht ganz ungefährlich...der Schlitten der P1 hat eine schöne Markierung an meinem Daumen der linken Hand hinterlassen, die ich heute noch bewundern kann. [hallo]

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon augenzeuge » 13. September 2024, 21:26

Ari@D187 hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Schießen mit Handfeuerwaffen

Ist nicht ganz ungefährlich...der Schlitten der P1 hat eine schöne Markierung an meinem Daumen der linken Hand hinterlassen, die ich heute noch bewundern kann. [hallo]

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Beethoven » 14. September 2024, 07:49

Als ich, 1974, meinen ersten Schuss mit einer Pistole abgefeuert habe, hatte ich diese Verletzung ebenfalls.
Danach nie wieder.
Sowas hätte einem der Ausbilder allerdings ruhig sagen können.

Meine Schwiegertochter sagt immer, "Aua, macht schlauer." Das trifft hier wohl 100 %-ig zu.

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Spartacus » 15. September 2024, 09:27

augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Schießen mit Handfeuerwaffen

Ist nicht ganz ungefährlich...der Schlitten der P1 hat eine schöne Markierung an meinem Daumen der linken Hand hinterlassen, die ich heute noch bewundern kann. [hallo]

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Ari@D187 » 15. September 2024, 18:00

Beethoven hat geschrieben:Als ich, 1974, meinen ersten Schuss mit einer Pistole abgefeuert habe, hatte ich diese Verletzung ebenfalls.
Danach nie wieder.
Sowas hätte einem der Ausbilder allerdings ruhig sagen können.[...]

Der Ausbilder war damit beschäftigt, sich halb in die Hose zu machen, wenn ich ca. 2° von der Schußlinie abwich und mich wiederholt zu fragen, ob ich ihn erschiessen wolle. Da blieb für sinnvolle Erklärungen keine Zeit. Uffze halt.

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon augenzeuge » 15. September 2024, 18:31

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon pentium » 15. September 2024, 19:18

augenzeuge hat geschrieben:Guter Ausbilder. [grins]
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Woher kannst du das einschätzen? Hier mal eine Anleitung:
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Beethoven » 16. September 2024, 07:04

augenzeuge hat geschrieben:Guter Ausbilder. [grins]
AZ


Nun, ganz sicher gibt es in jeder Armee dieser Welt gute und weniger gute Ausbilder.

Das von vornherein zu verneinen, ist wohl eher nicht zielführend.
Ich kenne persönlich sehr, sehr viele Unteroffiziere und Offiziere, die echt was drauf hatten und ihr Wissen, methodisch und inhaltlich, ganz toll an den Mann, den Soldaten, gebracht haben.
Und ja, ich kenne auch Plinsen, auch wenn diese eindeutig in der Minderheit waren und sich auch nicht lange in der Truppe hielten.

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon augenzeuge » 16. September 2024, 07:38

Wenn der Ausbilder sich so äußert, kann das, neben seiner Unfähigkeit, auch in der Verzweiflung über den Auszubildenden liegen..... [grins]

Plinsen gab es genug, zumindest wird über diese mehr berichtet.
Ich erinnere an den brutalen Boss an der Grenze im Harz, Herr P.
Der hätte nie das Kommando bekommen dürfen.

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Re: Schießen mit Handfeuerwaffen

Beitragvon Ari@D187 » 16. September 2024, 10:44

augenzeuge hat geschrieben:Wenn der Ausbilder sich so äußert, kann das, neben seiner Unfähigkeit, auch in der Verzweiflung über den Auszubildenden liegen..... [grins]
[...]

Verzweifelt ist er eher beim G3-Schießen, weil Linksanschlag für ihn offenbar neu war. [flash]

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