Edelknabe hat geschrieben:Aus eigener Erfahrung (Großbaustellen) Karnak weiß ich, und das nur mal als ein Bsp., das die Polen und Rumänen ein sehr fleißiges Völkchen sind.Die sitzen hier nebenan, fast nebenan, was besseres kann also dem satten Deutschen garnicht passieren als wenn diese in preiswerterer Arbeitsteilung zu uns wirtschaften. Bestes Bsp. Ernthelfer, weil der tumbe Deutsche es einfach nicht bringt. Denn der braucht ja noch 3 Jahre Lehrzeit (sinngemäß jetzt formuliert) um Spargel stechen zu erlernen.
Rainer Maria
PS: Wie eingreifen zonenhasser? Mit was? Versteh ich irgendwie nicht sofort? Etwa ständig bezahlte Kurzarbeit und Produktiver schafft trotzdem 100%?
Spargel stechen ist eine Fachtätigkeit, bei der man Gespür und Erfahrung braucht. Man kann also nicht jedes Jahr auf's Neue irgendwelche Hilfskräfte anlernen. Das bedeutet, dass die Fachleute jedes Jahr zur Erntezeit zur Verfügung stehen müssen. Was machen diese außerhalb der Erntezeit? Von Hartz IV leben? Das funktioniert nicht.
Solche Saisonkräfte müssen die Chance haben, innerhalb ihrer Saison den größten Teil ihres Lebensunterhalts verdienen zu können. Gehen wir von einem Monats brutto von nur 1500 Euro aus, so wären das 18.000 (+ Arbeitgeberanteil SV usw.)
Man sieht sofort, dass es ökonomisch nicht realistisch ist, solche Fachkräfte in Deutschland vorhalten zu wollen. Es geht rein ökonomisch nicht. Es ist sogar sehr viel wahrscheinlicher, dass der Spargelanbau in Deutschland aufgegeben werden muss, sobald sich die Gefälle bei den Lebenshaltungskosten weiter angleichen. Es ist wahrscheinlich sehr viel einfacher, frischen Spargel z.B. aus der Mongolei einfliegen zu lassen, als die benötigten Arbeitskräfte von dort zu akzeptablen Bedingungen hierher zu holen.
Und mal ehrlich Edelknabe, wenn ich mit Spargelstechen nur unwesentlich mehr verdiene als Harz4, dann wäre jeder der das tut ein ziemlicher ####. Würdest du es tun?
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