Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Beethoven » 8. Januar 2020, 17:44

Volker Zottmann hat geschrieben:
Zoll, 1971 stand ich eine Woche Wache an einer Betontribühne, die ein General dann betreten sollte. Wir wurden täglich aufs Neue vergattert. Immer mit den Worten: "...jeder der näher als 5 m rankommt, ist wegzurotzen!"
Diese Worte sind 6 oder 7 mal so gefallen. Genauso blöd und widerlich. Laut Offizier Beethoven waren ja Befehle ohne jedes Denken zu befolgen. Wir hätten also die Hälfte aller Offiziere "wegrotzen" können, denn die übten wegen des Vorbeimarschs am General von Allenstein das Geradeauslaufen. Da mitten auf der Betonpiste, auf deren Teerfuge. Umnittelbar daneben die Betonteiltribüne. Bei jedem seitlichen Wackler, besonders beim säbelschleppenden Stechschritt torkelten auch aus der Linie Gekommene auf uns zu.

Schon daran sieht man die Unsinnigkeit, jeden Befehl bedingungslos auszuführen. Möchte mal sehen, wenn ich den wackelnden Politnik umgelegt hätte...
Und Beethoven kann wie ein Korinthenkacker den Schießbefehl weiter leugnen. Ich selbst habe den, nur mit anderen Worten 6 oder 7 mal persönlich, auch an mich gerichtet, vernommen.

Gruß Volker


Du weist ja, dass ich Dir oft nicht so recht glauben schenken mag. Ein militärisch gesicherter Bereich, wie Deine ominöse Tribüne, müsste eigentlich umzäunt gewesen sein. Ansonsten gibt und gab es keine Befugnis, einen von jedem Bürger zu betretenden Bereich, militärisch, in Deinem Falle durch einen bewaffneten Posten, zu sichern. Die NVA hatte im inneren der DDR, keinerlei exekutive Befugnisse. Die Polizei z.B. schon. Und wegen eines Generalleutnants, der Stellvertreter des Ministers für Rückwärtige Sicherstellung war, eine Tribüne zum militärischen Sperrbereich zu erklären und durch einen bewaffneten Posten sichern zu lassen, halte ich sowieso eher für ein Gerücht. Aber in Neiden tickten die Uhren ja sowieso etwas anders, Deinen Ausführungen nach.

Na und "wegrotzen" war ganz sicher nicht Sprachgebrauch in der NVA und schon gar nicht bei einer Vergatterung, welches ja eine hoheitliche Handlung ist. Aber wie gesagt - Neiden und Deine "Erlebnisse" dort. [hallo]

Freundlichst
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2020, 17:53

Beethoven hat geschrieben:Du weist ja, dass ich Dir oft nicht so recht glauben schenken mag.
Freundlichst


Die Wahrheit bleibt, auch wenn man sie nicht mag. [wink]

AZ
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Kumpel » 8. Januar 2020, 17:56

Beethoven hat geschrieben:Na und "wegrotzen" war ganz sicher nicht Sprachgebrauch in der NVA



Wie äußerte sich Hauptmann Stefan Brehme, Politoffizier der GT auf den Tod eines jugendlichen Republikflüchtigen: "Jetzt blutet das Schwein aus."
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Nostalgiker » 8. Januar 2020, 17:57

Augenzeuge, du bist ein Scherzkeks [super]
Zotti und Wahrheit ......., finde den Fehler
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2020, 18:02

Nostalgiker hat geschrieben:Augenzeuge, du bist ein Scherzkeks [super]
Zotti und Wahrheit ......., finde den Fehler


Du meinst, er ist ein begnadeter Erzähler von Erfindungen? Und dann sind noch viele verifiziert? Wem willst du einen Bären aufbinden?

Den Scherzkeks weise ich zurück, du solltest besser nachdenken, bevor du solche unqualifizierten Urteile ablässt.

AZ
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Nostalgiker » 8. Januar 2020, 18:27

Mimose [mad]
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Januar 2020, 18:47

Beethoven hat geschrieben:
Du weist ja, dass ich Dir oft nicht so recht glauben schenken mag. Ein militärisch gesicherter Bereich, wie Deine ominöse Tribüne, müsste eigentlich umzäunt gewesen sein. Ansonsten gibt und gab es keine Befugnis, einen von jedem Bürger zu betretenden Bereich, militärisch, in Deinem Falle durch einen bewaffneten Posten, zu sichern. Die NVA hatte im inneren der DDR, keinerlei exekutive Befugnisse. Die Polizei z.B. schon. Und wegen eines Generalleutnants, der Stellvertreter des Ministers für Rückwärtige Sicherstellung war, eine Tribüne zum militärischen Sperrbereich zu erklären und durch einen bewaffneten Posten sichern zu lassen, halte ich sowieso eher für ein Gerücht. Aber in Neiden tickten die Uhren ja sowieso etwas anders, Deinen Ausführungen nach.

Na und "wegrotzen" war ganz sicher nicht Sprachgebrauch in der NVA und schon gar nicht bei einer Vergatterung, welches ja eine hoheitliche Handlung ist. Aber wie gesagt - Neiden und Deine "Erlebnisse" dort. [hallo]

Freundlichst


"Wegrotzen" und Vergatterung... Ich schrieb schon, dass nicht immer die hellsten Befehlsgewalt hatten.

Merkur beklagte sich, dass ich das schon wieder schrieb.
An den Tatsachen ändert das aber nichts!
Wozu ein Zaun Beethoven? Unsere Baustelle war größtenteils schon umzäunt.
Für ein militärisches Felddlager des Regiments auf unsere Baustelle, kam der von Allenstein, der später nur noch Allenstein war. Dann sogar nur noch General ohne a.D. [laugh]
Nur wegen dessen Sicherheit wurde die eigentliche Tribüne, ein Haufen Straßenbetonplatten, zum Sperrgebiet erklärt und bewacht. Alle dort Paradeschritt Hampelnden wussten um den 5-Meter-Sicherheitsabstand. Die konnten sich aber wegen Fettleibigkeit und teils Gleichgewichtsproblemen nicht alle auf der Mittelfuge der Straße halten., denn sie hatten ja obendrein noch mit dem Säbel zu fuchteln und nach rechts zu gucken. [flash]
Ob Du das glaubst, oder Dein Fallschirm nicht öffnet, ist doch heute fast das Gleiche. Beides ist mir völlig egal.

Wie kann ich mit meinem vollen Namen und Adresse das erfinden, so auch den Vorfall auf Bahnhof Elsnig, wo doch heute noch hunderte Zeugen leben. Viele vom Stab heute noch in Torgau wohnen. Ich habe ja schon mal eine Person benannt, nämlich unsern Politnik von der Kompanie. Der lebt noch da.
Der Bataillonspolitnik muss da auch noch wohnen, damals Major Mikut. Der hat ja dort ein Haus gebaut, teils von Soldaten bauen lassen. Bei dem saß mein Freund nach getaner Arbeit in der Badewanne und seine Frau belöffelte Genossen Major, wegen der NVA-Hygiene. Deren Tochter ließ das Wasser ein.... Und mein Freund Udo Wiele aus Quedlinburg brauchte dort nie wieder arbeiten... Glaubst Du, das erfinde ich?

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon karnak » 8. Januar 2020, 19:04

[flash] Was für eine Truppe unter fettleibiger Vorausmarschierer hat denn die Parade überhaupt geübt und aus welchem Grund wurde die Bühne überhaupt aufgebaut, nur weil der Ex von und zu kam oder war irgendein Feiertag fällig? Und die Gleichgewichtsprobleme hatten was mit der Wampe zu tun oder eher mit dem Nordhäuser Doppelkorn? [flash]
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon augenzeuge » 8. Januar 2020, 19:12

Nostalgiker hat geschrieben:Mimose [mad]


Diese Wort sagst ausgerechnet du zu mir? [laugh] Manchmal ist das echt lustig.

AZ
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Klaus B. » 8. Januar 2020, 19:53

Volker Zottmann hat geschrieben:Hallo Klaus,
Hier bestreitet auch kein einziger User, dass angehende Offiziere, die bereits ihr Abitur in der Tasche hatten, ein besseres oder schlechteres Zeugnis hatten. Es wurden aber NVA-willige Offiziersanwärter, die nicht ganz so helle waren oft leicht bevorzugt, schon damit die Schulen diese Abiturienten für ihre Fallzahlen (Offiziersbewerber) einrechnen konnten.
Im Leben müssen die aber nie schlechter gewesen sein.

Streit gibts hier, meinerseits mit großem Amüsement vernehmend, dass doch offenbar auch Offiziersbewerber dabei waren, die heute noch nicht mal ordentlich schreiben können und teils ein verheerendes Allgemeinwissen haben. Ich will nicht in Einzelheiten abdriften. Das kann man sich aber auch erlesen.

Ebenso ein "Hochstudierter", der in vielen Lebensbereichen einfach krank im Denken ist. Das ist natürlich meine Sicht. Muss sich auch keiner dranhängen oder drüber erregen. Polternd niederste Instinkte befriedigen und dann fremde Schriften als seine ausgeben.... (Zufällig vergisst er gern dann die Quellenangabe) Dies merkt man nach Anmahnung, wenn seine fehlerhaften eigenen Pöbeleien dann niedergeschrieben werden.
All das gehörte hier nicht her!

Du kannst als aktiver User aber machen was Du willst, wenn, egal was man schreibt, nur noch saudumme Kommentare kommen. Das kann ich konternd auch.

Zum DDR-Zusammenhalt, das kannst Du erlesen, habe ich meinen Standpunkt dargelegt.

Gruß Volker



Hallo Volker,

natürlich ist Dein Einwand auf meinen Post berechtigt! In meinem Jahrgang an der EOS waren einige Mitschüler, die ohne ihre "Bewerbung als Offiziere", geäußert als 12- oder 13-jährige Minderjährige gar nicht an die EOS gekommen wären. Und an der EOS wurde wohl durchaus an ihrem Zensurenspiegel "gedreht", damit ihre eigentliche Leistungsfähigkeit nicht offenbar wurde... Allerdings soll das nicht heißen, dass jeder EOS-Absolvent, der später Offizier geworden ist, dumm war...

Einen Aspekt sollten wir aber auch nicht außer Acht lassen: Die jungen Offiziersanwärter und späteren Offiziere sind wohl reihenweise im Laufe ihrer Ausbildung bzw. im Praxiseinsatz desillusioniert worden. Deswegen war ihr Erscheinungsbild in der Truppe nicht selten zweifelhaft gewesen.

Und nur mal so für die Forum-Allgemeinheit: Nicht jeder Mensch, der studiert hat, ist intelligent. Und nicht jeder Unstudierter ist doof! Achtung und Respekt vor jedem Menschen bleibt geboten!

VG Klaus B. [hallo]
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Januar 2020, 20:04

karnak hat geschrieben:[flash] Was für eine Truppe unter fettleibiger Vorausmarschierer hat denn die Parade überhaupt geübt und aus welchem Grund wurde die Bühne überhaupt aufgebaut, nur weil der Ex von und zu kam oder war irgendein Feiertag fällig? Und die Gleichgewichtsprobleme hatten was mit der Wampe zu tun oder eher mit dem Nordhäuser Doppelkorn? [flash]


Ja Kristian, einmal im Jahr wohl war immer mal ein Feldlager des Regiments. Und in 1971 wurde dafür Neiden auserwählt.
Und ja, der Hochwohlgeborene sollte natürlich nicht nur am Straßenrand winken. Der gehörte über die Epauletten der Glücklichen vom Stab, die da alle langparadieren mussten. Da haben also ältere Uniformträger des Baustabes und des Bataillonsstabes Parade gespielt. Dazu noch die tatsächliche Wachkompanie, die den sonstigen Objektschutz verrichtete. Unser mehr als dicker Oberleutnant Przybylsky (Bauing. für die Betreuung der Baustelle) in unserer Kompanie einquartiert, sollte auch mitlaufen. Der war aber so ungelenk, dass der vor unseren wachsamen Wachaugen vom Stabschef Major Reß ausgemustert wurde. Der war kurz vorm Weinen, so gern wäre er dabeigewesen.
Es war für uns Wachhabenden höchst amüsant, dem illustren Treiben der seltsamsten Figuren zuzuschauen.
Eine Tribüne war obligatorisch und wurde dort mit dem hingestellt, was vorhanden war. Keilige Straßenbauplatten.

Die eigentliche Parade und den kleinen Mann, der Allenstein hieß, habe ich nie gesehen. Denn nach meinem Wochenwachdienst, zum eigentlichen Feldlager, habe ich mich freiwillg zu 12-Stunden-Schichten im Küchendienst verpflichtet. Aal gab es in Massen, daumendick und reichlich Weintrauben und allerlei lecker nebenbei Gebrutzeltes. Das war mir und meiner Gruppe wichtiger als Old-Allenstein.
Und um aufs Thema zurückzufinden: Da war er wieder, der tolle Zusammenhalt unserer Mannen. Jede Gruppe unseres Zuges stellte 2 Küchenhilfen und konnte so zusätzlich mit organisierten Leckereien den Scheiß-Alltag versüßen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Volker Zottmann » 8. Januar 2020, 20:14

Klaus B. hat geschrieben:Hallo Volker,



Einen Aspekt sollten wir aber auch nicht außer Acht lassen: Die jungen Offiziersanwärter und späteren Offiziere sind wohl reihenweise im Laufe ihrer Ausbildung bzw. im Praxiseinsatz desillusioniert worden. Deswegen war ihr Erscheinungsbild in der Truppe nicht selten zweifelhaft gewesen.

Und nur mal so für die Forum-Allgemeinheit: Nicht jeder Mensch, der studiert hat, ist intelligent. Und nicht jeder Unstudierter ist doof! Achtung und Respekt vor jedem Menschen bleibt geboten!

VG Klaus B. [hallo]


Genauso Klaus!
Ich schrieb auch immer, dass es ebenso gescheite Vorgesetzte gab. Da sehe ich unseren recht kleinen Zugführer Gensch. Der Kam extra Silvester zu uns in die Baracke, obwohl er frei hatte und wollte uns zu Neujahr beglückwünschen.. Eine liebe, nette, ehrliche Geste. Ein paar trottelige Soldaten fielen ihm aber ins Wort. Er kam nie zum aussprechen seiner Wünsche.
Den erlebte ich recht stark angesoffen zu seinem eigenen Bergfest. Da hatte der junge Bauingenieur seine ersten 5 Jahre rum. Für 10 verpflichtet. Er hat da geweint, so fertig war er. Und wenn er meins hier heute lesen sollte, wird er es insgeheim bestätigen. Ich habe gefühlt, wie der die Schnauze voll hatte. Als wir gingen, wurde der Unter-ein Leutnant. Und hatte noch 4,5 Jahre vor sich. Also noch 3 volle Durchgänge mit solchen desinteressierten Bauarbeitern, wie wir es waren. Ein ganz armes Schwein war das.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon SCORN » 9. Januar 2020, 08:59

AkkuGK1 hat geschrieben: Also erzähl uns her nicht irgendwelche Etappenhengstgeschichten, wir waren die Frontschweine nicht ihr. [raus]


Hier muss ich mal einhaken Akku, obwohl ich mich seit geraumer Zeit hier nicht mehr an der Diskussion beteilige. Im wesenlichen kann ich Beethovens Aussagen bestätigen! Er hat meinen Respekt da er auf die ganzen Beleidigungen und Gehässigkeiten immer noch sachlich reagiert! Das Forum sollte dankbar sein dass er noch schreibt!

Akku, du kannst auch nicht für alle Grenzkompanien sprechen, in den meisten dürfte es mit der Vergatterung korrekt zugegangen sein, was nicht ausschliesst das es sprachliche Fehlgriffe in Einzelfällen gegeben haben mag!

Zum Frontschwein, ich habe auch einige Vergatterungen hinter mir und zwar als wir zum Gefechtsdienst ausliefen. Das heist mit einem ganz konkreten Auftrag oder Aufträgen das Hoheitsgebiet der DDR verlassen und zum Einsatzgebiet, so nah wie möglich an das potentielle Aufklärungsziel zu fahren oder was sonst noch anlag. Das war also jenseits der "Front" ! Und es lag oftmals mehr an! Die Vergatterungen waren immer korrekt, ohne Flapsigkeiten oder gar anderes!

Zum Thema, nach meiner Erinnerung und den Erfahrungen danach war der Zusammenhalt unter DDR-Bürgern höher als dies jetzt der Fall ist. Das mag verschieden Ursachen haben, mit Sicherhreit aber nicht der Mangelwirtschaft allein geschuldet gewesen sein.

Auch fällt mir auf das Bürger ander Nationen, weit entfernt von ihrer Heimat ein weitaus besseren Draht zueinander haben als die Deutschen. Australier, Canadier, Amerikaner, Briten gehen offen aufeinander zu, wenn sie unbekannte Landsleute antreffen. Deutsche sind da sehr reseviert, wenn nicht gar abweisend! Wohlgemerkt ich spreche jetzt nicht von Allinclusive Resorts, sondern eher von Gegenden wo man sich nicht so häufig über den Weg läuft. Ist halt meine subjective Erfahrung. Mich würde mal interessieren ob andere ähnliche Erfhrungen gemacht haben.

SCORN
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Beethoven » 9. Januar 2020, 09:48

Na ja Scorn, die ganzen Gehässigkeiten, ob nun als Idiot von Kumpel bezeichnet zu werden, als Büttel vom sich "Interessierter" Nennenden oder die "netten Entgleisungen" eines Herren Zottmann, stecke ich als das weg, was sie sind. Als Ausdruck einer Unbeholfenheit und eines gewissen, fehlenden Niveaus, sich sachlich auseinander setzen zu können, mit konträren Meinungen. Da ist es doch besser dem Kontrahenten jegliches, selbständiges Denken abzusprechen.
Im besonderen Falle, wenn die Argumente ausgehen, wird auf die Fehler in der Rechtschreibung eingegangen [grins] obschon man selber jede Menge (auch im letzten Beitrag von Herrn Zottmann) macht. Auf den diskreten Hinweis der Mods., sich doch etwas zurück zu nehmen, wartet man als geistiger Gegner der Mods. lange. Nur wenn man mal mit gleicher Münze kontert, wird man selber angepieselt. [hallo]

Aber wenn man "seinen vermeintlicher Gegner" überlebt, wird er einem irgendwann fehlen. Das erkennt man ja auch daran, dass mit dem Wegfall des politischen Gegners auf der Weltbühne, die ach so friedliebenden, demokratischen Staaten, ihre Soldaten in die Welt schicken um den Frieden (ach ich meine natürlich die ökonomischen Ressourcen) militärisch zu sichern.
Und genau aus diesem Grunde, macht es mir Spaß hier zu schreiben, auch wenn z.B. die vermeintliche Parade, vermutlich nur ein popliger Vorbeimarsch war und allgemein bekannt ist, dass Offiziere in der NVA, 25 Jahre Dienstzeit hatten und nicht 10 Jahre. Vor allem dann nicht, wenn sie auf Kosten der NVA, ein Studium zum Bauingenieur absolviert haben. Ob sie da einen dicken Bauch haben oder nicht. Gerade die "Dickbäuchigen" haben beim Vorbeimarsch im Stechschritt (nicht Paradeschritt) den sichersten Stand bewiesen. Ist physikalisch auch leicht erklärbar. [laugh]

Ein Wort noch zur Vergatterung. Da könnt Ihr mir erzählen was Ihr wollt.
Die Vergatterung wurde durch den OvD durch geführt, in dessen Dienstzeit als OvD, die Wache fiel. Er war also mit der Vergatterung, neben dem Kommandeur des Truppenteils / der Einheit, der unmittelbare Vorgesetzte, aller an der Wache beteiligten Soldaten, Uffze, Fähnriche und Offiziere.
Mir braucht keiner zu erzählen, dass dort, auch in Neiden im Ingenieurbauregiment 12, nicht, durch den OvD irgendwelcher Dreck oder Unsinn, was den Sprachgebrauch angeht, erzählt worden ist. Es gab für den OvD ganz klar geregelte Sätze, die er zur Vergatterung auszusprechen hatte.

Was natürlich durch die Wachhabenden in Vorbereitung des Wachaufzuges, des Trainings vor der Wache, an "Blödheiten" verzapft wurde, kann nur der wissen, der daran teilgenommen hat.

Akku, ich denke Du warst in der Funkerwerkstatt? Das würde ich ja nun nicht als "am Kanten" oder als "Frontschwein" bezeichnen.

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Zuletzt geändert von Beethoven am 9. Januar 2020, 10:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Kumpel » 9. Januar 2020, 09:52

Beethoven hat geschrieben:Na ja Scorn, die ganzen Gehässigkeiten, ob nun als Idiot von Kumpel bezeichnet zu werden, ....................


Du solltest hier keine Lügen verbreiten!
Ihr ehemaligen Klassenkämpfer seid schon ein Haufen. Selbstverliebt, arrogant und verlogen. Vollgestopft mit eurer Ideologie bis unter die Schädeldecke
und glaubt jeder der in der DDR aneckte ist ein Feind eurer Überzeugungen.
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Beethoven » 9. Januar 2020, 10:14

Kumpel hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Na ja Scorn, die ganzen Gehässigkeiten, ob nun als Idiot von Kumpel bezeichnet zu werden, ....................


Du solltest hier keine Lügen verbreiten!
Ihr ehemaligen Klassenkämpfer seid schon ein Haufen. Selbstverliebt, arrogant und verlogen. Vollgestopft mit eurer Ideologie bis unter die Schädeldecke
und glaubt jeder der in der DDR aneckte ist ein Feind eurer Überzeugungen.


Na Kumpel, dass ist doch schon wieder eine Unterstellung, die Du aus den Fingern saugst. Du kennst uns (mich) doch gar nicht außer aus unseren (meinen) Zeilen hier.

Kürzlich schriebst Du, auf mich bezogen, folgendes:

von Kumpel » 4. Januar 2020, 15:11
Zum Idioten macht sich dieser Verteidiger schon selbst , in dem er sich als Linker ausgibt , Mindestlohn verweigert und mit einem neo liberalen Geschäftsmodell seinen Lebensunterhalt bestreitet


Tja, für mich liest sich das so, als ob Du mich als "Idioten" bezeichnest und mir andere Dinge vorwirfst, in die Du eigentlich keine Einsicht hast. Viel Feind, viele Ehr. [grins]
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Nostalgiker » 9. Januar 2020, 10:18

Kumpel hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Na ja Scorn, die ganzen Gehässigkeiten, ob nun als Idiot von Kumpel bezeichnet zu werden, ....................


Du solltest hier keine Lügen verbreiten!
Ihr ehemaligen Klassenkämpfer seid schon ein Haufen. Selbstverliebt, arrogant und verlogen. Vollgestopft mit eurer Ideologie bis unter die Schädeldecke
und glaubt jeder der in der DDR aneckte ist ein Feind eurer Überzeugungen.


Und du solltest nicht so unqualifiziert rumpöbeln; dieses Feld beackert ausschließlich der "Interessierte".
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Kumpel » 9. Januar 2020, 10:21

Beethoven hat geschrieben:
Tja, für mich liest sich das so, als ob Du mich als "Idioten" bezeichnest ....................


Ach Beethoven , dein Verständnis passt so gar nicht zu deinem Nick und zu deiner Signatur.
Dienstvorschriften und Befehle sind eher dein Ding.
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon ratata » 9. Januar 2020, 10:30

Nun mal schön langsam , Volker wir müssen unterscheiden , wann haben die hier hohen Experten gedient . Als wir beide dienten , da hatten die noch Windeln um ,oder waren noch Quark .
Zu der Ausdrucksweise , von unsere damaligen Vorgesetzten ein Beispiel . War ich mit einem Feldwebel der Hundeführerstaffel am K6 . Da sieht er einen Zöller in der nähe des Grenzzauns hantieren . Da kam von dem , los den knallen wir jetzt ab. Tatsächlich liefen wir ganz nahe zum genannten Zöllner , ich mußte mich in Stellung begeben und auf den Zielen . Nach dem der uns bemerkte ,gaben auch wir diese Aktion auf . Das war so im Frühjahr 1970 . ratata

Die nach uns dienenden wurden von überzeugteren Uffz bzw. höheren Tieren ausgebildet .
Zuletzt geändert von ratata am 9. Januar 2020, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Nostalgiker » 9. Januar 2020, 10:31

@Beethoven, du hast vollkommen recht!

Wenn hier die drei Einfaltigkeit herzerfrischend rumpöbelt, diffamiert, beleidigt und Lügen verbreitet dann verhalten sich die Mods in der Regel so wie diese drei japanichen Figuren aus dem Tierreich mit ihrem "nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“. aber wehe wenn einer der Angepöbelten zurückschießt, dann wird zumindest einer von Ihnen wach und meint die Pöbler verteidigen sich doch nur.

Wie ich schon erwähnte, für die Außenwirkung des Forums sorgt die drei Einfaltigkeit schon auf ihre Weise.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Olaf Sch. » 9. Januar 2020, 10:34

Was glaubst du wie oft es eine Vergatterung in einer GK pro Tag gegeben hat? Ich bezog mich auch nicht auf das flapsige, sondern das es keinen Schießbefehl gegeben haben soll. Wenn sogar ein ehem. GT Polit diesen bestätigt, dann sollte doch ein Truppenfremder keine Behauptungen aufstellen, denn wie gesagt, ich erzähl ihm ja auch nicht wie es bei ihm zugegangen ist.

@Beethoven, ich war Nachrichtenunteroffizier in der Ersten Grenzkompanie und stellvertretender Waffenuffz. und war auch im Grenzdienst. Zum Glück nicht so oft wie die Gruppenführer, aber dennoch regelmäßig. Selbst Unterfeldwebel haben bei uns Vergatterungen durchgeführt.
Olaf Sch.
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon HPA » 9. Januar 2020, 10:49

Wenn hier die drei Einfaltigkeit herzerfrischend rumpöbelt, diffamiert, beleidigt und Lügen verbreitet dann verhalten sich die Mods in der Regel so wie diese drei japanichen Figuren aus dem Tierreich mit ihrem "nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“. aber wehe wenn einer der Angepöbelten zurückschießt, dann wird zumindest einer von Ihnen wach und meint die Pöbler verteidigen sich doch nur.


Spielst Du mal wieder Täter-Opfer-Umkehr? [flash]
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Kumpel » 9. Januar 2020, 10:52

AkkuGK1 hat geschrieben: Ich bezog mich auch nicht auf das flapsige, sondern das es keinen Schießbefehl gegeben haben soll.


Eben!
Dieses blendet Genosse Beethoven süffisant aus und stellt dazu noch hanebüchene Vergleiche an.
Ganze Magazine wurden leer geballert um den Grenzverletzern, die in der Regel mit einer Zange und einer Wanderkarte ''bewaffnet'' waren habhaft zu werden.
Kumpel
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Nov65 » 9. Januar 2020, 11:01

AkkuGK1 hat geschrieben:Was glaubst du wie oft es eine Vergatterung in einer GK pro Tag gegeben hat? Ich bezog mich auch nicht auf das flapsige, sondern das es keinen Schießbefehl gegeben haben soll. Wenn sogar ein ehem. GT Polit diesen bestätigt, dann sollte doch ein Truppenfremder keine Behauptungen aufstellen, denn wie gesagt, ich erzähl ihm ja auch nicht wie es bei ihm zugegangen ist.

Rchtig, @Akku. Kernpunkt unserer Äußerungen war die Feststellung von @Beethoven, es habe keinen Schießbefehl gegeben, sondern diese...bestimmungen. Und da liegt er zwar streng genommen richtig, was die bewusste, verharmlosende Bezeichnung des DDR-Regimes angeht. Aber es war nur auf dem Papier eine Bestimmung, in der Realität war es ein Befehl zum Schießen, ein Schießbefehl. In einer militärischen Formation befolgt man keine Bestimmungen, sondern einem Befehl!
Mit Unverständnis blicke ich @Beethoven entgegen, dass er das nach 3 Jahrzehnten nicht schnallt oder nicht einsehen will.
Dieser Befehl wurde in einer GK zu jeder Dienstschicht in der Vergatterung, der Befehlsausgabe, ausgegeben .(....festzunehmen ...zu vernichten...) Mir sind Entgleisungen im textlichen Befehl nie bekannt geworden.Ob nun ein Willem sich so oder so äußerte, ist mir Wurscht.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon zoll » 9. Januar 2020, 12:27

Nun muss ich doch auf den Offizier BEETHOVEN antworten. Zuerst die betreffenden Stellen: [color=#0000FF]In welchem KZ wurden denn Juden vergast oder Menschen anderer Länder?
Wo wurden Menschen in der DDR, durch Arbeit in Lagern systematisch getötet?
Wo ließ man in der DDR 100.000-e Kriegsgefangene verhungern?
In welchen Kellern wurden denn Menschen unter höllischen physischen Qualen, mit Strom, Schlägen, Fingernägel ausreizen und ich weiß nicht noch was alles, zu Tode gequält?[/color

Zu 1: In der SBZ wurden bestehende Nazi-KZ durch die Sowjets weiter benutzt. Hier wurden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Todesurteile ausgeführt. Das war nicht die DDR, aber das Land dem die DDR ihre Existenz verdankt.
zu 2: Sicher nicht systematisch, aber doch in Gefängnissen der Stasi durch Mangelernährung. Nicht unbedingt Todesfälle, aber körperliche Schäden.
Zu 3: Mit welchem Land war die DDR im Krieg? Kein Krieg keine Gefangenen.
Zu 4: In den Kellern der Stasigefängnisse gab es keine Keller? Was war denn die Dunkelhaft? Ach so, damit sollte wahrscheinlich Augenpflege wegen zu viel Westfernsehen geheilt werden.

Auch psychische Beeinträchtigungen sind genau so folgenreich, meist für das ganze Leben, wie physische Körpereinwirkungen.

Warum vergleiche ich die beiden Systeme? Weil sie für das betroffene Volk Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung hatten und haben.
Der Nationalsozialismus und der Kommunismus/Sozialismus sind Wesensverwandt. Sie bauen auf Unterdrückung und Beherrschung des Einzelnen und des gesamten Volkes. Es werden die Individuen unterdrückt. Ohne diesen Mechanismus würde das System nicht funktionieren. Und diese Funktion unterscheidet die genannten Systeme von der Demokratie (nicht unbedingt von der Vorherrschenden, aber lieber diese als die Vergangene).
Ich kenne nicht alle Details aus Stasigefängnissen, die allermeisten Details aus KZ´s sind mir allerdings bekannt. Wenn ich dann vergleiche, fällt mir auf, das in den einen mehr psychischer Druck, in den anderen aber beides durchgeführt wurde. Das macht aber die eine oder die andere Institution nicht besser oder schlechter.
Das Volk musste immer wieder erkennen, wer die Macht im Staat hat und dementsprechend wurde ihnen diese Optionen immer und immer wieder vor Augen geführt.
Aus meiner Sicht ist der Vergleich zulässig, auch wenn es einigen Leuten nicht gefällt miteinander verglichen zu werden. Eines ist immer gegenwärtig: Die Schuld liegt immer bei den Anderen. Das können wir ja heute im gegenwärtigen Weltgeschehen verfolgen.
zoll
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon SCORN » 9. Januar 2020, 13:40

zoll hat geschrieben:Aus meiner Sicht ist der Vergleich zulässig, auch wenn es einigen Leuten nicht gefällt miteinander verglichen zu werden. Eines ist immer gegenwärtig: Die Schuld liegt immer bei den Anderen. Das können wir ja heute im gegenwärtigen Weltgeschehen verfolgen.
zoll


@Zoll, vergleichen kann man alles, da spricht überhaupt nichts dagegen, es ist sogar angebracht! Aber zwischen Vergleich und Gleichsetzung besteht ein wesentlicher Unterschied! Der Unterschied der DDR zum Dritten Reich ist klar, deutlich, unstrittig und gewaltig in der Dimension! Während die DDR als Unrecht im wesentlichen Papierberge produzierte, hat das dritte Reich Leichenberge gewaltigen Ausmaßes hervorgebracht! Eine Gleichsetzung der beiden Abschnitte in der deutschen Geschichte ist eine Verharmlosung und Relativierung der NAZI-Greul in nicht hinnehmbaren Umfang, es ist schlicht Geschichtsverfälschung, ohne das DDR-Unrecht leugnen zu wollen, aber die Verhältnisse sollten beachtet werden!

Ungeachtet dessen das wir mit Sicherheit unterschiedlicher Meinung sind muss ich anerkennen das du deine Meinung sachlich und ohne Beleidung, rüber bringst. Das ist hier nicht die Regel! Mein Respekt dafür! So kann man auch konträre Meinugen diskutieren ohne zu einem Konsens zu kommen!

SCORN
Zuletzt geändert von SCORN am 9. Januar 2020, 13:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon zonenhasser » 9. Januar 2020, 13:40

Beethoven hat geschrieben: Gerade die "Dickbäuchigen" haben beim Vorbeimarsch im Stechschritt (nicht Paradeschritt) den sichersten Stand bewiesen. Ist physikalisch auch leicht erklärbar. [laugh]
Gibt es denn da einen Unterschied?
Stechschritt (eigentlich: preußischer Paradeschritt) https://www.biologie-seite.de/Biologie/Stechschritt
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Volker Zottmann » 9. Januar 2020, 13:44

Beethoven hat geschrieben:Aber wenn man "seinen vermeintlicher Gegner" überlebt, wird er einem irgendwann fehlen. Das erkennt man ja auch daran, dass mit dem Wegfall des politischen Gegners auf der Weltbühne, die ach so friedliebenden, demokratischen Staaten, ihre Soldaten in die Welt schicken um den Frieden (ach ich meine natürlich die ökonomischen Ressourcen) militärisch zu sichern.
Und genau aus diesem Grunde, macht es mir Spaß hier zu schreiben, auch wenn z.B. die vermeintliche Parade, vermutlich nur ein popliger Vorbeimarsch war und allgemein bekannt ist, dass Offiziere in der NVA, 25 Jahre Dienstzeit hatten und nicht 10 Jahre. Vor allem dann nicht, wenn sie auf Kosten der NVA, ein Studium zum Bauingenieur absolviert haben. Ob sie da einen dicken Bauch haben oder nicht. Gerade die "Dickbäuchigen" haben beim Vorbeimarsch im Stechschritt (nicht Paradeschritt) den sichersten Stand bewiesen. Ist physikalisch auch leicht erklärbar. [laugh]

Ein Wort noch zur Vergatterung. Da könnt Ihr mir erzählen was Ihr wollt.
Die Vergatterung wurde durch den OvD durch geführt, in dessen Dienstzeit als OvD, die Wache fiel. Er war also mit der Vergatterung, neben dem Kommandeur des Truppenteils / der Einheit, der unmittelbare Vorgesetzte, aller an der Wache beteiligten Soldaten, Uffze, Fähnriche und Offiziere.
Mir braucht keiner zu erzählen, dass dort, [color=#0000FF]auch in Neiden im Ingenieurbauregiment 12,[/color] nicht, durch den OvD irgendwelcher Dreck oder Unsinn, was den Sprachgebrauch angeht, erzählt worden ist. Es gab für den OvD ganz klar geregelte Sätze, die er zur Vergatterung auszusprechen hatte.

Was natürlich durch die Wachhabenden in Vorbereitung des Wachaufzuges, des Trainings vor der Wache, an "Blödheiten" verzapft wurde, kann nur der wissen, der daran teilgenommen hat.

Akku, ich denke Du warst in der Funkerwerkstatt? Das würde ich ja nun nicht als "am Kanten" oder als "Frontschwein" bezeichnen.

Freundlichst


Du beweist gerade wieder, in welcher Blase Du gesessen hast!
Ich war nie in einem Ingenieurbauregiment12. Das und ein weiteres wurden Jahre später gegründet und rekrutierten sich aus der Teilung "unseres" Baupionierbataillon 4 in Neiden, dem ich angehörte.

Wie Vergatterungen bei der Wachkompaie aussahen, habe ich nie erlebt, kann also auch nichts zu sagen. Uns als Tribünenwachtruppe, wo ein Teil Wache stand, ein Teil Bereitschaft hatte und ein Teil schlief, wurde von einem Unteroffiziersdienstgrad vergattert. Gleiches tat unser Spieß, wenn er den UvD samt Läufer vergatterte. Nix OVD!

Dann unser Zugführer: Der diente genau 10 Jahre. Beethoven, wenn man es nicht weiß, ist Schweigen besser. Mir und 11 weiteren 10-Klassenschülern (von 450 Soldaten die Einzigen!) wurde bei der NVA Sonderurlaub gegeben, um zu Hause abzuklären, ob wir auch ein Bauingenieeurstudium aufnehmen wollen. Uns wurde das doppelte Stipendium angeboten, allerdings mit der Maßgabe, nach dem Studium 10 Jahre als NVA Offizier zu dienen. Natürlich gebunden auf den NVA-Baustellen. Im Kurzurlaub waren wir alle, ansonsten war die Aktion aber ein Rohrkrepierer. Keiner spielte deren Geige.

Und eins noch Beethoven:
Neiden war in erster Linie eine Baustelle, die sich während meiner 18 Monate erst zu dem Standort des Regiments dort entwickelte. Vieles war aus rein organisatorischen Gründen schon ganz anders als in der regulären Truppe. Unsere Truppe mit Russisch-Polen zu der Zeit zu vergleichen, träfe es sicher genauer. Ein Teil war in Köpenick, ein wesentlicher Stabsteil noch in Züllsdorf.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 9. Januar 2020, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
Volker Zottmann
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon Kumpel » 9. Januar 2020, 13:52

SCORN hat geschrieben: Während die DDR als Unrecht im wesentlichen Papierberge produzierte, hat das dritte Reich Leichenberge gewaltigen Ausmaßes hervorgebracht!


In Vergleiche der Systeme ergehe ich mich nicht. Es bleibt jedoch festzuhalten , dass die DDR einem System nach hing das seine Wurzeln im Stalinismus hatte der ebenso Millionen von Toten
auf dem Konto hatte und das DDR ''Unrecht in Form von Papierbergen'' kann nur wie gewohnt als Versuch gewertet werden die hunderttausende Opfer und Betroffenen , Vertriebene und Verkaufte und zerstörte Existenzen zu verhöhnen.
Ein Staat , bzw. eine Partei dessen Existenz vom ersten Tag seiner Existenz bis zum Letzten auf Lügen und Täuschung gebaut war und der nie über eine Legitimation durch sein Volk verfügte.
Kumpel
 

Re: Hielten DDR-Bürger wirklich mehr zusammen?

Beitragvon SCORN » 9. Januar 2020, 14:04

Kumpel hat geschrieben:....kann nur wie gewohnt als Versuch gewertet werden die hunderttausende Opfer und Betroffenen , Vertriebene und Verkaufte und zerstörte Existenzen zu verhöhnen.


deine Stöckchen waren auch schon cleverer verpackt. Im übrigen ist zwischen uns schon lange alles gesagt! [grins]
erspare dir weitere Provokationen und Beleidigungen, es geht mir schlicht am A... vorbei!

Jetzt kommt sicher gleich der paranoide "Überflieger" aus der Kiste gehopst, naja der ist sowiso in der Ignorierquarantäne wo er hingehört! [wink]
SCORN
 

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