

Sperrbrecher hat geschrieben:https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/laendervergleich-ostdeutsche-schueler-in-mathe-besser-als-westdeutsche-a-927216.html
Der Osten hat die Musterschüler: Sachsen und Thüringen führen beim bundesweiten Schulvergleich in Mathematik und Naturwissenschaften. Schlusslichter sind die Stadtstaaten und NRW. Dort liegen Schüler um bis zu zwei Jahre zurück.
Dein Beitrag ist 6 Jahre alt!
Möglicherweise korrelieren diese Ergebnisse mit dem Anteil der
Wählerstimmen für die AfD?


augenzeuge hat geschrieben:
Die Aussage des Lehrers ist teilweise falsch. 1. Kinder ohne Sprachkenntnisse sind, wie bereits geschrieben, in der genannten Statistik gar nicht dabei.
AZ
Die OECD sieht die Flüchtlingskrise als eine der Ursachen hinter dem schlechteren Abschneiden Deutschlands - und die daraus resultierenden gestiegenen Ansprüche an das Bildungssystem. Der Anteil von Schülern "mit eigener Migrationserfahrung" sei seit der letzten Pisa-Erhebung deutlich gestiegen, und deren Integration in das Bildungssystem sei eine große Herausforderung.

augenzeuge hat geschrieben:Wem willst du hier eigentlich etwas verkaufen? Dein Beitrag ist 6 Jahre alt!
Sperrbrecher hat geschrieben:augenzeuge hat geschrieben:Wem willst du hier eigentlich etwas verkaufen? Dein Beitrag ist 6 Jahre alt!
Hier die aktuelle Erhebung:
https://de.statista.com/statistik/daten ... gsmonitor/

Aber wen wundert das denn?
Ich erlebe es seit Jahren, dass meine Schüler immer schwächer werden. Sie sind weniger anstrengungsbereit und haben massive Probleme, sich über längere Zeit konzentriert mit etwas zu beschäftigen.
Wir haben aktuell wieder Erstklässler, die schlichtweg nicht beschulbar sind. Die ununterbrochen durchschreien, weinen, oder schlicht es nicht gewohnt sind ihren Willen nicht zu bekommen. Bei einem Großteil der Kinder dauert es ein gutes halbes Jahr bist sie schulreif sind. Man hat aber 24 Kinder in der Klasse. Da reichen schon 5 solcher Kinder und nichts geht mehr. Unterstützung kaum da. Dann kommt dazu der Personalmangel.
Ich habe derzeit eine dritte Klasse, 24 Kinder. Davon sind 3 frische Flüchtlingskinder (ein Jahr waren sie in einer Vorbereitungsklasse und werden dann nach Alter in die Klassen verteilt), die sehr motiviert sind, aber eigentlich rund um die Uhr meine Hilfe bräuchten. Dann habe ich 3 mit anerkannter Lese-Rechtschreibschwäche, die auch viel Unterstützung brauchen. Dazu mehrere verhaltensauffällige Kinder und einen Haufen ruhige Kinder, die aber kaum Leistungen bringen können. Richtig starke Kinder habe ich maximal 5-6.
Heute habe ich ein Buch vorgelesen, über die Olchis. Da kommen Wörter wie Krippe und Gerippe vor. Nur 3 Kinder konnten diese Wörter erklären. Okay, die sind vielleicht auch nicht ganz einfach für 8-9 Jährige. In Sachunterricht mache ich gerade das Thema Wetter. Tau, Reif, Hagel alles Wörter, die die Kinder nicht mehr kennen. Blitz und Donner konnten viele auch nicht auseinander halten. Zu Hause wird einfach zu wenig geredet. Sprache verkümmert.
Und dann erzähle ich euch noch von meinem Mathematikunterricht in meiner Fachklasse (eine vierte Klasse). Circa 1/4 der Kinder meiner Fachklasse ist richtig schwach in Mathe. Zum Beispiel schaffen sie es nicht, das Einmaleins zu lernen. Es ist nicht so, dass ich es nicht thematisiere, einführe etc. Aber irgendwann muss es schlicht mal gelernt werden. Die Eltern aber rufen nur nach Förderunterricht, den es sogar für sehr viele Kinder inzwischen bei uns gibt. Also eine Stunde pro Woche. Aber auf meine Frage ob sie denn auch mal zu Hause etwas für Mathe üben, dann ernte ich nur große Augen. Zu viele Eltern sehen sich nicht mehr in der Verantwortung.
Natürlich sind das nicht alle. Manche Eltern möchten gerne, können aber schlicht nicht. Aber gerade in der Großstadt Hamburg, v.a. in Brennpunktgebieten werden es immer mehr.
Wir bräuchten eigentlich in jeder Klasse einen Erzieher zur Unterstützung.
Und dann ist die Geschlechterentwicklung interessant. Wenn ich schaue wie viele Jungen nach den Ferien total betäubt in den Klassen sitzen und dann von ihren Ferien erzählen, was nichts anders als durchdaddeln heißt, dann wird mir Angst und Bange.
Und dann kommt noch Inklusion. Und für das alles genau einen Lehrer.
Muss ich die völlig veralteten Räume, Medien, Lehrmittel etc. erwähnen?
Nicht falsch verstehen, ich liebe meinen Beruf und ich acker jeden Tag hart für meine Kinder, die mir sehr am Herzen liegen. Aber es kann einen schon ein wenig frustrieren.
Eigentlich wollte ich ja nicht mehr zu meinem Beruf schreiben, aber hier musste ich einfach.
PS: Ach ja, Hamburg hat ja das Sitzenbleiben abgeschafft. Dank Elternwille gehen trotzdem 50% zum Gymnasium.
PPS: Ich wohne ja selbst in Niedersachsen und ich sehe durchaus, dass es woanders noch nicht ganz so schlimm ist. Aber in Hamburg, vor allem im Süden, ja da ist es nunmal so.

augenzeuge hat geschrieben:
Die Aussage des Lehrers ist teilweise falsch. 1. Kinder ohne Sprachkenntnisse sind, wie bereits geschrieben, in der genannten Statistik gar nicht dabei.
AZ


![Lachen [laugh]](./images/smilies/laugh.gif)
augenzeuge hat geschrieben:Warum nicht gleich so?
Bildungsstand der Rechten bedenklich

augenzeuge hat geschrieben:Migranten mit schlechten Deutsch Kenntnissen werden extra erfasst.
AZ


augenzeuge hat geschrieben:Doch, sitzen sie teilweise.
Es gab gewisse Mindestanforderungen für die Teilnahme.
Wer die nicht erfüllen konnte, wurde in einer anderen Studie erfasst. Ich weiß nicht, was daran so schwer ist. [...]
augenzeuge hat geschrieben:Das Ergebnis war, dass die Herkunft weitaus weniger relevant war, als die Verhältnisse im Elternhaus.
AZ

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste