Von schlechten Eltern

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Von schlechten Eltern

Beitragvon Interessierter » 29. September 2019, 09:10

Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR schadeten nicht nur fremden Familien, sondern oft auch ihren eigenen. Bis heute kommt die letzte Generation von Stasi-Kindern nicht mit ihren Eltern und deren Vergangenheit zurecht

Wäre er wie sein Vater und seine Mutter, dann säße er wahrscheinlich jetzt nicht hier. Arbeitslos, in einer kleinen Wohnung am Stadtrand, irgendwo in Brandenburg. Dann hätte er sich vielleicht auch einfach gesagt: „Schwamm drüber“, und weitergemacht. Er hätte einen guten Job, Geld und vielleicht auch ein Einfamilienhaus. Doch so einer ist Thorsten Richter* eben nicht. Bald sind 30 Jahre vergangen, seit die DDR unterging, doch dieser Staat, in dem er seine Jugend verbrachte, lässt ihn immer noch nicht los. Thorsten Richter sagt, er könnte manchmal den Kopf in die Hände legen und heulen. Immer wieder stellt er sich Fragen, die sich heute auch viele andere Kinder von Stasi- Mitarbeitern stellen: Was haben meine Eltern angerichtet? Wurde ich von ihnen manipuliert? Es gibt Fotos, die ihn als lachenden, fröhlichen Jungen zeigen, aber er sagt, dass er sich an eine schöne Situation in seiner Kindheit eigentlich nicht erinnern kann. Kalt seien seine Eltern gewesen. Distanziert. Immer auf Höchstleistungen erpicht.

Wie alle Kinder von Stasi-Leuten wächst Thorsten Richter in privilegierten Verhältnissen auf. Die Richters verdienen überdurchschnittlich gut, leben in einer komfortablen Wohnung, haben Telefon, Auto, Wochenendhaus. „Nach außen hin musste immer alles mustergültig aussehen“, sagt er. Die Richters sind „Genossen erster Kategorie“, Vater und Mutter arbeiten genau wie sein Großvater in der „Firma“, so nannte man intern das Ministerium für Staatssicherheit (MfS).

Mitarbeiter dieser Organisation zu werden, die die DDR gegen innere und äußere Feinde schützen sollte, bedeutete, Teil einer Elite zu sein. Bei den Demonstrationen zum 1. Mai marschiert Thorsten Richter durch seine Heimatstadt. Die anderen winken ins Nirgendwo, aber er hat immer die Tribüne im Blick, auf der sein Opa steht. Der hat noch mit Ernst Thälmann, dem Parteivorsitzenden der KPD von 1925 - 1933, gekämpft und erzählt mit leuchtenden Augen vom Paradies. Im Jahr 2000, verspricht der Opa, werde das Geld abgeschafft. Jeder bekomme das zum Leben, was er braucht. „Wir haben in einer Blase innerhalb der DDR gelebt“, sagt Thorsten Richter heute. Bis zum Jahr 1989 habe er keine Sekunde lang Westfernsehen geschaut.

Der Vater ist bei den „Rückwärtigen Diensten“, hat mit Immobilien und Logistik zu tun. Die Mutter arbeitet in der Abteilung für „Kader“ und kümmert sich um das Personal. Was genau seine Familie bei der Stasi wirklich macht, erfährt er nie. Die Eltern sprechen kaum darüber, denn sie sind ständiger Überwachung und Kontrolle durch den Arbeitgeber ausgesetzt.

Der längere Bericht geht hier weiter:
https://www.fluter.de/wenn-beide-eltern ... ktiv-waren

Klar ist natürlich auch, dass Kinder von hier schreibenden ehemaligen Stasi - Mitarbeitern oder IMs anderer bewaffneten Organe, niemals die Tätigkeit ihres Vaters oder Eltern hinterfragt haben, was ich auch nicht anders erwartet habe. [flash]

Damit ich nicht missverstanden werde; mir ist schon bewußt, dass es nicht einfach ist seinen Kindern zu gestehen, dass man so einer verbrecherischen, menschenverachtenden Diktatur und seinem Geheimdienst gedient oder für ihn andere Bürger denunziert zu haben.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Merkur » 29. September 2019, 10:19

Interessierter hat geschrieben:Bis heute kommt die letzte Generation von Stasi-Kindern nicht mit ihren Eltern und deren Vergangenheit zurecht.


Ich weiß nicht, warum man die Absolutheit konstruiert, dass eine ganze Generation Probleme mit der Tätigkeit ihrer Eltern hätte, wenn diese beim MfS waren. Ich gehe davon aus, dass es in der Realität nicht so ist und es den meisten Kindern egal ist oder diese Tätigkeit auch durchaus auf Akzeptanz stößt. Entscheidend für letzteres ist dabei sicher die jeweilige ehemalige Aufgabenstellung.
Zuletzt geändert von Merkur am 29. September 2019, 10:25, insgesamt 2-mal geändert.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon karnak » 29. September 2019, 10:22

Interessierter hat geschrieben:
Klar ist natürlich auch, dass Kinder von hier schreibenden ehemaligen Stasi - Mitarbeitern oder IMs anderer bewaffneten Organe, niemals die Tätigkeit ihres Vaters oder Eltern hinterfragt haben, was ich auch nicht anders erwartet habe. [flash]

Damit ich nicht missverstanden werde; mir ist schon bewußt, dass es nicht einfach ist seinen Kindern zu gestehen, dass man so einer verbrecherischen, menschenverachtenden Diktatur und seinem Geheimdienst gedient oder für ihn andere Bürger denunziert zu haben.

[grin] Klar ist, dass Du Dir das vielleicht so vorstellst, wahrscheinlich eher Diskussionen dazu provozieren willst bei denen nichts rauskommt weil man meint sowieso schon zu wissen wie das in solchen Familien zuging und zwar von solchen Schwätzern wie dem der nach 30 Jahren immer noch das Gesicht in seine Hände vergräbt ob der Vorstellung was seine Eltern so "angerichtet " haben könnten. Der Vater bei rückwärtigen Diensten und die Mutter bei Kader und Schulung, also Leute die mit dem " Feind " nicht das geringste zu tun hatten, dass ist doch nun wirklich lächerlich.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 10:37

karnak hat geschrieben:Der Vater bei rückwärtigen Diensten und die Mutter bei Kader und Schulung, also Leute die mit dem " Feind " nicht das geringste zu tun hatten, dass ist doch nun wirklich lächerlich.


Nö, der Feind saß doch oft unter ihnen. [grin]
Der Feind war der aufmüpfige, zweifelnde DDR Bürger, der nicht zu überzeugen war, der, den man in seiner feindlich negativen Grundhaltung bekämpfen musste.

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon karnak » 29. September 2019, 11:00

Dem zweifelnden DDR Bürger ist man jeden Tag in der verschiedensten Ausprägung begegnet, immer mehr auch in den eigenen Reihen . Dass gehörte dazu wie Sonne und Regen und hat keinen mehr wirklich in den Feindbekämpfungsmodus versetzt. Sich die kleine DDR und Stasi Welt so vorzustellen oder zu beschreiben zeugt von völliger Unkenntnis der damaligen Lebenssituation oder ist Ausdruck einer vorsätzlichen Falschdarstellung um ein albernes Klischee zu bedienen.
Und von ein paar fanatisierten Spinnern mal abgesehen hat sich in dieser riesengroßen Firma der man alle Möglichen und Unmöglichen Aufgaben auf das Auge gedrückt hat mit dem spezifischen befasst was im zugeteilt war , in dem Fall die Immobilienwirtschaft des Ladens und die Kaderakten. Das Kind derer das deswegen immer noch in Tränen aubricht leidet sicher unter einem anderen Schaden als den Missetaten seiner Eltern.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon zonenhasser » 29. September 2019, 11:01

augenzeuge hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Der Vater bei rückwärtigen Diensten und die Mutter bei Kader und Schulung, also Leute die mit dem " Feind " nicht das geringste zu tun hatten, dass ist doch nun wirklich lächerlich.

Nö, der Feind saß doch oft unter ihnen. [grin]
Der Feind war der aufmüpfige, zweifelnde DDR Bürger, der nicht zu überzeugen war, der, den man in seiner feindlich negativen Grundhaltung bekämpfen musste.

Beachte, dass karnak den Begriff "Feind" in Anführungszeichen gesetzt hat. Beachte aber auch, dass schon ein einfacher SED-Genosse "Parteiaufträge" erhalten konnte. Ein Stasi-Mitarbeiter, egal wo er beschäftigt war, konnte Aufträge, z. B. Bespitzelung im Wohnbereich oder Bekanntenkreis, nicht ablehnen.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 11:02

karnak hat geschrieben:Das Kind derer das deswegen immer noch in Tränen ausbricht leidet sicher unter einem anderen Schaden als den Missetaten seiner Eltern.


Das ist vermutlich so. [wink]

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Interessierter » 29. September 2019, 11:08

Merkur » 29. Sep 2019, 11:19

Interessierter hat geschrieben:
Bis heute kommt die letzte Generation von Stasi-Kindern nicht mit ihren Eltern und deren Vergangenheit zurecht.



Ich weiß nicht, warum man die Absolutheit konstruiert, dass eine ganze Generation Probleme mit der Tätigkeit ihrer Eltern hätte, wenn diese beim MfS waren. Ich gehe davon aus, dass es in der Realität nicht so ist und es den meisten Kindern egal ist oder diese Tätigkeit auch durchaus auf Akzeptanz stößt. Entscheidend für letzteres ist dabei sicher die jeweilige ehemalige Aufgabenstellung.


Zitat Interessierter:
Interessierter » 29. Sep 2019, 10:10
Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR schadeten nicht nur fremden Familien, sondern oft auch ihren eigenen.


Diesen Satz mit dem Wörtchen oft, der vor dem oben von dir zitierten stand, hast du einfach mal weggelassen und somit geschickt die Absolutheit selbst konstruiert! An was erinnern mich nur solche Methoden?

Wovon du persönlich ausgehst, soll dir unbenommen bleiben. Das gilt aber auch für Personen, die deine Meinung nicht teilen. Ob dir das nun gefällt oder nicht.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon karnak » 29. September 2019, 11:14

[grin] Ich weiß gar nicht was Du Dir unter dem Begriff " Parteiauftrag " so vorstellst, irgendwelche Spitzelaufträge mit dem Ziel den Nachbarn auszuspähen dürften es eher selten gewesen sein [flash] . Und niemand ist einfach mal so zu irgendjemand gegangen, nur weil der SED Mitglied war, mit dem Auftrag jemanden langfristig auszuspionieren. Wenn lief das über die entsprechende IM Schiene mit entsprechend bekannten Prozedere. Übrigens hat man SED Mitglieder eher als ungeeignet für solche Jobs angesehen. Und ein hauptamtlicher MfS Mitarbeiter aus irgendeiner artfremden Abteilung wurde schon gar nicht als " verdeckter Ermittler " in seinem Wohn oder Freizeitbereich eingesetzt. Wenn man etwas darüber nachdenkt kommt man auch darauf warum. [grin]
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon zonenhasser » 29. September 2019, 11:27

karnak hat geschrieben: Und niemand ist einfach mal so zu irgendjemand gegangen, nur weil der SED Mitglied war, mit dem Auftrag jemanden langfristig auszuspionieren.
Langfristig sicher nicht, aber wenn es z. B. um die Genehmgung einer Westreise ging, dann wurden Genossen vorrangig befragt.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Interessierter » 29. September 2019, 11:37

@karnak:
Kann ich davon ausgehen, dass du uns weismachen willst Kinder hätten die Stasitätigkeit oder auch deren Tätigkeiten in der NVA oder VP nicht hinterfragt?

Da mir aus unserem Forum keine Schilderungen von " Ehemaligen " in Erinnerung sind, könnte man ja beinahe davon ausgehen. Oder liegt es nur an dem fehlenden Mut darüber offen zu berichten?

Ist es nicht völlig natürlich, dass Kinder ab einem gewissen Alter aussergewöhnliche Tätigkeiten - wie Geheimdienstler einer Diktatur - hinterfragen?

Da kann man sich sicherlich an der Nebensächlichkeit des in Tränenausbrechens hochziehen. Aber sollte man das als Beteiligter nicht besser an den von dir so bezeichneten " Missetaten " tun und sich darüber wirklich offen mit seinen Kindern austauschen?

Ich würde es interessanter finden über die unterschiedlichen Reaktionen zu erfahren, als dass- wieder einmal - lediglich versucht wird, andere Menschen als unglaubwürdig oder krank hinzustellen.

Ps. Und bitte nicht - wie üblich - mit beispielsweise Parteiauftrag usw. vom Thema abzulenken.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon karnak » 29. September 2019, 11:42

Befragt, sicher, das ist aber ganz was anderes. Ich wurde auch befragt als meine Schwiegermutter Antrag auf eine Westreise gestellt hat, aber nicht mit dem Auftrag belegt sie nun jetzt zu bespitzeln und Bericht zu erstatten.
Meine Tochter wurde auch schon vom Verfassungsschutz besucht und zu einer ehemaligen Mitstudentin befragt, sehr wahrscheinlich weil die in einem sicherheitsrelevanten Bereich arbeiten will und weil man da schon eher zu einem deutschen Beamten wie meine Tochter geht als zu einem vom schwarzen Block, den wirbt man lieber als IM/ V - Mann an. [flash] So funktioniert nun mal so ein System von Staatsschutz, ob Diktatur oder Demokratie ist da erstmal zweitrangig.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon karnak » 29. September 2019, 12:00

Interessierter hat geschrieben:@karnak:
Kann ich davon ausgehen, dass du uns weismachen willst Kinder hätten die Stasitätigkeit oder auch deren Tätigkeiten in der NVA oder VP nicht hinterfragt?


Du kannst davon ausgehen, dass ich Dir weismachen will, meine Tochter war zur Wende 8 Jahre alt, hat sich bis dahin nicht die Bohne für das interessiert was Vater und Mutter machen. Und auch danach, als Pubertierende und mit den Möglichkeiten die ihr gegeben waren, nicht ganz ohne die finanziellen Möglichkeiten der Eltern, ist sie nicht der Aufklärung der Vergangenheit hinterhergehechelt um irgendwelche Missetaten ihrer Alten aufzuklären, die hat sie denen gar nicht zugetraut. [flash]
Die DDR hat sie verstanden und begriffen aus eben der Sicht einer Achtjährigen in einem behüteten Umfeld ob in Familie, Kindergarten oder Schule, es gab für diese Generation im Normalfall nicht den geringsten Grund mit Zorn oder mit Misstrauen zurückzublicken, man schaute nach vorn und nahm alles mit was in der neuen Zeit zu bekommen war. So machen das normalerweise die Jungen von ein paar Gestörten mal abgesehen.
Und so sah es auch in der Masse der MfS Familien aus, es herrschte die allgemeine private Normalität und es gab sicher die Probleme in manchen Familien, dass hatte aber nichts mit dem Arbeitgeber MfS und der damit verbundenen vermeintlichen Schande zu tun wie das einige Knaller heute glauben machen wollen.
Und wie immer lenke ich nicht ab, auch nicht mit dem Parteiauftrag, ich antworte nur.
Und wenn ich meiner Tochter was über DDR oder vielleicht noch MfS erzähle langweilt die das ziemlich schnell, es ist ihr eigentlich unwichtig. Also erkläre und beschreibe ich zu DDR und Stasi das was ich davon weiß über diesen Weg, damit verfügbar für den ganzen Rest der Menschheit , also hänge mir nicht an es mangelt bei mir an Bereitschaft. [hallo] b
Bei dem guten Willen wenigstens über den Weg des gesunden Menschenverstandes ein paar völlig logische Zusammenhänge als die danalige Realität anzuerkennen oder wenigstens für möglich zu halten hapert es hingegen schon eher mal. Das hat aber eher was mit dem Anhängen am verspäteten Kampf der Systeme zu tun und dagegen ist wohl kein Kraut gewachsen , den gesunden Menschenverstand erreicht man da wohl auch nicht. [flash]
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Grenzwolf62 » 29. September 2019, 12:53

Der Vater meiner jetzigen Frau war damals an recht exponierter Stelle im Unterdrückungsapparat mit drei Pickeln auf geflochten Silber tätig.
Irgendwie kann ich keine gravierenden Spätschäden, bei meiner Frau, feststellen.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Nostalgiker » 29. September 2019, 13:15

Eine "Diskussion" welche so sinnlos ist wie Herpes. Keiner braucht sie aber bei bestimmten Typen kommt sie immer wieder.

Wie viel "Stasimitarbeiter" gab es angeblich? 90.000? Würde also 45.000 Familien über den Daumen gepeilt zum Ende der DDR ausmachen. Und die hatten eventuell 40.000 Kinder.
Wie viel Arbeitslose gab es auf dem Gebiet der Ex-DDr 1991? 5 Millionen? Wie viele Familien waren das? 3, 4 Millionen (liegt an der Vollbeschäftigung in der DDR)
Nehmen wir einfach an das es in diesen Familien rund 2,5 Millionen Kinder gab; also sogenannte 'Wendekinder'. Wie vielen Millionen von ihnen wurde die Zukunft verbaut, einfach nur weil ihre Eltern im "falschen" Teil Deutschlands lebten und nachdem die Freiheit kam Arbeitslos waren?
Waren diese Eltern etwa "schlechte Eltern" nur weil sie das "Pech" hatten im Osten (bzw. Mitteldeutschland oder der DDR) gelebt und gearbeitet haben?

Es ist einfach zum kotzen wie solche ein arrogantes, nichtswissendes Etwas aus dem Flachland dann auch noch süffisant zum Schluß seines eingestellten Beitrages die These aufstellt;
Klar ist natürlich auch, dass Kinder von hier schreibenden ehemaligen Stasi - Mitarbeitern oder IMs anderer bewaffneten Organe, niemals die Tätigkeit ihres Vaters oder Eltern hinterfragt haben, was ich auch nicht anders erwartet habe.

Damit ich nicht missverstanden werde; mir ist schon bewußt, dass es nicht einfach ist seinen Kindern zu gestehen, dass man so einer verbrecherischen, menschenverachtenden Diktatur und seinem Geheimdienst gedient oder für ihn andere Bürger denunziert zu haben.


Ich weiß wirklich nicht womit dieser Typ sich sein Restgehirn weggeballert hat.
Diese Unverschämtheiten welche er von sich gibt sind wirklich einmalig in ihrer perfiden, geistlosen Art.

Interessierter, du wirst schon nicht "missverstanden", denn du machst nur das was du kannst; ohne Hirn und Verstand hier Pöbeln, Beleidigen, Diffamieren und Lügen.

Noch was persönliches, du arroganter, unsympathischer Mensch kannst die noch nicht mal in deinen aller pervertierten Träumen vorstellen das in der DDR Menschen gab (die weder bei der Stasi und auch nicht IMs bei anderen Organen waren) die einfach von der Sache überzeugt waren.

Falls du geistig dazu in der Lage bist solltest du dringend das Buch "Wir wollten ein anderes Land" von Gerald Praschel lesen.
Darin erzählt er genau das war du hier wider besseren Wissens anprangerst; das Gespräch Kind/Eltern über ihren Platz in der DDR, wofür sie, die Eltern, einst antraten und wie die Kinder es wahrgenommen haben.
Das ganze am Beispiel der Potsdamer Bürgermeisterin Brunhilde Hanke und ihrer Tochter Bärbel.

ein Buch welches mich auch persönlich emotional sehr berührte.
Brunhilde Hanke war zu Kriegende 15 Jahre, meine Mutter 17 und mein späterer Vater 22.
Auch sie gehörten zu der sogenannten "Aufbaugeneration", waren überzeugt davon teilzuhaben am Aufbau eines besseren und gerechteren Landes.
Wann es zu bei ihnen zu Zweifeln, zur kritischen Distanz kam ist privat und geht hier im Forum niemanden etwas an. Genau so wie ich mich fühlte, einfach beengt,ich wollte einfach ein individuelles Wesen sein und kein Teil eines funktionieren Kollektives. In dieser Frage verstand die "DDR" keinen Spass und es gab damals genug Schwierigkeiten.

Nach der Vereinnahmung, gewollt von den DM geilem Volk, haben wir in der Familie sehr lange, sehr ausführlich darüber gesprochen.

aber das kannst du dir, Interessierter, natürlich nicht vorstellen.
du warst ja schon durch deine zufällige Geburt im Westen viel Intelligenter und Wissender.
Genau die Eigenschaften welche du hier tagtäglich zum Gaudi der anderen unter Beweis stellst.

Um es dir nochmal deutlich zu verklickern Interessierte.
Mit diesem Link hast du nicht nur mir sondern meine Eltern und mein Kind abgrundtief Beleidigt!

Spar dir irgendein Gestammel welches irgendwas relativieren soll.
Mich kannst du nach Herzenslust beleidigen, ich nehme dich weder ernst noch berühren mich deine primitiven Ausfälle.
Aber merk dir eins: Lass bewusst oder auch unbewusst meine Familie aus dem Spiel! Es steht dir nicht zu sie zu diffamieren.
Du bist einfach nur ein durch und durch unmoralischer Mensch!
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 13:23

90.000? Würde also 45.000 Familien über den Daumen gepeilt zum Ende der DDR ausmachen.


Waren die Ehepartner immer mit dabei?

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 13:25

Es ist einfach zum kotzen wie solche ein arrogantes, nichtswissendes Etwas aus dem Flachland dann auch noch süffisant

Hierfür gibts ne offizielle Verwarnung, so geht es nicht!! Hast du mit fast 70 Jahren immer noch nicht begriffen, ...... obwohl du auch ein süffisanter Flachländer bist.

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Merkur » 29. September 2019, 13:34

Trotz Verwarnung stimme ich seinem Beitrag inhaltlich zu.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Nostalgiker » 29. September 2019, 13:40

Danke Augenzeuge für deine einseitige Bewertung.

ok, nachdem ich nachgesehen habe nehme ich das "süffisant" in Bezug auf den Interessierten offiziell zurück.
Denn eines ist er garantiert nicht, geistig Überlegen
Aber "dünkelhaft, eingebildet, selbstgefällig, abwertend, verächtlich" trifft es schon.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 13:42

Merkur hat geschrieben:Trotz Verwarnung stimme ich seinem Beitrag inhaltlich zu.


Darum gehts aber nicht.

Wer es nicht hinbekommt, seinen Inhalt beleidigungsfrei und forenkonform zu vermitteln, darf sich nicht wundern, wenn ihm auf die Füße getreten wird. Da kannst du mir sicher auch zustimmen. [denken]

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Nostalgiker » 29. September 2019, 13:49

Wann trittst du mal dem Interessierten, dem kumpel, dem HPA, dem Volker Zottmann auf die Füsse?

deren Beiträge strotzen doch in der Regel nur von Beleidigungen mir Gegenüber.
Entschuldige Augenzeuge, ich vergass, das erkennst du nicht und siehst es sowieso grundsätzlich anders.

PS.:
Nachtrag:
Ich vergass das dieses Forum "Deutsche-Einheit" und da ist es wohl "Forenkonform" undifferenziert gegen die DDR zu hetzen, gegen die Bewohner der Ehemaligen und da besonders in Sachsen und da wiederum speziell in Chemnitz aber wehe wenn sich dagegen einer wehrt ......
Zuletzt geändert von Nostalgiker am 29. September 2019, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 13:52

Die Genannten haben doch schon Plattfüße bekommen.....

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Nostalgiker » 29. September 2019, 13:56

augenzeuge hat geschrieben:Die Genannten haben doch schon Plattfüße bekommen.....

AZ


Etwa von deinem bestimmte drauftreten wegen ihrer persönlichen, "beleidigungsfreien" Ausfälle gegen mich?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 13:59

Nostalgiker hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Die Genannten haben doch schon Plattfüße bekommen.....

AZ


Etwa von deinem bestimmte drauftreten wegen ihrer persönlichen, "beleidigungsfreien" Ausfälle gegen mich?


Oben steht ne Frage von mir, mach damit bitte weiter.

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Nostalgiker » 29. September 2019, 14:17

Welche Frage Augenzeuge?

Beherrschst du nicht die Grundrechenarten?

Falls du hochgradig irritiert warst, natürlich meinte ich erstmal nur die Ehepartner. die Kinder kommen wohl im nächsten Satz.

Eventuell bist du so lieb und verrätst womit du mal wieder ein Problem hast.

PS.: du weichst aus?
Ist es dir peinlich das du mal wieder bei deiner alles anderen als neutralen Moderatorentätigkeit ertappt wurdest.
mach dir nichts daraus, ist eh allgemein bekannt.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 14:39

Ich ausweichen? [laugh]
Hey ich Kämpfe doch schon an allen Fronten.

Mir reicht das. Da muß ich nicht noch eine Spielfront haben. [grins]

AZ
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon augenzeuge » 29. September 2019, 14:40

90000 sind nicht 45000 Familien, eher mehr.

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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Nostalgiker » 29. September 2019, 14:51

Welche Spielefront?

Soll ich es dir jetzt genau erklären?

90.000 Mitarbeiter (Männer oder Frauen) haben jeweils einen Ehepartner), ergibt also 45.000 Familien, ohne Kinder und rein hypotetisch.

sonst bist du doch in Vermutungen, Hypothesen und Behauptungen auch nicht so pingelig. Na klar, nur wenn es gegen das System DDR geht bist du in dieser Frage sehr großzügig.

Kleiner Tipp, du solltest nach übe 30 Jahren mal emotional abschließen.
es gab hier im Forum einige Mitglieder gegen ihre Erlebnisse mit dem DDR System sind deine dramatischen echt Pillepalle.
Komischerweise haben sich diese Forenmitglieder nie so hysterisch aufgeführt wie du.
Man könnte langsam den Verdacht haben das man dir Anfang der 80er Jahre sehr gewaltsam den glauben an den Sozialismus herausgerissen hat und du deswegen immer noch sauer bist.
Anders kann ich mir deine teilweise giftigen und vor allem unbegründeten Reaktionen nicht wirklich erklären.
Mit den von mir erwähnten, aber nicht benannten, stehe ich immer noch im mehr oder minder losen Gedankenaustausch.
Was du dir mit deiner verkniffenen Art bestimmt nicht vorstellen kannst.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon Zicke » 29. September 2019, 14:57

die Unverschämtheiten aus dem Eingangsbeitrag werden völlig ausgeblendet, es ist wie es ist.
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Re: Von schlechten Eltern

Beitragvon marder » 29. September 2019, 15:04

Hallo,
wenn 90.000 Menschen einen Lebenspartner haben sind dies zusammen 180.000 Menschen, die minimal 45.000 Familien bilden sofern sie alle in der "Firma" waren. Also ergibt sich eine Zahl von 45.000 bis 90.000 Familien.
Ich bin auf der Westseite der Grenze in ca. 3 km Entfernung gross geworden.
Ab 1976 als Offiziersanwärter bei den Panzergrenadieren.
1976 1. Pz.Div. Pz.Brig2 Pz.GrenBtl21
1989 11.Pz.GrenDiv. Pz.Brig33 Pz.GrenBtl332
1994 1.Pz.Div. Pz.Gren.Brig1 usw.
Seit 2019 Außer Dienst
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