Die GEMA ...

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Die GEMA ...

Beitragvon Luchs » 23. August 2011, 15:16

... Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Uns allen bekannt durch die Sperre von Videos auf YouTube oder anderen Videoportalen. Was die GEMA nicht frei gibt, darf in Deutschland nicht angesehen werden. Eigentlich richtig. Sorgt doch die GEMA dafür, dass die Künstler ihre Gagen aus Rundfunk, Fernsehen und Internet bekommen.

Bis heute hatte die GEMA auch eine Internetseite, die nun nicht mehr erreichbar ist. Warum? Nun es gibt Leute, denen diese Sperren z. B. in YouTube nicht gefallen. So auch der internationalen Hackerorganisation "Anonymouse". Seit die sich um die GEMA "gekümmert" haben war der Server zunächst nur so



anzusehen. Inzwischen Sagt mir mein Browser, dass die aufgerufene Seite nicht existiert.
Schmunzelnde Grüße [hallo]
Micha
Luchs
 

Re: Die GEMA ...

Beitragvon karl143 » 23. August 2011, 15:30

Nachtrag [laugh]

die Seite ist mittlerweile von der GEMA erst mal ganz vom Netz genommen worden. Ein GEMA Sprecher sagte, man wolle die Verantwortlichen vor Gericht bringen. Super, da hätte ich auch nichts anderes erwartet. Ich möchte wetten, das wird jetzt dieser Firma noch öfters passieren. Ich kann mir meine Schadenfreude nicht verkneifen....

[flash]
karl143
 

Re: Die GEMA ...

Beitragvon manudave » 23. August 2011, 18:47

...wer Geld für Lieder will, die im Kindergarten gesungen werden, der muss sich nicht wundern. [super]
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Rainman2 » 23. August 2011, 20:14

Siehste, in der DDR hatten wir die AWA, also die "Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte". Und deren Homepage wurde nie gehackt!
[zunge]

ciao Rainman2
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Theo 85/2 » 23. August 2011, 21:20

Rainman2 hat geschrieben:Siehste, in der DDR hatten wir die AWA, also die "Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte". Und deren Homepage wurde nie gehackt!
[zunge]

ciao Rainman2


Die waren auch billiger! [hallo]

Theo 85/2
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2011, 21:36

Rainman2 hat geschrieben:Siehste, in der DDR hatten wir die AWA, also die "Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte". Und deren Homepage wurde nie gehackt!
[zunge]


Hahahaha KP, aber ich denke mal, se waren stark unterwandert und von höchster Stelle geschützt..... [flash]
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Dieter1945 » 23. August 2011, 22:19

Rainman2 hat geschrieben:Siehste, in der DDR hatten wir die AWA, also die "Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte". Und deren Homepage wurde nie gehackt!
[zunge]

ciao Rainman2



Wer hat in der DDR die Technik gehabt um eine Homepage zu hacken???
Dieter1945
 

Re: Die GEMA ...

Beitragvon vs1400 » 23. August 2011, 22:31

Dieter1945 hat geschrieben:
Rainman2 hat geschrieben:Siehste, in der DDR hatten wir die AWA, also die "Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte". Und deren Homepage wurde nie gehackt!
[zunge]

ciao Rainman2



Wer hat in der DDR die Technik gehabt um eine Homepage zu hacken???


... oder zu erstellen ... [blush]

gruß vs
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 9. April 2015, 18:10

GEMA / Geschäftsjahr 2014: GEMA auf Topniveau

München (ots) -

Für das Geschäftsjahr 2014 verzeichnet die GEMA ein anhaltendes Wachstum. Der Gesamtertrag, den die deutsche Musikverwertungsgesellschaft für die Rechteinhaber aus aller Welt erwirtschaftet hat, betrug 893,6 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr
bedeutet dies eine deutliche Steigerung von rund 4,8 Prozent, also um

41,2 Mio. EUR.

In fast allen Geschäftsfeldern konnte die GEMA ihre Erträge steigern. Zu dem sehr guten Geschäftsergebnis mit einem Gesamtertrag

in Höhe von 893,6 Mio.

http://www.finanzen.net/nachricht/aktie ... au-4280614

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Volker Zottmann » 9. April 2015, 23:01

Bei dieser ominösen Firma bin ich nun schon 10 Jahre angestellt!
Fürchterlich! Immer wenn ich an Ruhe denke, sagt meine Frau: Volker, geh ma.... Und Volker geht... [wink]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 12. Mai 2015, 18:05

Man könnte den Beitrag auch unter YouTube veröffentlichen, aber die GEMA ist auch beteiligt!

"Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der Gema nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid"

Das Oberlandesgericht München hat erneut die Rechtswidrigkeit der Gema-Sperrtafeln auf Youtube bestätigt. Die Tafeln seien für den Nutzer irreführend und würden die öffentliche Meinung einseitig zu Lasten der Gema beeinflussen.

In zweiter Instanz hat das Oberlandesgericht in München die Gema-Sperrtafeln auf Youtube als rechtswidrig eingestuft. Die Gema wird somit erneut darin bestätigt, dass die Sperrtafeln für den Nutzer irreführend sind, da der Eindruck erweckt wird, die Gema sei für die Sperrungen verantwortlich. Tatsächlich nimmt Youtube die Sperrungen aber selbst vor. Bereits in der ersten Instanz stellte das Landgericht München fest, dass die Sperrtafeln rechtswidrig sind. Youtube legte gegen dieses Urteil Revision ein - allerdings ohne Erfolg. Die Video-Plattform steckte nun eine weitere Niederlage ein, da das OLG die Entscheidung bestätigte.

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der Gema, sieht die Sperrtafeln als negativ für den Ruf der Gema an: "Youtube behauptet
einerseits der Erwerb von Rechten sei nicht erforderlich, andererseits sei die unterbliebene Rechteeinräumung seitens der Gema Grund der Videosperren. Die von Youtube verwendeten Sperrtafeln beeinflussen die öffentliche Meinungsbildung einseitig zu Lasten der Gema." Er sieht das Urteil als wichtiges Signal für die Mitglieder der Gema.

"Wenn Youtube geistiges Eigentum nutzt, müssen diejenigen, die die Inhalte geschaffen haben, angemessen entlohnt werden", so Heker weiter. Hier sei auch der Gesetzgeber aufgefordert, neue Regeln im Internet zu schaffen und Anbieter wie Youtube als Content-Provider in die Haftung zu nehmen.

Sollten die Lizenzverhandlungen ergebnislos verlaufen, wäre Youtube dennoch berechtigt, Videos mit Musik legal zu zeigen, denn das Gesetz sieht im Streitfall für den Erwerb einer gesetzlichen Lizenz die Hinterlegung des strittigen Teils der Lizenzvergütung auf einem neutralen Sperrkonto vor. Da die Google-Tochter dies kategorisch ablehnt, gehen die Schöpfer der Musik leer aus und den Nutzern wird der Zugang zu gewissen Musikvideos verwehrt.

quelle: digitalfernsehen.de

Gibt es diese Tafeln eigentlich nur in Deutschland?

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Olaf Sch. » 13. Mai 2015, 07:42

die sollten mal aufzeigen, wie viel Geld in der "Verwaltung" hängen bleibt und wie viel bei den Künstlern. Das Abrechnungsmodell soll auch sehr fragwürdig sein.

Das die Künstler ihr Geld bekommen sollen ist ja ok - aber doch bitte nicht nen Rentnerverein abzocken der Volkslieder trällert. Geld sollte grundsätzlich erst dann fließen, wenn kommerzielle Ziele verfolgt werden.

@Pentium JA
Olaf Sch.
 

Re: Die GEMA ...

Beitragvon Spartacus » 14. Mai 2015, 16:19

Da die Google-Tochter dies kategorisch ablehnt, gehen die Schöpfer der Musik leer aus und den Nutzern wird der Zugang zu gewissen Musikvideos verwehrt.


Das ist der einfachste Weg, da Google nur verdienen will, aber nichts zahlen. Wo kommen wir denn da hin,
wenn Google zur Abwechslung mal was zahlen soll?

LG

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 14. Mai 2015, 16:33

Spartacus hat geschrieben:
Da die Google-Tochter dies kategorisch ablehnt, gehen die Schöpfer der Musik leer aus und den Nutzern wird der Zugang zu gewissen Musikvideos verwehrt.


Das ist der einfachste Weg, da Google nur verdienen will, aber nichts zahlen. Wo kommen wir denn da hin,
wenn Google zur Abwechslung mal was zahlen soll?

LG

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Schon gewusst?
Für fast jedes Smartphone zahlt man 36 Euro Pauschalabgabe für Urheberrechtsverwertung, unter anderem an die GEMA.

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon augenzeuge » 16. Mai 2015, 17:02

pentium hat geschrieben:Für fast jedes Smartphone zahlt man 36 Euro Pauschalabgabe für Urheberrechtsverwertung, unter anderem an die GEMA.
pentium


Im Internet bestellt, aus dem EU Ausland liefern lassen. Gema sieht nichts.... [grins]
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon augenzeuge » 30. Juni 2015, 20:31

Das Landgericht München hat eine Klage der Verwertungsgesellschaft gegen die Google-Tochter abgewiesen und festgestellt, dass YouTube keine Abgaben für von Nutzern hochgeladene Inhalte zahlen muss.
Das Gericht habe bestätigt, dass YouTube als Hoster gelte und damit für eventuelle Urheberrechtsverstöße von Nutzern nicht haftbar zu machen sei, teilte YouTube-Mutter Google dazu mit.

[super]

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 18. September 2015, 08:54

Schlappe für die Gema
BGH stärkt Wohnungseigentümer

Sobald Musik öffentlich aufgeführt wird, schaltet sich die Gema ein. Aber ist es auch eine öffentliche Aufführung, wenn TV-Signale aus einer Satellitenschüssel in hunderte Wohnungen übertragen werden? Eine Eigentümergemeinschaft sollte dafür rund 7500 Euro zahlen.

Wohneigentümer müssen für die Weiterleitung von Fernseh- und Radioprogrammen von einer Gemeinschaftsantenne per Kabel in die einzelnen Wohnungen keine Gema-Gebühr zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden (Az.: I ZR 228/14). Den Richtern lag eine Klage der Verwertungsgesellschaft für musikalische Urheberrechte Gema gegen eine Münchner Eigentümergemeinschaft mit 343 Wohneinheiten vor. Die Gema vertritt Urheberrechte von Komponisten, Textdichtern und Musikverlegern.

http://www.n-tv.de/ratgeber/BGH-staerkt ... 57006.html

Auf solche Ideen muss man erst mal kommen...

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 22. August 2023, 10:10

Deutschlandweit mehrere Städte betroffen
"Mir ist die Luft weggeblieben": Christkindelsmarkt Bayreuth wegen Gema-Kosten in Gefahr

In einer Pressemitteilung berichtet die Stadt Bayreuth von einer kürzliche erhaltenen GEMA-Abrechnung für den eigenen Christkindlesmarkt 2022. Die Kosten für die "musikalische Umrahmung" des Weihnachtsmarktes belaufen sich demnach auf knapp 40.000 Euro - das entspricht laut Pressesprecher Joachim Oppold einer Steigerung von 8000 Prozent im Vergleich zum letzten "regulären Weihnachtsmarkt" von 2019. Damals musste die Stadt Bayreuth noch nur 493 Euro GEMA-Gebühren zahlen.

https://www.infranken.de/lk/bayreuth/ba ... rt-5751166
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Spartacus » 22. August 2023, 18:35

Tja, was willste machen. Diese eigenartigen Gesellschaften wie GEMA, GEZ, oder SCHUFA scheinen irgendwie über dem Gesetz zu stehen und können schalten und walten wie sie wollen. [shocked]

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. August 2023, 08:31

Spartacus hat geschrieben:Tja, was willste machen. Diese eigenartigen Gesellschaften wie GEMA, GEZ, oder SCHUFA scheinen irgendwie über dem Gesetz zu stehen und können schalten und walten wie sie wollen. [shocked]

Sparta


Morgens,

Was die GEZ und die SCHUFA angeht stimme ich Dir sogar zu, aber nicht bei der GEMA, siehe unter https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_musikalische_Auff%C3%BChrungs-_und_mechanische_Vervielf%C3%A4ltigungsrechte. Zitat aus dem Eingangsbeitrag - ... Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Uns allen bekannt durch die Sperre von Videos auf YouTube oder anderen Videoportalen. Was die GEMA nicht frei gibt, darf in Deutschland nicht angesehen werden. Eigentlich richtig. Sorgt doch die GEMA dafür, dass die Künstler ihre Gagen aus Rundfunk, Fernsehen und Internet bekommen. -
Das ging schon in den 1930-er Jahren zu Ungunsten der deutschen Rundfunkanstalten und anderer Nutzer im Schallplattenstreit aus, als seinerzeit die Schallplattenindustrie und auch Künstler ihre Nutzungsrechte, die Nutzungsgebühren erfolgreich eingeklagt hatten. Noch zumal ja der deutsche Rundfunk vom Ende der 1920-er Jahre an eine Nutzungsgebühr vom RM 2.00 pro Monat erhoben hatte.
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Spartacus » 23. August 2023, 09:28

Ja gut Gerd, aber 8000 % mehr?

Da fehlt wohl ein bisschen das Verständnis für die aktuelle Situation der Kommunen. [hallo]

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 23. August 2023, 09:41

Was ist die GEMA eigentlich? Die GEMA ist eine Gesellschaft, welche die Interessen der Urheber von Musikstücken vertritt. Das Problem ist folgendes: Wenn ich als Texter oder Komponist von Saltatio Mortis ein Lied geschrieben habe und dieses Lied von unserer Plattenfirma veröffentlicht wird, dann habe ich ab diesem Moment selbst keine Möglichkeit mehr zu überprüfen, wo und wie dieses Lied Verwendung findet. Ich kann eben nicht alle Sender im Radio und TV gleichzeitig anschauen und -hören, dabei noch überprüfen, wer eigentlich gerade den neuen Song auf eine CD presst oder im Internet verkaufen will. Ich kann nie herausfinden, ob er für große Veranstaltungen verwendet wurde und auch nicht, wer eigentlich alles an meinem Song verdient! Und genau darum geht es. Ich schreibe ein Liedchen und andere fangen an, damit Geld zu verdienen. Die Plattenfirma, weil sie den Song verkauft, Radio und Fernsehsender, weil sie über Einschaltquoten ihre Werbepreise definieren und natürlich auch Discos und Festivals, die ja eben auch dieses Lied präsentieren und am Eintritt und der Gastronomie verdienen. Achtung, das ist auch alles gut und richtig so, aber wenn doch schon jeder an und mit meinem Lied Geld verdient, dann ist es eigentlich nur richtig und fair, mich als Urheber des Ganzen eben auch zu beteiligen. Um nicht mehr oder weniger geht es bei diesem Streit.

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass jeder einen anderen Blickwinkel auf einen solchen Verteilungskonflikt hat. Die Verwerter von Musik, also Plattenfirmen, Veranstalter, Sender etc. wollen das alles natürlich am liebsten umsonst. Ist klar und auch völlig legitim. Die Urheber wollen das natürlich nicht, die wollen natürlich etwas vom Kuchen abbekommen, immerhin haben sie ja auch den verwerteten Song geschaffen. Wie viel ist nun genug? Wo liegt denn der Kompromiss mit dem alle zufrieden sind? Das ist, fürchte ich, eine Frage, die jeder kennt, der schon mal über sein Gehalt, seine Miete oder den Preis für ein Auto verhandelt hat. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Letztlich geht es eben darum, dass sich die Vertragspartner einigen. Und genau das ist auch der Hintergrund zum Streit mit youtube. Damit dieser Text nun nicht zu lang gerät hier mal ein lesenswerter Link zur SZ.
https://www.jetzt.de/redaktionsblog/die ... ser-585272

Was bedeutet denn nun die GEMA für uns, für Saltatio Mortis? Niemand bei uns kann seinen alleinigen Lebensunterhalt davon bestreiten, dass wir unsere eigenen Lieder schreiben. Dennoch sind die GEMA-Zahlungen an uns ein Teil unserer Einnahmen, ohne den wir so nicht weiter machen könnten. Es ist also durchaus nicht so, dass die GEMA nur kassiert und nicht ausschüttet. Auch hier gilt wieder, natürlich würde ich mir mehr Ausschüttung wünschen, und natürlich ist das System bestimmt verbesserungsfähig, aber es ist trotz aller „Alternativen“ das beste System, was wir als Urheber derzeit haben.

Oder um es anders zu formulieren: Selbst eine Band wie wir kommt eben gerade so über die Runden! Mit GEMA, mit Gagen und mit Merchverkäufen – wenn uns die GEMA-Einnahmen wegbrechen, dann können wir in einer Welt der Gratis-Downloads und Streaming-Portale nicht mehr länger überleben. Die Konsequenz wäre eine Band, die dann eben auch nicht alle zwei Jahre eine CD schreiben kann, die nicht das ganze Jahr auf Bühnen steht und, die bei acht Musikern de facto fast nicht mehr zusammenzuhalten sein wird. Wenn jeder von uns Acht anfangen muss, seinen Lebensunterhalt außerhalb der Band zu verdienen, ist ein Projekt wie Saltatio Mortis schlicht nicht realisierbar.

https://www.saltatio-mortis.com/ein-paa ... -zur-gema/
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Spartacus » 23. August 2023, 10:01

Es gibt übrigens auch eine VG Wort für Autoren und Verlage.

https://www.vgwort.de/index.html

Die "Einnahmen" daraus kann man aber eigentlich vergessen, es sei denn man hat gute wissenschaftliche Werke geschrieben. Die bringen über die Ausleihe mit am meisten. [hallo]

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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. August 2023, 10:45

Spartacus hat geschrieben:Ja gut Gerd, aber 8000 % mehr?

Da fehlt wohl ein bisschen das Verständnis für die aktuelle Situation der Kommunen. [hallo]

Sparta


Ja gut, aber daraus ergibt sich die Frage, wie sollen die stark überhöhten Einkommen von einigen Spitzenkünstlern oder Profisportlern gerechtfertigt werden - hier fehlt mir das Verständnis (!)
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 23. August 2023, 10:56

Gerd Böhmer hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Ja gut Gerd, aber 8000 % mehr?

Da fehlt wohl ein bisschen das Verständnis für die aktuelle Situation der Kommunen. [hallo]

Sparta


Ja gut, aber daraus ergibt sich die Frage, wie sollen die stark überhöhten Einkommen von einigen Spitzenkünstlern oder Profisportlern gerechtfertigt werden - hier fehlt mir das Verständnis (!)


Was haben die Einkommen der Spitzensportler mit dem abspielen von Weihnachtsliedern zu tun? Bei der öffentlichen Nutzung von Unterhaltungs- und Tanzmusik geht die GEMA grundsätzlich so lange von einer lizenzpflichtigen Verwendung von Stücken aus dem GEMA-Repertoire aus, bis der Nutzer der Musikstücke per ausgefülltem Musikfolgebogen die Nichtmitgliedschaft der Urheber in der GEMA oder die Gemeinfreiheit der Werke belegt. Vielfach ist in der Öffentlichkeit daher der Eindruck entstanden, die GEMA würde dadurch Gebühren einnehmen, die ihr mangels vertraglicher Zusage gar nicht zustehen würden. Die GEMA praktiziert damit eine rechtlich sanktionierte und unter dem Stichwort GEMA-Vermutung viel diskutierte Umkehr der Beweislast.
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. August 2023, 14:11

pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Ja gut Gerd, aber 8000 % mehr?

Da fehlt wohl ein bisschen das Verständnis für die aktuelle Situation der Kommunen. [hallo]

Sparta


Ja gut, aber daraus ergibt sich die Frage, wie sollen die stark überhöhten Einkommen von einigen Spitzenkünstlern oder Profisportlern gerechtfertigt werden - hier fehlt mir das Verständnis (!)


Was haben die Einkommen der Spitzensportler mit dem abspielen von Weihnachtsliedern zu tun? Bei der öffentlichen Nutzung von Unterhaltungs- und Tanzmusik geht die GEMA grundsätzlich so lange von einer lizenzpflichtigen Verwendung von Stücken aus dem GEMA-Repertoire aus, bis der Nutzer der Musikstücke per ausgefülltem Musikfolgebogen die Nichtmitgliedschaft der Urheber in der GEMA oder die Gemeinfreiheit der Werke belegt. Vielfach ist in der Öffentlichkeit daher der Eindruck entstanden, die GEMA würde dadurch Gebühren einnehmen, die ihr mangels vertraglicher Zusage gar nicht zustehen würden. Die GEMA praktiziert damit eine rechtlich sanktionierte und unter dem Stichwort GEMA-Vermutung viel diskutierte Umkehr der Beweislast.


hmmm, verstehe meine Einlassung einfach einmal im Bezug auf die Anmerkung meines Vorschreibers in Bezug auf die Situation in den Kommunen ...

... das die kommerzielle Nutzung von Unterhaltungsproduktionen lizenzpflichtige Verwendung ist, war an der Stelle nicht mein Gedankengang.
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Re: Die GEMA ...

Beitragvon pentium » 23. August 2023, 14:29

Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Ja gut Gerd, aber 8000 % mehr?

Da fehlt wohl ein bisschen das Verständnis für die aktuelle Situation der Kommunen. [hallo]

Sparta


Ja gut, aber daraus ergibt sich die Frage, wie sollen die stark überhöhten Einkommen von einigen Spitzenkünstlern oder Profisportlern gerechtfertigt werden - hier fehlt mir das Verständnis (!)


Was haben die Einkommen der Spitzensportler mit dem abspielen von Weihnachtsliedern zu tun? Bei der öffentlichen Nutzung von Unterhaltungs- und Tanzmusik geht die GEMA grundsätzlich so lange von einer lizenzpflichtigen Verwendung von Stücken aus dem GEMA-Repertoire aus, bis der Nutzer der Musikstücke per ausgefülltem Musikfolgebogen die Nichtmitgliedschaft der Urheber in der GEMA oder die Gemeinfreiheit der Werke belegt. Vielfach ist in der Öffentlichkeit daher der Eindruck entstanden, die GEMA würde dadurch Gebühren einnehmen, die ihr mangels vertraglicher Zusage gar nicht zustehen würden. Die GEMA praktiziert damit eine rechtlich sanktionierte und unter dem Stichwort GEMA-Vermutung viel diskutierte Umkehr der Beweislast.


hmmm, verstehe meine Einlassung einfach einmal im Bezug auf die Anmerkung meines Vorschreibers in Bezug auf die Situation in den Kommunen ...

... das die kommerzielle Nutzung von Unterhaltungsproduktionen lizenzpflichtige Verwendung ist, war an der Stelle nicht mein Gedankengang.


Kann es sein, das du mit der Gema noch nie zu tun hattest?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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