Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon augenzeuge » 17. April 2019, 16:05

Zicke hat geschrieben:mach dich erstmal über die Gründerzeit des "KONSUM" schlau, welche du ja der DDR zugeordnet hattest.

Und Zeit hab ich mehr wie du glaubst zu wissen, da ich nicht wie du, in jedem Thema meinen Senf dazu gebe.


Konsum? Wo hab ich denn dazu was geschrieben? [shocked]

Für dich hab ich immer Senf übrig.... [grins]
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon augenzeuge » 17. April 2019, 16:13

Spitzel, Stasi und Spione...aus Zeit-online

Gefürchtet und erfolgreich: Das DDR-Ministerium für Staatssicherheit


"Wozu braucht die DDR, gemessen an der BRD, einen achtfach höher besetzten Polizei- und Sicherheitsapparat", fragen die Verfasser des DDR-Oppositionsmanifestes, "wo doch jeder täglich im Neuen Deutschland lesen kann, wie sehr das Volk die Obermotzen liebt?"


Jeder Erwerbstätige der DDR ist in einer "Kaderakte" erfaßt, die auch im Besitz des "Stasi" ist und die ihn sein Leben lang begleitet, Anträge auf Ausreise werden in der Akte ebenso vermerkt wie systemkritische Witze, die einem Spitzel zu Ohren gekommen sind. Dazu das Kursbuch 38! "Die Kaderakte erfaßt Personalbogen (ca. 40 fragen und Lichtbild) mit Lebenslauf, Zeugnissen, Gesundheitsattesten, Anzeigen von Kollegen, Beurteilungen, gerichtlichen Straftaten (auch von Angehörigen), Meinungsäußerungen politischer Art, nähere Angaben über Familienmitglieder Verwandte und Freunde, Urlaubsanschriften, Auslandsreisen, Besuche aus der Bundesrepublik, Einkommens- und Vermögensverhältnisse, Protokolle der Einstellungsgespräche usw."

Die Kaderakte ist eine Art "Fortsetzung" des Schülerbogens, auf dem – neben den schulischen Leistungen – Informationen über das politische Verhalten des Schülers (und, bei Gelegenheit, seiner Eltern) festgehalten werden.

So gerät der DDR-Bürger von seinem sechsten Lebensjahr an in den Blick des "Stasi", einer Behörde also, die – außerhalb der Kontrolle durch die DDR-Volkskammmer – allein der allgemeinen Idee einer "sozialistischen Gerechtigkeit" und dem Politbüro verantwortlich ist.


In einem Staat, in dem "die Beziehungen der Bürger durch gegenseitige Achtung und Hilfe, durch die Grundsätze sozialistischer Moral geprägt werden" (DDR-Verfassung) kann es wohl nicht schaden, wenn diese Moral der täglichen Prüfung durch jene Beamte unterworfen wird, die sich "Informanten" im Innern und "Kundschafter" in der Fremde nennen.

Denn im "Stasi"-Staat gilt das erprobte Prinzip der Revolution: "Vertrauen Ist gut, Kontrolle ist besser" (Lenin). Das "Reich der Freiheit (Engels) bleibt streng bewacht.

https://www.zeit.de/1979/09/spitzel-sta ... ettansicht
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Olaf Sch. » 17. April 2019, 18:10

Die Geruchsproben in Gläsern sollten auch noch erwähnt werden. Die Verharmlosung und Verniedlichung der Stasi ist widerwärtig.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Nostalgiker » 17. April 2019, 18:16

und erst die abenteuerliche Deutung dessen was alles in einer 'Kaderakte' gestanden haben soll ......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Volker Zottmann » 17. April 2019, 18:28

Fakt ist, dass zum Ende der DDR, als hier in Harzgerode im VEB Plastopack die Endzeit eingeläutet wurde, auch ich Bescheid bekam, dass meine Akte zur Abholung bereitstünde. Den Betrieb hatte ich ja bereits am 28. Februar 1985 verlassen.
Ich bin also hingefahren. Das Kaderbüro stand weit offen und alle noch vorhandenen Akten waren wie auf einem Basar frei zugänglich. Wer seine Akte wollte, nahm die sich mit. Ohne jedwede Aufsicht. Datenschutz? Pustekuchen!
Festgestellt habe ich wie ebenso auch viele andere Kollegen, dass offenbar wesentliche Bestandteile der Akten entfernt waren.
Meine Akte war so dünn, sie war kaum noch das Abholen wert. Wir wissen, dass diese wesentlich dicker waren, weil einige Vorkommnisse mit unserer Kenntnis aktenvermerkt, verwahrt wurden.
Es ist deutlich gewesen, dass brisante Teile weg waren.
Wer dort bereinigte weiß ich nicht. Die Reinemachefrau wird es aber nicht gewesen sein!

Gruß Volker
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon augenzeuge » 17. April 2019, 18:29

Nostalgiker hat geschrieben:und erst die abenteuerliche Deutung dessen was alles in einer 'Kaderakte' gestanden haben soll ......


Was von den aufgeführten Punkten, sofern sie erlebt wurden, stimmt denn nicht?

Ich kann aus eigener Erfahrung einen großen Teil bestätigen. Die Gespräche von Ausreisewilligen erfolgten u.a. mit dem Kaderleiter. Und da kam alles auf den Tisch.

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon pentium » 17. April 2019, 18:36

augenzeuge hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben:und erst die abenteuerliche Deutung dessen was alles in einer 'Kaderakte' gestanden haben soll ......


Was von den aufgeführten Punkten, sofern sie erlebt wurden, stimmt denn nicht?

Ich kann aus eigener Erfahrung einen großen Teil bestätigen. Die Gespräche von Ausreisewilligen erfolgten u.a. mit dem Kaderleiter. Und da kam alles auf den Tisch.

AZ


Jeder Erwerbstätige der DDR ist in einer "Kaderakte" erfaßt, die auch im Besitz des "Stasi" ist...


Gibt es da bei der BStU irgend ein Beispiel...einen Fund solch einer im Besitz der Stasi befindlichen Kaderakte?

....
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon augenzeuge » 17. April 2019, 18:43

pentium hat geschrieben:Gibt es da bei der BStU irgend ein Beispiel...einen Fund solch einer im Besitz der Stasi befindlichen Kaderakte?

....


Das weiß ich nicht. Allerdings, wenn ein Operativer Vorgang lief, forderte das MfS alle Informationen aus der Kaderakte an. Bei Übersiedlungabsichten wanderten die Infos zu Abtlg. Inneres.
Die Entscheidung traf jedoch das MfS, in Kenntnis der Info aus der Kaderakte.

Als nach der Wende die Stasi- IM-... -Mitgliedschaften in Dateien "veröffentlicht" wurden, tauchte der Name meines Kaderleiters auf.

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Edelknabe » 17. April 2019, 18:56

Soweit ich mich erinnere habe ich um 1989/90 mal im "VEB staatsnah und besserverdienent" nach der meiner Kaderakte(ca. 15 Jahre dort) nachgefragt.Deren Info war, es wäre alles vernichtet worden.Und gut, ich habe mich damals drauf verlassen, auf deren Aussage.

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Sperrbrecher » 17. April 2019, 19:32

Edelknabe hat geschrieben:Soweit ich mich erinnere habe ich um 1989/90 mal im "VEB staatsnah und besserverdienent" nach der meiner Kaderakte(ca. 15 Jahre dort) nachgefragt.

Nach der Wende habe ich meine Kaderakte von meinem vormaligen DDR-Arbeitgeber bekommen. Daraus ist klar ersichtlich, dass sich das MfS die Akte zumindest zeitweilig
ausgeliehen hatte.
In der DDR wussten 90% der Bevölkerung, dass sie verarscht werden.
In der Bundesrepublik haben es 90% der Wähler immer noch nicht gemerkt.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Volker Zottmann » 17. April 2019, 21:17

Ich finde die Diskussion richtig gut und endlich mal zielführend.
Selbst schrieb ich ja schon, mein Büro direkt neben der Treppe zur Kaderleitung gehabt zu haben. 8 Jahre war ich in diesem Betrieb, taggenau!
Unzählige Male habe ich 1 bis 2 Herren, oft die gleichen, und mir vom Angesicht her bekannten Stasileute gesehen. Neben der Kaderleitung war auch das Büro des Arbeitsschutzinspektors und BGL-Vorsitzenden in Personalunion.
Ich weiß, dass beide regelmäßig Stasibesuch hatten. Das war zu DDR-Zeiten überhaupt nichts besonderes. Die durch Berlinverbot Verbannten wurden besonders vom Kaderleiter und der meiner Abteilung zugeteilte Alkoholiker wurde vom Arbeitsschutzinspektor/BGL-Vorsitzenden betreut. Ich hatte also direkt und ungewollt Einblick, wenn auch nur geringen, gehabt.
Alles dies wurde mir hier schon vehement bestritten. Ich wurde lächerlich gemacht. Doch weiß ja nur ich, was ich erlebte.

Ebenso habe ich zuvor 2 Mal meine eigene Kaderakte, und zwar während der Einstellung und dann nochmal zwischendurch gesehen und fast alles lesen können. So auch eine Beurteilung vom WBK über mich an den neuen VEB. Alle Aktenteile, die meine 11 Jahre WBK-Zugehörigkeit belegten und Teile während meiner Plastopack-Beschäftigung waren, als ich meine Akte Ende 1990 /Anfang 1991 abholte, verschwunden.
So erging das wohl allen noch verfügbaren Akten, die herumlagen. Wichtige Einträge oder auch Brisantes war entnommen und verschwunden, der Rest blieb achtlos in offenen Schränken und am Boden des Büros zurück.

Für mich ist erwiesen, dass jeder Werktätige eine allumfängliche Akte hatte, oft ohne genaues Wissen des Betreffenden. Im Bedarfsfall konnten sich jederzeit die zivilen Stasileute bedienen, waren Niemandem Rechenschaft schuldig. Die Überwachung jedes Einzelnen war akribisch geregelt. In den Akten befanden sich keineswegs nur arbeitsspezifische Einträge. Hier wurde alles gespeichert, was greifbar war. Wer das heute bestreitet, lügt. Die DDR war ein Überwachungsstaat.

Gruß Volker
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Volker Zottmann » 17. April 2019, 22:22

Sehr positiv wirkte sich bei meinem Betriebswechsel eine recht negative Bewertung aus dem WBK in Quedlinburg für mich aus.
Ich habe Dank meines ersten Technischen Direktors bei Plastopack meine Beurteilung sofort lesen können. Die wurde mir ja im WBK direkt vorenthalten. Ich bekam nur den Teil ausgehändigt, der das Fachliche beschrieb. Vom hässlichen 2. Teil erfuhr ich im WBK nichts.
Was ich nicht wusste war, dass es noch einen flätig abwertenden Teil zur politischen Einstellung gab.
Dort bescheinigte man wahrheitsgerecht, aber doch hässlich formuliert, dass ich zwar in die SED eintrat, aber enttäuschender Weise keinerlei politisch in Erscheinung trat, nie die Erwartungen erfüllte. Auch nicht bei der politischen Herausbildung meiner "sozialistischen Jugenbrigade", bevor ich den eigenen Meisterbereich erhielt. Ebenso wurde mein Fehlen auf Parteiversammlungen meinem neuen Betrieb mitgeteilt.
Die wollten mir zum Abschied noch einen Storch braten!
Die Wirkung allerdings ganz klasse für mich! Bei meinem neuen Betriebsleiter, dem man 1972 den Privatbetrieb wegnahm, hatte ich gleich ein Stein im Brett. Mein Technischer tickte ebenso, wie ich über volle 6 Jahre am gemeinsamen Mittagstisch und zu diversen Feierlichkeiten erfahren konnte. Mit dem dann folgendem neuen Technischen Direktor hatte ich dann keine guten Erlebnisse mehr. Sagen wir mal, der hatte mich so lieb, wie hier der @... na, Ihr wisst schon.

Diese brisanten Passagen und meine Rolle im Rettungszug der Zivilverteidigung (Art THW) fehlten dann, als ich die Akte aus dem "Müllbüro" holte.

Gruß Volker
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon karnak » 18. April 2019, 04:13

Warum zeigt eigentlich nie einer sowas?
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon SCORN » 18. April 2019, 05:01

augenzeuge hat geschrieben:
Lies einfach weiter oben. Ansonsten haben die doch alle die Akten vernichtet, welche an ihrem " erfolgreichem Ruf" Zweifel aufkommen lassen könnten. [grin]

AZ


die HVA hat Zeit ihrer Existenz keine Maerchen ueber sich selbst verbreitet, sie hat schlicht gar nichts ueber sich verbreitet. Eine Grundvoraussetzung fuer eine erfolgreiche Spionageorganisation ist das sie unter dem Horizont der Oeffentlichkeit und bestenfalss auch des Gegeners operiert! Ausser Karnak und Beethoven wir kaum einer der hier schreibenden den Begriff "HVA" vor 1990 hat deuten koennen! "Maerchen" wurden und werden von Leuten, Medien oder Instutionen verbreitet deren Wissen bestenfalls aus Spekulationen und Vermutungen besteht, schlimmstenfalls aus puren Erfindungen und Luegen! Mittlerweile ist die Struktur der HVA ziemlich gut recherchiert und veroeffentlicht! ueber die Motivation und das Selbstvertaendniss der Mitarbeiter wird oft Bloedsinn geschrieben, aber auch hier gibt es serioese Analysen, interessanterweise sind die exaktesten die von den ehemaligen gegnerischen Diensten und nicht von der deutschen "Aufarbeitungsindustrie" deren einzige Legitimation zu sein scheint ihre eigene Existenz weiter zu begruenden um die finanziellen Quellen und schoene Arbeitsplaetze nicht versiegen zu lassen und zu sichern.

Laut Vereinbarung am "Runden Tisch" in der Endphase der DDR - unter Mitwirkung der Buergerbewegungen- wurde die Selbstaufloesung der HVA beschlossen! Dies wurde auch umgesetzt, selbstvertaendlich geoert dazu auch das vernichten von Akten! Dies ist im wesentlichen auch erfogreich durchgefuehrt worden.

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Merkur » 18. April 2019, 05:18

karnak hat geschrieben:Warum zeigt eigentlich nie einer sowas?


Es ist doch alles vernichtet worden. Was soll der ehemalige Plastopacker da zeigen? [wink]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Merkur » 18. April 2019, 05:23

Volker Zottmann hat geschrieben:Die wurde mir ja im WBK direkt vorenthalten. Ich bekam nur den Teil ausgehändigt, der das Fachliche beschrieb. Vom hässlichen 2. Teil erfuhr ich im WBK nichts.
Gruß Volker


Wie muss ich mir das vorstellen? Es gab eine offizielle Beurteilung, die Du unterschrieben hast und dann den Dir unbekannten „Geheimteil“?
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon andr.k » 18. April 2019, 05:53

Volker Zottmann hat geschrieben:Unzählige Male habe ich 1 bis 2 Herren, oft die gleichen, und mir vom Angesicht her bekannten Stasileute gesehen. Neben der Kaderleitung war auch das Büro des Arbeitsschutzinspektors und BGL-Vorsitzenden in Personalunion.
Ich weiß, dass beide regelmäßig Stasibesuch hatten. Das war zu DDR-Zeiten überhaupt nichts besonderes. Die durch Berlinverbot Verbannten wurden besonders vom Kaderleiter und der meiner Abteilung zugeteilte Alkoholiker wurde vom Arbeitsschutzinspektor/BGL-Vorsitzenden betreut. Ich hatte also direkt und ungewollt Einblick, wenn auch nur geringen, gehabt.

Gruß Volker


Dann warst du quasi der Stasibeobachter auf deiner Etage und kamst kaum deiner fachlichen Tätigkeit nach. [shocked]
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Beethoven » 18. April 2019, 06:43

Volker Zottmann hat geschrieben:Bei den Fragen und Verleumdungen gegen den @Augenzuge, ersieht man deutlich, dass nur zum Provozieren geschrieben wird. @Beethoven ist sich nicht zu schade, auch noch in den "Einmannchor" einzustimmen. Kommt Ihr Euch nicht selbst unglaubwürdig und lächerlich vor, wenn Ihr nun noch bestreiten wollt, dass die Stasi Aktenberge vernichtete?

Dazu noch meine Frage an ALLE Admins?

Seid Ihr blind, um nicht zu sehen, wer seit gestern aufs Neue in jedem Thread wo er schreibt, Unruhe provoziert?
Unterlassung finde ich genauso schlimm. Unterlassung, dagegen endlich empfindlich vorzugehen.
Denkt bitte zuerst an die Außenwirkung des Forums.

Gruß Volker


"Aua, Herr Lehrer ich weiß was! " So kommt mir Dein Beitrag vor [laugh]

Was Du als "provozieren" bezeichnest ist meine Meinung. Und ich bin mir nicht zu schade sondern es entspricht eben auch meiner Meinung. So könnte man über Deine Beiträge ja ebenfalls schreiben, dass "Du in den Chor eintrittst und Dich hören lässt", bei fast jedem Thema. Oder beziehst Du nicht auch Stellung? Das ist nun mal so, bei einer Diskussion. Solltest Du eigentlich wissen.


Hm, hat irgendwer hier behautet, dass Akten nicht vernichtet wurden? Empfindest Du das als unüblich? So müsste ich Dir "politische Blindheit" bescheinigen. Jede Botschaft im Ausland, hat riesige Reißwölfe um im Bedarfsfall Akten zu vernichten. Steht die Einnahme durch den "Gegner" vor der Tür, dann werden bei Möglichkeit alle Akten vernichtet, aus denen der "Gegner" Schlüsse ziehen könnte, Geheimnisse erfahren könnte usw. Das macht vermutlich jeder poplige Steuerbetrüger wenn er erfährt, dass die Steuerfahndung vor der Tür steht. Und glaub mir, dass hat nichts mit dem gesellschaftlichen System des jeweiligen Staates zu tun sondern ganz allein damit, Geheimnisse zu schützen.

Du machst Dir Gedanken um die Wirkung dieses Forums nach außen? Das ist sehr löblich.
Wie stellst Du Dir denn dieses Forum vor, damit es einen netten Eindruck nach außen hin vermittelt? [grins]

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Nostalgiker » 18. April 2019, 07:33

Was haben in diesem Thema die angeblichen Geheimteile in der Kaderakte zu suchen?
Kommt das dankbare Aufspringen auf dieses Thema etwa durch den äußerst seltsamen Artikel von 1976 aus der Blütezeit des kalten Krieges als auch keine Geschichte ausgelassen wurde um den Leser in der Alt-BRD das Gruseln über die DDR nahezubringen?
Über die Parts im Artikel zu den Kaderakten konnte ich nur den Kopf schütteln.
Der Schreiberling hat damals eventuell den Begriff 'Kaderakte' (das westliche Pedant nennt sich 'Personalakte') gehört und der inhaltliche Rest; also das was angeblich alles so in einer Kaderakte drin war; entsprudelt einer wirren Fantasie, denn eine Kaderakte und zumal noch eine brisante mit Geheimteil wird er 1976 garantiert nicht in der Hand gehabt haben.

Eines stimmt, die Kaderakte begleitete einen arbeitenden Menschen sein gesamtes Arbeitsleben. Es ist allerdings Quatsch das in diesem Ordner alles ab der Kindergarten und Schulzeit, Lehre und Studium (wenn gemacht) abgeheftet gewesen wäre.
Es stimmt ebenfalls das ich durchaus "Einsicht" in meine Akte nehmen konnte allerdings mit der Einschränkung das ich genau sagen mußte welchen Vorgang in einsehen möchte. Also die Beurteilung vom soundsovielten, die Abschlußbeurteilung usw.
Eine allgemeine Einsicht in die Akte durch einen selbst war nicht vorgesehen.
Das änderte sich Schlagartig Anfang 1990.
Da bekamen wir in unserem Betrieb auf Anforderung an die inzwischen zur Personalabteilung umbenannte Kaderabteilung unsere Akte ausgehändigt.
In meiner waren zwar Sachen drin welche mir unbekannt waren aber supergeheime Sachen?
Alle Beurteilungen respektiver Leistungseinschätzungen mußte/sollte/konnte der Beurteilte abzeichnen um kenntlich zu machen das er sie gesehen und gelesen hat. Und zwar alle Blätter. Ebenso sollte ein 'Einverstanden' nebst Datum auf der letzten Seite stehen oder wenn ich mit der Beurteilung nicht einverstanden war eben ein 'nicht einverstanden' plus Begründung mit welcher Passage ich nicht einverstanden war.
Ebenso waren Kopie des Arbeitsvertrages und der Personalfragebogen darin.
Nichts mit "Berichten" über Urlaubsreisen, wen ich wo und wann traf, welche Witze ich auf Arbeit und in der Freizeit erzählte und weiterer Humbug.
Natürlich kann jeder bezüglich des angeblichen Inhaltes einer Kaderakte glauben was er will und entsprechende Fantasien verbreiten aber wahr werden sie deshalb nicht.

Über da angebliche Opfer gezielter und koordinierter Aktionen um seine Glaubwürdigkeit zu untergraben äußere ich mich nur insoweit das es keinerlei geplanter und koordinierter Aktionen bedarf um seine Reputation zu beschädigen. Das schafft das Opfer ganz alleine und ohne fremde Hilfe selbst.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon augenzeuge » 18. April 2019, 07:49

Ausser Karnak und Beethoven wir kaum einer der hier schreibenden den Begriff "HVA" vor 1990 hat deuten koennen!


Ich glaube, da irrst du dich gewaltig. Beethoven weiß deutlich weniger als Merkur oder sogar weniger als ich. Ist an seinen Antworten über das MfS zu erkennen. [grins]
Ansonsten hast du recht, die wussten ja alle kaum etwas voneinander....keine Wahrheiten, keine Märchen. Das kam alles erst nach 1990 ans Licht. Man hatte ja nicht alles vernichten können. [hallo]

Laut Vereinbarung am "Runden Tisch" in der Endphase der DDR - unter Mitwirkung der Buergerbewegungen- wurde die Selbstaufloesung der HVA beschlossen!


Ja, wir wissen heute, dass die HV-A überdurchschnittlich mit am Tisch saß. [laugh]

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Nostalgiker » 18. April 2019, 07:53

Augenzeuge, aber du kennst zum Beispiel die Struktur und die Aufgabenbereiche des BND; als Beispiel; aus dem FF .........
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon augenzeuge » 18. April 2019, 07:56

Nostalgiker hat geschrieben:Augenzeuge, aber du kennst zum Beispiel die Struktur und die Aufgabenbereiche des BND; als Beispiel; aus dem FF .........


Nein, soll das heißen, Beethoven kennt die? [shocked]

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Nostalgiker » 18. April 2019, 08:12

Das habe ich nicht behauptet, ich bezog mich mit meiner Frage auf deine "Feststellung" das wohl (fast) jeder; auch zu DDR Zeiten; Aufgaben und Struktur der HVA kannte. Natürlich nur die Leute die bereits damals eine unüberwindbare Abneigung gegen alles was DDR hieß hatten ........
Die "Pro" Leute kannten noch nicht einmal die Fernsehserie "Das geheime Visier" ........
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Merkur » 18. April 2019, 08:33

augenzeuge hat geschrieben:
Ausser Karnak und Beethoven wir kaum einer der hier schreibenden den Begriff "HVA" vor 1990 hat deuten koennen!


Ich glaube, da irrst du dich gewaltig. Beethoven weiß deutlich weniger als Merkur oder sogar weniger als ich. Ist an seinen Antworten über das MfS zu erkennen.
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Ich kann nur für mich sprechen und da muss ich Scorn zustimmen. Denn die interne Bezeichnung HV A kannte ich vor 1990 nicht. Selbst als Mischa Wolf noch zu DDR-Zeiten mit der Troika an die Öffentlichkeit ging, wurde der Begriff in der DDR nicht genannt und in Filmen wie DuV usw. auch nicht.
Das heutige Wissen ist eine andere Sache.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Dr. 213 » 18. April 2019, 09:05

Der Geheimdienst einer menschenverachtenden Diktatur macht mit den Reißwölfen eben keine normale
Vernichtung von Geheimnissen, so wie irgendeine Botschaft in der Welt.
Netter Versuch, aber auch damit wird die Stasi nicht in den erlauchten Kreis der Normalität gehoben.

Ist es nicht seltsam, trotz dem Heißlaufen der Reißwölfe haben recht viele Akten überlebt ? Meine auch.
Ich sage mal, die Stasis haben ihre Prioritäten auf die Beseitigung von Beweisen für schlimme und
schlimmste Straftaten gelegt. Was gab es denn vor Wem noch zu schützen ?

So wie die Stasis sich in ihren quasi Privatgefängnissen eben auch frei und ohne Kontrolle ausleben durften,
haben sie nach der Wende auch weitgehend an der Kontrolle vorbei ihre tschekistische Arbeit weiter gemacht.

Der Versuch, die Stasi als "normalen" Geheimdienst erscheinen zu lassen ist sowas von durchsichtig und
inzwischen weiß man, womit sich die Stasis beschäftigt haben und wie wenig Menschlichkeit dabei war.

Herzlichst
Dr. 213
Das größte Landraubtier der Neuzeit ist DER Bär.
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon karnak » 18. April 2019, 09:19

Dr. 213 hat geschrieben:
Ist es nicht seltsam, trotz dem Heißlaufen der Reißwölfe haben recht viele Akten überlebt ? Meine auch.

Dr. 213

[flash] Schon wieder einer, nun lass Du doch mal was gucken.
Ich weiß gar nicht was das soll, da gibt es den Steffen der bis nach Prag observiert wurde, den Volker dem konstatiert wurde, dass er nicht zur Parteiversammlung erschienen ist und den Dr., aber von keinem bekomme ich was zu lesen.
Nun hat, wie schon erwähnt, meine Frau ihre Akte beantragt, wenn die dann eintrudelt, ihr dürft sie lesen. Aber was ist denn nun mit denen die ihre schon haben, ich kann es nur wiederholen, es ist doch die Gelegenheit den Leugnern mal eins auf die Fresse zu geben. [hallo]
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Beethoven » 18. April 2019, 10:23

Tja, wenn Deine "Geheimakte" nicht vernichtet wurde, war sie vermutlich nicht so wichtig.

Von meiner "Geheimakte" ist nur eine von einem IM beschriebene Postkarte übrig geblieben. Allerdings war meine "Geheimakte" [grins] vermutlich bei der Verwaltung 2000 angesiedelt.

Trennung

Der Begriff "HVA" war mir schon zu Zeiten der DDR bekannt, allerdings war das für mich die Hauptverwaltung - Ausbildung.

Aber mir war schon klar, dass es eine Spionageabwehr gab und dass die DDR vermutlich auch "Kundschafter des Friedens" (heute sagt man Spione oder Agenten dazu) in unterschiedlichen NATO-Staaten hatte. Spätestens seit "Achim Detjen" wußte das jeder Bürger der DDR und ich glaube mich zu erinnern, dass dort auch das Kürzel "HVA" fiel.

"Die Troika" als auch der Dok-Film über Günter Guillaume, ließen ja den Normalo etwas vermuten. Wobei die "Troika" da nicht so toll war. Naja, jedenfalls hat das Buch bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Am vergangenen WE gab es einen Film. "Die Informantin". Was man da an Arbeitsmethoden der heutigen Dienste sah und was im TV zu sehen ist - muss ja stimmen [flash] , war auch nicht sehr fein.
Das waren die reinsten "Stasimethoden" [laugh]

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Interessierter » 18. April 2019, 10:54

Zitat Scorn:
Ausser Karnak und Beethoven wir kaum einer der hier schreibenden den Begriff "HVA" vor 1990 hat deuten koennen!


Selten so gelacht..... [laugh]

Zitat karnak:
Schon wieder einer, nun lass Du doch mal was gucken.
Ich weiß gar nicht was das soll, da gibt es den Steffen der bis nach Prag observiert wurde, den Volker dem konstatiert wurde, dass er nicht zur Parteiversammlung erschienen ist und den Dr., aber von keinem bekomme ich was zu lesen.


Das solltest du dich besser mal selbst fragen, denn außer deiner merkwürdigen Logik kann man nichts von dir als Beweis oder Begründung lesen. Als ich dir anbot einen Bericht des MfS zu senden damit du ihn lesen kannst, hast du es sogar abgelehnt, dass ich ihn dir schicke! Das nur zu deinem angeblichen Interesse.

Übrigens der User Scorn, der auch als Angehöriger der bewaffneten Organe, dieser SED - Diktatur diente, tat das genau wie die beiden von ihm genannten User. Jedoch nach der Wende konnten sich die Wessis, genau wie auch die ehemaligen Angehörigen der bewaffneten Organe
informieren, wenn diese die Wahrheit denn überhaupt wissen wollten. Oder eben wie zu lesen auch nach 30 Jahren Fakten schönzureden oder gar zu bestreiten.

Ganz zu schweigen davon, dass dabei auch noch die Art und Weise ans Tageslicht kam, auf welch seltsame Weise in der DDR Offizierskarrieren möglich waren.

Bei solchen Geschichten von " freiwilligen, ehemaligen " Diktaturbeschützern " muss man sich keine Komik im TV ansehen.
Hier gibt es mehr zu lachen...... [laugh]
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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Edelknabe » 18. April 2019, 11:11

Ohne Mist, ich finde so ne Kaderakte wäre heute wieder angebracht. So wenn einer den Kinderschänder in sich trägt, oder den Vergewaltiger, den islamistischen Gefährder und so liese sich das mit X Beispielen schräger Menschenvögel fortsetzen. Da zieht Einer nur als Bsp. in deine Ecke und trägt vorgenanntes in sich. Und keiner weiß es. Der lernt deine Tochter kennen und wieder ahnt nicht Einer etwas. "Na vielen Dank" auch und schnellstens her mit der neuen Kaderakte.

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Re: Stasi-Mitarbeiter: Wir haben großen Bockmist gebaut

Beitragvon Nostalgiker » 18. April 2019, 11:25

@Edelknabe, schön das du nun auch in der Thematik 'Kaderakte' dein Hobby an und über Sexualität ansiedelst.
In deinen Augen wäre es wohl notwendig das in der heutigen Kaderakte oder wie immer sie auch heißen mag, deine sexuellen Präferenzen detailliert vermerkt sein sollen.
Sei dir sicher, die heute "Kaderakte" wie diverse Suchmaschinen im Internet oder der von dir bevorzugte Browser zeichnet ganz genau auf welche Seiten du im Internet besuchst und wenn du noch ne Kamera am PC hast werden deine "Aktivitäten" davor auch per Bild/Ton abgespeichert.
Du kannst beruhigt sein, alles schon da in der modernen, flächendeckend überwachten Welt .........

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Ja die Akten von die Stasi ......
Selbstverständlich sind nur die Akten der hochgefährlichen Leute sofort nach dem 9/11/89 durch die Stasi auf persönliche Weisung des Oberstasis vernichtet worden.
Ein hier aktiver User jammerte mal diesbezüglich herum das es doch so gar keine Akte über ihn gebe, die kann nur vernichtet worden sein.
Auf die Idee das er so unbedeutend war das selbst die Stasi es nicht für notwendig gehalten hat über in irgendwas anzulegen kommt er nicht.
So lebt eben jeder seinen ganz speziellen Traum .........
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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