Die Stasi war ein fester Bestandteil der Planwirtschaft. Was sie in den Industriebetrieben genau machte und welche Auswirkungen damit verbunden waren, untersucht das Buch von Mark Schiefer am Beispiel der drei Chemiekombinate Leuna, Buna und Bitterfeld im Bezirk Halle.

Eine neue Publikation des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen (BStU) beschäftigt sich mit den Aufgaben der Staatssicherheit in wirtschaftlichen Bereichen der DDR.
In der Spätphase der DDR expandierte das MfS von einer reinen Geheimpolizei zu einem Generalkontrollorgan der SED. Der Autor erklärt diesen Bedeutungszuwachs mit der ökonomischen Überforderung der DDR seit Beginn der 1970er-Jahre und der Art und Weise, wie SED und Wirtschaftsverwaltung darauf reagierten.
Die Chemiekombinate waren dabei besonders von der Krise betroffen – Anlagenverschleiß, Umweltzerstörung, Personalabwanderung und Planrückstände gehörten hier zum Arbeitsalltag. Anhand aussagekräftiger Fallbeispiele zeigt die Studie, wie das MfS zum Nutznießer sowohl der betrieblichen Funktionsprobleme als auch der dadurch ausgelösten Stabilisierungsbemühungen wurde.
Zur Publikation
Mark Schiefer: Profiteur der Krise. Staatssicherheit und Planwirtschaft im Chemierevier der DDR 1971-1989.
483 Seiten, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
Preis: 35,00 Euro









Karnak, du willst doch nicht etwa suggerieren, dass die Stasi ihr Ohr und Auge nur an Leuten hatte, die sich mit dem Staat angelegt hatten?
Mit Dir brauche ich mich nicht über diese Problematik zu unterhalten, Du hast Null Ahnung davon, außer irgendwelches Zeugs von diversen Laberköppen zu dem Thema.
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