karnak hat geschrieben:Die Frage wäre dann auch welche "Obrigkeit"kommt nach der "Obrigkeit",oder brauchen wir keine?
Eines der Probleme der Pegida Hinterherlatscher ,zu meinen Eliten in einer Gesellschaft sind suspekt und weil schädlich zu bekämpfen. Es dürfte ein gehörig Maß an Sozialneid bei sein.
Den gab es wohl schon zu allen Zeiten. Wenn ich da an meine Tante und meinen Onkel denke, die vor über 45 Jahren bei den 68ern waren. Wenn vor denen ein Mercedes fuhr, bezeichneten sie den Fahrer - wenn er einen Fehler machte - als "Mercedes-Schwein". Und heute fahren sie selber einen Mercedes, sind also selbst... .
Vielleicht kennst Du George Orwell´s "Farm der Tiere". Der Roman war bei "Euch" früher sicher nicht gern gesehen. Vielleicht kennst Du auch "Vierkrug", ehemals MfS-Mitarbeiter. Er hat diesen Roman allen wärmstens empfohlen. Es gibt den Roman auf Youtube als Zeichentrickfilm. Ich musste den Roman in der Schule lesen. Dieser Roman ist eine Fabel und es geht um die Ereignisse auf einem Bauernhof. Die Tiere fühlen sich vom Bauern unterdrückt und ausgebeutet und versammeln sich deshalb nachts auf konspirativen Treffen. Die Rädelsführer dieser "revolutionären Bewegung" sind die Schweine, und diese Schweine haben wiederum einen Anführer, "Old Major". Irgendwann entscheiden sich die Tiere zu einer Revolution. Der Bauer wird fort gejagt und alle sind zunächst glücklich und zufrieden, alle sind zunächst gleich. Mit der Zeit bauen die Schweine aber in diesem neuen "Staat" ihre Macht aus, auch mit Hilfe einer Meute Hunde, die bedingungslos zu ihrem Führer stehen und dessen Macht sichern und andere zunehmend einschüchtern, sie sind sozusagen das "Sicherheitsorgan".
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Nach dem Tod von "Old Major" kommt "Napoleon" an die Macht, der zunehmend eine Gewaltherrschaft aufbaut. Die Schweine wohnen mittlerweile im Haus des verjagten Bauern und leben und benehmen sich zunehmend wie einst der Bauer, sind von ihm kaum mehr zu unterscheiden. Die anderen Tiere werden wieder unterdrückt und ausgebeutet. Auf welchen Staat und auf welche Organisation sich Orwell bezog, kannst Du Dir sicher denken - er veröffentlichte ihn 1945.
Was ist die Kern-Aussage des Romans? Das die Anführer solcher Bewegungen, egal wie sie sich nennen, wenn sie an die Macht kommen, sich nach einiger Zeit oft nicht mehr von denen unterscheiden, die sie zuvor weggejagt haben, sich ähnlich verhalten. Der ehemalige Steinewerfer und Minister Joschka F. soll heute in einer Villa in Berlins bester Gegend Zehlendorf leben. Es sollen dort auch Dienstmädchen arbeiten.