pentium hat geschrieben:Karnak, warum gehe ich in ein Land um dort zu leben und lehne jede Art von Integration ab?
Da müsste man erst mal klären was man unter Integration eigentlich versteht. Sich in dem Land völlig aufzulösen, seine Wurzeln völlig aufzugeben, zu werden wie alle die denen das Land "gehört" mit Sicherheit nicht, das zu verlangen und einzufordern hat etwas von Vergewaltigung. Wenn wir als "richtige Deutsche" vom Anblick eines Schleiers "belästigt" werden, könnte man doch auch auf die Idee kommen einem orthodoxen Juden die Korkenzieherlocken und die entsprechende Kleidung zu verbieten oder einem Inder seinen Turban, was ist denn das für ein Unsinn. Welchen Einfluss haben denn Äußerlichkeiten auf Gedeih und Verderb der deutschen Gesellschaft? Eigentlich zieht man doch solches Zeug nur aus der Kiste weil man sagen will, aber sich das in dieser Eindeutigkeit nicht traut, wir wollen Euch hier nicht, am Liebsten wäre es uns wenn ihr hier verschwindet und wenn ihr uns schon "belästigt" dann fallt wenigstens nicht auf mit eurem Nichtabendländischen Hintergrund.
Und was das Thema Sprache angeht, natürlich ist es sinnvoll wenn Zuwanderer die Sprache des Landes erlernen, alles andere erschwert, im Besonderen den Zuwanderern, das tägliche Leben. Aus diesem Grunde dürfte auch die übergroße Mehrheit der Zuwanderer die deutsche Sprache erlernen, zumindest ist mir in diesem Land noch keiner begegnet der die nicht konnte. Im Gegensatz zur USA, diesem vorbildlichen Einwanderungsland. Man soll dort einfach mal nach Chinatown gehen, dort findest Du in ganzen Straßenzügen an den Geschäften nicht ein englisches Wort, begegnest haufenweise Leuten die offensichtlich die x-te Generation in diesem Land sind und nicht ein Wort englisch sprechen. Sicher ist solch eine"Parallelgesellschaft" nicht erstrebenswert, erschwert das Zusammenleben, das war es aber auch schon. Darin eine geplante Unterwanderung und Assimilierung des Abedlandes zu wittern ist einfach lächerlich. Von solchen Zuständen sind wir in Deutschland meilenweit entfernt, dieses Thema steht überhaupt nicht, der Staat Deutschland hat schon immer und längst Maßnahmen ergriffen um solch einer Entwicklung entgegenzuwirken,im Gegensatz zum Einwanderungsland USA wo die persönliche Freiheit über alles andere geht.Deswegen ist die angeblich überfällige Demonstration des Volkes gegen eine bevorstehende Islamisierung der Gesellschaft nur ein billiger Vorwand einer Gruppe von Menschen, ihrer Migrantophobie, ihrer Angst vor denen die Anders sind als sie selbst Ausdruck zu verleihen. Es ist die Angst vor Veränderung die anstrengend sein könnte, das Bedürfnis nach einem, es soll alles so bleiben wie es war, ein "Politbürodenken", Ausdruck einer Spießergesellschaft durchaus im negativen Sinne.