Interessierter hat geschrieben:Wie eine Putzfrau, die meinetwegen für die Reinigung der Büroräume eines mittelständischen Unternehmens, täglich 3 Stunden benötigt, davon leben können soll, könnt ihr dann sicherlich auch erklären ?
Schon mal das schöne neue Wort Arbeitsverdichtung gehört?
"Also in einem Chemiewerk haben früher 43 Frauen festangestellt geputzt, heute müssen dieselbe Fläche 14 Frauen mit 400-Euro-Jobs putzen. Beispiel Krankenhaus: Früher haben 2 Putzfrauen eine Station geputzt, waren vom Krankenhaus angestellt. Dann kam das auf mit den ,Servicegesellschaften' oder richtiger gesagt, Leiharbeitsfirmen. Die Krankenhäuser haben ,Tochtergesellschaften' gegründet, wo sie Stammpersonal hin verlagert haben, von der Krankenschwester bis zur Putzfrau, um es dann an sich selbst zu verleihen. Senkung der Personalkosten, Erhöhung der Gewinne, 18 Prozent weniger Steuern!
http://www.taz.de/!5139707/Alles klar?
Das was heute in 3 Stunden im Schnelldurchgang gemacht werden muss ( und wehe nicht) wurde früher in 8 Stunden gemütlich, aber gründlich erledigt.
So läuft das heute und in meiner Firma haben tatsächlich bis 2005 festangestellte Putzfrauen 8 Stunden täglich eine hervorragende Arbeit geleistet. Sie waren in der untersten
Lohngruppe eines Produktionsarbeiters eingestuft, hatten Urlaubs - und Weihnachtsgeld, Altersfreizeit und Pensionsansprüche. Das volle Programm halt und alle trauern ihnen
heute nach. Ich müßte nachschauen, aber ich glaube die hatten damals brutto so um die 1.750 Euro. War auch nicht viel, da sie auch keine Prämie erhielten, aber für heutige
Verhältnisse, ein Traum für jede Putzfrau und sie konnten davon, wenn auch bescheiden, leben, da sie ja auch alle Vergünstigungen erhielten.
Altersarmut kennen sie auch nicht, denn neben ihrer Rente, erhalten sie auch noch die Firmenpension.
LG
Sparta