06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

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06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 4. Juni 2024, 19:26

Nabend,

auf Grund des bevorstehenden 80-ten Jahrestages des D-Day vom 06. Juni 1944 erschien heute auf n-tv ein bemerkenswerter Bericht - https://www.n-tv.de/politik/Die-Aussicht-auf-Sex-hat-US-Soldaten-zum-Kampf-ermuntert-article24988989.html - das gab es wohl von Seiten aller an den Kriegshandlungen beteiligten Streitkräfte ...
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06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon pentium » 6. Juni 2024, 09:18

D-Day 1944 "Mehr Schiffe als Wasser" – Die alliierte Invasion in der Normandie
Am 6. Juni 1944 landen die alliierten Briten, Kanadier und US-Amerikaner in der Normandie. D-Day nennen sie den Tag, der die Entscheidung über das Gelingen ihrer Invasion in Hitlers "Festung Europa" bringen soll.

https://www.mdr.de/geschichte/ns-zeit/z ... d-100.html
https://www.diplomatie.gouv.fr/de/ausse ... e-03-06-24
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon pentium » 6. Juni 2024, 09:45

Ich denke, dieser Tag verdient einen eigenen Erinnerungsthread.

Krieg im Westen 44/45: Auftakt zum Untergang

„Macht Frieden Ihr Idioten.“

Es mußte viel passiert sein, bevor einer der ranghöchsten Soldaten, GFM v. Rundstedt, der Wehrmacht einer vorgesetzten Dienststelle einen derartigen Ratschlag erteilt.

Und es verwundert noch weiter, wenn die ranghöchsten Offiziere im Westen 1944 sich mit der Frage eines Staatsstreichs beschäftigen und die Planung dazu initiierten und gleichzeitig den Atlantikwall ausbauten, um die Verteidigung des "Reichs" zu optimieren.

In dieser Entwicklung spiegelt sich die Dialektik der Ereignisse von 1944 wider und sie waren gleichzeitig der Auftakt zum Untergang und der verzeifelte Versuch von Patrioten die Chance eines Erhaltens zum Separatfrieden mit den West-Alliierten.

Die Situation im Westen 1944 am Atlantikwall war durch eine Reihe spezieller Momente gekennzeichnet, die von den anderen Schauplätzen abweichte und auch zu der etwas abfälligen Einschätzung der "Army in Being" führte durch die Ostfront (vgl. Die Denkschrift von Jodl vom 13.04.44 "Strategischer Überblick...in: Deutsche Geschichte 1933-1945. Dokumente. W. Michalka (Hrsg.), S. 217)

1. Die Streitkräfte wurde bis zur Weisung 51 als Reservoir benutzt, um die horrenden Verluste im Osten zu kompensieren.
2. Für die Länge der Atlantik bzw. Nordseeküste standen keine ausreichenden Truppen zur Verfügung
3. Die Truppen, die zur Verfügung standen waren mangelhaft mobil und in der Zusammensetzung als eher durchschnittlich (Kranke, ältere und Ost-Einheiten) zu bezeichnen (vgl Army of the West. The Weekly Reports of german Army Group B from Normandy to the West Wall, Stackpole, 2007).
4. Die Marine war faktisch nicht in der Lage, aufzuklären oder Bewegungen der Alliierten zu unterbinden
5. Die Luftwaffe hatte sich seit der Battle of Britain nicht mehr erholt und zerrieb sich zwischen der Reichsverteidigung und den Anforderungen an der Ostfront sowie der anderen Kriegsschauplätze. Somit konnte auch sie ihrer Aufgabe des Jagdschutzes am Atlantikwall in keinster Weise gerecht werden und nahezu keinerlei Aufklärung über England und den Kanalhäfen leisten! (vgl ingesamt zur Situation auch: 1. W. Warlimont: Im Hauptquartier der deutschen Wehrmacht 1939 bis 1945, Bd. 2; S. 452ff und auch z.B. 2. Die Invasion 1944. Aus dem KTB des OKW, P.E. Schramm (Hrsg))

Vor diesem Hintergrund erhielt Rommel, als Spezialist für allierte Kriegsführung, von Hitler den Auftrag Ende 43, den Atlantikwall zu inspizieren und zu optimieren. In dieser Rolle geriet er als OB der HG B in den Befehlsbereich des OB West v. Rundstedt (vgl auch Ose).

https://www.amazon.de/Entscheidung-West ... =1-2-fkmr0
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 6. Juni 2024, 09:49

pentium hat geschrieben:Ich denke, dieser Tag verdient einen eigenen Erinnerungsthread ...


Mahlzeit,

einverstanden, gestern Abend lief ja auf Phoenix eine zweiteilige Dokumentation zum Thema, wie ich gesehen habe steht wohl der Dokumentarspielfilm "der längste Tag" nicht im Programm der Fernsehsender.
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon pentium » 6. Juni 2024, 16:56

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#10. D-Day-Feiern an den Landungsstränden. „Where have all the flowers gone?“
https://wandernd.de/d-day-landungsstraende-normandie/

Man kann sich gar nicht vorstellen, dass hier eine Frontlinie verlaufen ist. Die Zahlen scheinen unwirklich:
3100 Landungsboote brachten 150.000 Soldaten an Land – mit schweren Waffen unter dem Schutz von 1200 Kriegsschiffen und 7500 Flugzeugen.
„Am Abend des D-Day registrierten die Alliierten Verluste von 12.000 Mann, darunter 4400 Tote. Die Zahl der deutschen Verwundeten, Vermissten und Gefallenen wird auf 4000 bis 9000 Mann geschätzt. Im weiteren Verlauf der „Operation Overlord“ sollen bis zur Eroberung von Paris im August 200.000 Deutsche und 70.000 Verbündete ums Leben gekommen sein. In der verwüsteten Normandie starben bis zu 20.000 Zivilisten.“
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Icke46 » 6. Juni 2024, 17:29

Was aber - für mich - irgendwie kontraproduktiv für das Erinnern ist, ist die Livesendung der Feierlichkeiten, die in der ARD immer noch läuft. Es ist irgendwie ermüdend, wenn erst die Rede von Macron mit Übersetzung gesendet wird, und danach die Moderatorin uns erzählt, was er gerade gesagt hat. Vermutlich ist der gemeine TV-Seher geistig minderbemittelt [grins] .

Unterhaltsam war, dass der Macron beim Abgang fast auf die Nase gefallen wäre. Nicht auszudenken, wenn ihm was passiert wäre - vermutlich hätte es monatelang 16stümdige Sondersendungen zu seinem Gesundheitszustand gegeben….
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 6. Juni 2024, 19:28

Icke46 hat geschrieben:Was aber - für mich - irgendwie kontraproduktiv für das Erinnern ist, ist die Livesendung der Feierlichkeiten, die in der ARD immer noch läuft. Es ist irgendwie ermüdend, wenn erst die Rede von Macron mit Übersetzung gesendet wird, und danach die Moderatorin uns erzählt, was er gerade gesagt hat. Vermutlich ist der gemeine TV-Seher geistig minderbemittelt [grins] .

Unterhaltsam war, dass der Macron beim Abgang fast auf die Nase gefallen wäre. Nicht auszudenken, wenn ihm was passiert wäre - vermutlich hätte es monatelang 16stümdige Sondersendungen zu seinem Gesundheitszustand gegeben….


ich habe mir bewusst nur die Zusammenfassungen in den Nachrichtenüberblicken angesehen, die zu sehenden letzten Überlebenden, Zeitzeugen sind ja wohl auch um die 100 Jahre alt ...
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 6. Juni 2024, 20:30

pentium hat geschrieben:Wandernd
#10. D-Day-Feiern an den Landungsstränden. „Where have all the flowers gone?“
https://wandernd.de/d-day-landungsstraende-normandie/
[...]

Ich kann eine Reise dorthin nur empfehlen. Eine wunderschöne Landschaft, keine deutschen Flaggen und jede Menge geschichtsträchtige Orte. Herrlich war es, an der Pointe du Hoc abends gegen 21:30 Uhr eine kleine Brotzeit zu machen und hinaus auf die See zu blicken. Das diesbezügliche Buch von H.K. von Keusgen ist sehr lesenswert.

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 6. Juni 2024, 20:36

Ari@D187 hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Wandernd
#10. D-Day-Feiern an den Landungsstränden. „Where have all the flowers gone?“
https://wandernd.de/d-day-landungsstraende-normandie/
[...]

Ich kann eine Reise dorthin nur empfehlen. Eine wunderschöne Landschaft, keine deutschen Flaggen und jede Menge geschichtsträchtige Orte. Herrlich war es, an der Pointe du Hoc abends gegen 21:30 Uhr eine kleine Brotzeit zu machen und hinaus auf die See zu blicken. Das diesbezügliche Buch von H.K. von Keusgen ist sehr lesenswert.

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Nabend,

wäre ich gerne dabei, noch zumal Lothar-Günther Buchheim in seinem Roman "die Festung" - Fortsetzung des Romanes "das Boot" - die Ereignisse in Frankreich zwischen Frühjahr und Spätsommer 1944 schildert. Ergo entlang der Küste des Ärmelkanales von Calais über die Normandie bis nach Brest in der Bretagne.
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Beethoven » 7. Juni 2024, 07:59

Mich stört bei den ganzen Kommentaren, dass immer wider gesagt wird, "dass damit der Anfang vom Ende des Faschismus Deutschland eingeleitet wurde und die Befreiung Europas."

Ich denke, die Befreiung Europas und das Ende des Hiltlerfaschismus wurde mit mit dem Sieg vor Moskau, in Stalingrad und vor allem im Kursker Bogen eingeleitet.
Aber das darf man wohl gegenwärtig nicht mehr sagen.
So ein Schwachsinn in meinen Augen.

Der Soldat der der sowjetischen Armee, der übrigens die größten Opfer auf dem Altar des Sieges brachte, hat den Beginn der Beseitigung des Faschismus eingeleitet.

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Bernd » 7. Juni 2024, 08:57

Beethoven hat geschrieben:Mich stört bei den ganzen Kommentaren, dass immer wider gesagt wird, "dass damit der Anfang vom Ende des Faschismus Deutschland eingeleitet wurde und die Befreiung Europas."
Freundlichst


So habe ich das zwar niergends lesen können, aber mit der Einladung an Selenskyj hatte die Veranstaltung einen etwas anderen Einschlag als früher.
Interessant im Zusammenhang mit der Beteiligung der Amerikaner ist ja , dass die amerikanische Bevölkerung regelrecht manipuliert werden musste um überhaupt ihre Zustimmung zu einer Kriegsbeteiligung zu geben.
Bernd
 

Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 7. Juni 2024, 10:37

Bernd hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Mich stört bei den ganzen Kommentaren, dass immer wider gesagt wird, "dass damit der Anfang vom Ende des Faschismus Deutschland eingeleitet wurde und die Befreiung Europas."
Freundlichst


So habe ich das zwar nirgends lesen können, aber mit der Einladung an Selenskyj hatte die Veranstaltung einen etwas anderen Einschlag als früher.
Interessant im Zusammenhang mit der Beteiligung der Amerikaner ist ja , dass die amerikanische Bevölkerung regelrecht manipuliert werden musste um überhaupt ihre Zustimmung zu einer Kriegsbeteiligung zu geben.


Nunja, es wurde im Sinne von @ Beethoven in unseren Medien ausgeführt, es ist für meine Begriffe der falsche Pathos. Einer der letzten Zeitzeugen ist laut n-tv im Alter vor 102 Jahren auf dem Weg in die Normandie verstorben - https://www.n-tv.de/politik/102-jaehriger-Robert-Persichitti-US-Veteran-stirbt-auf-Weg-zu-D-Day-Gedenkfeier-article24996302.html,
der englische Premier Sunak ist ja anlässlich des Ereignisses wohl auch mächtig gewaltig in den Schmalztopf gelatscht - https://www.n-tv.de/der_tag/Sunak-fliegt-kurzes-D-Day-Gedenken-um-die-Ohren-article24996697.html, Fettnäpfchen kann es ja nicht mehr genannt werden.
Wenn Du die Ereignisse in Pearl Harbour Anfang Dezember 1941 als Manipulation der amerikanischen Bevölkerung ansiehst ... naja, sei es drum, zumindest führte es zur Beendigung der Isolationspolitik in den USA.
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Danny_1000 » 7. Juni 2024, 12:11

Ich finde es beachtenswert, wie wir klammheimlich Geschichte umschreiben. Der Wendepunkt im faschistischen Angriffskrieg war bekanntlich die deutsche Niederlage in Stalingrad am 2.Februar 1943 und nicht, wie einer der nt-v Links suggeriert, der D- Day mehr als ein Jahr später !
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 7. Juni 2024, 12:42

Von "Wendepunkt" kann ich da nichts lesen. Der D-Day war auf jeden Fall ein Baustein zum Sieg der Alliierten.

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Bernd » 7. Juni 2024, 12:48

Es gab mehrere Wendepunkte in diesem Krieg. Der D Day war einer davon.
An der Ostfront war der eigentliche Wendepunkt die Großoffensive der Sowjets Operation Bagration die mit dem völligen Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte endete.
Bernd
 

Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Bernd » 7. Juni 2024, 13:21

Gerd Böhmer hat geschrieben:Wenn Du die Ereignisse in Pearl Harbour Anfang Dezember 1941 als Manipulation der amerikanischen Bevölkerung ansiehst ... naja, sei es drum, zumindest führte es zur Beendigung der Isolationspolitik in den USA.


Schon mal vom America First Committee gehört? Einer der Protagonisten war der Atlantikflieger Lindberg.
Die Amerikaner waren mehrheitlich nicht bereit sich am Krieg in Europa zu beteiligen.
Nur mittlels Lügen und Manipulationen konnte die Stimmung in der Bevölkerung letztlich gedreht werden.
Bernd
 

Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 7. Juni 2024, 15:15

Bernd hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:Wenn Du die Ereignisse in Pearl Harbour Anfang Dezember 1941 als Manipulation der amerikanischen Bevölkerung ansiehst ... naja, sei es drum, zumindest führte es zur Beendigung der Isolationspolitik in den USA.


Schon mal vom America First Committee gehört? Einer der Protagonisten war der Atlantikflieger Lindberg.
Die Amerikaner waren mehrheitlich nicht bereit sich am Krieg in Europa zu beteiligen.
Nur mittlels Lügen und Manipulationen konnte die Stimmung in der Bevölkerung letztlich gedreht werden.


Na gut, aber die Ereignisse um Pearl Harbour waren ja nun definitiv keine Lüge, wobei es natürlich richtig ist, so wie ich es ja auch erwähnt hatte, das es in den USA vor dem Dezember 1941 eine starke isolationistische Bewegung gab, weil sich die USA wegen der Erfahrungen aus dem Weltkrieg 1 aus dem neuen Konflikt in Europa heraushalten wollten. Ergo Lüge NEIN, Manipulation JA.
So wie es für England und Frankreich im Frühjahr 1940 ein böses Erwachen gab, war es für die USA dann Anfang Dezember 1941 der Fall. Wobei auch Präsident Roosevelt es sehr schwer hatte sich gegen die teilweise sehr arrogant daher kommenen Isolationisten durchzusetzen. Wird auch sehr gut in der Literatur zum Thema "Pearl Harbour" beschrieben ...
... was Lügen und Manipulation angeht, erleben wir es gerade wieder in Reinkultur.
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon pentium » 7. Juni 2024, 15:55

Beethoven hat geschrieben:Mich stört bei den ganzen Kommentaren, dass immer wider gesagt wird, "dass damit der Anfang vom Ende des Faschismus Deutschland eingeleitet wurde und die Befreiung Europas."

Ich denke, die Befreiung Europas und das Ende des Hiltlerfaschismus wurde mit mit dem Sieg vor Moskau, in Stalingrad und vor allem im Kursker Bogen eingeleitet.
Aber das darf man wohl gegenwärtig nicht mehr sagen.
So ein Schwachsinn in meinen Augen.

Der Soldat der der sowjetischen Armee, der übrigens die größten Opfer auf dem Altar des Sieges brachte, hat den Beginn der Beseitigung des Faschismus eingeleitet.

Freundlichst



Die Normandie war eine zweite WEST- Front. Die Alliierten waren bereits 1943 in Sizilien gelandet und eroberten im Juni 1944, parallel zur Normandie Invasion, Rom.

Zudem trugen die Westalliierten alleine den Kampf gegen Japan. Die Sowjetunion hatte hingegen einen Nichtangriffspakts mit Japan geschlossen und brach ihn erst, als Japan besiegt und die zweite Atombombe Japan endgültig in die Knie zwang.
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon augenzeuge » 7. Juni 2024, 16:06

Beethoven hat geschrieben:Mich stört bei den ganzen Kommentaren, dass immer wider gesagt wird, "dass damit der Anfang vom Ende des Faschismus Deutschland eingeleitet wurde und die Befreiung Europas."

Ich denke, die Befreiung Europas und das Ende des Hiltlerfaschismus wurde mit mit dem Sieg vor Moskau, in Stalingrad und vor allem im Kursker Bogen eingeleitet.
Aber das darf man wohl gegenwärtig nicht mehr sagen.
So ein Schwachsinn in meinen Augen.

Der Soldat der der sowjetischen Armee, der übrigens die größten Opfer auf dem Altar des Sieges brachte, hat den Beginn der Beseitigung des Faschismus eingeleitet.

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Im DLF hat man das nicht gesagt. Das Ende des Krieges wurde in der UdSSR eingeleitet. Der sichere Gewinn mit den Alliierten. Man hat auch bedauert, dass die Siegermacht mit den größten Opfern nicht dabei war, aber das Signal dafür Selenskyj einzuladen war wichtig...

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 7. Juni 2024, 16:17

pentium hat geschrieben:

Zudem trugen die Westalliierten alleine den Kampf gegen Japan. Die Sowjetunion hatte hingegen einen Nichtangriffspakts mit Japan geschlossen und brach ihn erst, als Japan besiegt und die zweite Atombombe Japan endgültig in die Knie zwang.


Betreibst du mit diesen Aussagen ein wenig Geschichtsrevisionismus?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon pentium » 7. Juni 2024, 16:29

Nostalgiker hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:

Zudem trugen die Westalliierten alleine den Kampf gegen Japan. Die Sowjetunion hatte hingegen einen Nichtangriffspakts mit Japan geschlossen und brach ihn erst, als Japan besiegt und die zweite Atombombe Japan endgültig in die Knie zwang.


Betreibst du mit diesen Aussagen ein wenig Geschichtsrevisionismus?


Nö...
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 7. Juni 2024, 17:18

Nur mal eine Verständigungsfrage zu deinen Aussagen;
Warum sollte die SU in den Krieg eingreifen wenn Japan bereits besiegt war? So eine deiner Aussagen.
Wieso zwang ausgerechnet die zweite Atombombe Japan in die Knie wobei das bei den nur im Jahr 1945 erfolgten konventionellen Bombenangriffen, knapp 70 mit Hunderttausenden Toten, nicht der Fall war?
War Japan nicht eher zu einer Kapitulation bereit nachdem die SU am 8. August 1945 aktiv in den Krieg eingriff, die zweite A-Bombe fiel übrigens am 9.August 1945 und die USA griff am 14. August mit über 800 B-29 Bomber nochmals Ziele in Japan an. Über diplomatische Kanäle signalisierte die USA dass das Kaiserhaus Japans nicht angetastet wird. Siehe dazu auch Potsdamer Erklärung vom 26.07.1945.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon pentium » 7. Juni 2024, 17:41

Nostalgiker hat geschrieben:Nur mal eine Verständigungsfrage zu deinen Aussagen;
Warum sollte die SU in den Krieg eingreifen wenn Japan bereits besiegt war? So eine deiner Aussagen.
Wieso zwang ausgerechnet die zweite Atombombe Japan in die Knie wobei das bei den nur im Jahr 1945 erfolgten konventionellen Bombenangriffen, knapp 70 mit Hunderttausenden Toten, nicht der Fall war?
War Japan nicht eher zu einer Kapitulation bereit nachdem die SU am 8. August 1945 aktiv in den Krieg eingriff, die zweite A-Bombe fiel übrigens am 9.August 1945 und die USA griff am 14. August mit über 800 B-29 Bomber nochmals Ziele in Japan an. Über diplomatische Kanäle signalisierte die USA dass das Kaiserhaus Japans nicht angetastet wird. Siehe dazu auch Potsdamer Erklärung vom 26.07.1945.


Angesichts der Tatsache, dass die Sowjets maritim nicht allzu viel beizutragen hatten, könnte man schon die Frage stellen, ob die mit dem Kriegseintritt verbundene Umpflügung der Mandschurei denn tatsächlich noch notwendig war.
Denn spätestens mit der endgültigen Ausschaltung der kaiserlich-japanischen Marine als Machtfaktor, war die Versorgung der in Festland-Asien stehenden japanischen Truppen mit Kriegsgütern aus Japan selbst, ja nicht mehr möglich, die hätten früher oder später ohnehin die Waffen strecken müssen und niederwerfen konnte man Japan, nur dadurch, dass man ihm mit einer neuerlichen Kraftanstrengung seine Kolonien und besetzten Gebiete in Asien nahm, auch nicht.
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 7. Juni 2024, 18:29

Entschuldige @pentium aber jetzt widersprichst du dir selber.
Erst meintest du das Japan durch den A-Bombenabwurf geschlagen war und jetzt redest du auf einmal von großen Kraftanstrengungen für die Alliierten, wohlgemerkt ohne SU, Japan zu besiegen und ihm seine asiatischen Kolonien zu entreißen.
Ja wie denn nun?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon pentium » 7. Juni 2024, 18:37

Nostalgiker hat geschrieben:Entschuldige @pentium aber jetzt widersprichst du dir selber.
Erst meintest du das Japan durch den A-Bombenabwurf geschlagen war und jetzt redest du auf einmal von großen Kraftanstrengungen für die Alliierten, wohlgemerkt ohne SU, Japan zu besiegen und ihm seine asiatischen Kolonien zu entreißen.
Ja wie denn nun?


Wo rede ich davon? Ich rede davon, das es einfach nicht nötig war, das die SU im fernen Osten eingreift, weil kurz gesagt, die Messen gelesen waren und böse Zungen behaupten ja, es ging Stalin nur daran Beute zu machen, siehe Sachalin. So richtig brauchten die westlichen Alliierten die Rote Armee nicht im oder am Pazifik. Also was willst du eigentlich?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Beethoven » 8. Juni 2024, 07:48

Nostalgiker hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:

Zudem trugen die Westalliierten alleine den Kampf gegen Japan. Die Sowjetunion hatte hingegen einen Nichtangriffspakts mit Japan geschlossen und brach ihn erst, als Japan besiegt und die zweite Atombombe Japan endgültig in die Knie zwang.


Betreibst du mit diesen Aussagen ein wenig Geschichtsrevisionismus?


Ich erinnere mich mal gelesen zu haben, dass es während in Europa der II. WK tobte, dass zwischen der damaligen UDSSR und Japan, ein Freundschafts- und Friedensvertrag geschlossen wurde. Muss so Anfang der 40-er Jahre gewesen sein, wenn ich das richtig erinnere.

Ob man das als Nichtangriffsvertrag bezeichnen kann weiß ich nicht, da ich den Wortlaut des Vertrages nicht kenne. Aber es impliziert schon, dass die Russen die Füße still halten wollten. Aber welcher Vertrag wurde im Laufe dieses Krieges nicht gebrochen?

Trennung

Die USA halfen, wie wir alle wissen, schon weit vor der Operation "Husky" (Landung auf Sizilien 1943) den Sowjets, den Briten und noch anderen kriegsführenden Staaten, durch den Land-Leas-Akt, mit vielen kriegswichtigen Dingen. Der POTUS (Präsident of the US) konnte im eigenen Entschluss dazu Entscheidungen fällen, wenn er der Meinung war, dass es für die Sicherheit der USA dienlich und wichtig war.

Und nach dem 07. Dezember 41, war die Kriegsmüdigkeit der US-Bevölkerung wie weg geblasen. 1000-e meldeten sich freiwillig als Soldaten. Das ist eine Tatsache.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 8. Juni 2024, 08:09

Auch hier irrst du ein wenig.
Der Kriegseintritt der SU in den Krieg gegen Japan wurde auf der Konferenz von Jalta von den Alliierten einvernehmlich beschlossen. Termin; 90 Tage nach Beendigung des Krieges in Europa. das war der 8.August 1945.
Schwieriger stellt sich da die Geschichte wem gehört Sachalin dar.
Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hielt sich das Interesse beider Länder an Sachalin in Grenzen. Mit dem Vertrag von Sankt Petersburg verzichtete Japan auf jeglichen Anspruch über die Insel.
Erst im Ergebnis des Russisch-Japanischen Krieges 1904/05 fiel die Südteil der Insel an Japan welches im Jahr 1923 auch den Nordteil annektierte.
1951 verzichtete Japan im Rahmen des Friedensvertrages von San Francisco unter anderem auf jegliche Ansprüche auf Sachalin und die Insel fiel in den Machtbereich der SU.
Da der Vertrag von 41 Staaten unterzeichnet wurde ist deine Behauptung es ging Stalin nur um die "Beute" Sachalin" etwas merkwürdig. Übrigens verweigerte die SU damals ihre Unterschrift unter den Vertrag.
Soweit, so kurz.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 8. Juni 2024, 09:27

Beethoven hat geschrieben:Ich erinnere mich mal gelesen zu haben, dass es während in Europa der II. WK tobte, dass zwischen der damaligen UDSSR und Japan, ein Freundschafts- und Friedensvertrag geschlossen wurde. Muss so Anfang der 40-er Jahre gewesen sein, wenn ich das richtig erinnere.
Ob man das als Nichtangriffsvertrag bezeichnen kann weiß ich nicht, da ich den Wortlaut des Vertrages nicht kenne. Aber es impliziert schon, dass die Russen die Füße still halten wollten. Aber welcher Vertrag wurde im Laufe dieses Krieges nicht gebrochen?

Freundlichst


Laut Internetrecherchen dazu
Der japanisch-sowjetische Neutralitätspakt (jap. 日ソ中立条約 nisso chūritsu jōyaku; russisch Пакт о нейтралитете между СССР и Японией) war ein Friedens- und Freundschaftsvertrag während des Zweiten Weltkriegs. Er wurde am 13. April 1941 zwischen dem Kaiserreich Japan und der Sowjetunion geschlossen.
.
Damit hatte Stalin dann die Gewissheit, das er massive Truppenkontingente aus dem Fernen Osten in die Gebiete westlich des Ural verlegen konnte, auch durch die Arbeit des aus Deutschland stammenden Agenten Richard Sorge.
Die Tätigkeiten der Geheimdienste war auch ein Thema in den Fernsehdokumentationen der letzten Tage, auf deutscher Seite hatten die Geheimdienste (Abwehr) ja versagt.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
http://www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
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Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Bernd » 8. Juni 2024, 10:31

Gerd Böhmer hat geschrieben: Ergo Lüge NEIN, Manipulation JA.



https://www.spiegel.de/geschichte/willi ... 39692.html
Bernd
 

Re: 06.06.1944 - D-Day - Operation Overlord

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 8. Juni 2024, 11:00

Bernd hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben: Ergo Lüge NEIN, Manipulation JA.



https://www.spiegel.de/geschichte/willi ... 39692.html


na gut, es wird in dem Artikel aus dem Jahr 2015 etwas einseitig betrachtet, da halte ich dann doch mehr von der von Harry Thürk in den 1960-er Jahren verfassten umfangreichen Dokumentation zum Thema "Pearl Harbour", steht immer noch bei mir im Regal. Die Amis waren nicht ganz so ahnungslos, wie es gelegentlich dargestellt wird.
Aber wieder zum Thema des D-Day zurück ...
MfG Gerd Böhmer,
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