Sicherlich gibt es dazu unterschiedliche Meinungen und Ansichten.
Schießen mit Handfeuerwaffen bei denen, durch Explosionsgas, ein Geschoß durch einen Lauf getrieben wird.
Meiner Meinung nach kennen wir 3 verschiedene Arten des Schießens.
Das sind, so sehe ich das:
1. das taktische Schießen;
2. das Schießen eines Scharfschützen oder des Präzisionsschützen;
3. das Sport- und Waidmännische Schießen.
Taktisches Schießen wird zumeist durch Militärs und Polizisten (inkl. Zoll, Personenschützer und Geheimdiensten oder ähnliches in bestimmten Situationen) angewandt.
Dabei ist es Ziel, sein Gegenüber (ich nenne es „Gegner“), durch die kinetische Energie, welche nach einem Treffer auf den Körper des Gegners wirkt, diesen kampfunfähig zu machen oder die Person von weiteren Handlungen auszuschließen.
Die Tötung des Gegners wird dabei billigend in Kauf genommen.
Es erfordert ein hohes Maß an Training und Ausbildung, da es meist unter hoher psychologischer und oft auch unter hoher physischer Belastung durchgeführt wird. Die Zeit zwischen erkennen des Gegners bis zur Abgabe des Schusses ist in der Regel sehr kurz. Durchaus unter 2 bis 4 Sekunden.
Auch deshalb wird gerade beim Schießen mit der Pistole, das Schießen von Dubletten angewandt (der 1. Schuss löst die Anspannung und der 2. Schuss trifft). Gerade in Spezialeinheiten wird diese Art des Schießens so viel trainiert, das diese Handlungen (wie man so sagt) „in Fleisch und Blut über geht.“
Schießen eines militärischen Scharfschützen oder des polizeilichen Präzisionsschützen sind zwei unterschiedliche Dinge, die jedoch in beiden Fällen, einen überdurchschnittlichen Ausbildungsstand und psychologische „Härte“ erfordern.
Der Soldat als Scharfschütze handelt mit seinem Beobachter, meistens in feindlicher Umgegend über Stunden bis Tage und Wochen und hat nicht das Ziel, so es ihm nicht direkt befohlen worden ist, seinen (einen bestimmten) Gegner zu töten. Oft handelt der Scharfschütze und sein Beobachter völlig losgelöst von der Truppe und auf eigenen Entschluss.
Hierbei hat der Beobachter die theoretische Hauptlast zu tragen und der eigentliche Schütze, führt den „handwerklichen“ Schuss nach den Vorgaben des Beobachters aus.
Er zielt, entsprechend der Angaben durch seinen Beobachter, auf den Rumpf des Gegners und löst dadurch eine logistische Kette aus, die bei der Bergung vom Gefechtsfeld, über die Verbandplätze bis zum Lazarett mit anschließender Genesung und massiver Betreuung führt. Das kostet Ressourcen, Zeit und Anstrengung, die bei einer Tötung des Gegners, so hart es klingen mag, bei weitem nicht diesen Aufwand verlangen.
Der polizeiliche Präzisionsschütze schießt in einer ihm freundlich gesinnten Umgebung.
Er schießt nur auf konkreten Befehl durch den jeweiligen Polizeiführer vor Ort und auf ein vorher bekanntes Ziel.
Auch er soll den Gegner kampfunfähig machen.
Hier kann es erforderlich sein, dass er einen finalen Rettungsschuss, in der Regel auf die obere Kopfhälfte, abfeuern muss.
Das Schießen auf neuralgische Körperteile, die den Gegner wirkungsvoll außer Gefecht setzen wie zum Beispiel das Ellenbogengelenk, das Schulter- oder Kniegelenk, dürften ebenfalls als Zielpunkte in Frage kommen und dem Gegner das Leben erhalten.
Sport- und Waidmännische Schießen wird in der Regel in der Freizeit, oft von nicht militärischen ausgebildeten Schützen, durchgeführt.
Um diese Sportart und die Jagd ausüben zu dürfen, muss der Schütze in Deutschland nach einer kurzen Ausbildung eine Prüfung in Waffensachkunde / Waffenrecht ablegen, mindestens 1 Jahr in einem Schützenverein Mitglied sein und in dieser Zeit, nachweislich, mindestens 18 x im Verein geschossen haben, bevor er überhaupt eine eigene Waffenbesitzkarte beantragen darf und damit Waffen erwerben darf.
Der zukünftige Waidmann hat zusätzlich eine Ausbildung durchzuführen und eine umfangreiche Prüfung abzulegen, bevor er eigenständig im Vereins- oder Privatrevier auf die Pirsch, dem Ansitz oder die Jagd mit Waffe, gehen kann.
Beim Sportschießen gibt es unterschiedlichste Übungen und Wettkämpfe, bei denen auf Zielscheiben unterschiedlichster Arten, mit viel Zeit bis zur Schussabgabe oder beim Schießen mit der Schnellfeuerwaffe, in kürzester Zeit, aufeinanderfolgend verschiedene Ziele zu treffen sind.
Es wird mit unterschiedlichsten Waffen und Kalibern, im abgesteckten Raum oder auf Schießständen geschossen. Dabei werden teilweise beachtliche Schießleistungen erbracht, die jedem ausgebildeten Soldaten oder Polizisten gut zu Gesicht stehen würden.
Auch der Jäger wird gefordert, gerade bei einer Drück- oder Treibjagd auf Hochwild oder der Jagd auf Niederwild (Hasen und jagdbares Vogelwild), hohe Schießleistungen an den Tag zu legen, ist doch das zu erlegende Wild oft nur wenige Sekunden für seine Waffe erreichbar. Dabei hat er auch noch das waidmännische Erlegen des Wildes zu beachten.
In Deutschland sind die Waffengesetze sehr restriktiv und die Einhaltung des Waffengesetzes und der entsprechenden Vorschriften, werden durch die dafür zuständigen Stellen (oft die Polizei) ohne oder mit Voranmeldung kontrolliert.
Verstöße im täglichen Leben, auch solche, die mit dem Schießen gar nichts zu tun haben (z.B. Alkohol am Steuer, Diebstahl im SB-Markt und ähnliches) können zum Entzug der Waffenbesitzkarte führen und damit verbunden, der Abgabe seiner privaten Schusswaffen.
Freundlichst










