Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 10. April 2014, 12:40

pentium hat geschrieben:So eine "Topagentin" habe ich mir anders vorgestellt.

mfg
pentium


Man ist dat ne Wuchtbrumme.

Die arme Maria, heißt auch noch wie Mutti. [frown]

Kennt jemand das genaue Fabrikat ihrer Wumme? Weil sie gar nicht vergoldet ist.

Aber wie jetzt?

Soll ich hier etwa aktuelle Fotos von Larissa...?

[hallo]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 10. April 2014, 13:21

pentium hat geschrieben:So eine "Topagentin" habe ich mir anders vorgestellt.

mfg
pentium


Pentium, das heißt doch immer noch "Kundschafterin des Friedens", das weißt du doch ganz genau! [hallo]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 10. April 2014, 13:24

augenzeuge hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:...ich möchte nicht wissen, was der russ. Geheimdienst hier alles provoziert bzw. "regelt". Leicht hat er es......
AZ


Neun hat geschrieben:Ne ne AZ, den rechten Sektor kannste den Russen nun nicht auch noch in die Schuhe schieben.


Russland versuche das Nachbarland weiter zu destabilisieren, sagte Kerry. Es seien "russische Provokateure und Agenten" entsandt worden, um Chaos in der Region zu verursachen.

Bild des Tages:
http://www.n-tv.de/politik/Ukraine-nimm ... 32101.html

AZ

P.S.
Nein, ich nehme das Foto nicht ernst.....nicht das jemand das noch vermutet.... [laugh]


Und sowas erfährt mann da laufend in der "Ukraischen Prawda"?

Das heißt ja dann auf deutch:

"Ukrainische Wa(h)rheit"! [flash]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 10. April 2014, 13:29

So stelle ich mir eine "Topagentin" vor!

bond2_95__2045035c.jpg


mfg
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Zicke » 10. April 2014, 13:47

oder so

Bild
Zicke
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 10. April 2014, 13:55

pentium hat geschrieben:So stelle ich mir eine "Topagentin" vor!

bond2_95__2045035c.jpg


mfg
pentium


Hat die ooch ne Deckadresse, wegen Deckoffizier und so? [flash]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 10. April 2014, 13:56

Zicke hat geschrieben:oder so

Bild


Wie meine Oma Olga väterlicherseits! [laugh]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 10. April 2014, 14:58

Interessanter Beitrag in der Zeit - Online

Die Deutschen und RusslandWie Putin spaltet

Woran liegt es, dass so viele Bürger die Krimkrise ganz anders beurteilen als Politik und Medien?

Ein kurzer Auszug:

In Deutschland kommt jedoch noch etwas Entscheidendes hinzu: Geschichte. Über das, was Wladimir Putin sich aus der Vergangenheit zusammengeklaubt hat, um den Bruch des Völkerrechts zu legitimieren, soll hier weiter nichts gesagt werden. Einfach deswegen, weil die Historie heute kein Argument mehr gegen das Völkerrecht sein darf. Trotzdem spielt Geschichte hier eine gewaltige Rolle, nämlich die zwischen Deutschland und Russland. Die Nachkriegszeit war bei uns geprägt vom Ringen um Verdrängen oder Akzeptieren des Holocausts, von der deutschen Schuld an der Ermordung von sechs Millionen Juden. Andere Arten der Schuld blieben dahinter zurück, auch die am Tod von Millionen Russen. Der Anteil der sowjetischen Soldaten an der Befreiung Europas von Hitler stand im (west-)deutschen Gedenken weit zurück hinter dem der Westalliierten. Es gibt Gründe dafür, dass die Russen sich von der deutschen Erinnerungspolitik zu wenig gewürdigt finden, es gibt folglich Anlass für ein schlechtes Gewissen ihnen gegenüber.

Nicht zuletzt deswegen scheint nun hierzulande die Bereitschaft groß zu sein, den Russen eine "Einflusszone" zuzugestehen, denn: Sind sie nicht durch den Verlust ihres Sowjetimperiums schon genug gekränkt und gestraft, sollen nun ausgerechnet wir Deutschen ihnen die Ukraine streitig machen?

Ein wenig erinnert diese Mengenlehre der Schuld ans Jahr 1989. Da haben viele westdeutsche Linke auch gesagt, die deutsche Teilung müsse bestehen bleiben, sie sei eben die Strafe für Auschwitz. Das Argument hatte allerdings diese kleine, verlogene Pointe: dass allein die Ostdeutschen diese Strafe der Geschichte abzusitzen hatten...]

Quelle und ganzer Beitrag:
http://www.zeit.de/2014/16/russlanddeba ... rise-putin

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 11. April 2014, 17:58

Pressemeldung vom 10.04.2014:
Todesschüsse von Kiew: Ermittlungsergebnisse werden unterdrückt

Nach Recherchen des WDR-Magazins MONITOR (Donnerstag, 21.45 Uhr, im Ersten) erscheint es unwahrscheinlich, dass die tödlichen Schüsse auf Demonstranten ausschließlich von Seiten des alten Regimes ausgingen. Generalstaatsanwaltschaft und Übergangsregierung hatten sich auf einer Pressekonferenz vor einer Woche dahingehend festgelegt. Zwölf Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Spezialeinheit „Berkut“ wurden festgenommen und als Hauptschuldige präsentiert. Ein hochrangiges Mitglied des Ermittlerteams der ukrainischen Regierung, der an den Untersuchungen beteiligt ist, zieht die Aussagen der Generalstaatsanwaltschaft in Zweifel. Der Ermittler, der anonym bleiben will, berichtet MONITOR: „Meine Untersuchungsergebnisse stimmen nicht mit dem überein, was die Staatsanwaltschaft in der Pressekonferenz erklärt hat MONITOR.“ liegt zudem ein Mitschnitt des Funkverkehrs von Scharfschützen vor, die dem Lager von Ex-Präsident Janukowitsch zuzurechnen sind und am Vormittag des 20. Februar offenbar auf verschiedenen Dächern im Zentrum von Kiew stationiert waren.

Dieses Gespräch wurde von einem ukrainischen Amateurfunker mitgeschnitten, den MONITOR getroffen hat. Darauf ist zu hören, wie ein Scharfschütze seine Kollegen über Funk fragt: „Wer hat da geschossen? Unsere Leute schießen nicht auf Unbewaffnete.“ Kurze Zeit später sagt ein anderer: „Den hat jemand erschossen. Aber nicht wir.“ Und dann: „Gibt es da noch mehr Scharfschützen? Und wer sind die?“ Auf Videos ist außerdem zu erkennen, dass die Oppositionellen auf der Institutska-Straße nicht nur aus Richtung der Regierungsgebäude beschossen wurden, sondern auch vom Hotel „Ukraina“, das in ihrem Rücken lag. Im Interview mit MONITOR bestätigt das ein Augenzeuge, der sich am betreffenden Tag zwischen dem Hotel und den Regierungsgebäuden aufgehalten hatte und auf mehreren Videos auszumachen ist: „Wir wurden von vorn beschossen und auch von hinten, etwa aus der achten oder neunten Etage des Hotel ‚Ukraina‘. Das waren auf jeden Fall Profis.“

Das Hotel, in dem auch zahlreiche Medienvertreter untergebracht waren, befand sich an jenem Tag fest in der Hand der Opposition. Am Morgen des 20. Februar hatte sie Einlasskontrollen eingeführt, in das Hotel kam nur noch, wer einen Zimmerschlüssel hatte oder sich ausweisen konnte.
Auch die Anwälte von Angehörigen und Verwundeten erheben schwere Vorwürfe gegen die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft. Die bisherigen Ergebnisse der Ermittlungen würden ihnen fast komplett vorenthalten: „Wir haben nicht gesagt bekommen, welcher Typ Waffen verwendet wurde, wir bekommen keinen Zugang zu den Gutachten, wir bekommen die Einsatzpläne nicht. Die anderen Ermittlungsdokumente haben wir auch nicht. Wir können gar nicht sagen, was aus Sicht der Staatsanwaltschaft eigentlich passiert ist.“ Einer der Anwälte vergleicht das sogar mit den Zuständen in der Sowjetunion und unter Janukowitsch: „Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht richtig. Die decken ihre Leute, die sind parteiisch, so wie früher.“
Der 20. Februar war der blutigste Tag der Unruhen rund um den Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Nach offiziellen Angaben starben in allein an diesem Tag auf der Institutska-Straße mehr als 30 Menschen.

Quelle:
http://www.wdr.de/tv/monitor//presse/20 ... 40410.php5
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 11. April 2014, 22:13

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 12. April 2014, 10:53

"Viele Menschen haben Angst, die Stimmung ist depressiv", sagt Ludmilla Pelich. Die Frau leitet in Donezk das Haus der Bochumer Gesellschaft, wo sie soziale Projekte koordiniert. Die Proteste in ihrer Stadt erlebt sie hautnah mit. Vor einigen Tagen saß Pelich im Bus neben einer Gruppe von Männern mit Russland-Fahnen. Plötzlich fragten diese, wo der Lenin-Platz sei. 67-Jährige war baff. "Diese Menschen können nicht aus Donezk sein. Den Platz kennt hier jeder".
Spätestens seitdem ist sie sicher: Die meisten Demonstranten werden eingeschleust. "Wir nennen sie Putin-Touristen", sagt Pelich.

http://www.n-tv.de/politik/Wir-nennen-s ... 48301.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 12. April 2014, 16:35

Nach Erhöhung des Gaspreises
Kiew stoppt Zahlungen an Moskau

Zitat:
Im Streit über Gaslieferungen aus Russland hat der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz seine Zahlungen an Moskau ausgesetzt. Nach Angaben von Unternehmenschef Andrej Kobolew gilt der Stopp, bis die Gespräche über die Höhe des Gaspreises wieder aufgenommen werden...]

Gas könnte knapp werden in der Ukraine....

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 12. April 2014, 18:56

Passiert jetzt das Gleiche wie auf der Krim? Videos und Fotos aus der Stadt Slawjansk legen das nahe. Dort halten pro-russische Aktivisten die Geheimdienstzentrale und eine Polizeiwache besetzt.

Putin zwingt die Ukraine mit seinem Gaspreis in die Knie?
Immerhin verlangt er pro 1000 cbm ca. 120 Dollar mehr als von der EU....dabei wollte er doch angeblich dem Land helfen? Was laufen hier für linke Spielchen.....?

http://www.n-tv.de/politik/Russische-Kr ... 51921.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 13. April 2014, 08:39

"Nach der Erstürmung mehrerer Gebäude der Sicherheitsdienste im ostukrainischen Slawjansk durch bewaffnete prorussische Gruppen hat das Innenministerium einen "Anti-Terror-Einsatz" gestartet. Einheiten aller Sicherheitskräfte des Landes seien beteiligt, schreibt Innenminister Arsen Awakow..."

Ob Putin still hält? Letztlich würde er nicht anders reagieren.....
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Danny_1000 » 13. April 2014, 10:12

augenzeuge hat geschrieben:"Nach der Erstürmung mehrerer Gebäude der Sicherheitsdienste im ostukrainischen Slawjansk durch bewaffnete prorussische Gruppen hat das Innenministerium einen "Anti-Terror-Einsatz" gestartet. Einheiten aller Sicherheitskräfte des Landes seien beteiligt, schreibt Innenminister Arsen Awakow..."

Ob Putin still hält? Letztlich würde er nicht anders reagieren.....AZ

Der Kommentar einer Leserin der Süddeutschen passt ganz gut:
Terroristen führen Anti-Terro-Einsatz durch

so könnte man es auch nennen,denn die Übergangsregierung ist ja mit und durch Terror an die Macht gekommen,angehaucht mit brauner Farbe!
Nun wollen diese die Bürger,Demonstranten in der Osturkraine wie Terroristen wohl entsorgen.
Wie hätte der Westen aufgeschrien,wenn Janukowitsch seinerzeit gesagt hätte,er startet gegenüber den Besetzern der Regierungsgebäude einen Anti-Terroreinsatz?

Und nun?? Man hört vom Westen nur einseitige Putinhetze,die Menschen spielen in der Ukraine keine Rolle für diesen verlogenen Westen.
Diese Heuchelei ist so etwas von widerwertig,der Westen lügt,dass sich die Balken biegen,eigene Schuld wird abgewälzt,man redet sich ein,der böse Putin ist an alles Schuld!....
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 13. April 2014, 10:26

Danny_1000 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:"Nach der Erstürmung mehrerer Gebäude der Sicherheitsdienste im ostukrainischen Slawjansk durch bewaffnete prorussische Gruppen hat das Innenministerium einen "Anti-Terror-Einsatz" gestartet. Einheiten aller Sicherheitskräfte des Landes seien beteiligt, schreibt Innenminister Arsen Awakow..."

Ob Putin still hält? Letztlich würde er nicht anders reagieren.....AZ

Der Kommentar einer Leserin der Süddeutschen passt ganz gut:
Terroristen führen Anti-Terro-Einsatz durch

so könnte man es auch nennen,denn die Übergangsregierung ist ja mit und durch Terror an die Macht gekommen,angehaucht mit brauner Farbe!
Nun wollen diese die Bürger,Demonstranten in der Osturkraine wie Terroristen wohl entsorgen.
Wie hätte der Westen aufgeschrien,wenn Janukowitsch seinerzeit gesagt hätte,er startet gegenüber den Besetzern der Regierungsgebäude einen Anti-Terroreinsatz?

Und nun?? Man hört vom Westen nur einseitige Putinhetze,die Menschen spielen in der Ukraine keine Rolle für diesen verlogenen Westen.
Diese Heuchelei ist so etwas von widerwertig,der Westen lügt,dass sich die Balken biegen,eigene Schuld wird abgewälzt,man redet sich ein,der böse Putin ist an alles Schuld!....


Dass empfindest du als passend? [denken] Hier besetzen Leute Regierungsgebäude und die Regierung soll dagegen nichts tun? Was sollen die denn tun? Abwarten bis die Ostukraine weg ist?
Kann ich nicht nachvollziehen....andere hätten schon Panzer aufgefahren...... [blush]
AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 13. April 2014, 11:23

Hier mal ein passendes Beispiel dafür, warum es heute auch schon vielen Russen egal ist, von wem sie da eigentlich laufend regiert werden:

[hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 13. April 2014, 11:49

Russische Flagge über dem Rathaus

Zitat:
In Slawjansk hatten pro-russische Aktivisten gestern Kontrollposten rund um die Stadt errichtet und das Polizeipräsidium und die Zentrale des Geheimdienstes gestürmt. Auf dem Rathaus hissten die Besetzer die russische Flagge. Durch den Einsatz von Tränengas und Rauchgranaten wurden mindestens drei Menschen verletzt. Awakow hatte bereits da eine "sehr harte Reaktion" angekündigt. Aktivisten hätten in Slawjansk zudem Hunderte Waffen erbeutet, meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die Polizei.

Auch in anderen Städten der Ostukraine war die Lage eskaliert. In Kramatorsk hätten Aktivisten nach einem Schusswechsel die Polizeizentrale eingenommen, teilte die Regierung in Kiew mit. Dabei soll es mindestens einen Verletzten gegeben haben. Eine organisierte militärische Einheit von mehr als 20 Männern in identischen Tarnuniformen stürmte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters das Gebäude mit automatischen Waffen. Sie seien mit mindestens zwei Bussen vorgefahren. Videoaufnahmen zeigten, wie die Männer Befehle von einem Kommandeur empfingen und auf dem Weg zu dem Gebäude Schüsse abfeuerten....]

http://www.tagesschau.de/ausland/ukrain ... kt134.html

Ist natürlich alles vom verlogenen Westen und von Kiew aus gesteuert!

Moskau weist Vorwürfe zurück - und warnt Kiew

Zitat:
Russlands Außenminister Sergej Lawrow wies die Vorwürfe in einem Telefonat mit seinem US-Kollegen John Kerry erneut zurück. Die schwere Krise sei von der "unfähigen" Regierung in Kiew hervorgerufen worden, sagte Lawrow nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Die ukrainische Führung ignoriere die Rechte der russischsprachigen Bürger. Er warnte die Regierung in Kiew vor einem bewaffneten Einsatz im Osten der Ukraine. Jegliche Anwendung von Gewalt gegen russischsprechende Menschen würde die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Konflikts unterlaufen, sagte Lawrow. ...]

Sagt doch alles! Gewalt gegen russischsprechende Menschen. Über den Satz sollte man mal nachdenken. Wo wird überall, außerhalb von Deutschland noch Deutsch gesprochen?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 13. April 2014, 11:58

Wurden da in Kramatorsk die Befehle vom Kommandeur in ukrainisch oder russisch gegeben?

Hab gehört, russisch sprechen in der Ukraine ist jetzt verboten.

Pentium, also in Neuschwabenland sprechen sie heute immer noch deutsch.

[hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 13. April 2014, 12:14

und so sieht es "Die Anstalt".

LG

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http://www.youtube.com/watch?v=BAFaWgo6 ... e=youtu.be


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
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Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 13. April 2014, 12:28

Spartacus hat geschrieben:und so sieht es "Die Anstalt".

LG

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http://www.youtube.com/watch?v=BAFaWgo6 ... e=youtu.be


Spartacus, war die "Drohung" mit der Anstalt jetzt an mich gerichtet? [wink]

Wiso heißt das eigentlich nicht mehr "Neues aus der Anstalt"? [wink]

[hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 13. April 2014, 12:35

Nein Tom nicht doch und keine Ahnung, ist ja auch egal, der Beitrag ist jedenfalls gut.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 13. April 2014, 12:48

Spartacus hat geschrieben:und so sieht es "Die Anstalt".

LG

Sparta

http://www.youtube.com/watch?v=BAFaWgo6 ... e=youtu.be


Spartacus, mich hat es gerade wieder von meiner original flaschengrünen italienischen Leder-Denker-Couch gehauen.
Nur gut das du den Krater vom Einschlag nicht siehst.
Ja diese Aufstände in Anstalten kenne ich aus meinem eigenen Leben.

"Genosse Pussy!" -----> "Busse!!!" [flash]

Ein alter Gag, den ich schon seit Jahren mir leiste, da gabs noch kein Euromaidan!

Möchte öfter Soljanka essen in Lokalen, erblicke dann das in der Speisekarte. aber manchmal fehlt ein winziger Zusatz.

Bei der Bestellung mustere ich aber vorher die Bedienungskraft, und erst danach frage ich:

"Sagen Sie mal, ist das eigentlich eine russische oder ukrainische Soljanka?" [wink]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 13. April 2014, 14:51

Zitat:
Beim Anti-Terror-Einsatz der Kiewer Regierung gegen pro-russische Separatisten im Osten der Ukraine soll es mehrere Tote und Verletzte gegeben haben. Auf Regierungsseite seien ein Geheimdienstoffizier getötet und fünf Menschen verletzt worden, berichtete Innenminister Arsen Awakow. Eine unbekannte Zahl an Opfern habe die Gegenseite erlitten. "Möge Gott mit uns sein", hatte Awakow zuvor auf Facebook verbreitet...]

http://www.t-online.de/nachrichten/spec ... nsatz.html

Da werden wohl in geraumer Zeit, im Sinne des Friedens, die Russische Truppen, die zufällig an der Grenze bereit stehen, eingreifen zum Schutze der russisch sprechenden Menschen.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 13. April 2014, 15:06

Sirius hat geschrieben:Gelöscht


Hmmm! [denken]

"Dieses Video wurde entfernt, weil
es gegen die YouTube-Richtlinie
zum Verbot von Videos verstößt,
durch die sich andere belästigt,
schikaniert oder bedroht fühlen."
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 13. April 2014, 19:13

In der Ostukraine wird die Stimmung zusehends aggressiver. Dies berichtet ARD-Korrespondent Bernd Musch-Borowska. Er wurde am Freitag während eines Interviews mit SRF von maskierten Männern abgeführt. Er erzählt nun, was vorgefallen ist, und was er als nächstes befürchtet.

http://m.srf.ch/news/international/der- ... dern-russe

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 13. April 2014, 21:29

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 13. April 2014, 23:33

Zu Donezk:

Was muß ich unter einer Separatistenregierung verstehen?
Und was versteht die Ukrainische Regierung unter Antiterror-Einheiten?
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 14. April 2014, 08:13

"Russland ist nicht Europa" - Russland auf der Suche nach Identität

Neue Kulturpolitik sieht strikte Abgrenzung vom Westen vor

In Moskau kursiert ein neuer Witz: "Heuer wird das Jahr der Kultur in Russland gefeiert. Darum haben wir auch nur höfliche Menschen auf die Krim geschickt." Mit "höflichen Menschen" haben die russischen Medien die Bewaffneten ohne Rang- und Hoheitsabzeichen umschrieben, die den Anschluss der Halbinsel an Russland sicherten.

Weniger höflich ist die Umschreibung, die Russlands Kulturminister Wladimir Medinski, selbst gebürtiger Ukrainer, für die Maidan-Bewegung übrig hat, die er als "herrlichen Mix aus naiven Romantikern, zynischen Politikanern und nazistischen Zöglingen, gleichsam Werwölfe, die aus dem Dunkel der westukrainischen Wälder ausgebrochen sind", bezeichnet.

Die Wortmeldung Medinskis ist kein Zufall. Der Konflikt in der Ukraine wird gerade in Moskau als Kulturkampf zwischen Ost und West verstanden. Und so steht auch das Konzept der neuen Kulturpolitik unter dem Leitmotiv "Russland ist nicht Europa". In dem Dokument heißt es, Russland müsse sich in seinem Kulturschaffen abgrenzen von westlichen Vorbildern, um eine eigene Identität zu stiften und Traditionen zu bewahren.

http://derstandard.at/1397301955646/Rus ... Identitaet
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 14. April 2014, 09:43

Die Identitätsfrage mal aus russischer Sichtweise

Identitätsfrage: Russische Nation sucht den gemeinsamen Nenner

Zitat:
Aus der neosowjetischen Sicht der Kommunisten ist das heutige Russland eine Art „Sowjetunion ohne Ideologie“, die wiederhergestellt werden muss.

Die meisten Russen betrachten ihr Land als multinationaler Staat in den aktuellen Grenzen und als Rechtsnachfolger des Russischen Reiches und der Sowjetunion. Diese These vertritt auch Präsident Wladimir Putin und die Partei Geeintes Russland. Forderungen nach einer territorialen Expansion werden nicht gestellt, aber die Grenzen des heutigen Staatsgebietes, inklusive der nicht-russischen Regionen, gelten als unantastbar. Russland hat nach wie vor Interessen in den postsowjetischen Republiken. Dort leben immer noch viele ethnische Russen, deren Rechte geschützt werden müssen.

Die dritte Gruppe findet, dass Russland ein Staat der Russen ist, dessen tragisches vorsowjetisches und sowjetisches Kapitel der Geschichte geschlossen werden sollte. Am besten sollten die von ethnischen Russen bewohnten Territorien angeschlossen werden, darunter die Krim, Nordkasachstan usw. Gleichzeitig sind diese Menschen der Ansicht, dass einige Regionen, vor allem der Nordkaukasus, besonders Tschetschenien, die Russische Föderation als unabhängige Staaten verlassen sollten.

Bei der Identitätsfrage kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Russen und Migranten aus den zentralasiatischen und nordkaukasischen Teilrepubliken. Die nationalistische bzw. extremistische Stimmung unter den Russen nimmt zu.

Der territoriale Aspekt der russischen Identität.
Die historische Besonderheit Russlands als größter Flächenstaat der Welt ist seit jeher ein wichtiger Grund für den Stolz der Russen. Gebietsverluste empfinden die Russen als schmerzhaft. Der Zerfall der Sowjetunion war ein traumatischer Erlebnis für die Russen und ihr Selbstbewusstsein. Der Krieg in Tschetschenien zeigte, dass Russland alles daran setzen wird, um Abspaltungen zu verhindern. Die Wiederherstellung der Kontrolle über diese Teilrepublik bildete das Fundament der beispiellosen Unterstützung des Präsidenten Putin durch das Volk in den frühen 2000er-Jahren. Die absolute Mehrheit der Bevölkerung hält die Bewahrung der territorialen Einheit Russlands für das wichtigste Element der russischen Identität, für das wichtigste Prinzip, nach dem sich der Staat richten sollte.

Der religiöse Aspekt.
Mehr als 80 Prozent der Russen bezeichnen sich als orthodox, während die Russisch-Orthodoxe Kirche fast schon als Staat im Staate angesehen wird und wichtige Bereiche der Politik beeinflusst. Offensichtlich ist die russische Art des slawischen Ideals das Zusammenwirken zwischen der säkularen und der religiösen Macht, zwischen dem Hohepriester und dem Imperator. Dennoch wirkt die Wiederbelebung des Glaubens nur oberflächlich und rituell. Das Ansehen der Kirche in der russischen Gesellschaft war in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr so hoch wie früher. Die Liberalen in Russland sind mittlerweile in eine offene Opposition zur Kirche übergegangen. Das orthodoxe Element der russischen Identität trägt kaum zur Wiederbelebung der Gesellschaft bei, in der Respektlosigkeit vor dem Gesetz, allgemeine Wut, Widerwillen gegen einfache Arbeit, nachlassende Moral und fehlendes Miteinander und Solidarität vorherrschen.

Der ideologische Aspekt.
Seit dem Mittelalter äußerte sich das russische Nationalbewusstsein darin, dass man sich vom Westen abgrenzte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion fühlten sich die Russen anfänglich auf verlorenem Posten, weil ihr Wertesystem durcheinander geraten war. Dieser Minderwertigkeitskomplex war eine schwere Bürde. Die Russen verloren ihn, als der oligarchische Kapitalismus und die Nato-Intervention in Ex-Jugoslawien ihre Illusionen über die „schöne neue Welt“ des Marktes und der Demokratie zerstörten. Nach Putins Einzug in den Kreml beschleunigte sich die Suche nach einem alternativen Entwicklungsmodell und anderen Werten. Es wurde verkündet, dass Russland „sich von den Knien erhebt“ und „eine Energie-Supermacht“ sei. Zu dieser Zeit wurde die Konzeption der „souveränen Demokratie“ formuliert, der zufolge Russland ein demokratischer Staat, allerdings mit seiner eigenen nationalen Spezifik ist, weshalb Ratschläge fehl am Platz seien, wie die Demokratie in Russland auszusehen habe.

Die Mehrheit der Russen sind überzeugt, dass ihr Land keine „natürlichen“ Verbündeten hat, so dass Russland als Teil der europäischen Zivilisation nicht automatisch bedeutet, dass sein Schicksal mit Westeuropa und Amerika verknüpft ist. Jüngere Russen sind durchaus positiv gegenüber der EU eingestellt und würden den Anschluss ihres Landes begrüßen. Sie befinden sich allerdings in der Unterzahl. Die meisten wollen hingegen einen demokratischen Staat auf russische Art aufbauen, ohne jegliche Hilfe bzw. Ratschläge vom Westen zu bekommen....]

http://de.ria.ru/opinion/20130715/266487506.html

mfg
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Anton Günther

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