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Grenzexkursion Kella - Volkerode

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von Heldrasteiner

Inhaltsverzeichnis

Lageplan

Begehung am 23.08.2009: Die Exkursion umfaßt die Strecke zwischen Kella (Kapelle im Grenzgebiet) und Volkerode (Agentenschleuse am Kolonnenweg). Ausgangspunkt ist der Kreuzweg an der Kapelle im Grenzgebiet.

Auf Teil 1 des Lageplans ist der Abschnitt bis zum „Grenzeck“ dargestellt

Teil 2 des Lageplans zeigt das Gebiet vom „Grenzeck“ bis oberhalb von Volkerode, wo sich die ehemalige Agentenschleuse befindet

Info zum Thema Kreuzweg

14 Stationen des Leisdensweges Jesu
In den meisten katholischen Kirchen finden sich entlang der Seitenwände Kreuzwegbilder oder auch Stationen. Anfänglich waren es nur 7 Stationen, heute sind in den Kirchen meist 14 Stationen aufgehängt, die auf eine Tradition in Jerusalem zurückgehen. Dort erinnert die Via Dolorosa, die Schmerzensstraße, an den Weg, auf dem Jesus das Kreuz aus der Stadt auf die Anhöhe Golgotha getragen hat. Am Karfreitag und anderen Tagen gehen die Pilger seit Jahrhunderten diesen Weg.

Die Kreuzweg-Stationen sind:
1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt
2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter
5. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen
9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt
11. Station: Jesus wird an das Kreuz genagelt
12. Station: Jesus stirbt am Kreuz
13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt.

Wenn keine Bilder vorhanden sind, finden sich zumindest kleine Kreuze an Stelle der Stationen. Die Gläubigen gehen den Kreuzweg für sich allein. Bei Kreuzwegandachten geht der Vorbeter in der Kirche die Stationen ab und betet jeweils laut einen Text. Neuere Kreuzwege sehen im Schicksal Verfolgter und Gefolterter den Leidensweg Jesu. Für den Kreuzweg gibt es viele Textvorlagen, die meist als kleine Bücher oder Schriften veröffentlicht sind.

Der Kreuzweg ist seit einigen Jahren von der Jugend wieder aufgegriffen worden. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend gibt dazu Bilder und Texte für den Kreuzweg heraus. Kreuzwege finden sich auch außerhalb der Kirchen. Die Stationen sind entlang eines Weges aufgestellt, der oft auf einen Berg führt, der dann meist Kalvarienberg heißt. Eckhard Bieger © www.kath.de

Kreuzweg

Zunächst einmal sind noch die fehlenden Stationen des Kreuzweges bei der Kapelle im Grenzgebiet zu zeigen:
















Exkursion

Blick von der Kapelle im Grenzgebiet in Richtung Wanfried, Hülfensberg, Heldrastein. Herrlicher Nebelteppich im Tal
Von der Kapelle im Grenzgebiet führt der Kolonnenweg in Richtung „Grenzeck“ und Pfaffschwender Kuppe
Der ehemalige Spurensicherungsstreifen ist inzwischen mit Eschen und Birken bewachsen
Rechts vom Kolonnenweg Blick ins Kellsche Tal
Holzlagerung auf dem ehemaligen Spurensicherungsstreifen
Auch Gräser des Kalkmagerrasens wachsen auf dem Streifen
„Grenzeck“ vom Kolonnenweg aus gesehen. In Bildmitte befand sich der Grenzzaun und führte den Berg hinauf zur Pfaffschwender Aussicht
Der Kolonnenweg führt weiter an der Pfaffschwender Kuppe vorbei. Der Grünbewuchs wird dichter, Gras überwuchert die Betonplatten in einer Senke
Zufahrt zum Kolonnenweg von Pfaffschwende aus
Der Kolonnenweg führt in den Wald
Ein Novum für mich: Der Kolonnenweg führt durch den Wald
Der erste steile Anstieg
Beim Blick zurück erkennt man erst die Steigung richtig
Der Kolonnenweg auch im Wald gut zu erkennen
Der größte Anstieg im Wald. Aus den Betonplatten wachsen Eschen heraus. In ein paar Jahren wird der Weg nicht mehr begehbar sein
Endlich ist der Anstieg geschafft, die Vegetation wechselt zu Nadelhölzern
Weggabelung – rechts führt der ehemalige Kolonnenweg nach Pfaffschwende und endet in der Dorfmitte; links führt der Weg zum „Grenzeck-Plateau“
Das „Grenzeck-Plateau“ in 490 m ü NN ist bald erreicht
Blick zum „Grenzeck-Plateau“. Wo früher die Grenzanlagen standen, starten heute Gleitschirmflieger
Das „Grenzeck“ lasse ich links liegen und begebe mich auf den Weg zur Gobert (542 m ü NN), der höchsten Erhebung im südlichen Eichsfeld
Eine Infotafel des Heimatvereins Pfaffschwende zeigt die vielfältigen Wandermöglichkeiten im ehemaligen Grenzgebiet auf. U.a. befindet sich hier auf hessischer Seite der Premiumwanderweg P4, der durch die hessische Schweiz führt, mit Wolfstisch, Salzfrau, Kalkofen, Schöner Aussicht und Silberklippe
Der ehemalige Spurensicherungsstreifen ist zwar bewachsen, das Gras jedoch relativ niedrig, weil zeitweilig Schafe als Rasenmäher eingesetzt werden
Links vom ehemaligen Kolonnenweg befand sich der Spurensicherungsstreifen, in Höhe der Bäume links davon der Grenzzaun
Wegweiser am Grünen Band. Durch den ehemaligen Todesstreifen führt der Weg nach Neuerode in die Hessische Schweiz
Abwechslungsreiches Wegprofil mit Gefälle und Steigungen. Hier kann man den ehemaligen Grenzverlauf noch sehr gut erkennen. Im Hintergrund die Gobert, die eigentlich Goburg heißt
Nach so vielen Anstiegen brauchen Mensch und Hund erstmal ne Pause und nen Schluck Wasser
Dann kann man auch den nächsten Aufstieg in Angriff nehmen
Blick zurück in Richtung „Grenzeck-Plateau“ - die ersten Gleitschirmflieger steigen auf
Aber jetzt wieder vorwärts. Ein herrliches Panorama bietet sich auf dem Gobert-Höhenzug
Und da ist auch eine Schutzhütte, das sog. „Sägewerk“. Genau richtig für ne Brotzeit mit Ahler Roter Wurscht
Und da befindet sich auch noch ein Rest vom Grenzzaun
Fünf Felder stehen noch als Mahnmal
Der Befestigungsbolzen bei der Grenzöffnung gelockert
Blick am Zaun entlang in Richtung Gobert
Als wäre der Zaun erst gestern zerschnitten...
Gedenktafel mit Sitzgruppe anläßlich der Grenzöffnung am 28.12.1989
Ehemaliger Kolonnenweg in Richtung Schöne Aussicht und Gobert
Vorbei am Abzweig Volkerode geht’s wieder bergauf
Oben angekommen, hat man eine herrliche Aussicht auf das östliche Werratal und kann bis zur Windleite schauen. Auf dem Bild nicht erkennbar ist am Horizont der Ort Effelder mit seinem charakteristischen Domdach
Blick auf das östliche Werratal und den Hainich vom Kolonnenweg aus
In Höhe „Schöne Aussicht“ sieht man im Hintergrund den Hohen Meißner, mit 750 m die höchste Erhebung im Werratal. Vor den Bäumen stand der Grenzzaun
Der Weg führt weiter in Richtung Uhlenkopf
In der Nähe des Uhlenkopfes an der Weggabelung befindet sich ein Relikt aus dem Kalten Krieg, das unbedingt gezeigt werden muß
Die Weggabelung mit Beschilderung. Links geht’s zur Burg Rothestein bei Bad-Sooden-Allendorf, geradeaus weiter zum Uhlenkopf und rechts ab Richtung Volkerode, zum Antennenhäuschen und zum Bilderstock
Genau an der Weggabelung rechts ist dieses Schild aufgestellt
Eine unscheinbare Betonröhre führt unter dem Kolonnenweg hindurch auf die hessische Seite
Ein richtiger Spurensucher-Begleiter findet auch im Wald den Tunnelausgang auf hessischer Seite
Der Eingang der Agentenschleuse auf hessischem Gebiet – unscheinbar
Blick zur Agentenschleuse (links des Kolonnenwegs) und dem Spurensicherungsstreifen, unter dem die Betonröhre hindurchführt
Blick von hessischer Seite zum Tunneleinstieg in Thüringen. Unter dem Trampelpfad befindet sich die Agentenschleuse
Und nun wieder den Weg zurück, um zum Antennenhäuschen zu gelangen. Dort lockt ein starker Kaffee den müden Wanderer
Vorher noch das schöne Panorama genießen
Drei Kilometer weiter ist das Antennenhäuschen auf der Gobert in Sicht
Nach einer ausgiebigen Pause mit viel Flüssigkeitszufuhr, noch ein kurzer Abstecher zum Bilderstock bei Volkerode
Und dann geht’s wieder schöne Aufstiege rauf in Richtung „Grenzeck“
Wieder vorbei am „Sägewerk“
Noch einen kurzen Abstecher zum „Grenzeck-Plateau“
Leider ist die einzige Bank bereits besetzt
An der Klippe bietet sich eine herrliche Aussicht auf Kella mit einigen Gleitschirmfliegern
Blick auf Plesse, Heldrastein, im Hintergrund der Hainich. Sehr dunstig gar der Große Inselsberg
Im Vordergrund die Pfaffschwender Kuppe, im Tal Volkerode
Vom Grenzeck geht’s den X5-Wanderweg nach Kella. Im Wald steht ein Eibenkreuz, das sich beim Einbruch des Muschelkalkfelsens gebildet hat
Der Wanderweg führt am ehemaligen Grenzzaun entlang und ist teilweise unwegsam. Aber dafür ist ein Grenzpfostenrest zu entdecken
Diese Eiben stehen unterhalb des Grenzecks dort, wo früher der Grenzzaun war. Am Fuß des Abhangs der Kolonnenweg
Nochmal vom X5 aus ein schöner Blick auf Kella
Der X5 führt in Höhe der Kapelle im Grenzgebiet auf den Kolonnenweg
Persönliche Werkzeuge