Langsamer Start des Wiederaufbaus

Hat früher manchmal Tag und Nacht für seine Partei gearbeitet: Uwe Harder, langjähriger Oberbürgermeister in Neumünster (1970-1988).
Das Grundgesetz ist verabschiedet - und die Bundestagswahl für die Schleswig-Holsteiner ein weiterer, bedeutender Schritt auf dem Weg zurück zur ersehnten Normalität. Einer, der damals in Kiel ebenfalls große Hoffnungen darauf setzt, ist der spätere SPD-Oberbürgermeister von Neumünster, Uwe Harder: "Der Wiederaufbau hatte ja so langsam aber sicher begonnen. Wohnungen waren zum Teil notdürftig wieder aufgebaut und hergerichtet worden. Die Wirtschaft wurde nach und nach wiederbelebt." Harder studiert 1949 als junger Mann in Kiel Jura und Volkswirtschaftslehre: "Die Bevölkerung hatte das Gefühl, mit der Wahl ging es einen Schritt weiter, hin zu einem organisierten Staatswesen."
Lagerwahlkampf zwischen CDU und SPD
Allerdings ist Deutschland nicht nur durch die sich anbahnende Ost-West-Problematik auf dem Weg zu einem geteilten Land. Auch innerhalb Westdeutschlands geht ein tiefer Riss durch die Bevölkerung. Denn während des Bundestagswahlkampfs 1949 wird immer mehr deutlich, dass eine grundlegende Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung der jungen Republik bevorsteht. "Das war ein Lagerwahlkampf, ganz klar", sagt Uwe Harder heute. Auf der einen Seite stehen CDU und FDP, auf der anderen Seite vor allem die Sozialdemokraten. Konrad Adenauer und Ludwig Erhard sind die entscheidenden Männer der neu gegründeten Christlich Demokratischen Union, die ohne Kompromisse für eine starke Anlehnung an den Westen und an die USA eintreten.
Angst vor dem Kommunismus
Adenauer ist damals überzeugt davon, dass die einzige Chance, einer kommunistischen Diktatur zu entgehen, in der Westintegration Deutschlands liegt. Dafür geht er auch das Risiko ein, dass die Deutschen im Osten langfristig im Machtbereich der Sowjetunion bleiben könnten. Auf der anderen Seite: Kurt Schumacher, der charismatische Kopf der Sozialdemokraten, der sich für ein neutrales und sozialistisches Gesamtdeutschland stark macht.
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Richtig, das lesend erinnere ich mich auch wieder an diese Lautsprecherwagen. Es war das Jahr meiner Einschulung und da erinnere ich mich auch, dass es für uns Kinder noch die Schulspeisung gab. Wir hatten also immer unser " Essengeschirr " dabei und erhielten täglich eine warme Mahlzeit in der Schule, da es in den Nachkriegsjahren oftmals in den Familien an ausreichender Verpflegung mangelte.
Mein Großvater fuhr beispielsweise oft nur mit trockenem Brot und Salz drauf zur Arbeit auf die Werft.
Achtung: In der Schule gab es gelegentlich auch mal einen " hinter die Löffel " oder auf die Finger, was damals nicht verboten war. Fand ich aber immer besser als nachsitzen oder lange Strafarbeiten schreiben zu müssen...
![Gluecklich [grins]](./images/smilies/grins.gif)







