Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Interessierter » 15. August 2019, 11:19

von Karlheinz Reimann,
geschrieben im Oktober 2014, aktualisiert im Januar 2019

Dies ist meine Geschichte über den erfolglosen Versuch der Stasi in Karl-Marx-Stadt, mich als IMV, als inoffiziellen Mitarbeiter mit Feindberührung anzuwerben, ursprünglich geschrieben für die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen auf www.bstu.bund.de unter dem Titel "NEIN-Sager", auch unter Nutzung von Dokumenten der Behörde aus meiner Akte.

Wieso bin ausgerechnet ich, der sich zuweilen auch nicht mit Kritik am System der DDR zurückhielt, 1974 für die Stasi interessant geworden? Heute bin ich sicher, dass dies nach einer gut gemeinten Empfehlung zur Förderung meiner beruflichen Karriere geschehen ist. Mein Freund Rudi B. musste um 1969 für seine Tätigkeit beim Rat des Bezirkes Karl-Marx-Stadt im Abendstudium die mittlere Reife nachholen. Über viele Monate haben wir dafür gemeinsam Stoff und Prüfungsaufgaben in Mathematik, Physik und Deutsch geübt. Später hat er mir in einer brisanten Angelegenheit eine sehr wichtige Information aus dem zentralen Speicher der Stasi auf dem Kassberg beschafft - ein unglaublicher Husarenritt! - mit der ich Verleumdungen und Angriffe aus dem Gemeindeamt (hier saß nach Aktenlage der Stasi viele Jahre ihre munter sprudelnde Quelle) und des SED-Klüngels in Kleinolbersdorf widerlegen konnte.

Aber das ist wohl nicht die einzige Dankbarkeit gewesen, die er mir - auch zu seinem Nutzen - erwiesen hat. Fachlich war ich für Stasi-Leutnant Bernd Walther eine Fundgrube: Spezialist für Elektronik und Datenverarbeitung mit Hochschulabschluss, erfahrener Funker, im gestandenen Alter von 35 Jahren, mit fester Familienbindung, parteilos und zur Tarnung mit umfangreicher Verwandtschaft und Bekanntschaft im Westen. Was er bis dahin noch nicht wusste: Charakterlich war ich völlig ungeeignet. Denn wer bestrebt ist, aufrichtig und ehrlich durchs Leben zu gehen, kann andere Menschen nicht mit Legenden, Täuschungen und dem ständigen Missbrauch ihres Vertrauens - den alltäglichen Werkzeugen der Stasi - bearbeiten. Und so wurden die Gespräche mit der Stasi zu einer Enttäuschung für meinen zukünftig vorgesehenen Führungsoffizier Bernd Walther.

Es ist eine Geschichte wie viele andere auch, die erfolglos verlaufen sind, weil die oder der Angesprochene den Mut aufgebracht hat, NEIN zu sagen. Aber mehr als eine Million Menschen in der DDR und bis 1990 einige Tausend vor allem in der BRD sollen nach vorsichtiger Schätzung zeitweilig - manche über viele Jahre - für ein Salär bereitwillig als Informanten für die Stasi tätig gewesen sein. Von wegen "mit uns hätten sie das nicht machen können"! Ich habe beruflich viele Jahre lang technische Dokumentationen zur Verfügung gehabt, die von einem Mitarbeiter oder dem Leiter eines Rechenzentrums in der BRD den Informationsbeschaffern der Stasi verkauft worden sind, damit Robotron funktionell identisch IBM werden konnte.

Viele dieser Geschichten sind inzwischen vertuscht, verdrängt, verblasst oder vergessen. Weil es meine eigene Geschichte ist, darf ich authentisch davon berichten. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall soll für interessierte Nachgeborene nachlesbar bleiben, wie man in der DDR durch die Stasi auch als unbescholtener Bürger völlig überraschend in belastende Bedrängnis geraten konnte. Leichtfertig oder arrogant darüber reden kann heute jeder, dem solche Erfahrung erspart geblieben ist und der seine charakterliche Standfestigkeit damals nicht beweisen musste.

Die Geschichte geht hier weiter:
https://www.chemnitzer-geschichten.de/i ... -den-strom
Interessierter
 

Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Volker Zottmann » 15. August 2019, 13:25

Wilfried,
wieder ein Beitrag, "nur eingestellt"....

Richtig wäre es und angebracht, dass den mal alle lesen, die immer noch an der DDR und deren "Errungenschaften", die für sie flöten gingen, hängen.
Der zweite Teil in Gänze wird heute abend gelesen, den vom Schriftsteller aufbereitete. Ist ja doch ein ganzer Packen, samt eingestellter Akten.

Ich danke Dir jedenfalls für diesen Link.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 15. August 2019, 13:29

Hut ab vor solchen Menschen mit diesem inneren Koordinatensystem .
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon pentium » 15. August 2019, 13:37

Dazu den Thread Nein-Sager

Beitragvon Interessierter » 28. März 2014, 11:27
Die Geschichte einer gescheiterten IM-Anwerbung. Ein Beispiel aus Chemnitz

Das Archiv der Stasi-Unterlagen-Behörde enthält auch zahlreiche Dokumente über Menschen, die sich couragiert der Stasi verweigert haben. Der Chemnitzer Diplomingenieur Karlheinz Reimann beschreibt, wie ihn die Stasi als inoffiziellen Mitarbeiter anwerben wollte und wie er der DDR-Geheimpolizei erfolgreich einen Korb gab. Trotz Angst und trotz erheblichem Druck.

Dies ist die Geschichte meiner versuchten Anwerbung als inoffizieller Mitarbeiter des MfS. Nicht als gewöhnlichen IM, sondern als IMV, also IM mit Feindberührung. Weil es meine eigene Geschichte ist, kann ich das Erlebte offen legen, über die methodische Vorgehensweise des MfS berichten und über meine Befindlichkeit während dieser Zeit sprechen, meine Stasi-Akte öffnen und zeigen, dass es auch möglich war, "nein" zu sagen. Weiter möchte ich auch zeigen, wie wichtig und hilfreich die Stasi-Akten sind, um sich gegen verleumderische Anschuldigungen zu wehren.

Bild
Im Herbst '89 legte der Chemnitzer Diplomingenieur Karlheinz Reimann seine Angst vor der Stasi ganz ab. Er beteiligte sich an Kirchenversammlungen und Demonstrationen in Karl-Marx-Stadt, so hieß Chemnitz in der DDR. Seine Motivation war der Ausreiseantrag der Familie seines Sohnes im Juni '89. Im Herbst '89 wurde er Chemnitzer Sprecher der neugegründeten Bürgerbewegung NEUES FORUM und organisierte Kirchenversammlungen in Kleinolbersdorf/Altenhain - die zweite just am 9.November, als die Mauer fiel. Quelle: BStU / Weiße

Diesen längeren und interessanten Bericht mit Dokumenten aus den Stasiakten findet man hier ;
http://www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/ ... rbung.html
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon augenzeuge » 15. August 2019, 16:46

Merkur, was sagst du dazu?
AZ
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Merkur » 16. August 2019, 06:32

augenzeuge hat geschrieben:Merkur, was sagst du dazu?
AZ


Auf was willst Du hinaus?
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon karnak » 16. August 2019, 13:31

Interessierter hat geschrieben: Denn wer bestrebt ist, aufrichtig und ehrlich durchs Leben zu gehen, kann andere Menschen nicht mit Legenden, Täuschungen und dem ständigen Missbrauch ihres Vertrauens - den alltäglichen Werkzeugen der Stasi - bearbeiten.

Die Frage die sich mir bei solchen edelmütigen Aussagen und Lebeneinstellungen immer wieder mal stellt, ist denn solches Verhalten und solche Vorgehensweise prinzipiell abzulehnen, darf sowas niemals ein Mittel zum Zweck sein?
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 16. August 2019, 13:36

In der DDR wurde die Gesellschaft mit solchen Leuten unterwandert, Freunde bespitzelten Freunde, Ehepartner sich gegenseitig.
Darf sich jeder selbst fragen wie er dazu steht.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon karnak » 16. August 2019, 13:39

Das wollte ich nicht wissen, weiß das und es wäre nie nach meinem Geschmack gewesen. Ich wollte wissen ob diese Methoden prinzipiell abzulehnen sind oder ob man das nur der Stasi nicht zubilligt.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Merkur » 16. August 2019, 13:43

karnak hat geschrieben:Ich wollte wissen ob diese Methoden prinzipiell abzulehnen sind oder ob man das nur der Stasi nicht zubilligt.


Alle Geheimdienste arbeiten mit konspirativen Mitteln und Methoden. Warum sollte man das objektiv dem MfS nicht zugestehen?
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 16. August 2019, 13:43

Ich für meine Person billige so etwas niemanden zu.
Die Bevölkerung anzustiften sich gegenseitig zu bespitzeln ist das Letzte.
Das sind Methoden von Diktaturen.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 16. August 2019, 13:45

Ah , Merkur beim Nebelkerzen werfen.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Merkur » 16. August 2019, 13:47

Kumpel hat geschrieben:Ah , Merkur beim Nebelkerzen werfen.


Quatsch kein dummes Zeug, nur weil es nicht Deiner Ansicht entspricht.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon karnak » 16. August 2019, 13:53

Kumpel hat geschrieben:Ich für meine Person billige so etwas niemanden zu.
Die Bevölkerung anzustiften sich gegenseitig zu bespitzeln ist das Letzte.
Das sind Methoden von Diktaturen.

Auch das ist keine Antwort auf meine Frage. Die Dimension in der sich das MfS als politische Polizei betätigte und dabei solcherlei Methoden anwendete war eine einzige Katastrophe. Ich wollte aber wissen ob solche Methoden prinzipiell abzulehnen sind. Lügen, versprechen, hintergehen, abschöpfen, fahren unter falscher Flagge, sowas in der Art.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 16. August 2019, 14:15

Merkur hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:Ah , Merkur beim Nebelkerzen werfen.


Quatsch kein dummes Zeug, nur weil es nicht Deiner Ansicht entspricht.


Pass mal auf , ich quatsche kein dummes Zeug.
Wenn du aufmerksam gelesen hättest auf was Karnak da schreibt müsstest du hier jetzt nicht unhöflich werden.
Du kennst dich doch bestimmt gut aus , dann erzähl doch mal inwieweit der Verfassungsschutz , BND oder was weiß ich wer in die Zivilgesellschaft eingreift, sprich
haben die ebenso ein Netz in den Firmen oder Behörden wie die Stasi in der DDR?
Sowas braucht nur eine Diktatur.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 16. August 2019, 14:30

Das BKA oder andere Behörden haben sicherlich auch Leute im Einsatz die lügen ,täuschen und trixen müssen.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon karnak » 16. August 2019, 14:38

Zumindest arbeiten sie mit Methoden der Täuschung , mit ZuTrägern denen sie Legenden verschaffen und die sie zu vielen Dingen im Unklaren lassen, die sie für ihre Dienste entlohnen. Anders ist das Ganze gar nicht vorstellbar. Es gab führende Köpfe der Neonaziszene deren halbes Leben vom VS finanziert wurde.
Also mit politischer Diktatur hat das erstmal wenig zu tun, eher mit einem Willen zum Erfolg.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 16. August 2019, 14:45

karnak hat geschrieben:Also mit politischer Diktatur hat das erstmal wenig zu tun, eher mit einem Willen zum Erfolg.


Stimmt, das ist hierzulande allerdings nicht systemimmanent und mit einem Inlandsgeheimdienst a la Stasi oder KGB vergleichbar.
Apropos Vergleich Stasi-Verfassungsschutz : https://www.cilip.de/1990/09/27/editori ... ngsschutz/

Hübsches Zitat im Text von Heiner Müller:
„Der Hauptproduktionszweig in stalinistischen Strukturen ist die Produktion von Staatsfeinden: die hat im Stalinismus Vorrang vor der Schwerindustrie.“
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon karnak » 16. August 2019, 15:44

Kumpel hat geschrieben:
Hübsches Zitat im Text von Heiner Müller:
„Der Hauptproduktionszweig in stalinistischen Strukturen ist die Produktion von Staatsfeinden: die hat im Stalinismus Vorrang vor der Schwerindustrie.“

[flash] Kann sein und schwer zu begreifen, noch schwerer sich vorzustellen was sich für Möglichkeiten eröffnen könnten wenn man das Primat verlagern könnte.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon augenzeuge » 16. August 2019, 17:07

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Merkur, was sagst du dazu?
AZ


Auf was willst Du hinaus?


War die Werbung nicht oft so, wie der Mann es erlebt hat? Natürlich mit anderem Resultat für das MfS?
AZ
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Interessierter » 16. August 2019, 17:26

Merkur » 16. Aug 2019, 14:43

karnak hat geschrieben:
Ich wollte wissen ob diese Methoden prinzipiell abzulehnen sind oder ob man das nur der Stasi nicht zubilligt.

Alle Geheimdienste arbeiten mit konspirativen Mitteln und Methoden. Warum sollte man das objektiv dem MfS nicht zugestehen?


Moin Kumpel,
mit Nebelkerzen werfen hast du Merkurs Einlassung aber extrem vorsichtig beschrieben. Wer - wie er - bestimmte Stasimethoden allen Geheimdiensten unterstellt, das heißt auch den bundesdeutschen, der betreibt pure Schönrederei und verhöhnt dabei gleichzeitig die unzähligen Opfer unter den ehemaligen DDR - Bürgern.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Nostalgiker » 16. August 2019, 17:54

Interessierter, ich gehe davon aus das Merkur das Problem schon sehr gut einschätzen kann, im Gegensatz zu dir, dessen "Wissen" von der Internetseite bpb, dieser komischen "Stasi" Zeitung und dem Sensationsblatt aus Hamburg stammt.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Kumpel » 16. August 2019, 18:37

Nostalgiker hat geschrieben:Interessierter, ich gehe davon aus das Merkur das Problem schon sehr gut einschätzen kann, im Gegensatz zu dir, dessen "Wissen" von der Internetseite bpb, dieser komischen "Stasi" Zeitung und dem Sensationsblatt aus Hamburg stammt.


Das sind ja jetzt nicht die schlechtesten Quellen wenn man bedenkt was Merkur hier kürzlich als "spannende" Lektüre empfohlen hat.
Da wird mal fix ein Akteur zum Zeitzeugen umgemodelt.
Kumpel
 

Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Nostalgiker » 16. August 2019, 23:17

Du solltest mal deine persönliche Definition was ist ein Zeitzeuge überdenken.
Offenbar hast du ziemliche Probleme damit.
Das wird mal fix ein Staatsfeind oder ein Krimineller zum Widerständler gegen das System umgemodelt.

Ein Akteur ist kein Zeitzeuge, nur einer der passiv war/ist aber die Situation vehement kritisiert ist ein Zeitzeuge ......, was für ein Schmarr'n ......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Merkur » 17. August 2019, 05:41

augenzeuge hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Merkur, was sagst du dazu?
AZ


Auf was willst Du hinaus?


War die Werbung nicht oft so, wie der Mann es erlebt hat?
AZ


Meines Erachtens nach nicht.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Nostalgiker » 17. August 2019, 08:10

Aus eigenem erleben kann ich Merkur beipflichten, so lief eine 'Anwerbung' in der Regel nicht ab.

Und nein Augenzeuge ich werde mich über diese Episode in meinem Leben hier in diesem Forum nicht weiter äußern.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Volker Zottmann » 17. August 2019, 12:59

Ob einer für oder gegen die DDR war ist schnurz piepe. Zeitzeuge ist er trotzdem. Gerade, wenn er eigenes Erleben schildert.
Scheint einer hier nicht zu begreifen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon karnak » 17. August 2019, 13:56

[grin] Eines musst Du aber zugeben, bei den Dingen in die nur relativ wenige involviert waren sollte man sich vielleicht auf die Schilderungen und Erklärungen deren konzentrieren die nun damit zu tun hatten und nicht auf die , die mal was davon gehört haben.
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Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Interessierter » 17. August 2019, 14:05

Moin Kristian,
deine Aversion gegen Zeitzeugen ist ja nun weithin bekannt. Du kannst ja gerne sie ganz oder in Teilen versuchen als Lügner hinzustellen; aber als ehemaliger Angehöriger eines Geheimdienstes der seine Bürger im Laufe der Jahrzehnte tausend- oder eher millionenfach belogen hat, wirst du dadurch sicherlich nicht glaubwürdiger und scheinst irgendwie nicht unbedingt der Richtige zu sein, dem es zusteht Zeitzeugen ihr Erlebtes zu bestreiten.
Interessierter
 

Re: Mein Tanz mit der Stasi in Karl-Marx-Stadt

Beitragvon Volker Zottmann » 17. August 2019, 14:10

karnak hat geschrieben:[grin] Eines musst Du aber zugeben, bei den Dingen in die nur relativ wenige involviert waren sollte man sich vielleicht auf die Schilderungen und Erklärungen deren konzentrieren die nun damit zu tun hatten und nicht auf die , die mal was davon gehört haben.

Wenn ein Opfer seinen "Weg" beschreibt, wird der Täter gern verharmlosen.
Was soll da eine Gegenrede bringen?
Nur der Zeitzeuge weiß, was genau er erlebt hat.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

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