es werden wieder mal die hervorragenden "Fähigkeiten" unserer Ermittlungsbehörden bewiesen.
Geheimdienst-Kontrolleure dringen auf rasche AufklärungAus der Chronologie geht hervor, dass sich die Behörden seit Ende 2015 nahezu wöchentlich mit dem Tunesier befassten.
Er wurde als islamistischer Gefährder eingestuft, fiel mehrfach als Krimineller auf, wurde als Asylbewerber abgelehnt und wurde dennoch nicht in Abschiebehaft genommen.
Zeitweise galt er als abgetaucht.
Von einem marokkanischen Geheimdienst wurde im Herbst 2016 mehrfach vor ihm gewarnt.Der stellvertretende PKGr-Vorsitzende André Hahn sagte vor der Sitzung, ihn interessiere insbesondere, wie es angehen könne,
dass zwei Tage nach einer Warnung des marokkanischen Geheimdienstes eine Telefonüberwachung Amris beendet worden sei. „Das ist mir überhaupt nicht nachvollziehbar“, sagte er. „Wo sind also die Informationen versackt und versandet? Wer trägt dafür die Verantwortung?“
Das Grünen-Mitglied im PKGr, Christian Ströbele, sagte,
rund sieben Wochen vor dem Anschlag seien Passdaten Amris aus Tunesien übermittelt worden. Da stelle sich etwa die Frage, warum anschließend nicht unmittelbar das Abschiebungsverfahren eingeleitet worden sei. Zu klären sei auch, ob Amri möglicherweise mit Geheimdiensten zusammengearbeitet habe.
Ihm sei ein halbes Dutzend schwere Straftaten vorgeworfen worden, dennoch seien Verfahren gegen Amri – etwa wegen Sozialbetrugs – alle eingestellt worden. „Wer hat daran gedreht?“, fragte Ströbele.
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