Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon karnak » 28. März 2014, 09:07

Natürlich ist Russland eine Grossmacht, zumindest hat es alle Voraussetzungen dazu.Das mag nun einigen nicht gefallen, die sich für die besseren Menschen halten,aber an dieser Tatsache kommen wir einfach nicht vorbei.
Was diese Krim Geschichte angeht,natürlich hat die Sache auch für mich ein Geschmaeckle,Fakt ist aber,dieses Gebiet gehörte wohl immer mehr zu Russland als zu einem anderen Land.Das hat der Buergerentscheid nun mal gezeigt und auch die überall gezeigte Begeisterung der Bevölkerung nach dem Memorandum.Daran kommt auch die UNO nicht vorbei und Putin weiß das auch.Letztlich hat er seinem Volk das gegeben , was es von ihm in der Mehrheit erwartet.Ich bin da wieder bei meiner These,es geht nicht,dass Demokratie immer nur dann gut findet,wenn es in seine eigenen Interessen und Wertvorstellungen passt.Und die blödsinnigen und absolut undiplomatischer Aussagen eines US Präsidenten gipfeln darin.Bei den USA ist es doch einfach so,sie wollen und müssen sich,was ihre Politikschwerpunkte angeht,nach Innen zurueckziehen.Durch eine jahrzehntelange Katastrophale Außenpolitik haben sie ihr eigenes Land in üble ökonomische Schwierigkeiten gebracht.Das zu bereinigen verlangt das Volk von ihrer Administration.Und solange man damit Zutun hat,soll der REST des Westens die "Angelegenheiten "wenigstens am Köchen halten.Das ist ZUMINDEST nicht klug aus unserer Sicht,wenn wir uns vor dem Karren solcher Leute spannen lassen,wenigstens wenn wir an die Globalisierung glauben wie an die Demokrati
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. März 2014, 09:25

...Fakt ist aber,dieses Gebiet gehörte wohl immer mehr zu Russland als zu einem anderen Land...

Schon immer zu Rußland?

Bis zum Russisch-Türkischen Krieg (1768–1774) war das Khanat der Krim ein Vasallenstaat des Osmanischen Reichs.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Neun » 28. März 2014, 11:35

Ein für deutsche Medien geradezu revolutionärer Kommentar...

Unterstützt Deutschland in Kiew die Falschen?. Rechte Swoboda regiert, keinen interessiert's

http://n-tv.de/politik/Unterstuetzt-Deu ... 49706.html
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 28. März 2014, 11:59

Mächtig viel Главное разведывательное управление Генерального штаба ВС auf der Krim, oder? [wink]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. März 2014, 12:04

Sorge um Geschäftsbeziehungen: Auch Bahn-Chef Grube reist nach Russland

Zitat:
Siemens-Chef Kaeser war schon da, Rüdiger Grube will bald folgen. Mit dem Bahn-Chef reist bereits der zweite deutsche Konzernchef nach Russland, um trotz Krim-Krise geschäftliche Kontakte zu pflegen. Das Echo in der Politik ist geeilt...]

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 61186.html

Deeskalation?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Neun » 28. März 2014, 12:05

In der Situation doch durchaus verständlich @Tom.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 28. März 2014, 12:25

Neun hat geschrieben:In der Situation doch durchaus verständlich @Tom.


Ja, ist schon klar.
Mir reichten schon die ersten Bilder von den "Truppen". [wink]

Aber macht ruhig weiter hier. [hallo]

Was wohl nur mein Freund Oleg jetzt macht? [frown]

Im März 2012 sollte ich meinem Freund Oleg deutsche Literatur und Sprichwörter lehren.

Ich schrieb ihm zum Beispiel folgende beiden Sprichwörter auf, worauf ich das Copyright besitze:

"Wie man in den Wald hineinruft - so liegt man!"

"Wie man sich bettet - so schallt es heraus!"

Nun ist Oleg aber ein heller Kopf, und mußte mächtig darüber lachen. [wink]

Auch ist er ein ausgezeichneter Ikonenmaler. [bravo]

Des Nachts (sonst hätte es mächtig Ärger gegeben) brachte er mir dann unter 4 Augen Abwehrtechniken bei, zum Beispiel "DIE KATZE"! [wink]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. März 2014, 12:42

Auch interessant:

Die Schweiz und ihre Oligarchen
Sie bauen am Genfersee französische Schlösser nach, kaufen Goldminen, Bohrinseln und schaffen Milliardenkonzerne:
Wie mächtige Russen wie Viktor Vekselberg von der Schweiz...]

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/28573134

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 28. März 2014, 13:07

augenzeuge hat geschrieben:Kann man alles sehen, Sparta....(mit Strg und + wirds größer...) [super]

Bild

AZ


Wer waren denn außer Russland die anderen zehn, die für Russland gestimmt haben?

Armenien
Weißrussland
Bolivien
Kuba
Nord Korea
Nicaragua
Sudan
Syrien
Simbabwe
Venezuela

Wenn man Armenien, Bolivien und Nicaragua nur als "normale" Demokratien ansieht, dann sind die anderen sieben ja wahre Musterdemokratien. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon karnak » 28. März 2014, 15:10

pentium hat geschrieben:...Fakt ist aber,dieses Gebiet gehörte wohl immer mehr zu Russland als zu einem anderen Land...

Schon immer zu Rußland?

Bis zum Russisch-Türkischen Krieg (1768–1774) war das Khanat der Krim ein Vasallenstaat des Osmanischen Reichs.

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[flash] Das mag schon stimmen,aber seit 1783 wurde die Krim von Katharina der II., ist nicht unsere Kanzlerin Fan von der,"Für immer und a ewig "zu Russland gehörig deklariert.Das sind 230 Jahre Russland,bzw.SU wenn ich richtig rechne. [grin]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. März 2014, 15:19

Der Moskauer Großfürst Iwan der Große geb. 1440 in Moskau; † 27. Oktober 1505 gillt de facto als Begründer eines zentralisierten russischen Staates.
Und 1505 gehörte die Krim noch nicht zu Russland. Also kann die Krim nicht schon immer zu Russland gehört haben. So jetz aber Schluss mit dieser Haarspalterei!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon karnak » 28. März 2014, 15:48

Also meine "Haarspalterei ist aus Wikipedia. [grin]
Und nur ein Tipp,Du könntest Dich jetzt darauf berufen,dass Chruschtschow die Krim an die sozialistische Sowjetrepublik Ukraine "verschenkt" haben soll,was immer das bedeutet und wenn Du denn das willst. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 28. März 2014, 16:00

Haarspalterei?

Da habsch dat für gefunden.

http://www.stupidedia.org/stupi/Haarspalterei
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. März 2014, 16:00

Wollen wir jetzt hier die russische Geschichte vom Kiewer Russ bis heute durchnehmen? Ich denke nicht!
Wenden wir uns lieber diesem offenem Brief zu:

34 in Deutschland lebende Kulturschaffende aus der Ukraine und Russland haben einen Offenen Brief an Präsident Putin geschrieben, unter anderem die Schriftsteller Katja Petrovskaja und Wladimir Kaminer. Sie fordern, den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine zurückzunehmen.

ffener Brief der in Deutschland lebenden Landsleute, russischsprachigen Kulturschaffenden und Vertreter der Zivilgesellschaft mit dem Aufruf, eine militärische Eskalation in der Ukraine zu verhindern.

Sehr geehrter Wladimir Wladimirowitsch Putin!


Schon seit einigen Monaten beobachten wir mit stockendem Herzen die Entwicklung der politischen Krise in der Ukraine. Nach einer langen Konfrontation zwischen Demonstranten und Regierung auf dem Maidan geriet die Situation außer Kontrolle und endete in Blutvergießen.

Zu den Opfern gehören Dutzende Protestierende wie auch Polizisten. Erst dank der Bemühungen der Weltgemeinschaft gelang es am 21. Februar 2014, die blutige Gewalt zu stoppen und einen Waffenstillstand zu bewirken, der bis jetzt andauert. Viktor Janukowitsch begab sich aus Angst vor Strafverfolgung auf die Flucht und fand provisorische Zuflucht in Russland. Um die politische Krise zu lösen, schrieb die Werchowna Rada der Ukraine vorgezogene Wahlen aus, die am 25. Mai 2014 stattfinden sollen. Es ist zudem kein Geheimnis, dass sich die ukrainische Wirtschaft am Rande eines Bankrotts befindet.
In dieser äußerst schwierigen Lage wurde von vielen Seiten Hilfe von Russland für den brüderlichen, aber souveränen ukrainischen Staat erwartet. Diese Hilfe hätte, davon sind wir zutiefst überzeugt, auch geleistet werden können: mit den versprochenen Krediten, mit humanitärer Hilfe oder im Rahmen von Expertenkonsultationen für einen Abbau der politischen Konfrontation und zur Unterstützung der Wirtschaft...]

Hier der gesamte Brief:
http://www.tagesspiegel.de/politik/offe ... 88076.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 28. März 2014, 16:06

Es geht nicht darum, wo etwas war, sondern darum, dass man entgegengesetzt aller Verträge und Zusicherungen ein selbst anerkanntes Land geteilt hat.
Auch wenn man eine vorübergehende Regierung nicht anerkennt, bleibt das völkerrechtswidrig, ohne wenn und aber.

Übrigens, weder ein Parlament, noch ein geflüchteteter Präsident, the one and only [flash] , der sich immer noch als legitimer Präsident betrachtet, hat dem zugestimmt..... [blush]

Was haben wir für ein Glück gehabt, dass Putin 1989 noch ein kleines Licht war..... [denken]

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon karnak » 28. März 2014, 16:31

Ergo,heißt also, egal was das Volk in einer Mehrheit will,das zählt erst mal nichts,es muss mindestens bis zur nächsten Wahl warten und dann den waehlen,der das will was das Volk will?
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 28. März 2014, 16:34

karnak hat geschrieben:Ergo,heißt also, egal was das Volk in einer Mehrheit will,das zählt erst mal nichts,es muss mindestens bis zur nächsten Wahl warten und dann den waehlen,der das will was das Volk will?


Nein, man muss dann nur das ganze Volk fragen....nicht nur die Bewohner einer Halbinsel! [grins]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon karnak » 28. März 2014, 16:46

Gut, einverstanden.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. März 2014, 17:15

Eine gute Frage von SPON

Ist der Krim-Sekt jetzt russisch?

Es geht jetzt um die Frage, welchen Status die Krim nach der Volksabstimmung und dem Beitritt zur Russischen Föderation eigentlich noch hat. Und was dieser Status für die Rechtsbeziehungen der Staaten untereinander bedeutet. Ganz konkret:

Können Ukrainer von der Krim weiterhin die erleichterten EU-Visabestimmungen in Anspruch nehmen, die seit Frühjahr 2013 gelten?

Was ist mit dem Eigentum der früheren Ukraine?

Was mit Staatsunternehmen, die nun an Russland fallen?

Was ist mit den Handelspräferenzen der EU für ukrainische Produkte, die auf der Krim hergestellt wurden? Kurzum: Ist der Krim-Sekt jetzt russisch?

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 61022.html

Nur gut das ich mehr auf Rotkäppchen Sekt stehe

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. März 2014, 18:16

Interessanter Artikel

Teufelspakt für die Ukraine
Schon in den Weltkriegen setzte sich Deutschland für die Unabhängigkeit des Landes ein. Das macht Russland misstrauisch.

Zitat:
Die Krim war nie integraler Bestandteil der Ukraine, sie ist ihr erst 1954 in einer selbstherrlichen Geste von Nikita Chruschtschow zugeschlagen worden, und er konnte dies umso leichter tun, als die Ukraine wie auch die übrigen Teilrepubliken der Sowjetunion eher den Charakter von Verwaltungseinheiten hatten, die mit einer nationalen Identität mehr oder weniger künstlich ausgestattet worden waren...]

Zitat:
Aber weder die Ukraine noch Weißrussland, noch irgendeine der neu geschaffenen Entitäten waren jemals als souveräne Staaten gedacht worden. Dass sie heute als solche auftreten und akzeptiert werden, ist vor allem eines: ein Missverständnis der ehemaligen sowjetischen Nationalitätenpolitik. Aber auch sie konnte eine nicht russische Identität der Ukraine nur aus dem Westen des Landes herleiten, dessen Besitz zwischen Polen, Österreich-Ungarn und Russland mehrfach wechselte. Kiew und der Osten waren immer russisch...]

Hier der Artikel
http://www.zeit.de/2014/14/ukraine-unab ... t#comments

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 29. März 2014, 10:53

Russland sendet Signale der Entspannung.....zugleich ist eine Rückgabe der Krim jedoch aussichtslos....
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 69847.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 29. März 2014, 13:13

karnak hat geschrieben:Was diese Krim Geschichte angeht,natürlich hat die Sache auch für mich ein Geschmaeckle,Fakt ist aber,dieses Gebiet gehörte wohl immer mehr zu Russland als zu einem anderen Land.


Die Osmanen waren davor "Eigentümer" dieser Insel, allerdings nicht die Mehrheit der Bewohner. Wenn irgend jemand ein Anrecht auf diese Insel hätte, dann wären es wohl am ehesten die Krim-Tartaren. Die lebten 1.200 Jahre auf dieser Insel, und waren über einen langen Zeitraum davon die Mehrheitsbevölkerung bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. 1944 wurden die Krim-Tartaren deportiert und nicht wenige davon kamen durch die Deportation um. Das nun Moskau, das die einheimische Bevölkerung deportierte, auch aus den Folgen der Deportation einen Anspruch auf das Eigentum dieser Insel ableitet, ist schon fragwürdig. Das ist genau die gleiche Politik wie Hitlers "Lebensraum im Osten"-Politik dies vorgesehen hatte - erobere ein Gebiet, deportiere die Bevölkerung und siedele Deine eigene Bevölkerung dann dort an. Dann hat angeblich Dir schon immer dieses Land gehört. Ja, so lief es öfters in der Geschichte ab, z.B. in den USA mit den Ureinwohnern. Aber man muss dann nicht ein Befürworter einer solchen Raub- und Mord-Politik werden.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 29. März 2014, 13:41

augenzeuge hat geschrieben:Was haben wir für ein Glück gehabt, dass Putin 1989 noch ein kleines Licht war..... [denken]

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Auch wenn ich von Kohl nie viel hielt, so hatte er damals die Situation richtig eingeschätzt. Es wurde damals der Begriff des "Fenster der Gelegenheit" verwendet. Die zwei Putschversuche 1991 und 1993 in Moskau zeigten, dass die Befürchtungen begründet waren. Aus dieser Angst resultierten neue Verhandlungen über einen früheren Abzug der WGT in der ehemaligen DDR. Als Resultat dieser Verhandlungen erfolgte dann der Abzug am 31.8.1994 statt am 31.12 1994. Aufgrund dieser Ereignisse (Putschversuche) und des Tschetschenienkriegs ab 1994, drängten die osteuropäischen Staaten auch mit Vehemenz in die NATO. Das sollte man heute nicht vergessen. Es wird ja heute von bestimmten Kreisen so getan, als wären die osteuropäischen Staaten vom Westen in die NATO gezwungen worden. Es war aber genau umgekehrt - die wollten unbedingt in die NATO. Im Prinzip war diese Entscheidung auch richtig. Denn man sieht, welche Gefahr ein solches Machtvakuum bedeutet, in dem sich Staaten wie die Ukraine befinden. Vielleicht sollte man auch die Ablehnung der Stalin-Note 1952 aus genau diesem Blickwinkel betrachten. Wäre ein neutrales Deutschland mit seiner strategischen Bedeutung in Mitteleuropa nie ein Krisenherd geworden?
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Neun » 29. März 2014, 19:26

"Russland in die Ecke gedrängt" Dax-Konzernchefs unterstützen Putin

Die Liste der Putin-Verteidiger wird länger. Nach Siemens-Chef Kaeser bitten auch die Vorstandsvorsitzenden von Adidas, Deutscher Post und ThyssenKrupp um mehr Verständnis und werfen dem Westen Fehler vor. Sanktionen halten sie für eine schlechte Idee.

"Man sollte vielleicht früher bedenken, was das Ergebnis ist, wenn man im Vorhof einer anderen Großmacht von außen für politische Veränderungen sorgt"
, sagte Post-Chef Frank Appel.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Dax-Konze ... 60956.html


Gut so...
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 29. März 2014, 20:31

Führende deutsche Wirtschaftsverbände warnen eindringlich vor Wirtschaftssanktionen gegen Russland in der Krim-Krise. Wer geschäftliche Verbindungen habe, habe "kein Interesse daran, dass es dem Partner schlecht geht", sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, dem "Handelsblatt". Der Handel mit Russland sichere "hierzulande rund 350.000 Arbeitsplätze".


http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirts ... efahr.html

350.000 ist schon heftig, sage ich mal so.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 29. März 2014, 20:43

Wenn die Heimat plötzlich fremd geworden ist

Zitat:
Binnen weniger Wochen hat sich für sie alles geändert: Seit Russland die Krim beherrscht, fliehen viele Ukrainer von der Halbinsel. Sie nehmen Familie und Katzen mit. Zurück bleibt ihr altes Leben.

Dschemilew, Ex-Vorsitzender des Rates der Krimtataren, spricht dagegen von schon mehr als 5000 Flüchtlingen allein aus seinem Volksstamm. Meist sind es Frauen und Kinder, viele zieht es in die Westukraine, in die Gebiete Lwiw (Lemberg) und Iwano-Frankiwsk.

Der Flucht gingen massive Drohungen voraus. "Es gab Anrufe, man werde uns umbringen. Leute wollten in unsere Wohnung eindringen", sagt Schanna.

http://www.stern.de/politik/ausland/kri ... 99612.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2014, 09:42

Sirius hat geschrieben: Auch wenn ich von Kohl nie viel hielt, so hatte er damals die Situation richtig eingeschätzt. Es wurde damals der Begriff des "Fenster der Gelegenheit" verwendet. Die zwei Putschversuche 1991 und 1993 in Moskau zeigten, dass die Befürchtungen begründet waren. Aus dieser Angst resultierten neue Verhandlungen über einen früheren Abzug der WGT in der ehemaligen DDR. Als Resultat dieser Verhandlungen erfolgte dann der Abzug am 31.8.1994 statt am 31.12 1994. Aufgrund dieser Ereignisse (Putschversuche) und des Tschetschenienkriegs ab 1994, drängten die osteuropäischen Staaten auch mit Vehemenz in die NATO. Das sollte man heute nicht vergessen. Es wird ja heute von bestimmten Kreisen so getan, als wären die osteuropäischen Staaten vom Westen in die NATO gezwungen worden. Es war aber genau umgekehrt - die wollten unbedingt in die NATO. Im Prinzip war diese Entscheidung auch richtig. Denn man sieht, welche Gefahr ein solches Machtvakuum bedeutet, in dem sich Staaten wie die Ukraine befinden. Vielleicht sollte man auch die Ablehnung der Stalin-Note 1952 aus genau diesem Blickwinkel betrachten. Wäre ein neutrales Deutschland mit seiner strategischen Bedeutung in Mitteleuropa nie ein Krisenherd geworden?


Warum verschwanden die Russen, die auf der Krim heute um jeden Zentimeter Einfluss kämpfen, nach 1990 so geräuschlos aus Ostdeutschland?

"Am Ende wäre es beinahe noch schiefgegangen. Zumindest war es unfassbar peinlich, wie Boris Jelzin den Taktstock des Polizeiorchester-Chefs schnappte und drauflos dirigierte. Wer den betrunkenen russischen Präsidenten sah, hat die Bilder nie vergessen: Eberhard Diepgen, damals Berlins Bürgermeister, wusste nicht, wohin er gucken sollte. Bundeskanzler Helmut Kohl lächelte gequält......."

http://www.zeit.de/2014/14/russen-soldaten-abzug-ddr

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 30. März 2014, 13:02

Na ja und jetzt vergleiche mal Jelzin mit Putin aus der Sicht von Russen.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 30. März 2014, 13:05

Spartacus hat geschrieben:Na ja und jetzt vergleiche mal Jelzin mit Putin aus der Sicht von Russen.

LG

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Oh, ich bezweifle, dass die alle gleich darüber denken....aber vergleichen kann man die doch eigentlich nicht..... [grins]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 30. März 2014, 14:04

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat ausgerechnet, wie teuer ein Handelsstopp mit Russland für deutsche Unternehmen werden könnte. Fazit: Nahezu alle Unternehmen könnten den Bruch mit Russland verschmerzen, berichtet die „Welt am Sonntag“ (Wams) unter Berufung auf Untersuchungsergebnisse des Instituts. Für die russische Wirtschaft allerdings wären sie schmerzhaft. Laut „Wams“ würden harte Sanktionen nur Nischenbranchen der deutschen Wirtschaft treffen Nur etwa 3,3 Prozent deutscher Exporte gingen an Russland – ein sehr kleiner Teil.

http://www.focus.de/politik/ausland/kri ... 30394.html


Also nur unnötige Panikmache.
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