Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Edelknabe » 7. Februar 2014, 12:39

Mich würde das einmal als Fallbeispiel interessieren. Wir übertragen also das Ganze da in der Ukraine aufs schöne Deutschland, soll heißen eine imaginäre Opposition will den Bundestag abschaffen. Jetzt legen die Jungs und Mädels also los, Maske auf zur Vermummung und drauflos gedroschen, eine Führer/Gallionsfigur so wie Klitschko findet sich auch und los geht es....und plötzlich findet sich sogar ne Menge Volk, die wollen "die ganze korrupte durch die Konzerne gekaufte Politikerkaste" nicht mehr...nennt man das dann Revolution?

Und wie würde der Staat vorgehen...mit Blumen oder für solche Fälle doch recht gut ausgebildeten Bundespolizei?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 7. Februar 2014, 14:44

Soweit würde es gar nicht erst kommen. Dein Beispiel mit Deutschland ist im Vergleich zur Ukraine nicht relevant. Wir sprechen hier von einer anderen Kultur, anderen Bedingungen, die Ukraine hat eine ganz andere Geschichte. Rainer-Maria. Außerdem ist in Deutschland das Betreten des Rasens zwecks Revolution verboten!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 7. Februar 2014, 16:41

Edelknabe hat geschrieben:....und plötzlich findet sich sogar ne Menge Volk....
Und wie würde der Staat vorgehen...
Rainer-Maria


Wenn sich ne Menge Volk findet, die Wahl demokratisch abläuft....geht es u.U. auch anders.....

Stell dir doch einfach mal vor, die AfD hätte mal über 30%..... [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 7. Februar 2014, 16:44

Neun hat geschrieben:Sehr interessante Sicht der USA auf Klitschko und die EU.

http://youtu.be/MSxaa-67yGM

Klitschko soll nicht in die Regierung [Inkompetent] und ganz nett ist "Fuck the EU".


Sind die Russen verzweifelt oder haben die schlichtweg Schiss, an Einfluss in der Ukraine zu verlieren? [wink]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Neun » 7. Februar 2014, 18:08

Wenn sie es waren würde ich eher sagen dass sie clever sind.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 18. Februar 2014, 20:48

Ultimatum abgelaufen

Ukrainische Polizei erstürmt den Maidan

Die Anti-Regierungsproteste in der Ukraine sind mit neuer Härte wieder aufgeflammt. Neun Menschen starben bei Straßenschlachten. Am Abend begann die Polizei mit der gewaltsamen Räumung des Maidan.

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... aidan.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 18. Februar 2014, 21:59

Ja, es ist schon schlimm anzusehen. Langsam mutiert es zum dauerhaften Bürgerkrieg. Janukowitsch wäre schon lange weg, wenn er Gönner Putin nicht hätte. Es ist nur bedauerlich, wenn man weiß, dass freie Wahlen diese Probleme verhindert hätten.

Auch für Klitschko wird es zunehmend gefährlich.....

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 18. Februar 2014, 22:05

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Interessierter » 19. Februar 2014, 08:21

Straßenschlacht in Kiew: "Steh auf, Ukraine, Tod unseren Feinden!"

Die Polizei schießt in die Menge auf dem Maidan, die Demonstranten greifen mit Brandsätzen an. Der ukrainische Präsident Janukowitsch und seine Gegner lassen die Gewalt sprechen. Ein Zerfall des Landes ist jetzt nicht mehr ausgeschlossen.

Kiew hat eine der blutigsten Nächte hinter sich, die Osteuropa seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlebt hat. In Kiew steht das Zeltlager der Gegner von Präsident Janukowitsch in Flammen, die brennenden Barrikaden tauchten den Maidan noch in den frühen Morgenstunden in gespenstisches Licht. Das besetzte Gewerkschaftshaus - bislang Hauptquartier der Opposition - brannte.

In Lwiw im Westen steckten Demonstranten einen besetzten Panzerwagen der Polizei in Brand. In der Stadt Ternopol stürmten Regierungsgegner das Büro der Staatsanwaltschaft, sie zündeten eine Polizeistation an. Ukrainische Medien berichten, dass Polizeieinheiten in Ternopol auf die Seite der Demonstranten überliefen. Diese Szenen rufen nicht mehr Erinnerungen an die friedliche Revolution in Orange vor zehn Jahren wach, sondern an einen Bürgerkrieg.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 54328.html
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 19. Februar 2014, 11:12

Jetzt sollen es sogar schon 25 Tote sein ..

N 24 Nachrichten: Der Reporter in Kiew wird gefragt: Was können Klitschko und Jazeniuk machen?

"Nichts.So leid es mir tut auf die beiden hört niemand mehr. Die Nationalistischen Rechten Gruppen haben die Führung übernommen"

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 19. Februar 2014, 12:59

Interessant im Spiegel ist doch folgendes:

Deutscher Pfarrer in Kiew: "Das war eine gezielte Provokation"

Ralf Haska ist Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Kiew, seine Kirche liegt mitten im umkämpften Gebiet. Im Interview erklärt der Geistliche, was die Ukrainer auf die Straße treibt - und warum er der Polizei die Schuld an der Eskalation gibt.
...
Haska: Man muss kein Prophet sein, um diese Frage beantworten zu können. Was mich ungemein ärgert, sind die Leute in Deutschland, die in Internetforen schreiben, das seien alles Kriminelle, Nationalisten und Krawallmacher. Das stimmt nicht. Die Leute stehen hier, weil sie ein anderes Land wollen, ein Land, das nicht mehr durch und durch verseucht ist mit Korruption. Sie wollen eine gerechte Regierung, einen Staat, in dem man Beamte nicht erst schmieren muss, damit sie ihre Arbeit machen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... -box-pager


Und in der Diskussion:

Das ist doch wirklich seltsam, daß immer wenn es um einen Konflikt geht, bei dem Rußland beteiligt ist, hier fast alle Kommentare pro-russisch ausfallen. Das ist mir schon beim Syrienkonflikt aufgefallen. Ist das nur ein Zufall, oder versucht da vielleicht irgendeine Propaganda-Abteilung Einfluß auf die Öffentliche Meinung zu nehmen? Mich wundert nicht, das möchte ich betonen, daß überhaupt jemand eine solche Ansicht vertritt, sondern nur, daß die überwältigende Mehrheit der Kommentare so ausfällt. Vielleicht sollte SPON das einmal überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, die das verhindern, wenn das überhaupt möglich ist. Wenn sich dieser Verdacht bestätigt und man dem nicht anders beikommen kann, sollte man vielleicht sogar einmal darüber nachdenken, die Kommentarfunktion bei bestimmten Artikeln ganz abzuschalten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... -box-pager


Meine Freunde in Russland halten die Überflutung von Onlineforen mit regierungsfreundlichen Einstellungen schon lange für eine Strategie der Putinschen Polittechnologie. Warum sollten nicht einige der Schreiber auch Deutsch beherrschen? Allein, es hat ja einen gegenteiligen Effekt, weil sich das entsprechende politische System dadurch nur selbst diskreditiert und um so mehr kritische Berichterstattung provoziert. Wenn der russische Regierungsapparat genauso viel Ressourcen in Modernisierung und Rechtssicherheit investieren würde, könnte Russland international sehr gut darstehen. Dass so viel Energie in Stillstand (als "Stabilität" euphemisiert) investiert wird, ist tragisch und macht die Bildungseliten Russlands und von ihm abhängiger Länder (z.B. Ukraine) so wütend.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... -box-pager


Nie und nimmer gibt es in Deutschland prozentual so viele überzeugte Putin-Anhänger, wie es die Foren und Kommentarbereiche der Zeitungen vermuten lassen. Deshalb stellt sich die Frage, ob hier von russischer Seite ein "Informationskrieg" im Internet geführt wird. Oder konzentrieren sich in den Kommentarbereichen deutsche Links- und Rechtsextremisten? Merkwürdigerweise gibt es in dem Kommentarbereich des zitierten Spiegel-Artikels heute weniger pro-Putin und pro-Janukowitsch-Beiträge, während es gestern fast nur solche Beiträge gab. Schon während der Krise in Estland vor einigen Jahren wegen Umstellung eines Denkmals gab es über das Internet Attacken.

Internetangriffe auf Estland 2007

Die Internetangriffe auf Estland begannen am 27. April 2007 und richteten sich gegen estnische Organisationen, darunter das Estnische Parlament, Banken, Ministerien und Rundfunksendeanstalten. Zur gleichen Zeit kam es zu einem Aufruhr von russischen Esten wegen der Umstellung des Bronze-Soldaten von Tallinn.[1] Deshalb wird vermutet, dass Russland Auftraggeber der Angriffe ist, diese Vorwürfe wurden jedoch später relativiert.[2] Die Attacken waren vorwiegend Denial of Service-Angriffe mit Verwendung des Botnetzes und legten praktisch das ganze Land lahm. Estland gilt als das internetaffinste Land Europas.

Im Jahr 2008 wurde ein estnischer Staatsbürger, der ethnischer Russe ist, angeklagt und verurteilt. Am 20. März 2009 hat sich Konstantin Goloskokov, ein Funktionär der regierungsnahen russischen Jugendorganisation Naschi, als Drahtzieher der Angriffe bekannt gegeben.[3] Die Wahrheit dieser Aussage ist jedoch umstritten.

Das offizielle Russland wies alle Vorwürfe zurück. Aus Mangel an konkreten Beweisen gegen Russland kam es zu keinen offiziellen Sanktionen Seitens der EU oder Nato.
http://de.wikipedia.org/wiki/Internetan ... tland_2007
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2014, 16:22

Sirius hat geschrieben: Nie und nimmer gibt es in Deutschland prozentual so viele überzeugte Putin-Anhänger, wie es die Foren und Kommentarbereiche der Zeitungen vermuten lassen.


Sehr schön herausgestellt, Sirius!Wenn ich das lese..."radikalisierende Minderheit....." [bloed]

Ich möchte gern wissen, wer sich jetzt an den Herbst '89 erinnert. Ob sich da mancher wünscht, ob das nicht auch in der DDR ne Alternative gewesen wäre? Nun, es wäre so abgelaufen wie in Kiew, wenn es Putin statt Gorbi gegeben hätte. Oder zweifelt das einer an?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 19. Februar 2014, 16:23

Ein interessanter Beitrag zur Geschichte der Ukraine in der F.A.Z.

Zitat:
Kosaken und Partisanen: Auf den ersten Blick mögen die Teile der Ukraine klar voneinander getrennt erscheinen. Doch schaut man genauer hin, dann findet man wenigstens fünf Gebiete mit historisch und kulturell unterschiedlichen Prägungen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 83341.html

Ein guter historischer Überblick!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Nov65 » 19. Februar 2014, 17:22

In meinen Dienstreisen habe ich alle Teile der Ukraine bereist und war oftmals erstaunt über die Meinung der Ukrainer über Stalin, Hitlerdeutschland, der damaligen SU und dem heutigen Russland.
Deshalb verstehe ich die Sehnsucht der Menschen nach einem souveränen Platz in Europa bei Wahrung ihrer großen Tradition.
Es ist ein flächenmäßig großes Land, bei welchem die Industrie stark im Osten, also nahe Russlands liegt, wo auch große Städte sind und engere Bindungen an Russland vorherrschen. Das ist ein starkes Gegengewicht zu den Gebieten der Ostukraine mit geringerer Bevölkerung.
Ich mache mir große Sorgen um die nahe Zukunft und vermute noch größere Kämpfe und Opfer.
Moskau geht es um vieles!!!
Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Edelknabe » 19. Februar 2014, 18:13

Siehe Pentium mit:

"Doch schaut man genauer hin, dann findet man wenigstens fünf Gebiete mit historisch und kulturell unterschiedlichen Prägungen."

Das geht doch voll in Ordnung mit fünf Parteien die ihre eigene Identität in die Ukraine einbringen wollen(wenn auch mit nationalem Druck) aber man möchte sich doch endlich mal einigen, sich zusammensetzen,statt sich gegenseitig die Köpfe blutig zu schlagen. Darauf sollte der Westen bestehen mit seiner idiotischen Vorstellung, das Demokratie weltweit funktioniere, nur darauf.

Das da endlich mal paar Leutchen an runde Tische kommen, miteinander reden. Ist das denn so schwer und ja, wenn da Krawallmacher einfach nicht dran denken, sich friedlich zu verständigen dann hilft halt nur Gegengewalt auf Gewalt.Und zwar solange, bis die Luft aus der Gewalt raus ist.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 19. Februar 2014, 18:22

Gebiete! Rainer-Maria! Keine Parteien!
Hast du den Artikel gelesen?
An einen Tisch setzen! Warum sind denn die Tschechen und Slowaken getrennte Wege gegangen? Hat zwar mit der Ukraine nicht unmittelbar zu tun.
Es wird aber darauf hinauslaufen. Erst Bürgerkrieg und dann die Spaltung der Ukraine!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 19. Februar 2014, 18:34

pentium hat geschrieben:Gebiete! Rainer-Maria! Keine Parteien!
Hast du den Artikel gelesen?
An einen Tisch setzen! Warum sind denn die Tschechen und Slowaken getrennte Wege gegangen? Hat zwar mit der Ukraine nicht unmittelbar zu tun.
Es wird aber darauf hinauslaufen. Erst Bürgerkrieg und dann die Spaltung der Ukraine!



Die Abspaltungstendenzen haben ja schon begonnen:

Im Westen des Landes erklären sich mehrere Städte für politisch autonom, darunter auch die Großstadt Lwiw.

Der ukrainischen Führung entgleitet im Machtkampf mit der Opposition zunehmend die Kontrolle über den pro-europäischen Westen des Landes. Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch erklärten die Großstadt Lwiw (Lemberg) für politisch autonom. Vorausgegangen war eine Nacht der Gewalt, in der Demonstranten öffentliche Gebäude besetzten und die Polizei zur Aufgabe zwangen.

Die Regionalversammlung von Lwiw warf der Regierung in Kiew vor, in der fast 500 Kilometer östlich gelegenen Hauptstadt einen "offenen Krieg" gegen die Demonstranten zu führen. Daher nehme sie die Exekutive in ihrem Gebiet in eigene Hände. Lokale Medien berichteten von ähnlichen Vorgängen in mehreren anderen westlichen Städten, wo Regierungsgegner ebenfalls öffentliche Gebäude besetzt hielten.
....
http://www.n-tv.de/politik/Grossstadt-L ... 02156.html


Im Westen sind auch schon Polizeieinheiten übergelaufen. Und es stellt sich die Frage, ob Soldaten, die aus dem Westen stammen, auf ihre Landsleute aus dem Westen schießen werden?
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Edelknabe » 19. Februar 2014, 18:40

Nein Pentium erst reden ist angesagt. Gebiete bringen Menschen, auch Führer hervor und genau die sollten sich mal endlich einigen, Verdammt nochmal, sollte denn sowas nicht möglich sein? Und na klar, dann trennt sie meinetwegen in fünf Gebiete nur das da endlich Normalität einkehrt und nicht blutiges Chaos.

Rainer-Maria und ja, deinen Link habe ich irgendwo schon mal gelesen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 19. Februar 2014, 18:46

Edelknabe hat geschrieben:Gebiete bringen Menschen, auch Führer hervor und genau die sollten sich mal endlich einigen, Verdammt nochmal, sollte denn sowas nicht möglich sein?


Vielleicht ist eine Trennung das Beste, wenn man sich nicht mehr versteht. So etwas soll es ja bei Ehepaaren auch geben. Jugoslawien ist doch ein Beispiel dafür, daß man etwas, was nicht zusammenpaßt, nicht mit Gewalt zusammenhalten sollte. In der Tschechoslowakei ist man friedlich auseinandergegangen.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 19. Februar 2014, 18:50

Rainer-Maria. Ich würde sagen, das Tischtuch ist längst zerschnitten! Im Spiel der Kräfte.
Angeblich sind 1500 Schusswaffen geplündert worden..

Die aktuellen Entwicklungen im Liveticker.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/l ... 54395.html

In Polen rufen Hilfsorganisationen jetzt zu Spenden für die Opfer der Gewalt in der Ukraine auf. Die Caritas und andere richteten entsprechende Konten ein.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Danny_1000 » 19. Februar 2014, 19:03

Natürlich sind Bilder selektiv. Wer im folgenden Video aber auf wen schießt und einprügelt, ist unschwer zu erkennen. Und wenn wir als EU dann schon irgendwas fordern dann doch bitteschön die sofortige Einstellung der Gewalt auf beiden Seiten. Alles Andere ist Desinformation und einseitige Propaganda.

Hier das aktuelle Video vom 18.02.2014
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 19. Februar 2014, 19:11

Doppelmoral vom Feinsten...

Ach ja! Gauck begrüßt Sanktionsdrohungen der EU

Joachim Gauck hat die Gewalt in der Ukraine verurteilt. "Wir Europäer lassen die Demokraten dort nicht allein", versprach er. Von der EU angedachte Sanktionen bezeichnete der Bundespräsident als sinnvoll.

Wem schicken wir da zur Unterstützung?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 19. Februar 2014, 19:27

Danny_1000 hat geschrieben:Natürlich sind Bilder selektiv.


Genau, darum hat ein einzelnes Video wenig Aussagekraft. Sonst hättest Du genauso auch das folgende Video einstellen können - was bereits einen Monat alt ist - zur Beantwortung der Frage, wer mit Gewalt und Mißhandlungen angefangen hat:



Danny_1000 hat geschrieben:Und wenn wir als EU dann schon irgendwas fordern dann doch bitteschön die sofortige Einstellung der Gewalt auf beiden Seiten. Alles Andere ist Desinformation und einseitige Propaganda.


Warum sollte die EU das tun, wenn es Rußland ebenfalls nicht tut? Das ist ein Gegengewicht zur russischen Desinformation und einseitigen Propaganda, der Westen wäre für die Unruhen verantwortlich. Solche Schuldzuweisungen kennt man auch vom 17.6.1953, daß angeblich der Westen immer an allem schuld ist.
Zuletzt geändert von Sirius am 19. Februar 2014, 19:53, insgesamt 6-mal geändert.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 19. Februar 2014, 19:35

Jetzt im ZDF ein spezial zur Lage

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 19. Februar 2014, 20:16

Janukowitsch entlässt Armeechef

19.02.2014 19:15 Uhr

Der ukrainische Präsident Janukowitsch hat Armeechef Samana entlassen und durch den bisherigen Marinechef Iliin ersetzt. Eine Begründung liegt bisher nicht vor.

http://www.tagesschau.de/ausland/ukrain ... er100.html


Da kriselt es wohl in der Spitze. Hat sich der Armeechef geweigert, auf sein Volk zu schießen?
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Neun » 19. Februar 2014, 21:11

Auf sein Volk oder den terroristischen brandschatzenden und polizistenmordenden Teil davon? Ich hoffe mal man sorgt da bald für Ruhe, 7 tote Polizisten sollten dem Rest Ansporn genug sein.
Neun
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Neun » 19. Februar 2014, 21:27

Schauen gut aus diese friedlichen freiheitlichen Demonstranten, wie sie so mit dem Jagdgewehr auf Polizisten anlegen.
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 03161.html

An Janukowitsch lag es nun wirklich nicht, aber erpressen lassen sollte sich keine demokratisch gewählte Regierung. Wenn die Maximalforderung der sog. Opposition auf einen Putsch herausläuft, ja dann kann es eben nur auf Gewalt hinauslaufen. Die Schuldigen sitzen dann aber nicht in der urkrainischen Regierung.

Was müsste passieren, dass Janukowitsch einknickt oder zumindest Zugeständnisse macht?

Janukowitsch hat ein ganzes Spektrum an Angeboten gemacht. Verfassungsänderung, Neuwahlen, Übergangsregierung unter Einbeziehung der Opposition, Machtbeschneidung seiner Person - aber nichts davon hat sich am Ende durchgesetzt. Weil der Präsident seine Optionen schwinden sieht, wird er jetzt erst einmal hart bleiben.


http://www.n-tv.de/politik/Diese-Nacht- ... 04891.html
Neun
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon SkinnyTrucky » 19. Februar 2014, 21:48

Neun hat geschrieben:Schauen gut aus diese friedlichen freiheitlichen Demonstranten, wie sie so mit dem Jagdgewehr auf Polizisten anlegen.


Frei nach andern terroristischen Vereinigungen, wie zB die RAF....die Revolution muss bewaffnet sein....aber da gab es ja noch andere terroristische Revoluzzer die Polizisten auf dem Gewissen hatten, nech.... [ich auch]

Von wegen, saubere Hände....

gräm dich nich....fiel mir einfach so spontan ein als Reaktion....so gleich nach dem Grinsen....


groetjes

Mara
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 19. Februar 2014, 22:15

Vorerst wird auf Gewalt verzichtet

19.02.2014 22:08 Uhr

Durchbruch bei den Verhandlungen in Kiew: Präsident Janukowitsch und die Opposition haben sich auf eine Aussetzung der gewalttätigen Auseinandersetzungen geeinigt. Es würden nun Verhandlungen aufgenommen, um das Blutvergießen zu beenden, hieß es auf der Webseite des Präsidenten.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 19. Februar 2014, 22:19

Neun hat geschrieben: Ich hoffe mal man sorgt da bald für Ruhe, 7 tote Polizisten sollten dem Rest Ansporn genug sein.


Es geht nicht um 7 bzw. jetzt 9 tote Polizisten, die man für einen volksfeindlichen Präsidenten rächen muss. Diese sind nicht mehr wert als die anderen 16 Tote. Es geht einfach darum, zu erkennen, dass man sich nicht mehr dem Recht des Volkes verweigern kann. Auch ein gewaltbereiterer Armeechef wird die Konsequenzen für sein Tun irgendwann ziehen müssen.
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