„Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“

„Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“

Beitragvon Zicke » 25. Februar 2021, 12:44

„Da braut sich was zusammen“
Dr. Daniel Stelter, Makroökonom, Strategieberater und Publizist, skizziert im Interivew mit DDW die wirtschaftspolitischen Aufgaben Deutschlands. Eine Änderung der Stoßrichtung der Politik sei dringend nötig.

Wenn man ordentlich bilanzieren würde, sähe man, dass Deutschland in den letzten zehn Jahren immer ärmer wurde, sagt Dr. Daniel Stelter. Die Infrastruktur sei verfallen und man sei weitreichende Zahlungsverpflichtungen eingegangen. „Wir sind nicht vorbereitet, was in den kommenden Jahren an zusätzlichen Belastungen auf uns zukommt“, mahnt Stelter. Deutschland habe finanzpolitisch die letzten Jahre verschlafen, weil man im Zuge der Zinssenkungen der EZB davon profitiert hätte, dass der Außenwert des Euro gesunken sei.

Deutschland stünden vielfältige Herausforderungen bevor. Dazu zählten der massive Rückgang der Erwerbsbevölkerung, eine Deglobalisierung nach Corona sowie zusätzliche Lasten durch die Klimapolitik. „Da braut sich was zusammen“, so Stelter. Verteilungskämpfe seien die Folge.
Was ist zu tun? Stelter fordert, dass Deutschland politisch professioneller gemanaged werden müsse.
Man müsse die Folgen von politischen finanzpolitischen Entscheidungen besser abschätzen, sauberer rechnen und nachhaltiger denken. „Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“, postuliert Stelter.

https://die-deutsche-wirtschaft.de/inte ... tschlands/
Zicke
 

Re: „Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“

Beitragvon Zicke » 22. März 2021, 17:21

Corona-Krise
Scholz plant neue Schulden in 2021 und 2022


Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will im laufenden Jahr rund 60,4 Milliarden Euro mehr Schulden machen als zunächst geplant.

Wie aus dem Finanzministerium verlautete, plant er für das kommende Jahr 2022 zudem noch einmal eine Neuverschuldung von rund 81,5 Milliarden Euro.
https://www.zeit.de/news/2021-03/22/sch ... d-2022?utm

naja, da bleibt für die Grünen aber nicht mehr viel zum Umverteilen.
Zicke
 

Re: „Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“

Beitragvon Kumpel » 22. März 2021, 17:27

Zicke hat geschrieben:
naja, da bleibt für die Grünen aber nicht mehr viel zum Umverteilen.


Tja , dann wäre es eventuell an der Zeit dem neoliberalen Kapitalismus etwas Einhalt zu gebieten , dann reicht's vielleicht.
Kumpel
 

Re: „Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“

Beitragvon pentium » 22. März 2021, 17:48

Bund macht bis zu 450 Milliarden Euro Coronaschulden

https://www.spiegel.de/wirtschaft/sozia ... ee9f18da59
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: „Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“

Beitragvon Volker Zottmann » 22. März 2021, 19:53

Die Schutzmechanismen zur Stabilität des Euro sind doch nun schon 1 Jahr ausgehebelt.
Und deshalb stimmt die Überschrift nicht.
Denn es wird jetzt schon nur noch gedruckt, gedruckt, gedruckt.
Damit schafft die EU ihr eigenes Geld in jetziger Wertigkeit ab.
Das wird bald unendlich laut knallen.

Ich hoffe nur, dass wir immer satt zu essen haben.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: „Wir können nicht so tun, als seien finanzielle Mittel unbegrenzt vorhanden“

Beitragvon zoll » 23. März 2021, 12:33

Volker Zottmann hat geschrieben:Die Schutzmechanismen zur Stabilität des Euro sind doch nun schon 1 Jahr ausgehebelt.
Und deshalb stimmt die Überschrift nicht.
Denn es wird jetzt schon nur noch gedruckt, gedruckt, gedruckt.
Damit schafft die EU ihr eigenes Geld in jetziger Wertigkeit ab.
Das wird bald unendlich laut knallen.

Ich hoffe nur, dass wir immer satt zu essen haben.

Gruß Volker

Satt zu essen werden immer die haben, die genug davon haben. Wenns dann schlimm kommt gehen wir wieder zurück in die Zeit des Tauschhandels, des Inflationsgeldes, des Schwarzmarktes und was es sonst noch gibt.
Die Zeiten werden auf jeden Fall sehr schwierig.
Allerdings wird nicht wirklich Geld gedruckt. Die Zahlen auf den Konten verändern sich laufend. Leider bei dem Einen nach oben, beim Anderen ins Minus.
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