Irak-Krieg

Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Sirius » 19. Juni 2014, 11:43

Diese Frau brachte der Welt das Irak-Problem

Gertrude Bell war Forschungsreisende, Archäologin und Agentin. 1920 legte sie die Grenzen eines künstlichen Staates auf dem Territorium der antiken Kulturlandschaft Mesopotamien fest.


Gut gemeint ist allzu oft das Gegenteil von gut. Das kann sich schnell zeigen oder erst nach vielen Jahrzehnten, manchmal Jahrhunderten. Im Fall des Irak ist eigentlich schon seit Langem bekannt, dass die Idee falsch war, aus drei gegensätzlichen Provinzen einen Nationalstaat nach europäischem Muster zu schaffen. Funktioniert hat dieser Staat nämlich eigentlich nie.

Zurück geht der Irak, wie man ihn heute aus Atlanten kennt, auf den Traum von Gertrude Bell (1868–1926). Die Tochter einer überaus reichen britischen Industriellenfamilie hatte es schon früh in die weite Welt gezogen, nach Bukarest etwa schon als 21-Jährige und nach Teheran. Als Mitglied der britischen Oberschicht lebte sie dort noch angenehmer, luxuriöser als daheim – sofern das überhaupt möglich war.
...
Sie entwickelte im Auftrag des damaligen Kolonialministers Winston Churchill die Idee, die drei früheren Provinzen zwischen Syrien und dem kulturell anders geprägten Persien zu einem neuen Staat Irak zusammenzufassen. Es waren die überwiegend schiitisch geprägte Region nördlich von Basra, das seinerzeit vorwiegend von Sunniten bewohnte Gebiet um Bagdad und das stark von Kurden geprägte Mosul.

Um dem neuen Staatsgebilde ein Fundament zu geben, initiierte Gertrude Bell die Gründung eines Nationalmuseums, das die gemeinsame mesopotamische Kultur betonen sollte. Doch schon 1919 brachen erste ethnische Auseinandersetzungen los, die im folgenden Jahr zu einem regelrechten Bürgerkrieg mit annähernd 10.000 Toten eskalierten. Wirklich zur Ruhe kam der künstlich zusammengeführte Staat nie.
....
Dem Irak hat das Zusammenpressen der drei ethnisch und religiös so unterschiedlichen Provinzen kein Glück gebracht. Das Königreich war stets instabil, 1958 stürzte es bei einem Militärputsch. Die sozialistische Baath-Partei ergriff 1968 die Macht, und 1979 errichtete Saddam Hussein seine Diktatur. Er hielt das Land mit geradezu archaischer Brutalität zusammen.

Im Golfkrieg 1991 verzichteten die USA darauf, den Tyrannen zu stürzen, weil ein Auseinanderbrechen des Staates befürchtet wurde. Seit 2003 ist genau das im Gange, und dem Siegeszug der Isis-Terroristen folgt nicht umsonst eine neue Separierung der drei Gründungsprovinzen.
....
http://www.welt.de/geschichte/article12 ... oblem.html
Sirius
 

Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 19. Juni 2014, 16:07

Die Erfolge der Isis erklären sich ganz einfach: Die Dschihadisten sind Marionetten alter Saddam-Parteigänger. Der Publizist Jürgen Todenhöfer erläutert die Erfolge der Isis und benennt ihre eigentlichen Drahtzieher.

Zitat:
Herr Todenhöfer, Bagdad bereitet sich auf den Angriff der Dschihadisten vor, heißt es. Wer steckt hinter diesem völlig überraschenden Vormarsch?
Eine Fehleinschätzung von Politikern und Medien, die den Irak nicht kennen. Die Terrororganisation Isis spielt nur scheinbar die alles überragende Rolle. Der Aufstand wird in Wirklichkeit überwiegend vom FNPI getragen, dem „Nationalen, Panarabischen und Islamischen Widerstand“ des Irak. Das ist eine säkulare Koalition mehrerer Gruppen, die schon mit großem Erfolg gegen die US-Armee gekämpft haben. Dieser irakische Widerstand, bei dem ich 2007 im umkämpften Ramadi eine Woche verbrachte, ist von den USA jahrelang systematisch totgeschwiegen worden, obwohl er ihr Hauptfeind war. Er hat sie letztlich aus dem Irak vertrieben.

Sie sagen, die meisten seien gar keine Dschihadisten, sondern säkulare Kämpfer?
Ja natürlich. Ich habe in den letzten Tagen mehrfach mit Führern des FNPI gesprochen. Nach ihrer Auffassung spielt Isis als Juniorpartner des Aufstands zwar militärisch eine wichtige Rolle. Diese Dschihadisten aus aller Welt verbreiten wegen ihres Todesmuts und ihrer Härte Furcht und Schrecken. Das hat große psychologische Wirkung. Diese Leute sind außerdem medial begabt. Ihre schwarze Fahnen sind überall präsent und erwecken den Eindruck, sie beherrschten das gesamte Gefechtsfeld. Für TV-Kameras sind das attraktive Bilder. Aber mit ihren etwa 1000 Mann vor Mossul hätten sie in der fast Zwei-Millionenstadt keine Chance. Der Nationale Widerstand hingegen ist in Mossul mit über 20 000 Mann präsent und wird von der Bevölkerung getragen.

Wer genau ist dieser irakische Widerstand?
Der FNPI rekrutiert viele Leute aus der früheren irakischen Elite Führer der Armee und Verwaltung, die einst – auch mangels Alternativen – Saddam Hussein dienten. Sie besitzen viele Waffen und sind sehr gut vernetzt. Es sind Leute, die vom US-Zivilverwalter Paul Bremer nach dem Einmarsch frist- und hirnlos entlassen wurden. Er löste damals die Armee und große Teile der Verwaltung einfach auf. Nicht nur Sunniten, auch viele Schiiten, die gesamte Verwaltungs-Elite des Landes, wurde davongejagt, wenn sie der Baath-Partei angehörten. Und das war bei den meisten der Fall. Die sozialistische Baathpartei war nun mal die einzige Partei, an der man nicht vorbeikam, wenn man in Armee oder Verwaltung Karriere machen wollte...]

Der ganze Beitrag:
http://www.fr-online.de/politik/irak-kr ... 18808.html

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Spartacus » 19. Juni 2014, 18:26

Ähhh ja, der Todenhöfer und die SED, ähhh Baathpartei. [flash]

ISIS wurde mal wieder von den Amerikanern, sprich der CIA aufgebaut um in Syrien für Unruhe zu sorgen und
der Schuss ging ganz einfach mal wieder nach hinten los. Kennen wir ja von Afghanistan.

Ich bin ja mal gespannt, wann die Amis mal was aus ihren Fehlern lernen, denn wenn das nicht ersichtlich ist,
dann muss man ja fast zwangsläufig von Absicht ausgehen, sprich:

Ist kein Feind da, dann schaffe ich mir einen!

LG

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 21. Juni 2014, 11:36

Peter Scholl-Latour über die Veränderungen im Nahen Osten, die sich aus dem Auftreten von ISIS ergeben haben

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42035/1.html

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Spartacus » 21. Juni 2014, 12:12

pentium hat geschrieben:Peter Scholl-Latour über die Veränderungen im Nahen Osten, die sich aus dem Auftreten von ISIS ergeben haben

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42035/1.html

mfg
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Der große alte Mann, nicht nur von mir sehr respektiert, schafft mal wieder Klarheit.

Noch was zu diesem Todenhöfer.

Warum schreiben Sie die Unwahrheit, Herr Jürgen Todenhöfer?


Bitte mal diesen Iraker zur Kenntnis nehmen. Gerade so ältere Artikel sind immer sehr bezeichnend.

http://christen-im-irak.blogspot.de/200 ... -herr.html

LG

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon augenzeuge » 21. Juni 2014, 14:32

Peter Scholl-Latour: Al Bagdadi verfügt über etwa 15.000 ISIS-Kämpfer, davon sind aber nur die wenigsten aus dem Irak oder Syrien. Vielmehr handelt es sich überwiegend um zugewanderte Dschihadisten aus dem Kaukasus, größtenteils Tschetschenen, aus Ägypten, Pakistan und vielen anderen Ländern der arabischen Welt. Auch aus Saudi-Arabien, dem engen Verbündeten des Westens, das viele dieser radikalen Gruppen förderte und mehrfach verhindert hat, dass moderatere Formen des Islam zum Zuge kommen.

Hier hat der Mann absolut recht. Diese Kämpfer leben vom Krieg und predigen ihn kompromisslos. Was machen sie nur aus dem ursprünglichen Islam? Sie brauchen nur ein schwaches Land und Bedingungen wie nach einer Diktatur....nur das gibt ihnen diese Möglichkeiten. Der Westen will das nicht erkennen, das ist schlimm. Die Rolle Saudi Arabiens müsste viel genauer durchleuchtet werden.
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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 21. Juni 2014, 14:38

Tscha, wie geht man mit religiösen Eiferern um?

Peter Scholl-Latour:

ISIS ist auch für uns in Deutschland eine Gefahr. Ich selbst neige nicht zur Panikmache, wenn es um terroristische Gefahren für Europa geht. Jetzt kehren aber tausende europäische Dschihadisten zurück, die in Syrien gekämpft haben, darunter auch unzählige Deutsche. Die Gefahr einer terroristischen Infiltration auch bei uns steigt...]

Was sagen unsere Politiker zu dieser Aussage?

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Spartacus » 22. Juni 2014, 12:49

augenzeuge hat geschrieben:Peter Scholl-Latour: Al Bagdadi verfügt über etwa 15.000 ISIS-Kämpfer, davon sind aber nur die wenigsten aus dem Irak oder Syrien. Vielmehr handelt es sich überwiegend um zugewanderte Dschihadisten aus dem Kaukasus, größtenteils Tschetschenen, aus Ägypten, Pakistan und vielen anderen Ländern der arabischen Welt. Auch aus Saudi-Arabien, dem engen Verbündeten des Westens, das viele dieser radikalen Gruppen förderte und mehrfach verhindert hat, dass moderatere Formen des Islam zum Zuge kommen.

Hier hat der Mann absolut recht. Diese Kämpfer leben vom Krieg und predigen ihn kompromisslos. Was machen sie nur aus dem ursprünglichen Islam? Sie brauchen nur ein schwaches Land und Bedingungen wie nach einer Diktatur....nur das gibt ihnen diese Möglichkeiten. Der Westen will das nicht erkennen, das ist schlimm. Die Rolle Saudi Arabiens müsste viel genauer durchleuchtet werden.
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Gehst du zum Ursprung solcher Gruppen zurück, so wirst Du feststellen, das sie der Westen sogar erschaffen hat, die
Finanzierung und Führung aber dann den Saudis überlässt. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Jetzt kehren aber tausende europäische Dschihadisten zurück, die in Syrien gekämpft haben, darunter auch unzählige Deutsche. Die Gefahr einer terroristischen Infiltration auch bei uns steigt...]

Was sagen unsere Politiker zu dieser Aussage?


Na gar nix, denn der unermüdliche Kampf gegen rechts ist viel wichtiger. LInks und Dschihadisten gibt es nicht in unserem
Land, nur die bösen Rechten! Im übrigen sind die Dschihadisten ja reinrassige Deutsche und haben als solche natürlich
einen Anspruch auf die AOK, so das sie im Fall einer schweren Verwundung wohl hier auch noch auf Kosten der Beitrags-
zahler zusammengeflickt werden und wehe nicht, denn dann kommt gleich eine schreiende Horde von linksgrünen
Gutmenschen angerannt und bildet eine Lichterkette.

Mann bin ich heute wieder drauf. [flash]

LG

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2014, 09:04

Die ISIS-Kämpfer im Irak marschieren weiter vor: Jetzt haben die Islamisten die Grenzen zu Jordanien und Syrien überquert, zudem gibt es Meldungen über grausame Hinrichtungen. Jordanien hat Teile seiner Armee mobilisiert.

Zitat:
Die irakische Armee hatte sich nach eigenen Angaben aus taktischen Gründen aus beiden Städten zurückgezogen...]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... -box-pager

Aus taktischen Gründen zurückgezogen? Tolle Taktik. Mal davon abgesehen. Es ist als hätte die ISIS nur darauf gewartet loszuschlagen, man ist ja mit der Ukraine beschäftig!
"Jordanien hat Teile seiner Armee mobilisiert". Eine Büchse der Pandora...
Wie reagiert Israel, wie Ägypten? Und wie bekommt man diese Büchse wieder zu?

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon augenzeuge » 23. Juni 2014, 15:40

Das Assad-Regime lässt ISIS weitgehend gewähren, während es die anderen Rebellengruppen regelmäßig bombardiert.

Ich denke, die Sache ist out of control..... [angst] Wie kann es sein, dass man einen grenzüberschreitenden Verkehr von Isis hier zulässt?
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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 25. Juni 2014, 16:03

Krise im Irak: Iran versetzt Grenztruppen in Alarmbereitschaft
Die sunnitische ISIS kontrolliert mittlerweile große Gebiete im irakischen Norden und Westen.

Zitat:
Irans Präsident Hassan Rohani hat vergangene Woche bereits einen Einmarsch in den Irak ins Spiel gebracht. Seine Regierung werde nicht zögern, die heiligen schiitischen Stätten im Nachbarland vor "den Großmächten, ihren Lakaien, den Mördern und Terroristen", zu schützen, sagte Rohani im Staatsfernsehen. Viele freiwillige Kämpfer und Kriegsveteranen stünden bereit, um sich für den Schutz der Schreine zu opfern, sagte der Regierungschef.

Die ISIS-Extremisten betrachten Schiiten wie Rohani als Ketzer und haben gedroht, die von ihnen verehrten Grabmäler der Imame in Bagdad, Samarra, Kerbela und Nadschaf zu zerstören...]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 77346.html

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 28. Juni 2014, 18:16

Ein interessanter Kommentar

Schuld an der Krise des Irak sind die Iraker

Zitat:
Nicht der Westen hat das Land ins Chaos gestürzt. Die Probleme vieler nahöstlicher Gesellschaften sind vor allem hausgemacht. Denn zu oft regiert eine Klientelpolitik, die keinen Pluralismus zulässt.
...
Tatsächlich leidet der Irak an der Unfähigkeit nahöstlicher Gesellschaften, Pluralität zu ertragen und zu organisieren. Viele Staaten der Region funktionieren nach dem Prinzip "The winner takes it all". Wenn eine Gruppe an die Macht kommt, beutet sie den Staat allein zugunsten der eigenen Klientel aus und versucht, die anderen von Macht und Pfründen fernzuhalten.
...
Natürlich hätte auch Amerika Fehler vermeiden können. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Präsident, der im syrischen Bürgerkrieg nicht intervenieren wollte, um einen zweiten Irak in Syrien zu vermeiden, nun wegen Syrien einen zweiten Irak im Irak bekommt. Andererseits haben die Amerikaner al-Maliki seit Jahren gewarnt, dass seine sektiererische Politik das Land zur Explosion bringen könnte, aber er wollte ja nicht hören...]

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... raker.html

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 1. Juli 2014, 11:55

Zitat:
Kairo - Fast hundert Jahre gab es kein Kalifat mehr. Am Sonntag allerdings verkündete die Terrorgruppe ISIS die Schaffung dieser verschwundenen islamischen Regierungsform im Irak. Bei islamischen Gelehrten auf der ganzen Welt stoßen sie damit jedoch auf Ablehnung.

In ihren Botschaften verkünden sie, kein Muslim sei verpflichtet, dem selbst ernannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi seine Loyalität auszusprechen. Viele Gelehrte bezeichnen die über Teile des Irak und Syriens herrschenden ISIS-Terroristen als unislamisch, weil sie den Tod von anderen Muslimen in Kauf nehmen...]


http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 78349.html

Da hat als jemand den Anspruch erhoben der Nachfolger Mohammeds zu sein! Hatte man lange nicht mehr!

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Edelknabe » 1. Juli 2014, 17:34

Wenn der Rainer einmal viel Zeit hat, dann wird er im Alter ein Studium beginnen...und zwar Völkerkunde. Wird bestimmt interessant werden.Wer da so mit Wem und Wer da so mit Wem nicht und Familie Mohammed und Familie was weiß ich denn ob die sich vertragen oder eben nicht vertragen und so liese sich das fast ohne Ende fortsetzen....interessant, interessant sowas...also da geht hundertpro meine Freizeit drauf das weiß ich jetzt schon.

Rainer-Maria na guten Nacht Maria oder besser Susanne mein Eheweib, da wirst du dir wohl...ne, nen Anderen bestimmt nicht,aus dem Alter sind wir langsam raus, eher auch was suchen müssen außer deinen jetzigen Hobbys.
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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 1. Juli 2014, 18:37

Nun gibt es ja wieder einen Kalifen. Der nun Anspruch erhebt der Nachfolger Mohammeds zu sein und in seinem Sinne zu handeln.
Sagt ja die ISIS. Das mit dem Kalifen und dem Kalifat.
Die größte Schwachstelle ist da für mich: Ein Muslim tötet keinen anderen Muslim. Na gut ist Theorie!

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 3. Juli 2014, 18:21

Zitat:

Die islamistische Terrorgruppe Isis stürzt den Irak ins Chaos: Die brutalen Kämpfer haben bereits zahlreiche Städte eingenommen und verbreiten Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Iraks Regierung ruft die USA zu Hilfe.
...

Der Präsident der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks, Massud Barsani, hat das Parlament um die Vorbereitung eines Referendums für die Unabhängigkeit Kurdistans gebeten. Das Parlament werde ein Datum festlegen und eine Wahlkommission einberufen, sagt der Außenbeauftragte der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP), Hemin Hawrami, nach der Sitzung in Erbil vor Journalisten. Das betreffe auch die mit der Regierung in Bagdad umstrittenen Gebiete wie die ölreiche Stadt Kirkuk. „Diese Gebiete sind jetzt schon faktisch Teile Kurdistans“, fügte er hinzu. „Das ist ein historischer Tag.

http://www.focus.de/politik/ausland/ira ... 64083.html

Der rechtsliberale Mailänder "Corriere della Sera" spricht am Donnerstag von einem totalen Versagen des irakischen Parlaments mitten in dem inneren Konflikt des Landes: "Im Irak öffnet das Scheitern der Politik den Weg zu einem nationalen Konflikt und zur regionalen Destabilisierung. Nur schwerlich wird man einen so offensichtlichen Fall von Inkompetenz und Unzulänglichkeit einer politischen Führungsklasse finden, deren Schicksal doch genau von dem Vermögen abhängt, einen Weg der Vermittlung zwecks Erneuerung des inneren Zusammenhalts ausfindig zu machen. Wir stehen hier vor einem klassischen Fall, quasi im Labor der Humanwissenschaften: Wo die Politik endet, da beginnen Chaos und Gewalt und schließlich der Krieg. Tragisch ist, dass eine Lösung im Irak allen bekannt ist. Aber keiner weiß, wie man das praktisch umsetzt - oder man will es nicht."

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Interessierter » 5. Juli 2014, 09:03

Krieg ohne Grenzen

Eine weitere Mär ist die jüngst wieder gerne verbreitete Vorstellung, die innerirakischen Spannungen seien vor allem ein Produkt westlicher Interventionen – hätte man die Region nur in Ruhe gelassen, bestünde sie heute aus blühenden Landschaften. Als etwa Saddam Hussein 1991 gezwungen wurde, sich aus Kuwait zurückzuziehen, erhoben sich im Süden des Irak die Menschen gegen die Diktatur der Ba’ath-Partei. Die USA schauten dann zu, wie Saddam diesen Aufstand mit äußerster Brutalität niederschlagen ließ. Auf die Panzer seiner Eliteeinheit, der Republikanischen Garde, war damals der Spruch »Morgen wird es keine Schiiten mehr geben« gepinselt. Im Süd irak wurden Hunderttausende massakriert.

Der hasserfüllte Kleinkrieg zwischen Sunniten und Schiiten im Irak hat keineswegs erst 2003 begonnen, als die USA Saddam Hussein dann doch noch stürzten. Er war längst im Gange, weil die irakische Ba’ath-Partei, deren Machbasis in jenen Gebieten lag, die derzeit unter Kontrolle von Isis stehen, im Kern sunnitisch war und auch in ihrer Abneigung gegen die Schia jedem wahhabitischen Kleriker aus Saudi-Arabien das Wasser reichen konnte. Während unter Saddams Herrschaft nichts zu teuer für sunnitische Städte wie Tikrit und Ramadi war, wurde der schiitische Süden des Landes in Unterentwicklung gehalten. Städte wie Amara oder Nassriyah verfügten nicht einmal über eine geschlossene Abwasserversorgung. Sunnitische Araber stellten in Verwaltung und Militär des Irak die Führung, während ein Großteil der Schiiten gezwungen war, in Slums zu leben.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/ ... ne_grenzen
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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 5. Juli 2014, 18:05

Isis sprengt Schreine und Moscheen

Zitat:
Die sunnitische Terrormiliz Isis hat im Norden des Iraks mehrere Moscheen und andere religiöse Einrichtungen von Schiiten und andersgläubigen Sunniten zerstört. Im Internet veröffentlichte die Organisation Fotos der Sprengung. Unterdessen zeigte sich der Isis-Chef der Öffentlichkeit...]

http://www.deutschlandfunk.de/irak-isis ... _id=291011

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Spartacus » 5. Juli 2014, 19:21

pentium hat geschrieben:Isis sprengt Schreine und Moscheen

Zitat:
Die sunnitische Terrormiliz Isis hat im Norden des Iraks mehrere Moscheen und andere religiöse Einrichtungen von Schiiten und andersgläubigen Sunniten zerstört. Im Internet veröffentlichte die Organisation Fotos der Sprengung. Unterdessen zeigte sich der Isis-Chef der Öffentlichkeit...]

http://www.deutschlandfunk.de/irak-isis ... _id=291011

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Oha,

das wird die Iraner auf die Palme bringen. Die ISIS läßt aber auch keine Gelegenheit aus, die Lage zu verschärfen.

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon SCORN » 5. Juli 2014, 21:15

Spartacus hat geschrieben:
das wird die Iraner auf die Palme bringen. Die ISIS läßt aber auch keine Gelegenheit aus, die Lage zu verschärfen.

LG

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Genau so ist es Sparta! Daher sehe ich die saudische Militärpräsenz an der irakischen Grenze nicht als Drohgebärde gegen die ISIS- welche ja ein saudisches Ziehkind ist- sondern vielmehr gegen die eventuell eingreifenden Iraner.

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon augenzeuge » 5. Juli 2014, 22:04

Irgendwann bilden die Iraner, Iraker und die USA noch ne gemeinsame Streitmacht. Fast unvorstellbar...
AZ
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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Edelknabe » 5. Juli 2014, 22:18

Wisst ihr was mir bissel Angst macht? Das mit den Drohnen. Also man lässt sich da besser nicht vor der Haustüre sehen....weil, das kann wirklich fatale Folgen haben. In Nullkommanichts rauscht da so ne Sache heran und wenn du dein Toilettenfenster nicht abgeklebt hast trifft es dich noch auf dem Lokus. Abends macht der Rainer immer die Jalousinen zu....dabei wohne ich in so ner ruhigen Ecke aber man weiß ja nie....

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon SCORN » 5. Juli 2014, 23:32

augenzeuge hat geschrieben:Irgendwann bilden die Iraner, Iraker und die USA noch ne gemeinsame Streitmacht. Fast unvorstellbar...
AZ


AZ,du machst dir keine Vorstellungen was möglich ist....................und zur Zeit abgeht!

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Sirius » 6. Juli 2014, 10:25

Interessierter hat geschrieben:Krieg ohne Grenzen

Eine weitere Mär ist die jüngst wieder gerne verbreitete Vorstellung, die innerirakischen Spannungen seien vor allem ein Produkt westlicher Interventionen – hätte man die Region nur in Ruhe gelassen, bestünde sie heute aus blühenden Landschaften. Als etwa Saddam Hussein 1991 gezwungen wurde, sich aus Kuwait zurückzuziehen, erhoben sich im Süden des Irak die Menschen gegen die Diktatur der Ba’ath-Partei. Die USA schauten dann zu, wie Saddam diesen Aufstand mit äußerster Brutalität niederschlagen ließ. Auf die Panzer seiner Eliteeinheit, der Republikanischen Garde, war damals der Spruch »Morgen wird es keine Schiiten mehr geben« gepinselt. Im Süd irak wurden Hunderttausende massakriert.

Der hasserfüllte Kleinkrieg zwischen Sunniten und Schiiten im Irak hat keineswegs erst 2003 begonnen, als die USA Saddam Hussein dann doch noch stürzten. Er war längst im Gange, weil die irakische Ba’ath-Partei, deren Machbasis in jenen Gebieten lag, die derzeit unter Kontrolle von Isis stehen, im Kern sunnitisch war und auch in ihrer Abneigung gegen die Schia jedem wahhabitischen Kleriker aus Saudi-Arabien das Wasser reichen konnte. Während unter Saddams Herrschaft nichts zu teuer für sunnitische Städte wie Tikrit und Ramadi war, wurde der schiitische Süden des Landes in Unterentwicklung gehalten. Städte wie Amara oder Nassriyah verfügten nicht einmal über eine geschlossene Abwasserversorgung. Sunnitische Araber stellten in Verwaltung und Militär des Irak die Führung, während ein Großteil der Schiiten gezwungen war, in Slums zu leben.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/ ... ne_grenzen


Erinnert ein wenig an Jugoslawien, auch so ein "failed state" und eine Kreation der Briten und Franzosen nach dem ersten Weltkrieg - so wie der Irak. In der Jugoslawischen Volksarmee waren 90 % der höheren Offiziere und Generäle Serben, obwohl Serben nur 50 % der Bevölkerung Jugoslawiens stellten. Wie war das Zahlenverhältnis in der sowjetischen Armee? Hat jemand Zahlen oder eine Schätzung?
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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Spartacus » 6. Juli 2014, 12:19

Da gibt es weder Zahlen noch Schätzungen, aber es war auch egal, denn das war wichtiger:

Seit 1967 bis zum Ende der Sowjetarmee gab es ab Einheitsebene (Kompanie, Batterie usw.) wieder „Politstellvertreter“ neben den jeweiligen militärischen Führern. Ihnen kam eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu, was den politisch-moralischen Zustand der Einheiten anging, denn mancherorts füllten Sie gleichsam die Funktion von „Betreuungsoffizieren“ aus.


Die Jungs hielten den Laden zusammen, egal wer aus welcher Ethnie stammte.

LG

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon augenzeuge » 6. Juli 2014, 16:03

Spartacus hat geschrieben:Die Jungs hielten den Laden zusammen, egal wer aus welcher Ethnie stammte.
Sparta


Ja, die haben den globalen Frieden eben systembedingt diktatorisch gesichert.... [grin]
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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 11. Juli 2014, 17:40

Umbruch im Nahen Osten
Isis rollt wie eine Lawine durch den Orient

Zitat:
Der Nahe Osten steht vor einer grundlegenden Neuordnung. Die Isis-Krieger wollen ein muslimisches Großreich wie zu Mohammeds Zeiten errichten - mit einem mörderischen Scharia-Regime. Und kaum jemand kann sie stoppen.
...
Der Feldzug der Isis-Dschihadisten auf Bagdad jedoch ist mehr als eine Episode in der langen Chronik der Gewalt in der Region. Iraks staatliche Existenz ist mittlerweile so prekär, dass seine Truppen mit amerikanischer, iranischer und russischer Militärhilfe gegen die schwarz gekleideten Eindringlinge zu Felde ziehen – vor Wochen noch eine undenkbare Koalition, und ein untrügliches Indiz für die Dimension der Krise.
...
Die saudische Nordgrenze haben die Isis-Brigaden bereits im Visier. In Syrien haben sich die Isis-Krieger und Al-Qaida-Brigaden bereits in zahlreichen Landstrichen festgesetzt. Jordanien ist das nächste Ziel, wo ebenfalls Teile der Bevölkerung für extremistische Ideen und antiwestliche Ressentiments empfänglich sind.
...
Der Libanon ist schon lange ein Scherbenhaufen. Selbst in dem 5000 Jahre alten Ägypten wächst das Beben in den Fundamenten. Die stärkste Armee des Nahen Ostens wird mit den Gotteskriegern auf dem Sinai einfach nicht fertig, deren Terror sich immer ungehemmter in das bevölkerungsreiche Niltal ausdehnt...]

http://www.tagesspiegel.de/meinung/umbr ... 82336.html

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon Spartacus » 11. Juli 2014, 18:13

Man könnte die ISIS als Gegenbewegung zum arabischen Frühling bezeichnen, also als ein Sammelbecken der
"alten Kräfte und Garden", die den Zeiger der Zeit wieder zurück drehen wollen.

Ziel, einen möglichst großen Gottesstaat, basierend auf der Shariah, versteht sich von selbst.

LG

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon pentium » 31. Juli 2014, 18:57

Man sprengt weitere Moscheen und heilige Gräber

Gotteshäuser werden systematisch gesprengt, kostbare Denkmäler unrettbar beschädigt: Im Irak zerstört die Miliz "Islamischer Staat" vermeintliche Götzenbilder. Doch der Rückhalt für die Radikalen bröckelt auch unter den Sunniten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 83672.html

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Re: Irak-Krieg

Neuer Beitragvon augenzeuge » 31. Juli 2014, 21:11

pentium hat geschrieben: Gotteshäuser werden systematisch gesprengt, kostbare Denkmäler unrettbar beschädigt...
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Wohlgemerkt, von Leuten, die sich selbst als Gläubige begreifen. Dürfen wir Ungläubige uns dazu denn äußern?
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