pentium hat geschrieben:Du vergisst die ganzen Soldaten der NVA, GT u.s.w....alle mussten den Schwarzen Kanal anschauen...deshalb auch die vielen Traumata...als Folge
zonenhasser hat geschrieben:pentium hat geschrieben:Du vergisst die ganzen Soldaten der NVA, GT u.s.w....alle mussten den Schwarzen Kanal anschauen...deshalb auch die vielen Traumata...als Folge
Ich musste in 18 Monaten in Weißenfels nie Schnitz gucken.
Ach na ja, damals hatte ich einen sehr gesunden Schlaf...pentium hat geschrieben:Glück gehabt...
Volker Zottmann hat geschrieben:In unserem Klubraum mit dem einzigen Kompaniefernseher reichten montags nie die "Sessel" (Eisenstühle mit Armlehnen und Kunstlederbezug), so dass später Kommende ihren Sperrholt.Eisenhocker mitbringen mussten. Denn Montags lief immer im DDR-Fernsehen ein alter UFA-Film oder andere alte Schwarz-Weiß-Schinken der Defa. "Für den Filmfreund" hieß diese Dauersendereihe.
, und da liefen keine kompletten Filme sondern Ausschnitte aus mehr oder weniger furchtbaren und kitschigen UFA Schinken.karnak hat geschrieben:Vor dem schwarzen Kanal lief eben diese Rumpelkammer, eine Sendung für Rentner, zumindest habe ich das damals schon so empfunden, und da liefen keine kompletten Filme sondern Ausschnitte aus mehr oder weniger furchtbaren und kitschigen UFA Schinken.
So war es. Als Jugendlicher war ich mal mit meinen Eltern in einem Ferienheim in Bad Saarow. Da war auch Familie Schwabe. Er wurde zur Lifesendung mit einem Wolga abgeholt.pentium hat geschrieben:Nein die Rumpelkammer lief nicht vor dem schwarzen Kanal. Rumpelkammer war Mittwochs zwei mal im Monat? Jedenfalls nicht am Montag, da kamen die alten UFA Filme in voller Länge.
, ein Einrücken in den Fernsehraum zu irgendwas habe ich auch nicht erlebt, außer einmal, als der Siegmund im Orbit war .In die Kaserne hatte ich einen Junost eingeschmuggelt und habe eher Westen geschaut
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Volker Zottmann hat geschrieben:In unserem Klubraum mit dem einzigen Kompaniefernseher reichten montags nie die "Sessel" (Eisenstühle mit Armlehnen und Kunstlederbezug), so dass später Kommende ihren Sperrholt.Eisenhocker mitbringen mussten. Denn Montags lief immer im DDR-Fernsehen ein alter UFA-Film oder andere alte Schwarz-Weiß-Schinken der Defa. "Für den Filmfreund" hieß diese Dauersendereihe.
Gleich danach zum Abkotzen kam stets von Schnitzler samt seiner Hasstiraden.
Penibel wurde fast immer vom UvD aufgepasst, dass nun keiner den Klubraum verließ. So habe auch ich den oft genug gehört, so, dass es ein Leben lang reichte und zuviel war.
Ich habe draußen im realen Leben aber nie jemanden erlebt, der sich diese Sendung freiwillig angesehen hätte.
Gruß Volker
Sprich unser Fernsehraum war meistens die Waffenkammer.karnak hat geschrieben:Das Lustige an der Sache, ich wurde als stellv. Waffen Uffz. auserkoren, der Waffenuffz. gehörte zu diesem harten Kern und ich haben den Fernseher eben in dieser Waffenkammer in einer EIGENTLICH zuvielen Kiste für Med. Schutzpäckchen sicher verwahrt. Hat nie einer bemerkt.Sprich unser Fernsehraum war meistens die Waffenkammer.
Absolut nicht, ich habe die Dinge eben noch nie so verbissen gesehen. Habe auch nicht mit dem Sehen von " rauchenden Colts" eine Verbindung zum Unwillen den Sozialismus errichten zu wollen hergestellt. Solche Art von Eiferei war noch nie meine Sache. Und ich habe die " reale DDR" auch nie als " Regime " empfunden das bekämpft werden muss. Für mich war es etwas im Anfang befindliches, dass zu einem guten und vernünftigen Ende geführt werden muss. Ich wollte mich an der Wegbereitung dorthin durchaus beteiligen aber mich dabei nicht in absoluter Entbehrung aufopfern
. Solche Art von Fanatismus war ebenfalls nie meine Sache und ich habe eine derartige Forderung von irgendeinem geheimnisvollen Zampano irgendwo da oben auch nie verspürt. Aus dieser Erfahrung heraus habe ich auch meine heutige Haltung und Einschätzung zum damalig herrschenden " menschenverachtenden System " , mich hat es mit meinen Bedürfnissen leben lassen und ich war in ihm nicht unglücklich. Wenn ich mich aus heutiger Sicht auch manchmal über mich selbst wundere warum ich zufrieden war , ich war es nun mal zu der Zeit so wie ich es im Wesentlichen mit dem Heute bin
Und so schaue ich nicht in Zorn zurück und auch nicht auf das Heute.karnak hat geschrieben:Aus dieser Erfahrung heraus habe ich auch meine heutige Haltung und Einschätzung zum damalig herrschenden " menschenverachtenden System " , mich hat es mit meinen Bedürfnissen leben lassen und ich war in ihm nicht unglücklich.
Kann sein, ich habe mich halt nur nicht so empfunden und noch nicht mal mein Umfeld hat vor mir deswegen die Nase gerümpft. Und so hat mich die Schmach meiner Rolle einfach nicht um den Schlaf gebracht. ![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
Ich bin 1972 eingezogen worden. Da hieß es noch, auch im Urlaub sei der Empfang von Westsendern verboten. Zu der Zeit war es Soldaten in Unform auch untersagt, einen Handwagen (neudeutsch: Bollerwagen) zu ziehen...HPA hat geschrieben:ich kann mich erinnern, dass ich noch 87 oder 88 einen wisch vom WKK unterschreiben musste keine Westsender zu sehen...völlig weltfremd eigentlich. In der Realität hat das niemanden interessiert!
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karnak hat geschrieben: Kann sein, ich habe mich halt nur nicht so empfunden und noch nicht mal mein Umfeld hat vor mir deswegen die Nase gerümpft.
, nicht beeinflussbar. Ich habe mich kaum mit dem Gedanken rumgeschlagen, musste noch lange grinsen deswegen wenn ich über das ehemalige Dreilinden auf die Avus gefahren bin.
Aber das Grinsen ist mittlerweile der Normalität gewichen, heute fahre ich locker durch Europa oder sonst wohin ohne sonderliche Aufregung des Besonderen, ich habe die Zäune einfach hinter mir gelassen ![Grinsen [grin]](./images/smilies/evilgrins.gif)
zonenhasser hat geschrieben:Konnten eigentlich Rentner, die früher MfS-Angehörige waren, jemals in den Westen, z. B. zu jetzt dort wohnenden Kindern, fahren - nach einer Karrenzzeit, in der sie vergessen hatten? Vielleicht niedere Dienstgrade wie Köche, Kraftfahrer etc.?
Und man hat sowieso erwartet, dass man gar nicht auf die Idee kommt ein solch " geschmackloses" Ansinnen zu stellen. Ich kann mich an einen gestandenen Major erinnern der in der Wendezeit auf einer Parteiversammlung unter Tränen offenbart hat, dass seine Tochter die DDR über Ungarn verlassen hat. Was mich angeht, meine Traumziele lagen bzw. liegen sowieso eher nicht auf dem Gebiet der ehemaligen Bundesrepublik Alt
Und den Trieb nachdem was man heute Shopping nennt war und ist bei mir eh nicht übermäßig ausgeprägt, bundesdeutsche Kaufhäuser waren nicht Orte meiner Sehnsucht. ![Mannoman [flash]](./images/smilies/flash.gif)
zonenhasser hat geschrieben:Konnten eigentlich Rentner, die früher MfS-Angehörige waren, jemals in den Westen, z. B. zu jetzt dort wohnenden Kindern, fahren - nach einer Karrenzzeit, in der sie vergessen hatten? Vielleicht niedere Dienstgrade wie Köche, Kraftfahrer etc.?
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