Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Danny_1000 » 27. April 2014, 18:41

pentium hat geschrieben:.....Ist doch seltsam.
Bis vor ca. 2 Monaten hatten die Leute im Osten der Ukraine weder Ambitionen Referenden abzuhalten noch gar bewaffnete Aufstände anzuzetteln. mfg
pentium

Da gab’s auch noch eine andere Regierung in Kiew, die den Russen im Südosten wohlgesonnener war.

Nein, um’s gleich vorweg zu nehmen: Die alte Regierung war in meinen Augen nicht besser. Aber die Typen die sich dann da mit Hilfe der Amis an die Macht putschten, sind’s eben auch nicht !

Ja, ich glaube schon, dass die Russen im Südosten der Ukraine ihre Hände im Spiel haben. Wie sehr, weiß zur Zeit nur die Glaskugel. Sie wären dumm und naiv, wenn sie es nicht täten und das Spielfeld Ukraine allein den Amis und deren willfährigen Vasallen überließen.

Sparta brachte es ja schön auf den Punkt: In der Ukrainekrise geht’s eben um die Interessen von Staaten, weniger um die der Ukraine….

Danny
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 27. April 2014, 19:32

Danny_1000 hat geschrieben:Ja, ich glaube schon, dass die Russen im Südosten der Ukraine ihre Hände im Spiel haben. Wie sehr, weiß zur Zeit nur die Glaskugel.


...Offensichtlich gibt Moskau auch den Versuch auf, zu leugnen, dass russische Soldaten direkt in der Ukraine tätig sind. So trat gestern der Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Strelkov, offen als Kommandeur der Truppen der sogenannten Volksrepublik Donezk auf - in Tarnuniform, aber ohne Rang- und Länderabzeichen. Er gab bekannt, dass die ukrainische Seite einen Mann aus dem Führungsstab der Slawjansker Separatisten-Führung gefangen genommen hätten....

http://www.tagesschau.de/ausland/osze-ukraine120.html
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 28. April 2014, 10:58

Medwedew beschwört Russlands Stabilität

Sanktionen des Westens laut Premierminister Chance zum Aufbau unabhängiger Industrie
So ging Medwedew gleich zu Beginn seines gut einstündigen Vortrags auf die möglichen Folgen der Sanktionen gegen Russland ein: Die Krim werde als Vorwand für "politisches Pressing" genutzt, klagte er. "Erstmals ist Russland dadurch gleich unter dreifachen Druck geraten", fügte er hinzu. Neben der instabilen Konjunktur der Weltwirtschaft und den strukturellen Problemen der russischen Ökonomie wirkten sich nun die Sanktionen als Belastungsfaktor aus.

Daneben kündigte er auch eine weitere Diversifizierung der Wirtschaftsbeziehungen an. Speziell im Rohstoff- und Rüstungsbereich schaut sich Russland verstärkt nach Partnern im asiatischen Raum um.
Wirklich neu ist Medwedews Argumentationsmuster nicht. Mit der Drohung, sich China zu- und von Europa abzuwenden, arbeitet die russische Führung seit Jahren dann, wenn die Europäer ihrerseits wiedereinmal über die Diversifizierung ihrer Lieferungen debattieren. Auch den Aufbau einer eigenen modernen und leistungsfähigen Industrie verspricht der Kreml seit langem, ohne dass sich wirklich etwas bewegt hätte.

Mehr hier:
http://derstandard.at/1397521317666/Med ... tabilitaet
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. April 2014, 16:02

Die Gewalt in der Ostukraine eskaliert erneut: Der Bürgermeister der Millionenstadt Charkiw wurde angeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Slowjansk - Der Bürgermeister der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw, Hennadij Kernes, ist mit Schusswunden im Rücken in ein Krankenhaus gebracht worden. "Die Ärzte kämpfen um sein Leben", wird eine Sprecherin des Bürgermeisters von der Agentur Interfax Ukraina zitiert...]

...

Auch andere Teile der Ostukraine werden von Unruhen erschüttert: In Kostjantyniwka, rund 40 Kilometer südlich von Slowjansk, haben prorussische Bewaffnete das Rathaus und die Polizeistation eingenommen. Zudem beschossen Unbekannte die Regierungseinheiten auf dem Militärflugplatz Kramatorsk rund 40 Kilometer nördlich. Zwei Sicherheitskräfte wurden verletzt...]

....

Die Bundesregierung verurteilte derweil die Geiselnahme der am Freitag gefangen genommenen Militärinspekteure in der Ostukraine scharf. Die russische Regierung müsse sich von diesen Taten distanzieren und alles daran setzen, dass alle Festgehaltenen freikämen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Merkels Sprecher kritisiert "abstoßende" Vorführung

Der Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel kritisierte, die Männer, unter denen vier Deutsche sind, würden "gegen jedes Recht und ohne jeden Grund" festgehalten. "Das ist eine Eskalation, die sich unmittelbar gegen die internationale Gemeinschaft richtet", sagte er.

Am Sonntag seien sie auf "abstoßende Weise und unter Einsatz von Waffen" der Öffentlichkeit vorgeführt worden. Die Täter um den selbsternannten Bürgermeister von Slowjansk müssten die Militärinspekteure, von denen einige für die OSZE arbeiten, unverzüglich, bedingungslos und unversehrt freilassen. Bislang ist nur ein Gefangener aus gesundheitlichen Gründen freigelassen worden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 66522.html

Dürfen selbsternannte Bürgermeister mit maskierten Männern so einfach die Macht übernehmen und Geisel nehmen? Langsam scheint in der Ostukraine das Chaos zu herrchen!

mfg
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 28. April 2014, 16:44

Inkonsequentes Herumgeeiere.

Bei diesem von Putins Gnaden selbsternannten "Republik Donezk" Obermotz handelt es sich um einen gewöhnlichen Kriminellen. Einem bewaffneten Geiselnehmer.

Dreckige Terroristen. Nicht mehr ,nicht weniger.

Um solchem Treiben ein Ende zu setzen und deutsche Staatsbürger aus solchen Händen zu befreien, wurde einst das Kommando Spezialkräfte aufgebaut.

Mal sehen wie die Russen als OSCE Mitgliedsstaat darauf reagieren. Dann müssten sie nämlich die Hosen entgültig runter lassen.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 28. April 2014, 16:50

HPA hat geschrieben:Inkonsequentes Herumgeeiere.

Bei diesem von Putins Gnaden selbsternannten "Republik Donezk" Obermotz handelt es sich um einen gewöhnlichen Kriminellen. Einem bewaffneten Geiselnehmer.

Dreckige Terroristen. Nicht mehr ,nicht weniger.

Um solchem Treiben ein Ende zu setzen und deutsche Staatsbürger aus solchen Händen zu befreien, wurde einst das Kommando Spezialkräfte aufgebaut.

Mal sehen wie die Russen als OSCE Mitgliedsstaat darauf reagieren. Dann müssten sie nämlich die Hosen entgültig runter lassen.


Auch meine Meinung. Hoffentlich kommt das Ganze noch über den Wahltermin im Mai und hoffentlich gibt es eine akzeptable Rada mit einer akzeptablen Regierung.
Dann müsste Russlands Hose endgültig unten sein.
Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 28. April 2014, 16:56

Äh, mhmm hüstel,

die Geiseln sind keine OSZE - Beobachter.

http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/122 ... ZE/7837005

Das macht es zwar nicht besser, aber das sollte schon mal bekannt werden.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. April 2014, 17:02

Zitat:
Offensichtlich gibt Moskau auch den Versuch auf, zu leugnen, dass russische Soldaten direkt in der Ukraine tätig sind. So trat gestern der Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Strelkov, offen als Kommandeur der Truppen der sogenannten Volksrepublik Donezk auf - in Tarnuniform, aber ohne Rang- und Länderabzeichen...]

http://www.tagesschau.de/ausland/osze-ukraine120.html

Wenn es stimmt, bekommen die grünen Männchen in der Ostukraine, konkrete Gesichter.

mfg
pentium

Hüstel Sparta,
Wer sind die festgesetzten Militärbeobachter?

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unterhält mehrere Missionen in der Ukraine. Die größte und von allen 57 OSZE-Staaten - inklusive Russland - mitgetragene Operation ist die "Special Monitoring Mission". Ihr gehören derzeit etwa 100 Beobachter an. Sie erstatten Bericht an alle Mitgliedsstaaten. Laut OSZE sind alle Beobachter dieser Mission in Sicherheit. Das gleiche gilt für eine zweite Mission, die sogenannten Election Observers. Von ihnen sind bereits 100 im Land, um die anstehende Wahl Ende Mai zu überwachen. Außerdem laufen noch zwei kleinere Missionen.

Bei den festgehaltenen Militärbeobachtern handelt es sich nicht um offizielle OSZE-Beobachter, sondern um ein sogenanntes Military Verification Team. Es ist nicht offiziell von der OSZE entsandt, aber offenbar auf Einladung der Regierung in Kiew im Land. Ihr Aufenthalt ist durch das "Wiener Dokument 2011 der Verhandlungen über Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen" gedeckt. Diese Übereinkunft wurde von allen 57 OSZE-Staaten akzeptiert. Zentraler Bestandteil ist ein Austausch von Informationen über ihre Streitkräfte und Hauptwaffensysteme. Diese dürfen durch Inspektionen überprüft werden. Eine solche wird nun in Slawjansk festgehalten.

Die deutschen Beobachter wurden vom Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr entsandt. Sie sind uniformiert, aber nicht bewaffnet.

http://meta.tagesschau.de/id/84746/was- ... -berichten
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 28. April 2014, 17:18

Bei den festgehaltenen Militärbeobachtern handelt es sich nicht um offizielle OSZE-Beobachter, sondern um ein sogenanntes Military Verification Team.


Genau darum geht es mal wieder, und um die tolle Berichterstattung "unsrer" Medien.

Bild:
Separatisten wollen OSZE-Beobachter nicht freilassen


http://www.bild.de/politik/ausland/ukra ... .bild.html

Vielleicht verklickerst du diesen "Journalisten" ja mal, was nun Phase ist. Die scheinen ja dazu nicht fähig zu sein.

LG

Sparta


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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. April 2014, 17:27

Warum ich, bin ich der
Journalistenbeauftragter des Forums? Sparta.
Oberst Axel Schneider hat vor einigen Tagen die Umrisse seines Auftrages beschrieben:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendunge ... ne100.html

Eine Kontrolle von selbsternannten Volksbürgermeistern gehörte jedenfalls nicht dazu!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 28. April 2014, 19:13

@Pentium und Sparta, nun bin ich ja baff. Das höre ich erstmalig. Pennen unsere Medien total?
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. April 2014, 19:36

Ob unsere Medien pennen, keine Ahnung?
Vielleicht schlecht recherchiert? Nov65

Im Link gibt es Infos zu der Inspektion. Dazu die Bundespressekonferenz zum Thema.

http://augengeradeaus.net/2014/04/entfu ... befreiung/

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Neun » 28. April 2014, 20:10

Unsere Medien pennen nicht, die registrieren wie immer alles ganz genau, sie enthalten den Deutschen gewisse Informationen absichtlich!

Aber hey hat ja auch was gutes, muss man die Naziaufmärsche die Dank des Wirkens des Westens dort stattfinden nicht auch noch bei uns im Fernsehen sehen. http://rt.com/news/155364-ukraine-nazi-division-march/
Neun
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 28. April 2014, 20:29

Ist schon irre, was dort passiert. Wieso haben die so eine Affinität zur SS? Die ganze Indoktrination zu Zeiten der UdSSR scheint dort nicht viel genützt zu haben....
Ich musste mich auch erst einmal schlau machen, mit diesen Symbolen..... [blush]

http://www.docstoc.com/docs/6184407/14t ... -Ukrainian

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 28. April 2014, 20:40

Heute vor 71 Jahren wurde in der Ukraine die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS „Galizien“ („Halychyna“) gegründet. In Lwiw wird der Jahrestag regelmäßig gefeiert – mit einer „Parade der Stickerei“. Denn: Stickerei ist nicht nur Handarbeit, sondern auch Ideologie.

Zitat:
Die ukrainische folkloristische Tracht ist reich mit Stickereien verziert und soll den Kampf gegen die „Russifizierung der Jugend“ symbolisieren. Frauen tragen bestickte Blusen zum Rock, Männer bestickte Hemden zur Hose. Die Motive sind nicht immer nur traditionell. Vereinzelt findet sich auch gestickte SS-Symbolik bei Aufmärschen. Die Parade hat noch einen weiteren ideologischen Hintergrund: Die Wehrmacht wurde bei ihrem Einmarsch nach Lemberg / Lwiw im Sommer 1941 begeistert empfangen – unter anderem mit einer Parade, zu der die Frauen die traditionellen reich bestickten Blusen trugen...]
...
Bereits seit 2010 wird auch in Lwiw jährlich am 28. April mit einer „Parade der Stickerei“ beziehungsweise einem „Marsch der Geistesgröße“ der Gründung der SS-Division gedacht. Vorher gab es unter verschiedenen Namen, beispielsweise „Tag der Helden“, bereits in anderen westukrainischen Städten ähnliche Paraden, teils organisiert von lokalen Initiativen, teils von bekennenden Nazis....]

http://www.publikative.org/2014/04/28/s ... r-ukraine/

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 29. April 2014, 07:18

pentium hat geschrieben:Ob unsere Medien pennen, keine Ahnung?
Vielleicht schlecht recherchiert? Nov65

Im Link gibt es Infos zu der Inspektion. Dazu die Bundespressekonferenz zum Thema.

http://augengeradeaus.net/2014/04/entfu ... befreiung/

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Danke. da steht klipp und klar drin auf welcher rechtlichen Grundlage diese Inspektionen stattfinden. Auf Grundlage genau des gleichen Mandats treiben sich übrigens auch die Russen hierzulande und in Brüssel herum( letzteres bis auf 5 mit diplomatischen Status bis auf weiteres nicht mehr,ob die anderen als Geiseln in der NATO Kantine festgesetzt wurden,entzieht sich leider meiner Kenntnis)

Und warum sollte man darüber berichten ,wenn ein paar hundert rechte Spinner irgendwo in der ukrainischen Pampa aufmarschieren? Da sollten sich doch die russischen "Qualitätsmedien" a la RT und Co. erstmal selber an die eigene Nase fassen und sich in ihrem eigenem Land umschauen.

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/russische-nazis-misshandeln-homosexuelle-und-stellen-videos-rechtsextreme-soziale-netzwerke

etc.pp...

na und der link, @ neun wird dir sicher gefallen: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14487


Vor dem Hintergrund wundert es mich nicht im Geringsten ,dass zum Krim "Referendum" ausschließlich "Wahlbeobacher "aus dem rechten Spektrum aus Europa eingeladen wurden.
Ebenso wenig verwundern da auch nicht die aktuellen Querfrontaktivitäten von Jürgen Elsässer , Moustafa Kashefi (Zitat:"Ich will, das beide „Lager“ erkennen, dass sie extreme Schnittmengen haben. Um miteinander zu arbeiten, nicht gegeneinander") u.a.

Aber so kann man wunderbar weiter die Mär vom "faschistischen" Putsch" in Kiev befeuern und jeder linke Spinner plappert das auch noch munter nach.
Und angesichts des Einflusses und der Funktion in der Duma eines Wladimir Schirinowski frage ich ich mich ,welcher Ideologie die Machthaber in Moskau inkl Putin nachhängen.

Oder: wo sitzen jetzt nun die Faschisten? In Kiew oder doch eher in Moskau?

Die Russen sollten sich lieber fragen ,warum sie in der Westukraine in etwa die Beliebtheit von Krätze besitzen.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 29. April 2014, 12:10

Wjatscheslaw Ponomarew, selbsternannter Bürgermeister

Große Pläne für Slawjansk und die Ostukraine

Über seine Vergangenheit spricht der 49-Jährige nicht gern. Immerhin ist bekannt, dass er vor dem "Krieg" zuletzt Direktor einer Seifenfabrik in der Stadt war. Davor war es eine Textilfabrik, und in den 1990ern soll er Autos aus Russland in die Ukraine überführt haben.

Zu Sowjetzeiten diente er bei den Streitkräften. Er habe an verschiedenen Spezialeinsätzen teilgenommen, sagte er auf einer Pressekonferenz, doch Details wollte er nicht preisgeben. "Gott sei Dank" gebe es nicht so viele Informationen über ihn, fügte er hinzu.

http://derstandard.at/1397521896197/Gro ... Ostukraine

Der selbst ernannte Bürgermeister wird erst wieder über die OSCE-Geiseln weiterverhandeln, wenn die Sanktionen gegen Seperatistenführer aufgehoben werden.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 29. April 2014, 13:54

HPA hat geschrieben:Vor dem Hintergrund wundert es mich nicht im Geringsten ,dass zum Krim "Referendum" ausschließlich "Wahlbeobacher "aus dem rechten Spektrum aus Europa eingeladen wurden.
Ebenso wenig verwundern da auch nicht die aktuellen Querfrontaktivitäten von Jürgen Elsässer , Moustafa Kashefi (Zitat:"Ich will, das beide „Lager“ erkennen, dass sie extreme Schnittmengen haben. Um miteinander zu arbeiten, nicht gegeneinander") u.a.

Aber so kann man wunderbar weiter die Mär vom "faschistischen" Putsch" in Kiev befeuern und jeder linke Spinner plappert das auch noch munter nach.
Und angesichts des Einflusses und der Funktion in der Duma eines Wladimir Schirinowski frage ich ich mich ,welcher Ideologie die Machthaber in Moskau inkl Putin nachhängen.

Oder: wo sitzen jetzt nun die Faschisten? In Kiew oder doch eher in Moskau?

Die Russen sollten sich lieber fragen ,warum sie in der Westukraine in etwa die Beliebtheit von Krätze besitzen.


Die von Dir genannten "linken Spinner" in Westeuropa sind letzten Endes auch nur Putins nützliche Idioten, ebenso wie die Rechten in Westeuropa. Die Linken sind dabei sogar noch dümmer, weil sie mit ihren antieuropäischen und antiamerikanischen Scheuklappen nicht einmal erkennen, das Putin jetzt die ultranationalistische Karte spielt, er sich selbst und seine Oligarchenfreunde maßlos bereichern und er mit Sozialismus/Kommunismus nicht mehr viel am Hut hat.

Die über drei Jahrhunderte vorherrschende Doktrin der russischen Politik war immer der großrussische Expansionismus in Verbindung mit der Russifizierungspolitik (Ausführlicher: http://en.wikipedia.org/wiki/Russification). Das war unter den Zaren ebenso wie unter den Kommunisten, unter denen es auch die Russifizierungspolitik gab. Was viele in Westeuropa aufgrund geschichtlichem Desinteresse und fehlendem Wissen nicht verstehen, ist die Angst der kleineren Nachbarvölker Russlands, die vor allem aufgrund ihrer bitteren Erfahrungen in die EU und NATO drängen. Sie leben lieber unter amerikanischer oder EU-Vorherrschaft als unter russischer. Die USA oder EU verbieten nicht ihre Sprache, deportieren nicht Hunderttausende nach Sibirien und sonstwohin, praktizieren auch keinen Holodomor. Sie siedeln auch nicht gegen ihren Willen Millionen US-Amerikaner oder EU-Bürger in ihren Ländern an, mit dem Zweck ihre Kultur und Sprache auszulöschen. Die USA haben das zwar vor 150 Jahren auch so mit den Ureinwohnern Nordamerikas, den Indianern, gemacht. Die Bedrohung der Nachbarvölker Russlands ist aber aus ihrer Sicht nun einmal Russland und nicht die EU oder die USA. Das gilt natürlich auch für Völker innerhalb Russlands, wie z.B. die Tschetschenen. Der Vorwurf des Faschismus stammt aus der sowjetischen Zeit um damit die Unabhängigkeitsbestrebungen diverser Völker zu diffamieren. Der heute aus Russland kommende Vorwurf des Faschismus gegenüber der Ukraine ist - selbst wenn er so zutreffen sollte - auch deshalb verlogen weil Russland mit Schirinowski kein Problem hat und sich westeuropäischer Faschisten für eigene Zwecke bedient.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 29. April 2014, 14:24

10 Jahre Osterweiterung
Die EU rettete Polen vor dem Schicksal der Ukraine

Länder wie Polen, Estland, Lettland, Litauen oder die Slowakei verdanken es der EU, dass sie nicht ähnlich bedroht werden wie jetzt die Ukraine.

Zitat:
Russland ist auf dem Weg zu einem autoritären Regime, das sich die Unterstützung der Mehrheit durch einen aggressiven Nationalpopulismus sichert und Minderheiten diskriminiert, ob Homosexuelle, Andersdenkende oder Nicht-Russen. In Moldawien, Georgien, Armenien und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken hat Moskau schon lange vor der Ukraine die gezielte Destabilisierungspolitik durch Ermunterung ethnischer Minderheiten zum Aufstand und Truppenaufmarsch angewandt – um sich dann als einzig möglicher Vermittler anzubieten.

In Berg-Karabach, Transnistrien, Abchasien, Ossetien gibt es zehn bis 20 Jahre später keinen Frieden wie im neuen EU-Raum. Das Ziel solcher russischen „Friedensmissionen“ ist nicht, Frieden zu stiften, sondern die Konflikte am Köcheln zu halten, um den Hebel für Einfluss zu behalten.
Die EU setzt auf Anziehungskraft, Russland auf Abschreckung. Es ist ernüchternd, dass Moskau sich in den mehr als 20 Jahren seit dem Ende der Sowjetunion nie erkennbar bemüht hat, ein attraktiver Partner für seine Nachbarn zu sein...]

http://www.tagesspiegel.de/meinung/10-j ... 17854.html

Wobei, ein EU-Beitritt ist nicht das Allheilmittel für problembelastete Länder, das darf man auch nicht vergessen.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 29. April 2014, 15:40

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 29. April 2014, 19:49

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 29. April 2014, 20:55

Morgen sollen die OSCE-Geiseln frei kommen. Wenn nun noch Schröder dahinter steckt, hat sich die Umarmung doch gelohnt, oder? [grin]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Volker Zottmann » 29. April 2014, 20:58

Vor 9 Jahren war er noch Deutschlands Kanzler.
Nun zum 70. Geburtstag ist wohl die Demenz ausgebrochen?
Wie sonst soll man erklären, dass er Frank Walter Steinmeiers Außenpolitik mit seinem "Geburtstagsbesäufnis" mit Füßen tritt. Für mich degradierte sich der Kanzler a.D. gerade zum kleinen Würstchen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 29. April 2014, 21:24

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Netzwelt/d/4665824/blogger-muessen-sich-registrieren.html


Russland zieht die Daumenschrauben im Netz enger an. Betreiber von Blogs müssen sich künftig registrieren. Ein entsprechendes Gesetz hat das Parlament beschlossen.

Das russische Parlament hat eine Meldepflicht für die Betreiber von Blogs und anderen Webseiten mit mehr als 3000 Besuchern am Tag beschlossen. Kritiker bezeichneten das vom Föderationsrat verabschiedete Gesetz als Versuch von Präsident Wladimir Putin, die Kontrolle über das Internet auszubauen. Es solle die Informations- und Meinungsfreiheit einschränken, sagte der prominente Blogger Anton Nosik. "China ist sehr viel liberaler im Vergleich zu dem, was Russland erreichen will."

Die russischen Behörden weisen Zensur-Vorwürfe zurück. Befürworter sehen das neue Gesetz als notwendig an, um den juristischen Status der Internet-Tagebücher zu klären. Russland hat mit 61 Millionen Nutzern einem Bericht des Branchendienstes comScore zufolge die am schnellsten wachsende Internet-Gemeinde Europas. Putin hat das Netzwerk allerdings als ein Projekt des US-Geheimdienstes CIA bezeichnet. Die Betreiber von sozialen Netzwerken müssen ihre Server im Land aufstellen und Kundendaten mindestens sechs Monate speichern.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 29. April 2014, 21:42

Ist ja fast wie in sowjetischen Zeiten. Ein aktueller Bericht von Reporter ohne Grenzen dazu hier:

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fi ... 13_web.pdf

mfg
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Hamiota » 30. April 2014, 13:48

Volker Zottmann hat geschrieben:Vor 9 Jahren war er noch Deutschlands Kanzler.
Nun zum 70. Geburtstag ist wohl die Demenz ausgebrochen?
Wie sonst soll man erklären, dass er Frank Walter Steinmeiers Außenpolitik mit seinem "Geburtstagsbesäufnis" mit Füßen tritt. Für mich degradierte sich der Kanzler a.D. gerade zum kleinen Würstchen.

Gruß Volker


Deine Meinung! Andere sehen es ganz anders! Das einfallslose drehen an der Eskaltions- und Sanktionsschraube und das vermeiden von Diplomatie und "Sprechen miteinander" ist doch eher eine etwas Erfolglose und Hirnrissige Politik. Ich finde gut daß jemannt mit "Gewicht" mit Putin spricht!
Diesbezüglich ist der aktuelle Spiegel zu empfehlen! Das Essay von Erhard Eppler bringt es auf den Punkt! (bitte erst lesen bevor man seine Meinung dazu äussert!)

Mich interessiert aber mal folgender Fakt: Der "NATO-Russland Rat" wurde doch ins Leben gerufen um bei zukünftigen etwaigen Problemen, Mißverständissen, strittigen Fragen, einfach alles was die Sicherheit Russlands und der Natostaaten betrifft, eine Plattform zu finden um diese Probleme zivilisiert und ohne Eskalation gemeinsam zu lösen. Warum wird dann ausgerechnet diese Institution bei der größten Krise zwischen Russland und dem Westen seit Ende des kalten Krieges, "auf Eis gelegt" und zwar einseitig durch den Westen? Das ist ja gerade so als ob man eine Feuerwehr gründet und diese bei Ausbruch eines Schwelbrandes "auf Eis legt" und statt dessen kräftig Brandbeschleuniger hinzu gibt! Nichts anderes passiert hier doch!

Um hier nicht gleich als "Putinversteher" hingestellt zu werden, die Russen machen auch nicht alles richtig im Moment, aber was das Vorgehen des Westens angeht, es ist einfach ein Desaster. Bei der ganzen Geschicht sollte man nicht außerer acht lassen wie und wo alles begonnen hat? In Kiew und nicht in Slawansk! Und genau wie Egon Bahr und eine ganze Reihe anderer Personen welche noch zu denken scheinen frage ich mich was die derzeitige "Regierung" in Kiew eigentlich legitimiert? Die ist doch wohl eher durch die Entscheidung des verantwortlichen CIA-Abteilungsleiter an die Macht gekommen und das unter Mißachtung des auch von unserern Außenmininster ausgehandelten und garantierten Abkommens!

Also ein bischen kann ich die Menschen im Osten der Ukraine schon verstehen, vor allem weil man ihnen jetzt genau das abspricht was man den Chaoten in Kiew erlaubt und großzügig unterstützt hat!

der Peter [hallo]
Hamiota
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Volker Zottmann » 30. April 2014, 15:39

Warum sollte ein Referendum in Kiew das letzte sein?
Soll doch jede Region abstimmen und dann aber auch die Mehrheiten respektieren. Selbst wenn sich eine Ukraine spaltet, ist doch in dem Vielvölkergemisch fast zwingend ...

Alles ist besser, als Bürgerkrieg oder gar Weltkrieg.

Dennoch spielt Schröder für mich da recht unsauber. Der schnelle und durch Neuwahlen vorgezogene Abgang Schröders in die russische Gasindustrie, zeugen doch davon, dass "sein" Kanzleramt für ihn inmitten seiner Legislatur uninteressant wurde. Der Mammon hat auch ihn gelockt. Vorbilder sehen anders aus.

Gruß Volker
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 30. April 2014, 16:15

Hamiota hat geschrieben:...frage ich mich was die derzeitige "Regierung" in Kiew eigentlich legitimiert?


Bitte warte noch ca. 3 Wochen, dann sehen wir wer was wählt...die Wahl wird doch schon vorgezogen.
AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 30. April 2014, 16:28

Hamiota hat geschrieben:
...frage ich mich was die derzeitige "Regierung" in Kiew eigentlich legitimiert?

Gute Frage, wie war dass doch gleich mit der Großen Sozial..........Oktoberrevolution?
Wer hatte doch gleich Lenin die Reise bezahlt und wodurch wurde seine Regierung legitimiert?

mfg
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PS. War der gestürzte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch nicht einfach verschwunden? Nur mal so als Anmerkung!
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 30. April 2014, 17:03

Die Anstalt zur Rolle der Medien.

http://www.youtube.com/watch?v=5_c2-Yg5spU

Na so was aber auch.

LG

Sparta


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