Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 25. Mai 2014, 18:12

Laut einer Hochrechnung von TNS Ukraine gewinnt Petro Poroschenko die Präsidentschaftswahl schon im ersten Wahlgang.

http://www.kyivpost.com/content/ukraine ... 49290.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 25. Mai 2014, 18:45

Seit einigen Wochen lag Poroschenko in den Umfragen vorne. Das war schon erstaunlich, da immer der Eindruck vermittelt wurde, dass die Bevölkerung etwas gegen ein Oligarchen-System hätte. Nun wird wohl ein Oligarch gewählt. Was unterscheidet Poroschenko von den anderen Oligarchen? Es ist natürlich zu früh, schon jetzt ein Urteil über Poroschenko zu fällen.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 25. Mai 2014, 21:07

Poroschenko und Klitschko feiern sich als Sieger

Der Milliardär Petro Poroschenko kann laut Prognosen mit einem Sieg im ersten Wahlgang rechnen. Vitali Klitschko wird Bürgermeister in Kiew.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... -live-blog

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 25. Mai 2014, 21:50

Was so manche Leser dazu schreiben ist schon lustig, vor allem wie sie sich drehen. Früher haben die Gleichen, die doch hervorgehoben haben, wie demokratisch ein Referendum wäre, der Regierung in Kiew vorgeworfen, endlich Wahlen zuzulassen. Und nun schreiben sie, dass "...die Wahl auf Teufel komm raus durchzuziehen ....ein weiterer schwerer Fehler des Westens...ist".

Hauptsache auf der Seite der Separatisten sein und dem Westen Schuld an allem geben.....gut, dass diese Leute nichts zu sagen haben. [wink]

AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 26. Mai 2014, 07:04

Bin ich froh! Nun meine ich, dass auch in der Ostukraine bald die Luft 'raus ist.
Poroschenko wird der Ostukraine weitreichende Zugeständnisse machen (aber nicht etwa weit bis Moskau), und die Waffen könnten schweigen.
Wenn nicht, kann die neue Regierung Gewalt anwenden. Sie ist legitimiert.
Putin muss der neuen Situation ins Auge schauen, auch wenn es ihm nicht in seinen geopolitischen Kram passt.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 26. Mai 2014, 07:20

Wie jetzt?

Muß ich jetzt auch noch meine Haselnußschokolade der EDEKA-Marke "Gut & Günstig" für 39 Eurocent wechseln?

[shocked]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Interessierter » 26. Mai 2014, 07:26

Am Gängelband Putins

Über die Interessen Russlands, die Spaltung der Ukraine und die Untätigkeit der Europäer. Martin Pollack erklärt, warum Putin die Europawahlen gewinnen möchte

Eine alte Frau auf dem Ploschtscha Swobody, dem Freiheitsplatz, in Charkiw. Schwarz gekleidet, ein altmodisches Hütchen, um das sie ein blau-gelbes Band gebunden hat. Blau-Gelb sind die nationalen Farben der Ukraine. Hier, im Osten des Landes, ist es ein politisches, nicht ganz ungefährliches Statement, sich damit in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Frau steht am Fuß der 20 Meter hohen Lenin-Statue und streut Körner für die Tauben, die auf dem monumentalen Revolutionsführer hocken. Drei junge Männer, Stiernacken, geschwollene Bizepse, Glatzen, kommen des Weges. Sie bleiben stehen, bauen sich vor der Alten auf und starren mit finsteren Blicken auf das Hutband. Es scheint ihnen nicht zu gefallen. Die Frau lächelt freundlich und rückt kokett ihr Hütchen zurecht. Die Burschen spucken aus und trollen sich.

"Putin gibt mittlerweile offen zu, dass er auf der Seite der europäischen Neonazis, der Faschisten und der rechtspopulistischen Parteien steht. Und die werden sehr erfolgreich sein. Das ist eine bewusste Strategie Putins, um die EU zu kapern, sie zu destabilisieren und von innen heraus zu zerstören." Putin möchte dem freien Europa, für ihn eine Marionette des Erzfeindes Amerika, eine Eurasische Union unter russischer Führung entgegenstellen. Doch ohne die Ukraine bliebe das eurasische Imperium Stückwerk. Deshalb drückt Putin jetzt aufs Tempo.

Diesen sehr langen und sehr interessanten Beitrag, der die Situation meiner Meinung nach treffend beschreibt findet man hier:
http://derstandard.at/2000001510438/Am- ... and-Putins
Interessierter
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 26. Mai 2014, 09:42

Die Ukraine hat ja nun wieder einen gewählten Präsidenten und man sollte ihm eine Chance geben!

Zitat:
Sonntagabend versprach Poroschenko, den Traum vieler Ukrainer zu erfüllen: Frieden. Seine Priorität sei es, "den Krieg und das Chaos zu beenden", sagte der 48-Jährige.
...
Er hoffe auf ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin, sagte er. Die Ukraine habe eine "lange Liste mit Problemen", die es mit der Führung im Nachbarland zu diskutieren gebe. Es gebe aber "Formate" für Verhandlungen, um die bestehenden Probleme mit Moskau zu lösen, sagt Poroschenko. Verhandlungen mit Russland knüpft er jedoch an konkrete Bedingungen: "Die Krim ist und bleibt ukrainisches Territorium."

http://www.sueddeutsche.de/politik/prae ... -1.1975156

Nur könnte es schon zu spät sein!

Nach der Präsidentschaftswahl erzwingen prorussische Separatisten die Schließung des Flughafens in Donezk.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon tom-jericho » 26. Mai 2014, 10:02

Ach der ist erst 48?
Sprutz!
Dachte, der wär schon ein alter Sack.

Kann er da eigentlich schon "HIND"-Pilot in A-tan gewesen sein?
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 26. Mai 2014, 16:14

Klare Sache. Der neue Präsident wird von Moskau anerkannt. Er will Frieden in der Ostukraine. Wenn es dort ein paar Leute gibt, welche den Frieden verhindern wollen, ist es doch klar, was er tun muss, oder soll er Putin zunächst fragen, was er tun würde? [grins]

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 27. Mai 2014, 14:47

"Es würde Russland nur ein Wort kosten"

Die vergangenen Tage verbrachte Karl Schlögel in der Ukraine. Im Interview spricht der Historiker über russische Propaganda und den "tüchtigen" Petro Poroschenko. Die Fortsetzung des Anti-Terror-Einsatzes gegen die "kaputten Typen" im Osten hält er für richtig.

Zitat:
Es würde Russland nur ein Wort kosten, die Unterstützung für die Separatisten und die infernalische Propaganda, die über die russischen Staatskanäle läuft, einzustellen. Die russische Seite muss jetzt Taten folgen lassen.
...
Poroschenko will sich mit allen legalen Mitteln für eine Rückkehr der Krim in die Ukraine einsetzen. Die Annektion der Krim hat er mit einem Autodiebstahl verglichen.
...
Dass die Krim okkupiert und aus der Ukraine herausgerissen worden ist, ist allgemeine Auffassung in der Ukraine, nicht nur die von Poroschenko. Diesen Anspruch wird man aufrechterhalten. Was genau das bedeutet, weiß niemand. Die baltischen Staaten wurden nach dem Hitler-Stalin-Pakt von der Sowjetunion okkupiert. Die Amerikaner haben die Eingliederung dieser Staaten in die Sowjetunion nie anerkannt. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis sie ihre Unabhängigkeit und Selbstständigkeit wiedergewonnen haben. Im Falle der Krim geht es um etwas Ähnliches. Dass die Ukraine nicht die Annexion eines Teils ihres Staatsgebietes hinnehmen kann, ist doch selbstverständlich.
...
Poroschenko hat die Separatisten in der Ostukraine mit den Piraten in Somalia verglichen. Ist der Vergleich angebracht?

In Donezk und Lugansk haben einige Hunderte Leute an bestimmten Punkten die Macht an sich gerissen. Es sind kaputte Typen, professionelle Kämpfer, zum Teil aus Tschetschenien oder mit Afghanistan-Erfahrung. Es sind bezahlte Leute, das weiß man inzwischen. Ihnen geht es um systematische Destabilisierung. Der Plan, diesen Teil der Ukraine zu einem "failed state" zu machen, erinnert wirklich an Somalia...]

http://www.n-tv.de/politik/Es-wuerde-Ru ... 09726.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 27. Mai 2014, 16:08

pentium hat geschrieben:Dass die Krim okkupiert und aus der Ukraine herausgerissen worden ist, ist allgemeine Auffassung in der Ukraine, nicht nur die von Poroschenko. Diesen Anspruch wird man aufrechterhalten. Was genau das bedeutet, weiß niemand. Die baltischen Staaten wurden nach dem Hitler-Stalin-Pakt von der Sowjetunion okkupiert. Die Amerikaner haben die Eingliederung dieser Staaten in die Sowjetunion nie anerkannt. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis sie ihre Unabhängigkeit und Selbstständigkeit wiedergewonnen haben. Im Falle der Krim geht es um etwas Ähnliches. Dass die Ukraine nicht die Annexion eines Teils ihres Staatsgebietes hinnehmen kann, ist doch selbstverständlich.


In US-amerikanischen Atlanten stand dies noch Mitte bis Ende der achtziger Jahre explizit auf dem Kartenmaterial in roter Schrift. Nur als Hinweis, welche langfristigen politischen Implikationen solche Annektionen zur Folge haben.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon andr.k » 27. Mai 2014, 18:23

Russen dürfen nicht zur Kieler Woche

Zum Treffen der Marineschiffe im Tirpitzhafen hatte die russische Marine in diesem Jahr den Besuch ihrer modernsten Lenkwaffenfregatte "Boiky" angekündigt. Gestern wurde der Besuch abgesagt.
Grund: Das Auswärtige Amt erteilte der russischen Marine keine Genehmigung für das Einlaufen in die deutschen Hoheitsgewässer. Die militärischen Kontakte zwischen Nato und Russland liegen wegen der Ukraine-Krise auf Eis. Die 150 russischen Marinesoldaten müssen jetzt in Baltiysk bleiben.

Hier auch --> http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/re ... laden.html


Die Kieler Woche ist seit Beginn eine maritime Großveranstaltung. Marineschiffe waren und sind ein fester Bestandteil. Das war selbst 1914 so, am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Im Kieler Hafen kam es trotz aller politischen Verwirrungen damals zur letzten friedlichen Begegnungen deutscher und britischer Marinesoldaten. Glaubt man den Überlieferungen, war die Stimmung zwischen den Soldaten auch damals eher freundschaftlich.

Deutschland stand damals politisch im Abseits. Heute steht Russland im Abseits. Das Vorgehen der russischen Regierung bei der Besetzung der Krim hat die diplomatische Arbeit von mehr als 20 Jahren über den Haufen geworfen. Die mühsam mit Hilfe der Nato und der USA im Ostseeraum aufgebaute Partnerschaft für den Frieden hat große Risse bekommen. Die Entscheidung des Auswärtigen Amtes, der russischen Fregatte "Boiky" keine Einlaufgenehmigung zur Kieler Woche zu erteilen, ist aber ein falsches Signal. Die Kieler Woche ist kein Manöver, kein Politik Gipfel und auch keine Militärparade.

Das Marinetreffen im Tirpitzhafen steht im Zeichen der Begegnung der Soldaten. Das war auch 1914 so, als die Seeleute des britischen Linienschiffs "King George V" mit deutschen Soldaten gemeinsam segelten und feierten. Das hätte es mit vertauschten Rollen auch 2014 geben können. Sicher, die russische Fregatte hätte nicht direkt neben den Einheiten aus Polen, Estland oder Litauen liegen müssen. Einen Platz im Kreis der großen Marinenationen hätte sie jedoch verdient gehabt.

AK
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 28. Mai 2014, 09:31

Die Kleinen (hier die Matrosen) sind eben immer die Verlierer. Dennoch: Wenn schon Sanktionen gegenüber Ru, dann erst recht solche Verbote von Selbstdarstellung der "Weltmacht" Ru.
Es gibt auch hier zwei Sichten auf die Dinge. Ich sehe es eben so.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 28. Mai 2014, 18:52

Nächsten Freitag treffen sich alle Ukraine-Gegenspieler in Nordfrankreich. Auch Poroschenko trifft dabei Putin...und der Obama.... [shocked]

Clever eingefädelt.....sag ich da nur.

http://www.n-tv.de/politik/Putin-trifft ... 21606.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Nov65 » 28. Mai 2014, 20:28

Ja, clever eingefädelt, der Hollande. Kann er also doch 'was. Nun muss noch 'was Vernünftiges herauskommen.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 29. Mai 2014, 21:14

Nach einem persönlichen Brief von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) an Vitali Klitschko, fordern die Leipziger Linken Stadträtin Margitta Hollick und Neu-Stadtrat Alexej Dankwart Distanz zum neuen Bürgermeister Klitschko in Kiew.

In den sozialen Medien rechtfertige Danckwart, dass bewaffnete Gruppen aus Tschetschenien Bürgerkrieg in die Ostukraine tragen. Anderseits trete der Linken-Politiker in Leipzig als Veranstalter der „Kundgebung für den Frieden“ mit Konstantin Wecker am Freitag auf dem Nikolaikirchhof auf. „Das ist an Scheinheiligkeit kaum noch zu überbieten“, so Osteuropahistoriker Stephan Stach.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 29. Mai 2014, 21:27

Wenn diese linken Herrschaften wirklich wollen das dieses Blutvergießen in der Ostukraine aufhört, dann sollten sie sich an den Verantwortlichen im Kremel in Moskau wenden. Warum empören sich diese Herrschaften nicht lieber darüber das man bewaffnete Truppen in das Land einsickern lässt damit die es in einen Bürgerkrieg stürzen. Kampfhubschrauber werden nicht mit Steinen abgeschossen.

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 29. Mai 2014, 21:32

Es ist nicht zu begreifen, was man manchmal liest..... [denken]

Zitat:"Ich frage mich nur welche Wahl man den Aufständischen in der Ostukraine lässt wenn man nicht mit ihnen reden will und sie nur vernichten! Was zum Teufel sollen sie denn dann tun ausser sich mit Waffengewalt dagegen wehren! "

Wollte der neu gewählte Präsident nicht sofort in die Ostukraine reisen um das Blutvergießen zu stoppen? Was war die Antwort? Man übernahm den Flughafen und lehnte das Angebot ab. [bloed]

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 29. Mai 2014, 21:41

Neuer Präsident Poroschenko
Ukraine im "Kriegszustand"

Zitat:
In der Ostukraine herrscht nach Auffassung des neuen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko Krieg. "Die Krim wurde von Russland besetzt und es gibt eine große Instabilität. Wir müssen reagieren", sagte Poroschenko der "Bild"-Zeitung. "Wir befinden uns im Osten in einem Kriegszustand". Die Anti-Terror-Operation habe endlich richtig begonnen.

Ziel sei es, die Separatistenführer in der Region um Donezk und Lugansk festnehmen zu lassen, sagte Poroschenko, der die Präsidentenwahl am Sonntag deutlich gewonnen hatte. "Wir lassen es nicht länger zu, dass sie Menschen entführen und erschießen, dass sie Gebäude besetzen und Gesetze außer Kraft setzen. Wir werden diesen Schrecken beenden." Er kündigte auch an, die Armee besser ausstatten zu wollen...]

http://www.tagesschau.de/ausland/ukrain ... nd132.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon HPA » 30. Mai 2014, 13:38

Ex-Generalinspekteur Kujat fordert Rückkehr der Wehrpflicht

Zitat:"Er sprach sich angesichts der Krim-Krise und der aggressiven russischen Politik für eine "grundlegende Neubewertung" der sicherheitspolitischen Lage aus: "Meiner Meinung nach bedeutet das, dass die Landesverteidigung als Bündnisverteidigung wieder ins Zentrum der Überlegungen gehört."

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-03/bundeswehr-wehrpflicht-kujat
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 30. Mai 2014, 17:03

HPA hat geschrieben:Ex-Generalinspekteur Kujat fordert Rückkehr der Wehrpflicht

Zitat:"Er sprach sich angesichts der Krim-Krise und der aggressiven russischen Politik für eine "grundlegende Neubewertung" der sicherheitspolitischen Lage aus: "Meiner Meinung nach bedeutet das, dass die Landesverteidigung als Bündnisverteidigung wieder ins Zentrum der Überlegungen gehört."

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-03/bundeswehr-wehrpflicht-kujat


Zustimmung, mal von der russischen Politik abgesehen, hätte die Wehrpflicht niemals abgeschafft werden dürfen.

Und es wird halt immer verrückter, denn wer bitte glaubt denn wirklich das tschetschenische Kämpfer ausgerechnet
prorussische Kämpfer unterstützen? Wenn da wirklich jemand aus Tschetschenien kommt, dann sind das leider mal
wieder Söldner und wieder die leidliche Frage: Wer bezahlt sie?

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 30. Mai 2014, 17:20

"US-Außenminister John Kerry zeigte sich besorgt über Berichte, wonach über Russland trainierte Kämpfer, darunter aus Tschetschenien, in die Ostukraine eindringen, um dort auf der Seite der prorussischen Separatisten zu kämpfen. Es gebe Hinweise, dass in Russland ausgebildete tschetschenische Milizen über die Grenze eingesickert seien, um die Spannungen weiter "anzuheizen", sagte Kerry im US-Fernsehen."

Berichtet ntv

Wenn also tschetschenische Milizen an der Seite der prorussischen Separatisten kämpfen, wobei es keine Beweise dafür gibt oder?
Dann, sparta, dann kannst du dir doch deine Frage nach der Bezahlung eigentlich selber beantworten!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Spartacus » 30. Mai 2014, 18:02

pentium hat geschrieben:"US-Außenminister John Kerry zeigte sich besorgt über Berichte, wonach über Russland trainierte Kämpfer, darunter aus Tschetschenien, in die Ostukraine eindringen, um dort auf der Seite der prorussischen Separatisten zu kämpfen. Es gebe Hinweise, dass in Russland ausgebildete tschetschenische Milizen über die Grenze eingesickert seien, um die Spannungen weiter "anzuheizen", sagte Kerry im US-Fernsehen."

Berichtet ntv

Wenn also tschetschenische Milizen an der Seite der prorussischen Separatisten kämpfen, wobei es keine Beweise dafür gibt oder?
Dann, sparta, dann kannst du dir doch deine Frage nach der Bezahlung eigentlich selber beantworten!

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Wenn es keine Beweise gibt, was quatscht der Kerry dann rum. [hallo]

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 30. Mai 2014, 18:12

Vielleicht hat er diesen Artikel in der Zeit gelesen?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... etschenien

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2014, 18:50

pentium hat geschrieben:Vielleicht hat er diesen Artikel in der Zeit gelesen?

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014 ... etschenien
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Erneut ein Beispiel welches den Lügner Putin überführt.... Und das seine Mitläufer dem nicht nachstehen wollen, ist auch klar. Besser man stellt sich hinter die Macht als gegen sie.... [denken]
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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 30. Mai 2014, 18:54

Soeben gelesen...der EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle will die Ukraine, Georgien und die Republik Moldau in die Europäische Union aufnehmen.

Ich frage mich, welche Strategen sitzen da in Brüssel. Das muss doch neuen Ärger geben..... [angst] Was wollen wir mit den Ländern in der EU?

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon pentium » 30. Mai 2014, 19:26

Zitat:
Stefan Füle sieht in der Erweiterung das "mächtigste Instrument" zur Umgestaltung Osteuropas...]

Osteuropa umgestalten? Aha, wie er das wohl meint?
Herr Füle wird es sicher wissen! Im Wolkenkuckucksheim. Es gibt ja sonst nur lauter wirtschaftliche und finanzstarke Länder in der EU!

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Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon Sirius » 31. Mai 2014, 10:03

HPA hat geschrieben:Ex-Generalinspekteur Kujat fordert Rückkehr der Wehrpflicht

Zitat:"Er sprach sich angesichts der Krim-Krise und der aggressiven russischen Politik für eine "grundlegende Neubewertung" der sicherheitspolitischen Lage aus: "Meiner Meinung nach bedeutet das, dass die Landesverteidigung als Bündnisverteidigung wieder ins Zentrum der Überlegungen gehört."

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-03/bundeswehr-wehrpflicht-kujat


Das würde aber bei steigendem Personalumfang eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben bedeuten, wozu die deutsche Politik im Moment nicht bereit ist. Es vor Kurzem gab es die Aufforderung der NATO gegenüber Deutschland, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Die deutsche Politik lehnte ab. Also dürfte es wohl zunächst keine Wiedereinführung der Wehrpflicht geben.

Auch in Ostasien steigen die Spannungen, was durch die Ukraine-Krise hier in Europa kaum wahrgenommen wurde. China provozierte in jüngster Zeit seine Nachbarn Japan, Vietnam und die Philippinen so stark wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr, indem es mit Schiffen in umstrittene Gewässer eindrang und dort sogar Bohrplattformen platzierte. Nachdem vietnamesische Schiffe die Bohrplattform gerammt hatten, aber dann abgedrängt wurden, gab es in Vietnam Ausschreitungen gegen Chinesen und deren Firmen mit Toten als Folge. Russland geht in der Arktis seit Kurzem ähnlich vor und beansprucht umstrittene Gebiete gegenüber Kanada, den USA und Norwegen. Es ist schwer zu verstehen, warum sich China und Russland mit Gebietsansprüchen plötzlich so aggressiv verhalten und der Nationalismus aufblüht.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Beitragvon augenzeuge » 31. Mai 2014, 11:28

Sirius hat geschrieben: Es ist schwer zu verstehen, warum sich China und Russland mit Gebietsansprüchen plötzlich so aggressiv verhalten und der Nationalismus aufblüht.


Wer sich aggressiv verhält, hat im Inneren enorme Probleme. Da man diese nicht lösen kann, muss man sich außenpolitisch positionieren um wenigstens dort halbwegs als Gewinner dazustehen....und wenn man in einer politisch unstabilen Gegend noch Bodenschätze vermutet, dann rasselt man mit dem Säbel...
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