Die Lage in der Ukraine Teil 1

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Spartacus » 14. Mai 2014, 18:34

Die russischen Sanktionen gehen los:

Vizepremier Rogosin für Abschaltung von GPS-Stationen in Russland

Der für Rüstungsfragen zuständige russische Vizepremier Dmitri Rogosin hat am Dienstag die Gegenschritte aufgezählt, welche Russland wegen der zugenommenen Meinungsdifferenzen mit den USA im Bereich der Raumfahrt-Kooperation einzuleiten bereit wäre. Er kündigte an, ab dem 1. Juni elf GPS-Bodenstationen in Russland vorübergehend abzuschalten, wenn die USA die Stationierung von Anlagen zur Korrektur von Signalen des russischen Navigationssystems GLONASS auf ihrem Territorium nicht bewilligen. Zudem würde Russland die Lieferung von Raketentriebwerken an die USA einstellen und die Internationale Raumstation ISS ab 2020 nicht mehr finanzieren – ungeachtet der Bitte der USA, die ISS bis 2024 arbeiten zu lassen.


http://de.ria.ru/papers/20140514/268492005.html

Der "Erzfeind" bekommt also erst einmal eine drüber gezogen und wenn die Russen dann noch ihr Öl und Gas nur
noch gegen Euro verkaufen, dann wir es richtig weh tun. Ich schätze mal, das wird auch noch kommen und dann bin
ich mal richtig gespannt auf die Reaktion der USA.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Nov65 » 14. Mai 2014, 18:40

Das kann in der Tat ein erneuter Kalter Krieg werden. Aber wer hat denn nur den ersten verloren?
Gut beraten ist niemand der beiden Seiten, alles auf die Spitze zu treiben. Aber Russland schon gar nicht.
Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Hamiota » 14. Mai 2014, 18:41

Nov65 hat geschrieben:
Peter, wir sind zwar nicht gleicher Meinung, davon fällt im Fernen Osten kein Reissack um, aber wir sind uns wohl einig darin, dass es keinen Krieg,auch keinen Bruderkrieg geben sollte. Also Runder Tisch mit weitgehenden Zugeständnissen an die relevanten Gebiete der UA.
Grüße von Andreas


Absolute Zustimmung, Krieg sollte, in welcher Form auch immer auf gar keinen Fall kommen. Allerdings sind die Äusserungen des Herrn Rasmussen und einiger Amerikanischer Politiker ganz und gar nicht auf Deeskalation gestimmt.

Ich bin auch der Meinung daß die derzeitige Regierung übergaupt nicht legitimiert ist. Und der Runde Tisch bringt recht wenig wenn die Gegenseite gar nicht vertreten ist und man nur untereinander spricht, dann ist es nämlich kein Runder Tisch sondern genau so ein Farce wie die legitimierung der Bande in Kiew!

Leider stehen die Zeichen auf Sturm!

der Peter [hallo]
Hamiota
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. Mai 2014, 18:51

Gysi:
"Erstens muss die Blockfreiheit der Ukraine garantiert sein. Russland will nicht, dass die Ukraine in die Nato kommt. Und zweitens soll es eine möglichst große Autonomie für die Ost- und die Südukraine geben. Wenn man diese Dinge geregelt bekommt, kriegt man das alles wieder hin. Dass Russland eine Spaltung anstrebt, glaube ich nicht, denn dann ginge so ein Prozess auch in Aserbaidschan und anderen Ländern los. So etwas beherrschen auch die Russen nicht. Und wenn Putin etwas nicht will, dann eine Situation, die er nicht beherrscht. Dafür ist er nicht der Typ."

Ganz unrecht hat er nicht.

AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 14. Mai 2014, 21:20

Zitat:
Die EU will Ende Juni das geplante Assoziierungsabkommen mit Georgien besiegeln. „Wir werden das Abkommen am 27. Juni in Brüssel mit allen Staats- und Regierungschefs der EU unterzeichnen“, sagte EU-Ratspräsident Herman van Rompuy heute in der georgischen Hauptstadt Tiflis.

...

Der rumänische Staatschef Traian Basescu forderte indes, dass die EU und Moldawien das im November 2013 beschlossene Assoziierungsabkommen nicht erst wie geplant am 27. Juni, sondern einen Monat früher unterzeichnen. Basescu begründet das mit den „Provokationen“, die seitens der Russischen Föderation bezüglich Moldawiens zu erwarten seien.

http://orf.at/stories/2229972/

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 14. Mai 2014, 22:18

Etwas zum Thema "Einkreisung" von Russland. Das wird ja in der öffentlichen Diskussion immer wieder genannt. In Wikipedia steht, daß Russlands Landesgrenzen 20.017 km betragen. Wieviel km davon sind Grenzen gegenüber NATO-Staaten bzw. wieviel Prozent sind das? Norwegen (196 km), Estland (334 km), Lettland (217 km), Litauen (227 km), Polen (206 km). Das sind zusammen 1.180 km oder 5,9 %.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon tom-jericho » 15. Mai 2014, 06:00

Sirius hat geschrieben:Etwas zum Thema "Einkreisung" von Russland. Das wird ja in der öffentlichen Diskussion immer wieder genannt. In Wikipedia steht, daß Russlands Landesgrenzen 20.017 km betragen. Wieviel km davon sind Grenzen gegenüber NATO-Staaten bzw. wieviel Prozent sind das? Norwegen (196 km), Estland (334 km), Lettland (217 km), Litauen (227 km), Polen (206 km). Das sind zusammen 1.180 km oder 5,9 %.


Ma(n) konnte/kann auch eine "Ostfront" auf 1.180 km Länge errichten!
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 15. Mai 2014, 09:14

Ostfront, Tom wie bist du denn unterwegs?
Mal davon abgesehen. Ich finde diesen Beitrag in der FAZ sehr lesenswert.
Weil er auch auf die Geschichte der Ukraine, ja der Region eingeht, eben einige geschichtliche bzw. historische Zusammenhänge beleuchtet. Ist nur ein ziemlich langer Text.
Er endet mit einer treffenden Aussage.

Zitat:
Die Ukraine hat keine Zukunft ohne Europa. Aber Europa hat auch keine Zukunft ohne die Ukraine. Über die Jahrhunderte haben sich in dem Land die Wendepunkte der europäischen Geschichte gezeigt...]

aus
Putins Projekt
http://www.faz.net/aktuell/politik/die- ... ageIndex_2

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon tom-jericho » 15. Mai 2014, 10:01

Sirius "Einkreisung" hier ist doch vollkommen unvollständig, was folgendes Bild belegen soll:

-----> http://3.bp.blogspot.com/-Ddlj79vEflI/U ... rieg-+.jpg

Gibt also nicht nur Ostfront, sondern auch Südfront und Westfront gegenüber Rußland.
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 15. Mai 2014, 11:35

tom-jericho hat geschrieben:Sirius "Einkreisung" hier ist doch vollkommen unvollständig, was folgendes Bild belegen soll:

-----> http://3.bp.blogspot.com/-Ddlj79vEflI/U ... rieg-+.jpg

Gibt also nicht nur Ostfront, sondern auch Südfront und Westfront gegenüber Rußland.


Tom, nun erschließt sich mir nicht, inwiefern Militärstützpunkte in Afrika, dem nahen Osten und Südasien eine Einkreisung Russlands sein sollen? Vielleicht ist der britische Stützpunkt auf den Falklandinseln auch Teil der angeblichen Einkreisung Russlands? [grins] Das ist doch eine herbei phantasierte Bedrohung als Teil der russischen Propaganda um direkte oder indirekte Annektionen in der Ukraine, Georgien und Moldawien zu rechtfertigen.

Übrigens, was die Stützpunkte in Zentralasien betreffen - nach deren Schließung durch den Abzug aus Afghanistan werden für Russland neue Sicherheitsprobleme in Zentralasien entstehen:

... Jean-Pierre Maulny, Vizedirektor der französischen Strategiedenk-Fabrik Iris ist überzeugt: «Gegen die an der Grenze mobilisierten russischen Truppen hätte die ukrainische Armee nicht den Hauch einer Chance. In weniger als einer Woche wäre sie besiegt.»
Soldaten würden andernorts fehlen

Dennoch wäre es dumm von Putin, seine Soldaten loszuschicken, sagt Pál Dunay vom Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik. Sie würden zwar siegen, aber hernach in einen zähen, opferreichen Guerillakrieg verwickelt. Und: Russland hätte dann seine schlagkräftigsten Truppen plötzlich im Ausland.

Das heisst, die Elite der Armee stünde für andere sicherheitspolitische Herausforderungen oder Ambitionen nicht mehr zur Verfügung. Nicht für Russlands forsch deklarierte Ambitionen in der Arktis, nicht für Sicherheitsprobleme im Osten oder im Süden nach dem Nato-Abzug aus Afghanistan.

http://www.srf.ch/news/international/lo ... rohkulisse
Zuletzt geändert von Sirius am 15. Mai 2014, 11:45, insgesamt 1-mal geändert.
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon tom-jericho » 15. Mai 2014, 11:43

Sirius, so gesehen haste natürlich auch wieder Recht.

Und für Interkontinentalraketen und Flugzeugträger brauch weder Russland noch die NATO gemeinsame Grenzen.
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 15. Mai 2014, 11:52

tom-jericho hat geschrieben:Sirius, so gesehen haste natürlich auch wieder Recht.

Und für Interkontinentalraketen und Flugzeugträger brauch weder Russland noch die NATO gemeinsame Grenzen.


Eben. Für "Atommächte" sind heute nicht Gegner, die an der Staatsgrenze stehen, die eigentliche Gefahr, sondern dessen Interkontinentalraketen in größerer Entfernung. Kaum jemand, der bei klarem Verstand ist, beginnt heute einen konventionellen Angriff auf das Territorium einer "Atommacht".
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon karnak » 15. Mai 2014, 13:46

Es geht doch gar nicht um die auf beiden Seiten vorhandenen fetten Raketen.Die gab es und die gibt es und die könnte man einsetzen.Gleichzeitig wusste und weiß man,setzt man sie ein, hat das ziemlich wenig mit Selbstverteidigung zu tun, zumindest nur für ein paar Minuten,dann bedeutet es für jeden der sie einsetzt, Selbstvernichtung.Es geht um die"verletzte russische Seele"die eine ganze Weile mal eine Sowjetische war.Das die das war,dass ärgert einige "Betonköpfe"von der anderen Seite heute noch,in diese "Wunde"will man immer noch ab und an mal stochern,in Form einer "Nachtreterei" von Taten und viel mehr mit Worten,"geniest"entsprechende Reaktionen,die oftmals nicht viel klüger sind, und weiß,dass man das kaum beweisen kann.ABER,zumindest ist das mein Eindruck,man "spekuliert"auf Reaktionen und Taten bis hin zu hochkochenden Volksaufständen,dann kann man weiter in Wunden rumstochern,kann den betreffenden Ländern besser"helfen".
Der Westen will die Wahl in der Ukraine,Russland im Augenblick wohl nicht.Was macht der Westen eigentlich,wenn die Wahl in der Ukraine nicht so ausgeht wie man sich das vorstellt?Wenn dieser Widerstandskämpfer der das Land provisorisch regiert, der faktisch aus dem Nichts aufgetaucht ist, oder soll ich besser sagen Vasall,der auf mich den Eindruck macht wie der letzte frei gewählte Präsident von Afghanistan,nicht gewinnt?Ein Widerstandskämpfer der ein Englisch mit unüberhörbaren amerikanischen Slang spricht,von dem man nicht viel weiß,was der die letzten 30 Jahre gemacht hat. Ob man für diesen Fall auch schon einen Plan hat?Ich befürchte es fast.
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 15. Mai 2014, 14:04

Spartacus hat geschrieben:Die russischen Sanktionen gehen los:

Vizepremier Rogosin für Abschaltung von GPS-Stationen in Russland

Der für Rüstungsfragen zuständige russische Vizepremier Dmitri Rogosin hat am Dienstag die Gegenschritte aufgezählt, welche Russland wegen der zugenommenen Meinungsdifferenzen mit den USA im Bereich der Raumfahrt-Kooperation einzuleiten bereit wäre. Er kündigte an, ab dem 1. Juni elf GPS-Bodenstationen in Russland vorübergehend abzuschalten, wenn die USA die Stationierung von Anlagen zur Korrektur von Signalen des russischen Navigationssystems GLONASS auf ihrem Territorium nicht bewilligen. Zudem würde Russland die Lieferung von Raketentriebwerken an die USA einstellen und die Internationale Raumstation ISS ab 2020 nicht mehr finanzieren – ungeachtet der Bitte der USA, die ISS bis 2024 arbeiten zu lassen.


http://de.ria.ru/papers/20140514/268492005.html

Der "Erzfeind" bekommt also erst einmal eine drüber gezogen und wenn die Russen dann noch ihr Öl und Gas nur
noch gegen Euro verkaufen, dann wir es richtig weh tun. Ich schätze mal, das wird auch noch kommen und dann bin
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Ja und ? Bei den Stationen handelt es sich um DGPS Stationen.

Es hat überhaupt nichts mit der Kontrolle der GPS Satelliten zu tun.

RD 180 Triebwerke für die Titan haben die Amerikaner auf Vorrat gekauft. Und Alternativen für die Versorgung von ISS wurden bereits erfolgreich erprobt und werden planmäßig durchgeführt.Sowohl von den ESA als auch den Amerikanern. Und wer bezahlte den klammen Russen gleich noch mal den Bau ihres Moduls Sarja?
Und wer da denkt nur die Russen können ja zur ISS ,was derzeit durchaus auch stimmt.Die Amerikaner haben allerdings zwischendurch auch nicht geschlafen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dragon_%28Raumschiff%29

Zitat: "Die Zulassung für bemannte Flüge wird für Mitte 2014 erwartet"
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 15. Mai 2014, 15:03

Gasexport als strategische Waffe gegen Russland

Amerika hat eine neue strategische Waffe gegen Russland für sich entdeckt: Das Land erwägt, die Ausfuhr von Flüssiggas zu erhöhen. Das könnte den Weltmarktpreis drücken - zum Schaden der russischen Wirtschaft.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 35122.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Nov65 » 15. Mai 2014, 16:27

Wenn alle Maßnahmen des Westens, sich vom Klammergriff des Russland-Gases zu lösen, greifen-Süd-Stream, Flüssiggas, Alternativenergien in D und Europa- dürfte es schlecht um die Einnahmen Russlands aus dem Gasexport bestellt sein. Der Kalte Krieg ist längst als Gas-Krieg, Geld-Krieg angekommen!
Putin wird die späte Weitsicht des Westens noch bereuen. Und D wäre gut beraten, auch die Herrschaft russischer Firmen über die Gaslager in D zu beenden.
Dann kann wieder Frieden werden.
Andreas
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon karnak » 15. Mai 2014, 16:54

Habt ihr nicht das Gefühl etwas viel von Krieg und Waffen zureden und das wir mit den Unseren den "Krieg"gegen die Russen(schon wieder)gewinnen können,wenn wir es entsprechend"geschickt" anstellen.Ob das nochmal der richtige Weg,der richtige Denkansatz ist?
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Spartacus » 15. Mai 2014, 17:11

pentium hat geschrieben:Gasexport als strategische Waffe gegen Russland

Amerika hat eine neue strategische Waffe gegen Russland für sich entdeckt: Das Land erwägt, die Ausfuhr von Flüssiggas zu erhöhen. Das könnte den Weltmarktpreis drücken - zum Schaden der russischen Wirtschaft.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 35122.html

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Ich lach mich noch krumm, wo haben die nur immer ihre Weisheiten her? Was wollen die den exportieren, wenn sie nix
wirklich haben? Die USA exportiert ca. 32 Milliarden Kubikmeter und importiert ca. 105 Kubikmeter Gas. Alles klar.

Den Weltmarktpreis kann Russland als größter Exporteur nach belieben manipulieren, wenn der Ami zuckt.

Und die Russen machen weiterhin ernst, was den Dollar betrifft:

Russland hat seine Anlagen in US-Schatzamtbriefe (Treasuries) im vergangenen März um 20 Prozent auf 100,4 Milliarden Dollar reduziert. Das geht aus der jüngsten Veröffentlichung des US-Finanzministeriums hervor.

Somit stieg Russlands zum größten Verkäufer von US-Staatspapieren auf. Mit 100,4 Milliarden Dollar sank die Summe der russischen Anlagen in US-Treasuries auf ein Minimum seit September 2008.

Anlagen Russlands in US-Staatspapiere schrumpfen seit fünf Monaten in Folge. Seite Oktober 2013 verringerte sich die Summe um knapp 50 Prozent, worauf Russland die Top-10 der Inhaber von US-Treasuries verließ.


http://de.ria.ru/business/20140515/268505932.html

Wenn die Russen so weiter machen und daran zweifle ich nicht, dann haben sie bald gar keine US-Treasuries mehr und
das hat natürlich Methode, will sagen, da steckt was dahinter.

Ach ja und nun das noch:

Ukraine-Krise: Timoschenko will Referendum über EU- und NATO-Mitgliedschaft


http://de.ria.ru/post_soviet_space/2014 ... 05383.html

Ich glaube die Dame tickt nicht mehr richtig, verkennt den ernst der Lage total, oder will mit aller Macht provozieren.
Sie sollte mal bei ihrer Freundin, der Merkel, anrufen und nachfragen, was sie davon hält?

Die Antwort wird sie wohl sehr verwundern, wenn die Merkel noch bei Trost ist. [flash]

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon tom-jericho » 15. Mai 2014, 17:51

Die Timoschenko war doch bei uns in der Charite zum "Gesundspritzen".

Die sollen da sogar aber auch eine sehr gute Geschlossene Psychatrie haben, na wenigstens bis nach dem 25. Mai. [flash]
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 15. Mai 2014, 18:37

karnak hat geschrieben:Es geht doch gar nicht um die auf beiden Seiten vorhandenen fetten Raketen.Die gab es und die gibt es und die könnte man einsetzen.Gleichzeitig wusste und weiß man,setzt man sie ein, hat das ziemlich wenig mit Selbstverteidigung zu tun, zumindest nur für ein paar Minuten,dann bedeutet es für jeden der sie einsetzt, Selbstvernichtung.Es geht um die"verletzte russische Seele"die eine ganze Weile mal eine Sowjetische war.


Es geht in Europa weniger um verletzte Seelen, als um zwei konkurrierende Modelle: Das Modell der Europäischen Union und das Modell der Eurasischen Union von Wladiwostok bis Lissabon. Dem Modell der Eurasischen Union, formuliert von Putins "Spiritus Rector" Alexander Dugin, geht es um nicht weniger als um die Zerstörung der Europäischen Union und ihren Demokratien. Darum auch das Bündnis mit West- und Mitteleuropas Rechtsextremen und Linksextremen, die das gleiche Ziel verfolgen. Das wird doch immer wieder erwähnt:

...Während die europäische Integration eine freiheitliche Demokratie voraussetzt, lehnt die eurasische Ideologie sie ausdrücklich ab. Der wichtigste Eurasien-Ideologe Alexander Dugin, der einmal einen Faschismus, »so rot wie unser Blut«, forderte, erhält heute mehr Aufmerksamkeit als jemals zuvor. Seine drei politischen Grundideen – die Notwendigkeit, die Ukraine zu kolonisieren, die Dekadenz der Europäischen Union; und der Wunsch nach einem alternativen eurasischen Projekt, das von Lissabon bis Wladiwostok reicht – werden heute offiziell als russische Außenpolitik formuliert, wenn auch natürlich nicht in so wilder Form wie bei ihm.

http://www.faz.net/aktuell/politik/die- ... ageIndex_2


...In Russland ließ Putin schon Ende 2003 den Ultranationalisten (und heutigen Vizepremier) Dmitrij Rogosin die rechtsextreme Partei Rodina (Heimat) aufbauen. Putin griff auch das gegen den Westen gerichtete Konzept einer Eurasischen Gemeinschaft auf, das der Ultranationalist Alexander Dugin entworfen hat, seit 2010 Fakultätschef für Soziologie an Russlands angesehenster Hochschule, der Moskauer Lomonossow-Universität.

http://www.sueddeutsche.de/politik/nati ... -1.1938496


Viele konzentrieren sich zur Zeit auf Kämpfe in eher unbekannten Städten wie z.B. Slawiansk in der Ukraine, ohne sich mit dem ideologischen Hintergrund, dem großen Ganzen zu beschäftigen. Warum setzt man sich nicht mehr mit Putins Zielen, seinem großen Projekt der Eurasischen Union von Lissabon bis Wladiwostok auseinander?

P.S. @Pentium, der von Dir verlinkte Artikel ist ausgezeichnet und stammt übrigens von Timothy Snyder, der sich durch sein Buch "Bloodlands" als Kenner der ukrainischen Geschichte einen guten Ruf gemacht hat. Dieses Buch wurde hier einmal durch @Nostalgiker ausdrücklich empfohlen. Es ist wirklich jedem zu empfehlen, den von Pentium erwähnten Artikel zu lesen:

http://www.faz.net/aktuell/politik/die- ... ageIndex_2
Sirius
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Danny_1000 » 15. Mai 2014, 20:10

Sirius hat geschrieben:...Es ist wirklich jedem zu empfehlen, den von Pentium erwähnten Artikel zu lesen:
http://www.faz.net/aktuell/politik/die- ... ageIndex_2


…bin natürlich deiner Empfehlung gefolgt und habe den Artikel mal überflogen. Nun ja, interessant ist er schon, insbesondere der historische Exkurs in die zurückliegenden Jahrhunderte. Vieles davon war mir so im Detail nicht bekannt.

Was mir sofort auffiel: Der Autor beschreibt in gewohnt antirussischer Weise u.a. die Rolle Rußlands beim Umsturz in der Ukraine. Und was schreibt er über die Rolle der USA ? Nichts ! Welche Rolle spielten und spielen die Amis ? Welche Ziele verfolgen sie. Amerika kommt in seiner Analyse so gut wie gar nicht vor. Absicht oder Lapsus ?

Und: Die Ereignisse in Kiew Ende 2013 und Anfang 2014 als eine Zitat: „spontane Selbstorganisation von Millionen Ukrainern auf dem Majdan in Kiew und im ganzen Land…“ zu glorifizieren, geht doch sehr an den jüngsten Erkenntnissen über maßgebliche Drahtzieher im Hintergrund und die damit verbundenen Geldgeber hinweg. Der jetzige Präsident und sein Englisch mit amerikanischem Akzent sind nur der äußere Ausdruck dafür, wer da noch so alles in der Ukraine agiert.

Damit ich nicht mißverstanden werde: Ich glaube schon, dass viele Menschen in der Ukraine zu Recht Veränderungen wollen. Revolutionen – und das ist zur Zeit eine – bringen es aber nun mal mit sich, dass eine ganze Reihe von Trittbrettfahren die Lokomotive erreichen wollen um die Fahrtrichtung zu beeinflussen. Und die Amis sind solche, die schon zu Hauf in der Lokomotive sitzen.

Ob es wirklich Putins Absicht ist, mittels der Ultrarechten das demokratische Europa in seiner jetzigen Form zu zerstören, ist eine kühne Behauptung des Autors. Den ultimativen Beweis für solch eine abenteuerliche These habe ich in seinem Essay vermißt.

Gruß
Danny
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dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Sirius » 15. Mai 2014, 21:08

Nun Danny, Gerichtsverfahren mit Gutachtern, die eindeutige Beweise darlegen, wird es wohl nicht geben. Das gilt im Übrigen auch für die immer wieder aufgestellte Behauptung, die USA würden hinter dem Euro-Maidan stecken, auf dem Maidan wäre nicht das Volk gewesen, sondern vom CIA bezahlte Personen, u.s.w..

Bekannt ist die Zusammenarbeit zwischen Putin und europäischen Faschisten/Nationalisten von Le Pen über die FPÖ, NPD, bulgarischen Rechtsextremen u.s.w.. Die wurden ja zusammen mit Linksradikalen von Putin auch zu dem sog. Referendum auf der Krim als Wahlbeobachter eingeladen, und nur diese Gruppen. Die Faschisten im Westen der Ukraine sind also ganz böse und die Faschisten im Rest Europas sind ganz lieb, dass sie sogar als Wahlbeobachter taugen? Wer´s glaubt... . Das paßt einfach nicht zusammen. Dann noch die Zusammenarbeit mit europäischen Linksradikalen. Rechts- und Linksradikale in der EU haben ein gemeinsames Ziel, EU und NATO in der bisherigen Form ändern, schwächen bzw. auflösen. Cui bono? Es ist von der Gegenwart und Geschichte bewiesen, dass Rechts- und Linksradikale Feinde der Demokratie sind. Wenn es Putin um die Erhaltung der Demokratie in der EU geht, warum arbeitet er dann mit deren Feinden zusammen? Das Putin das außenpolitische Ziel der eurasischen Union hat, steht auf russischen Seiten.

http://www.sueddeutsche.de/politik/nati ... -1.1938496

http://sochi2014-nachgefragt.blogspot.de/

Gruß Sirius
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 16. Mai 2014, 09:32

Da muss Putler aber aufpassen ,dass er sich nicht an dem Brocken verschluckt. Russland ist zwar ein Flächenstaat aber bevölkerungsmäßig ist die EU den Russen 3 fach überlegen..mit den entsprechenden Potenzialen.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Spartacus » 16. Mai 2014, 17:09

Danny schrieb:

Und die Amis sind solche, die schon zu Hauf in der Lokomotive sitzen.


Einer davon:

Sohn von US-Vize Biden steigt in ukrainisches Gasgeschäft ein


http://de.ria.ru/politics/20140516/268513482.html

Gerade jetzt, aber es hat natürlich überhaupt nichts zu bedeuten.

LG

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon augenzeuge » 16. Mai 2014, 18:34

Helmut Schmidt rechnet mit der EU-Außenpolitik in der Ukraine-Krise ab. Der Altkanzler attestiert den Brüsseler Beamten Unfähigkeit - und warnt vor der Gefahr eines dritten Weltkriegs.

Aber sagt er die Wahrheit? Ein Kommentar von Christoph Herwartz:

http://www.n-tv.de/politik/Helmut-Schmi ... 44481.html

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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon tom-jericho » 16. Mai 2014, 18:41

Doch doch, öfter mal auf ihn hören:

http://www.gmx.net/themen/nachrichten/a ... oessenwahn
tom-jericho
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon Nov65 » 16. Mai 2014, 19:05

Ich kann den alten Herrn, den ich ansonsten sehr schätze, mit seinen Vorwürfen und seiner Einschätzung nicht verstehen.
In einem nur gebe ich ihm Recht: Die Region Ostukraine steht vor einem Krieg.
Zu mehr Übereinstimmung reicht es aber nicht.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 16. Mai 2014, 20:15

ja er sagt aber auch :" Europa, die Amerikaner, auch die Russen verhalten sich so

denn es sind einzig die Russen .welche verantwortlich die Lage in der Ostukraine destabilisieren mit dem Ziel, ordentliche Wahlen unmöglich zu machen...deren Legitimität man just unlängst schon mal vorsorglich in Zweifel gezogen hat [grins]
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon pentium » 16. Mai 2014, 20:29

Zitat:
Die Separatisten in der Ostukraine stoßen auf Widerstand: Der Oligarch Rinat Achmetow hat seine Stahlarbeiter gegen die prorussischen Milizionäre mobilisiert. Sie gehen Patrouille, sie räumen auf. Der Milliardär will Macht und Einfluss sichern.

Hinter dem Einsatz der Bergleute und Stahlarbeiter steckt der ukrainische Oligarch Rinat Achmetow. Der 47-Jährige, dessen Vermögen auf mehr als acht Milliarden Euro geschätzt wird, hat die etwa 300.000 Angestellten seines Metinvest-Konzerns aufgerufen, sich den Separatisten in den Weg zu stellen.

Achmetow sieht durch den prorussischen Aufstand in der Ostukraine seinen Status als Quasi-Feudalherr in der Region Donbass gefährdet. In den vergangenen Wochen hat der Unternehmer mehrfach schriftliche Erklärungen veröffentlicht, in denen er die Einheit der Ukraine anmahnte...]

http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 69757.html

Ob das die Lösung ist? Wo anders heißen die Warlords.

mfg
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Re: Die Lage in der Ukraine

Neuer Beitragvon HPA » 16. Mai 2014, 21:35

18000 Leute? das sind 4000 mehr, als die Bundeswehr maximal ins Ausland schicken kann...derzeit

Hier kann man schon mal kapitulieren : http://www.opencapitulation.org [grins]
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