Seit Sonntagmorgen herrscht an der Westküste Schleswig-Holsteins großflächiger Stromausfall. Nach Vorfällen in Umspannwerken in Friedrichstadt und Linden sollen laut dem SH-Netz-Betreiber bis zu 40.000 Haushalte ohne Elektrizität sein. Betroffen sind Teile der Kreise Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Steinburg und Rendsburg-Eckernförde. Dort funktionieren teilweise auch Handy- und Telefonnetz nicht.
Der Blackout passierte um 9.31 Uhr und hatte offenbar erhebliche Folgen: Denn in mehreren Gebäuden kam es nach ersten Angaben zu Kurzschlüssen. Feuer brachen aus. Besonders schlimm traf es die 766-Einwohner-Gemeinde Bunsoh (Kreis Dithmarschen). Dort geriet ein Reetdachhaus in Brand. Die Flammen zerstörten das Gebäude vollständig. Für die Einsatzkräfte gab es nichts mehr zu retten. Der Sachschaden wird auf eine halbe Million Euro geschätzt. Die Bewohner retteten sich unverletzt ins Freie.
Dramatische Situationen auch in Albersdorf und Friedrichstadt: In Seniorenheimen sorgte der Stromausfall dafür, dass lebensnotwendige Geräte nicht mehr funktionierten. Der Rettungsdienst musste unterstützen. Betreiber SH-Netz informierte: „Die Störung wurde ausgelöst von einem Fehler im 110.000-Volt-Hochspannungsnetz, durch den sich mehrere Umspannwerke abgeschaltet haben. Die Ursache für diese Überspannung ist aktuell noch ungeklärt.“ Im Umspannwerk Friedrichstadt sei es zu einem Brand am Überspannungsableiter gekommen. Auch die Polizei war vor Ort.
AZ









