Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Interessierter » 11. September 2020, 17:18

OaZ » 11. Sep 2020, 16:59
Grenze war etwas Anderes.
Und so richtig verstehen kann das nur, wer selbst dort war.


Machst du es dir damit nicht etwas einfach? Ich fände es sehr freundlich von dir, wenn du deine Aussage bitte auch einmal begründen könntest.

Ich finde deine Ausführungen sehr interessant und lesenswert. Dabei vergesse ich aber nicht, dass es nur die Erfahrungen und subjektiven Wahrnehmungen und Schilderungen einer Person sind. Was auf keinen Fall eine negative Bewertung sein soll.

Allerdings gibt es auch unzählige weitere Erfahrungsberichte von ehemaligen AGT, die ich persönlich mir in zwei " Grenzerforen " aneignen konnte. Schon vor Jahren konnte ich daher feststellen, wie total unterschiedlich die Erfahrungen waren und auch die daraus folgernden ebenfalls subjektiven Schlussfolgerungen.

Desweiteren bietet das Internet für interessierte Menschen unzählige Möglichkeiten, sich über Abläufe, Befehle und Vorkommnisse an der Grenze sich zu informieren. Das dann aus den unterschiedlichsten Quellen wie Historiker, Führungskräfte der GT und Zeitzeugen mit den unterschiedlichsten Wahrnehmungen usw.

Daher teile ich deine von mir zitierte Aussage nicht; was jedoch in Demokratien nicht ungewöhnlich ist und schon gar nichts an deinen interessanten Schilderungen ändert.

[hallo]
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 11. September 2020, 18:28

Ohne Frage sind das meine subjektiven Wahrnehmungen gewesen.
Ich war seinerzeit von meinem Tun überzeugt und sehe es heute völlig anders. Das schrieb ich schon an anderer Stelle.

Jemand, der sich unter Umständen Situationen ausgesetzt sah, in denen er um seine Leben fürchtete (mir ist das an der Grenze auch mehrmals passiert), muss zwangsläufig eine andere Sicht auf Ereignisse, Vorkommnisse und Erlebnisse haben, als derjenige, der das über 35 Jahre nach dem Geschehen in subjektiven Erlebnisberichten am PC liest, weil es ihn interessiert, er aber nicht selbst dabei war.

Ich will mal ein Beispiel bringen: Wenn ich heute über Stalingrad etwas lese oder filmisch umgesetzt anschaue, habe ich logischerweise ganz andere Denkansätze als derjenige, dem dort im günstigsten Fall die Zehen abgefroren sind, er aber überlebt hat. Gleiches gilt, wenn ich an die Landung in der Normandie denke ... oder noch weiter zurück: den Giftgaseinsatz im 1. Weltkrieg.
Man könnte hier unzählige Beispiele bringen. Richtig verstehen (und sich in Situationen hineinversetzen) kann nur derjenige, der sie erlebt hat und unter Umständen nicht wusste, ob er sie überleben wird.
Und natürlich: Andere erleben ähnliche Situationen vielleicht anders.
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon steffen52 » 11. September 2020, 19:01

OaZ hat geschrieben: Richtig verstehen (und sich in Situationen hineinversetzen) kann nur derjenige, der sie erlebt hat

Genau so ist es OaZ! Aber es gibt halt immer solche Mitmenschen welche glauben die Weisheit mit Löffel gef........ zu haben. Persönlich erlebt gleich Null. Weder zum Thema Grenze noch zum Thema EX-DDR,
alles nur aus dem Netz nehmen und dazu noch einen oberschlauen Kommentar dazu ablassen. Solche Oberschlaumeier muss man einfach lassen und gut. Sie selber erzählen(schreiben) von sich nichts Persönliches,
also das sagt doch alles über solche User aus! Aber auf andere User die nun mal was Interessantes aus ihrer erlebten Zeit berichten, immer schön alles in Frage stellen. Da kann man nur sagen(schreiben) einfach
lassen und sich über solche User seinen Teil denken. Schreibe weiter, lasse Dich nicht locken von solchen ( Experten)!!! [hallo]
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 11. September 2020, 21:19

@steffen52

Ich fühle mich keinesfalls gekränkt oder bevormundet. Und letztlich lebt ein Forum von Diskussionen, Fragen, Kontroversen. Und auch, wenn mal "die Fetzen fliegen", ist bzw. wäre das für mich in Ordnung.
Zuletzt geändert von OaZ am 11. September 2020, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 11. September 2020, 21:32

Grenzertagebuch 22 B

... Die Orientierung, wo Osten und wo Westen ist (geografisch ist die eine Seite, wo jedoch DDR und BRD tatsächlich sind, die andere), fällt mir hier noch ziemlich schwer.
Zugegebenermaßen habe ich noch gar keine. Es ist noch nicht richtig hell und ich kann mich auch noch nicht an markanten Geländepunkten orientieren.

Mit zunehmender Helligkeit sauge ich jede Orientierung auf, der Uffz. hilft mir dabei. Er ist lange Zeit Kontrollstreife gelaufen und in der Lage, realistische Einschätzungen zu Wegestrecken und Zeiten vorzunehmen. Ich vergleiche alles mit der Karte und versuche, so viel wie nur möglich in meinem Gedächtnis abzuspeichern.

Es ist wirklich eng hier oben. Neben unseren Sitzgelegenheiten muss auch noch Platz für die Technik sein. Die Anzeigeapparate für den Grenzsignalzaun müssen irgendwo untergebracht sein, die Technik, mit deren Hilfe ich mit den Soldaten übers GMN (Grenzmeldenetz) kommuniziere, ebenfalls. Ein B-Turm ist eben keine Führungsstelle. Und der überdicke Uffz. braucht Platz für zwei. Auch ich bin kein Hänfling.

Körperhygiene gehört auch nicht zu den erklärten Favoriten meines Postens. Vielleicht liegt es auch daran, dass sein Stück Seife immer so schnell aufgebraucht ist, wenn er sich duscht und seinen ganzen Körper einreibt.
Das Duschen in der Grenzkompanie läuft eigentlich ganz gut. Nach jeder Frühschicht (d.h. alle 4 Tage) kann man duschen (zum Vergleich: in den meisten NVA-Einheiten war das 1x wöchentlich vorgesehen). Dazu muss der Hausmeister und meist noch ein ihm zugeteilter Soldat als Gehilfe (oft ein kränkelnder Innendienstler) ordentlich heizen, damit das Duschwasser für alle reicht.

"Du musst schneller als die Soldaten lernen."
Die Worte meines OaZ-Kollegen Andreas, der schon ein Jahr länger als ich in Andenhausen dient, werden mir gegenwärtig.

Es ist inzwischen hell geworden und in Kürze erlebe ich DIE Überraschung ...
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Volker Zottmann » 11. September 2020, 22:08

Nun bin ich aber erschrocken, OaZ, dass ihr so viele Jahre nach meiner Armeezeit nicht mal jederzeit duschen konntet/durftet.
Als ich 1970 eingezogen wurde, auf die Baustelle bei Neiden/Torgau, war das Heizhaus noch nicht ganz fertig. Wir bekamen da nur einmal in der Woche die Möglichkeit zu 30 Soldaten(Zug) gleichzeitig für 5 Minuten unter 17 Brausen zu stehen.
Etwa ein halbes Jahr später konnten wir jeden Tag duschen, wenn wir denn wollten oder es zwingend nötig war.
Da ging es uns also zumindest im vorletzten und letzten Halbjahr besser als manchem Garnisonsrekruten...

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 12. September 2020, 10:22

In vielen GT-Einheiten war das "Schüsseln" angesagt. Größe Äsche (nicht Ärsche!) im Waschraum mit Wasser füllen und selbst über dem Kopf ausgießen. Gleiche Wirkung.
Ich glaube, es lag an den oft veralteten Heizanlagen. Man konnte natürlich auch zu anderen Zeiten duschen. Aber da war das Wasser oft kalt. Und zwischen September/Oktober und April ists in der Rhön verdammt frisch ... da freut man sich über warmes Wasser.
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 12. September 2020, 12:18

Grenzertagebuch 23 A

Was ein rhönischer Kuhbauer mit meiner ersten Schicht als K-SiA zu tun hat


Die Kontrollstreife hat mit der Überprüfung des 6-m-Spurenstreifen am vorderen Sperrelement begonnen und hatte in dieser Schicht Glück.
Der KC ließ sie heute an der Trennungslinie zum SiA 8 beginnen. Das bedeutet, sie brauchen später nur den Seelesberg bezwingen und laufen zunächst den Grenzkopf bergab. Ist jedoch auch nicht so prickelnd, denn es staucht unglaublich in den Schienbeinen, wenn man den steilen Bereich zwischen den PoP 105 und 103 quasi nach unten rutscht. In meinem allerersten Einsatz an der Grenze habe ich diese Erfahrung in beide Richtungen gemacht. Ich war mit Ltn. H. unterwegs, schrieb bereits davon.
Wenn die Streife am anderen Teil des SiA beginnen muss, warten die beiden höchsten Erhebungen des 2. Bataillonsabschnittes auf sie und sie sind nach Dienstende vor Erschöpfung nicht mehr ansprechbar.

Es ist hell geworden und von oben sieht die Grenze ganz anders aus als vom Kolonnenweg. Rechterhand erhebt sich der Seelesberg, der sanft nach links abfällt und der Kolonnenweg macht in ca. 500 m einen scharfen Knick, ehe er sich fast gerade bis zur Ulster hinzieht.
Die Felder der hessischen Bauern sehen alle sehr ordentlich aus. Es ist eine Freude, sie anzuschauen. Der B-Turm, auf dem ich sitze, steht ca. in 30 m Entfernung zum eigentlichem Grenzverlauf.

Meine 3 Posten, die ich zu führen habe, erhalten entsprechende Befehle von mir, die ich erteile, nachdem ich sie auf ihre zeitliche Realisierbarkeit mit dem Uffz. abgesprochen habe.
Meine anfängliche Aufregung und auch meine Unsicherheit legen sich ein wenig. Ich nehme mein Fernglas, beobachte das westliche Vorland und lasse meinen Blick entlang des Grenzzauns schweifen. Man kann alles ziemlich gut erkennen, die Ferngläser sind wirklich gut.

Der SiA7, in dem ich mich gerade befinde, ist nahezu ausschließlich mit Grenzzaun 1 gesichert. Das heißt, hier gibt es keine "Selbstschussanlagen", die korrekterweise "Sperranlage mit Splitterminen Typ SM-501" heißen. Nur oberhalb des Grenzkopfes sind noch alte "Tretminen" Typ MS-66 verlegt, die jedoch in Kürze gegen den Grenzzaun 1 ausgetauscht werden.
Im Hessischen fährt ein Muli (grenzsoldatische Bezeichnung für Rhönbauer) auf seinem Traktor über sein Feld.
Wenn hier nicht die Grenze zwei verfeindete Gesellschaftssysteme verbinden würde, könnte man sagen: Es ist idyllisch hier.

Auf DDR-Seite befindet sich in Sichtweite das Dörfchen Apfelbach. Dies trägt seinen Namen nicht grundlos. Sowohl vor als auch hinter dem Grenzsignalzaun befinden sich tragende Apfelbäume, die der Kontrollstreife eine willkommene und schmackhafte Abwechslung bieten.
Auch Pflaumenbäume versüßen im wahrsten Sinne des Wortes den Streifengängern hier die Zeit. Da keiner außer den hier tätigen Grenzsoldaten ernten kann, erhalten sie viel mehr Sonne und somit mehr Reife. Man kann sich kaum vorstellen, wie gut Pflaumen schmecken können ... vor allem, wenn sie überreif sind.

In unmittelbarer Sichtweite befinden sich auch die Ruinen des Seeleshofes. Es ist ein verlassener Bauernhof, der sich inzwischen innerhalb der beiden Zäune im sog. "Todesstreifen" befindet und der täglich von den Kontrollstreifen als mögliche USM (die Abkürzungssprache macht mir in den ersten Wochen ganz schön zu schaffen, USM steht für Unterschlupfmöglichkeit) kontrolliert werden muss.

Es ist wirklich abenteuerlich, ihn korrekt zu kontrollieren, denn dazu muss man ihn betreten ...
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Edelknabe » 12. September 2020, 16:46

Volker Zottmann mit dem hier:

"Etwa ein halbes Jahr später konnten wir jeden Tag duschen, wenn wir denn wollten oder es zwingend nötig war.
Da ging es uns also zumindest im vorletzten und letzten Halbjahr besser als manchem Garnisonsrekruten..."Textauszug ende

Oh hört und lest unseren "Foren Schauspiele"r Volker, Duschen jeden Tag" im Soldatenknast Neiden" nur nichts zum Arsch abwischen auf dem Trockenkloo, welch köstlicher Widerspruch?

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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon steffen52 » 12. September 2020, 16:55

OaZ hat geschrieben:In vielen GT-Einheiten war das "Schüsseln" angesagt. Größe Äsche (nicht Ärsche!) im Waschraum mit Wasser füllen und selbst über dem Kopf ausgießen. Gleiche Wirkung.
Ich glaube, es lag an den oft veralteten Heizanlagen. Man konnte natürlich auch zu anderen Zeiten duschen. Aber da war das Wasser oft kalt. Und zwischen September/Oktober und April ists in der Rhön verdammt frisch ... da freut man sich über warmes Wasser.

Das kenne ich auch noch mit dem Schüsseln. Zu meiner Zeit musste ja das warme Wasser erst per Kohleofen ( Boiler)angeheizt werden, diese undankbare Aufgabe hatte ein EX-Uffz der aus Schwedt kam, warum er da eingesessen hat das hat er
nie gesagt b.z.w. durfte er nicht sagen. [frown] Das war ein armes Schwein, er war immer auf sich allein gestellt und musste die Arbeiten verrichten welche kein anderer Soldat machen wollte.
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 12. September 2020, 17:04

Zu Schwedt und Militärknast kam kürzlich was wirklich Interessantes im TV. Wäre aber einen eigenen Thread wert (falls es den noch nicht geben sollte).
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 16. September 2020, 10:54

Grenzertagebuch 23 B

... Es ist wirklich abenteuerlich, ihn korrekt zu kontrollieren, denn dazu muss man sich in die noch weitestgehend vorhandenen und relativ gut erhaltenen Kellergänge begeben und kann dabei durchaus auf Getier treffen, das sich inzwischen dort zeitweilig heimisch fühlt. Erfahrene Uffz., die häufig Streife laufen und hier kontrollier(t)en, können spannende Geschichten erzählen, die sie mit ängstlichen Posten erleben.
Auch ich erlebe zu einem späteren Zeitpunkt Ähnliches mit einem Soldaten und der Erschreckungsfaktor ist an eben dieser Stelle ungleich höher als an anderen Punkten in den Abschnitten.

Der Seeleshof gehört nicht zu den geschleiften Höfen, er wurde verlassen und verrottete später, weil sich kein Nachfolger für seine Bewirtschaftung fand. Aufgrund seiner sehr grenznahen Lage, wären mögliche Nachfolger in den 1950er bzw. 1960er Jahren um eine Zwangsumsiedlung nicht herum gekommen.

Ich fühle mich recht wohl auf der Füst und es hat den Anschein, dass meine erste Schicht tatsächlich Otto Viktor (schon wieder diese komischen Abkürzungen! - o= ohne, V= Vorkommnisse) verlaufen würde.

Denke ich mir so ...

Ich quatsche mit dem Uffz. Er stammt aus Karl-Marx-Stadt, ich nur wenige km von KMS entfernt. Wir reden über alles Mögliche, als es plötzlich im Grenzmeldenetz knarrt.
Ein Posten, der gerade seine Routinemeldung absetzen möchte, kann es nicht sein, diese melden sich lt. meiner Befehle immer zur halben bzw. vollen Stunde.

"Teilnehmer!" ruft es plötzlich.
"Teilnehmer?" denke ich mir. Was soll das denn? Wer macht mit mir hier bunte Spiele, die man möglicherweise mit den Frischen spielt?, gehts mir durch den Kopf. Ich reagiere nicht. Nach wenigen Sekunden erneut: "Teilnehmer!"
Ich drücke auf die Antworttaste und frage, wer am anderen Ende spricht ...
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 16. September 2020, 20:22

Grenzertagebuch 23 C

... Im tiefsten rhönischen Dialekt antwortet die Stimme: "Hier ist der Brähler, Anton. Ich geh jetzt durchs Tor 27 zu meinen Kühen."
Ich bin sprachlos. Wer veralbert mich hier?
Ich fühle mich wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange plötzlich handlungsunfähig und weiß nicht, was gerade um mich herum passiert.

Tor 27? Ist das nicht das Tor, das auf der Karte direkt hinter der Füst eingezeichnet war? ... gehts mir durch den Kopf.
"Du musst schneller als die Soldaten lernen."
Wieder denke ich an den Satz meines OaZ-Kollegen und ich habe in den vergangenen Minuten tatsächlich schnell gelernt.
Ich drehe meinen Kopf nach hinten und sehe tatsächlich einen Bauern in typischer Arbeitskleidung am Tor stehen.
Just in diesem Moment gibt es eine Auslösung des GSZ an genau dieser Stelle. Auf der Füst zeigt es an, dass jemand das Tor 27 geöffnet hat.

Was jetzt? Weder hab ich ihm erlaubt reinzukommen noch kann ich zulassen, dass sich ein Zivilist (!) allein im Abschnitt aufhält.

Der vorgeschriebene Ablauf in solch einer Situation ist das Erstellen einer Abriegelung in Kolonnenwegnähe und das Beordern der Kontrollstreife an den Ort der Auslösung, um die Auslöseursache zu erfahren.
Alles graue Theorie ...
Ich sehe den potenziellen Grenzverletzer Anton Brähler, ca. Ende 50, leicht humpelnd, das Tor einen Spalt öffnend und in den Abschnitt eintretend.
Von dieser Stelle aus sind ca. 300 Meter bis in den goldenen Westen.

Die Schweißperlen treten mir auf die Stirn.
Was tun? Die Alarmgruppe ist nur nachts auf der Führungsstelle, nicht tagsüber. Und hier sowieso nicht, da im B-Turm kein Platz für sie ist. Die sind also in der Grenzkompanie. Und die ist ca. 10 km entfernt. Die bräuchten mindestens 30 min. Ehe die hier im Abschnitt wären, hätte Anton schon eine Ansichtskarte aus Tann (Hessen) geschrieben.
Meine eigenen Posten kommen dafür nicht in Frage, die sind viel zu weit weg, würden es niemals schaffen und ich dürfte sie auch nicht einfach so abziehen.
Der Zivilist kann doch nicht einfach hier reinkommen. Wo leben wir denn? ...
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon augenzeuge » 17. September 2020, 07:13

Warum Schweißperlen? Konntest du mit dem nicht reden?
Wie konnte der das Tor öffnen?

Das alles kommt mir so vor, als ob der das schon mal gemacht hat.

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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Bahndamm 68 » 17. September 2020, 09:36

Ich stell nicht immer gleich alles in Frage und kann vieles nachvollziehen.
Neu im Grenzdienst und dies mit vollem Elan, durch die intensive Rotlichtbestrahlung der Ideologie der Schule.
Aus einem Befehlsempfänger wurde nun ein Befehlsgeber. Und nun meldet sich zum großen Erstaunen ein Anton aus dem Zivilleben und möchte durch ein Tor gehen.
Unvorstellbar in solch eine Situation zukommen. Jetzt musst du eine Entscheidung treffen, als Greenhorn an der Grenze. Der weitere Verlauf in deinem Leben steht auch der Kippe.
Wer ist dieser Anton aus dem Zivilleben? Jegliche Gedanken gehen einem durch den Kopf. Du musst eine Entscheidung treffen. Das sind Momente im Leben, wo du alles richtig oder auch falsch anstellen kannst.
Da entstehen schon mal Schweißperlen.

Ich lass mich überraschen über den weiteren Verlauf mit diesen Anton.
@OaZ einfach Klasse beschrieben.

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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Werner Thal » 17. September 2020, 10:05

OaZ hat geschrieben:Zu Schwedt und Militärknast kam kürzlich was wirklich Interessantes im TV. Wäre aber einen eigenen Thread wert (falls es den noch nicht geben sollte).


Aus Wikipedia: "Einrichtung des militärischen Strafvollzuges. Nach der Aufstellung der NVA am 1. März 1956
und der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht am 24. Januar 1962 wurde eine Militärjustiz sowie der zugehörige
Vollzug eingerichtet. Aus diesem Grunde wurde zur Entlastung des bereits 1954 eingerichteten Strafvollzugs-
kommandos Bernshof im Kreis Ueckermünde 1968 das Gefängnis in Schwedt für die
Zwecke der NVA übernommen, (...)"

Zu meiner Barrasszeit kannte niemand den Begriff "Schwedt". Meine Entlassung war am Freitag, 28. Oktober 1966!!

Wie schon mal erwähnt: "Drei Worte genügen - nie wieder Rügen". Und für mich galt "Nie wieder eine Uniform tragen!!"

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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon augenzeuge » 17. September 2020, 11:13

OaZ hat geschrieben:Zu Schwedt und Militärknast kam kürzlich was wirklich Interessantes im TV. Wäre aber einen eigenen Thread wert (falls es den noch nicht geben sollte).


[/quote]

Schau mal:
viewtopic.php?f=148&t=594

viewtopic.php?f=138&t=2619

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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon steffen52 » 21. September 2020, 21:48

Ich hoffe der User OaZ schreibt weiter aus seinem Grenztagebuch! Also bitte zerstört diesen Thread nicht und bleibt beim Thema. Danke! [hallo]
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 21. September 2020, 21:54

augenzeuge hat geschrieben:Warum Schweißperlen? Konntest du mit dem nicht reden?
Wie konnte der das Tor öffnen?

Das alles kommt mir so vor, als ob der das schon mal gemacht hat.

AZ


Bahndamm68 hat schon eine passende Antwort gegeben.
Er hat das schon öfters gemacht. Regelmäßig! Er hatte (als Zivilist und Rhönbauer !!!!!!!) einen Schlüssel für das Tor im Grenzsignalzaun. Es gibt Dinge, die sind so unfassbar, dass man sie kaum in Worte fassen kann.

Du fragst, warum ich nicht ihm geredet habe? Weil gerade etwas geschah, was völlig außerhalb meiner Vorstellungskraft gewesen ist. Was man nirgends lernt. Was einem keiner sagt. Was man nur glauben kann, wenn man es selbst erlebt hat.
Anton Brähler war für mich in diesem Moment etwas, was es gar nicht geben kann. Und wie soll man mit etwas, was es nicht geben kann, umgehen? Noch dazu in dieser absoluten Stresssituation für mich.
Es war meine allererste Schicht als Kommandant. Es gab nichts, worauf ich zurückgreifen konnte. Er passiert das Tor, ist im sog. Todesstreifen und hat nur ca. 200 m bis zum Zaun. An dieser Stelle war der Abschnitt eher schmal ...
Zuletzt geändert von OaZ am 21. September 2020, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 21. September 2020, 21:58

Grenzertagebuch 23 D

... Doch, Anton Brähler kanns eben, wie ich grad mit eigenen Augen sehe. Er darfs zwar nicht, aber er kanns.
Angemeldete Arbeiten gabs keine, demzufolge gibts auch keine sog. Sicherungsposten, die weniger dafür da sind, die Leute zu sichern als vielmehr dafür zu sorgen, dass sie wieder in die einzige und schönste DDR zurückkehren, nachdem sie ihre Arbeit erledigt haben.

Ich bin ratlos. Anton Brähler sieht zwar nicht aus wie ein typischer Grenzverletzer aber wie sieht ein typischer Grenzverletzer schon aus?
Ich muss handeln. DRINGEND!

Ich könnte den Uffz. nach unten schicken. Aber ehe der unten wäre, wäre Anton Brähler, wenn er es denn vorgehabt hätte, längst in Tann angekommen und hätte seine oben genannte Grußansichtskarte bereits in den Briefkasten gesteckt.
Der Uffz. ist ja nicht der Schnellste.
Außerdem ist er angeblich fußversehrt, der faule Sack. Mir hat er gerade erzählt, dass er die Faxen dicke hat vom ständigen Streife laufen ...

Ich selbst darf nicht runter, darf die Füst nicht verlassen.
Mir muss was einfallen, ich muss den Brähler festnehmen ...
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 22. September 2020, 07:37

Bitte die Beiträge 17. September 18:21 Uhr bis 17. Sept. 19:17 Uhr aus diesem Thread nehmen.. Danke!
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Kumpel » 22. September 2020, 07:56

So Leute wie der Anton Brähler gefallen mir , die haben neben ihrer unerschütterlichen Bodenständigkeit noch so etwas anarchistisches an sich.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 22. September 2020, 08:08

Anton Brähler war keineswegs anarchistisch [wink] ... aber dazu in Kürze mehr.
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Kumpel » 22. September 2020, 08:10

Ich hab's schon fast befürchtet. Bin trotzdem gespannt.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon augenzeuge » 22. September 2020, 12:15

Außerdem ist er angeblich fußversehrt, der faule Sack. Mir hat er gerade erzählt, dass er die Faxen dicke hat vom ständigen Streife laufen ...

Ich selbst darf nicht runter, darf die Füst nicht verlassen.
Mir muss was einfallen, ich muss den Brähler festnehmen ...

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Das sind wirklich tolle Einblicke. [grins]

Was mich interessiert, hatte der Nachfolger des Steffen52, also Verpflegungsfahrer, immer noch ein gutes Leben?

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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Kumpel » 22. September 2020, 12:32

Das waren immer schon die typischen Abduckerposten. Genau so wie die BA Kammer Bullen.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon steffen52 » 22. September 2020, 17:00

augenzeuge hat geschrieben:
Was mich interessiert, hatte der Nachfolger des Steffen52, also Verpflegungsfahrer, immer noch ein gutes Leben?

AZ

Okay, was genau willst Du wissen, Jörg(AZ)? Darüber habe ich keine Kenntnis mehr was nach meinen Heimgang so passierte ,hat mich danach nicht mehr interessiert! Heute habe ich natürlich ein paar mehr Erkenntnisse darüber,
durch das Treffen mit ehemaligen Kameraden( die auch später gedient haben). Auf jeden Fall gab es ab einer gewissen Zeit, OaZ wird es ja wissen, keine Bananen mehr im Postenbeutel. Schlecht für den Verpflegungsfahrer,
aber es gab auf jeden Fall noch genug essbare Dinge womit sie handeln konnten, Vorrausetzung ist natürlich sie sind auch so clever gewesen wie ich! Dazu kommt es ist noch so locker zu gegangen wie zu meiner Zeit. Ab einer
gewissen Zeit später( Aussage von EX- Grenzern) sah es schon nicht mehr so rosig aus, die Kontrollen wurden straffer. So ,Jörg(AZ) kann nur sagen Schwein gehabt. Übrigens da schreibt eine Schnatterente( wie immer dummes Zeug)
Abduckerposten. Kein einziger Kamerad konnte sich seine Aufgabe aussuchen, ist alles im Vorfeld festgelegt gewesen. Darüber schreibe ich mal in meinen Thread.
Gruß steffen52
"Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!"
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Kumpel » 22. September 2020, 17:09

Dann warst du eben legitimiert zum Abducken.
'' Es war von vorn bis hinten zum Kotzen, aber wir haben uns prächtig amüsiert.''
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon OaZ » 22. September 2020, 21:31

Grenzertagebuch 25 A

Wie ein fixiertes Kaninchen starre ich auf den Zivilisten, der mit der größten Selbstverständlichkeit einen Grenzmeldenetz-Hörer besitzt und in der Lage ist, ein Einlasstor der Grenztruppen zum streng bewachten Sicherungsabschnitt (den sog. Todesstreifen) mit seinem (!) Schlüssel ohne fremde Hilfe zu öffnen.
Noch nicht einmal das hinter dem Tor zur Sicherung aufgestellte Signalgerät hat er ausgelöst. Er steigt darüber hinweg. Offenbar macht er das nicht zum ersten Mal.
Nie und nimmer hätte ich für möglich gehalten, dass es so etwas gibt.

Brähler humpelt zu seinen Kühen und kontrolliert deren Euter. Er macht nicht den Eindruck, als wolle er seinen Weg ins hessische Neuswarts fortsetzen. Dennoch muss ich handeln.

Ich befehle meinem Posten, den Brähler zu beobachten und hupe den Kommandeur Grenzsicherung (meinen direkten Vorgesetzten) über das Netz an. Dieser reagiert nicht beim ersten Mal, sodass ich einen zweiten Ruf absetze. Auch auf diesen reagiert er nicht, sodass ich mich gezwungen sehe, zum Telefon zu greifen und ihn darüber anzurufen (das Telefon wird eigentlich nur benutzt, wenn es Befehle gibt, die der Posten, der sich mit auf der Füst befindet, nicht mithören soll. Hin und wieder gibt es derartige Situationen).
Es klingelt zwar, jedoch geht keiner ran.
Ich bin ratlos. Was soll ich tun? Ich bin hier oben auf mich allein gestellt. Es ist mein allererster Einsatz als Kommandeur des Sicherungsabschnittes. Ich will das eben Geschehene melden und mir Hilfe holen ... aber die bleibt aus ...
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Re: Grenzertagebuch, Dienstzeit OaZ, GR-3 Dermbach, Rhön

Beitragvon Volker Zottmann » 22. September 2020, 22:14

Bisher grandiose Geschichte.
OaZ, ich stelle mir nur vor, so etwas hätte ein einfacher Soldat hier als User geschrieben. Was meinst Du, wie man über den wegen seiner "Lügen" hergefallen wäre. Mich wundert hier doch inzwischen die Ruhe der altkommunistischen Opposition. Wen ich dazu zähle, werde ich nicht näher erläutern.

Gruß Volker, bin gespannt, wie es weitergeht.
Volker Zottmann
 

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