Inzwischen kenne wir ja beide Seiten und so lasse ich mich mal zu einem Urteil hinreißen. Ich gebe Zoll so ganz nicht recht.
Sicher hatte die DDR keine offiziellen Bordelle, doch die freie offene Nacktheit wurde in der DDR wesentlich umfangreicher und intensiver, unverkrampft gelebt.
Im Osten waren ja auch Vereinsbildungen verboten. Somit lief alles die FKK betreffend völlig öffentlich ab. Nichts hinter Bretter-Zäunen.
Prüderie habe ich nie erlebt. Pärchen zogen sich aber zu entscheidenden Situationen unmerklich aus der Öffentlichkeit zurück.
Anders im Westen. Ich sehe das heute an den westlichen Harzteichen um Claustal-Zellerfeld. Zu jedem Teich gibt es andere Empfehlungen und regelrechte Warnungen an Familien, welche Ufer sie mit Kindern meiden sollten. Da wird offen kopuliert, schlimmer als die Kaninchen.
Das erlebte man im Osten offen nie!
Das Zurschaustellen des eigenen Triebes, genauso abartig in der Öffentlichkeit wie in diversen Heftchen, kannte man nicht.
Ich behaupte, wir haben das wesentlich unaufgergter und sauberer praktiziert. Im Westen spielte auch immer diesbezüglich der Kommerz eine Rolle.
So ist es fast logisch, wenn heute "seriöse Westdeutsche" an der ostdeutschen Ostsee wegen jedes Nackten die Nase rümpfen.
Mir hat was die FKK damals und heute betrifft, das freie nackte Leben in der DDR in meinen Urlauben wesentlich besser gefallen.
Ihr seht also, dass sogar ich mal einen Pro-Ost-Beitrag leisten kann, ohne jede staatliche Vorgabe.
Gruß Volker