Stasi Akten öffnen oder schließen?

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Volker Zottmann » 15. April 2015, 09:25

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Die Akten sollten noch lange zugänglich sein. Auch ich muss noch warten, bestimmte Anträge kann ich erst später stellen.

Gruß Volker


Du kannst doch weitere Anträge stellen. Nur weiß ich nicht, ob Du letztendlich enttäuscht sein wirst. Vielleicht ist es ja nicht gut für Dein Ego, wenn es am Ende nichts gibt. Manche Leute bemessen an ihrer Akte, ob sie früher wichtig waren oder nicht. Da kann die Enttäuschung dann mitunter groß sein, wenn sich nicht einmal die Stasi mit einem beschäftigt hat. Wenn dem bei Dir so sein sollte, habe ich einen Tipp: denke einfach und sage auch allen anderen, dass Du so eine wichtige Akte hattest, dass diese im Herbst 89 zuerst durch den Schornstein gejagt wurde. Das macht auch Eindruck und klingt doch nicht schlecht.


Siehste Merkur, so schlau bist Du doch nicht!
Es gibt eben auch Anträge, die ich im Moment noch nicht stellen kann....
Enttäuscht kann ich nur über niederen Verrat sein. Dass es Akten gab, ist mir inzwischen klar, da ich andere mit Hinweisen las.
Dein Ansinnen, dass man enttäuscht wäre, wenn es keine Akten gäbe, ist sehr daneben! Wäre es nicht wesentlich schöner, wenn es niemals diesen Bevölkerungs-Bespitzelungs-Apparat gegeben hätte?

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon andr.k » 15. April 2015, 09:55

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass so manch einer seine "Akte", nicht lesen bzw. genauso wenig darüber reden möchte. Vielleicht denkt auch mal der eine oder andere darüber hinaus nach, was es so an Straftaten in der DDR gab, um in das Visier der "bösen" Stasi zu kommen. Abgesehen von der Tatsache, dass viele, ob nun mit oder ohne Akte, gar nicht über die Untersuchungsmethoden des MdI und MfS den Überblick hatten/haben, hier aber immer die gleichen Parolen kloppen, ist es einfach nur nervig, diesen abgedroschenen Singsang zu lesen.

AK
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.
andr.k
 
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Interessierter » 15. April 2015, 10:41

Also es gibt ja nun leider eine viel zu große Anzahl von Zeitzeugen/Opfern, die in allen Einzelheiten über die Untersuchungsmethoden des MfS berichten.

Da finde ich es schon einfach total dreist und unverschämt, wenn immer wieder ehemalige Diener bestimmter Organe dieser Diktatur, versuchen begangenes Unrecht schönzureden oder gar zu bestreiten und somit die Opfer zu verhöhnen.

Da das selbst nach 25 Jahren immer noch geschieht, obwohl das Treiben bestimmter Abteilungen des MfS längst mit Fakten belegt ist, halte ich es auch heute noch für unbedingt erforderlich, solchem Treiben bestimmter User entschieden zu widersprechen.

Ursache und Wirkung sollten doch klar und deutlich zu erkennen sein. In unserem Forum kann jeder seine Meinung schreiben, ob es der Meinung des Teams entspricht oder nicht. Diese Toleranz entscheidet unser Forum gottseidank von anderen Foren.

Wenn man immer wieder versucht, mit dem Erwähnen von ganz normalen Arbeitsabläufen des MfS, begangenes Unrecht und Verbrechen kleinzureden, dann ist das einfach Schönrederei. Solche Dinge gib und gab es in allen Diktaturen dieser Welt. Nur wenn über diese Diktaturen geredet wird, dann befasst man sich mit den Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen dieser Regime.

Wenn also schlußendlich immer wiederkehrenden Verklärungsversuchen permanent widersprochen wird, so ist das für mich nicht nervig, sondern die folgerichtige und wichtige Reaktion.

Für mich persönlich gibt es wichtigere Dinge im Leben, als mich von stetigen Verklärungsversuchen nerven zu lassen.
[wink]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Dr. 213 » 15. April 2015, 11:21

Danke Interessierter ! Ein richtig guter Beitrag der es mal wieder messerscharf formuliert auf den Punkt bringt.

Das Tagesgeschäft der Stasi waren eben nicht die LPG- Anzünder, die Kartoffelkäferaussetzer und auch nicht der Serienmörder.
Dabei fällt mir ein, der Mörder von Teske (in meinen Augen auch ein Serienmörder übrigens) wurde nie von der Stasi verfolgt.

Es bleibt eine Unverschämtheit, aus welch nichtigen Gründen Menschen von der Stasi über Monate eingesperrt,
gefoltert und gedemütigt worden sind. Einfach nur, weil sie ihre Meinung offen zeigten oder das Land verlassen wollten.

Nein, auch wenn die Stasis vielleeicht auch mal ner alten Omi über die Straße geholfen haben,
das wiegt das andere niemals auf. Dazu sind einfach zu viele in die Mühlen dieser Stasi geraten.

Und wenn damals so viele Akten verheizt worden sind, ist das nicht aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen?
Ein großer Fehler der Stasis selber natürlich, denn womöglich hat man unbewußt auch Akten vernichtet,
die uns "Unwissende" von den vielen unsichtbaren Wohltaten der Stasiarbeit erzählen könnten.
[laugh] [laugh] [laugh]

Gruß
Dr.213
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon bürger der ddr » 15. April 2015, 12:05

Es wird keine objektive Aufarbeitung des Thema STASI geben. Wer betreibt die "Aufarbeitung" und die Kernfrage "Wem nutzt es?". Die STASI dient heute meht denn je um Stimmung gegen ein System zu erzeugen.
Kein Geheimdienst hat mit "sauberen" Mitteln gearbeitet. Diese einseitige "Stasischelte" hängt einem langsam zum Hals raus.

Jungs, nehmt die Schäufelchen und spielt weiter in dem Sandkasten......
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 15. April 2015, 14:52

Volker Zottmann hat geschrieben:Dass es Akten gab, ist mir inzwischen klar, da ich andere mit Hinweisen las.

Gruß Volker


Weil ich nicht so schlau bin, möchte ich Dir eine Frage stellen. Wie kann man aus Hinweisen herauslesen, dass eine Akte existiert hat? Das erschließt sich mir nicht. Manche Dinge, vor allem, wenn die Person nicht so bedeutsam war, wurden lediglich auf Karteikarten notiert.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Volker Zottmann » 15. April 2015, 14:55

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Dass es Akten gab, ist mir inzwischen klar, da ich andere mit Hinweisen las.

Gruß Volker


Weil ich nicht so schlau bin, möchte ich Dir eine Frage stellen. Wie kann man aus Hinweisen herauslesen, dass eine Akte existiert hat? Das erschließt sich mir nicht. Manche Dinge, vor allem, wenn die Person nicht so bedeutsam war, wurden lediglich auf Karteikarten notiert.


... brauch es auch nicht Merkur! [mundzu]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 15. April 2015, 15:06

Interessierter hat geschrieben:
Da finde ich es schon einfach total dreist und unverschämt, wenn immer wieder ehemalige Diener bestimmter Organe dieser Diktatur, versuchen begangenes Unrecht schönzureden oder gar zu bestreiten und somit die Opfer zu verhöhnen.
Da das selbst nach 25 Jahren immer noch geschieht, obwohl das Treiben bestimmter Abteilungen des MfS längst mit Fakten belegt ist, halte ich es auch heute noch für unbedingt erforderlich, solchem Treiben bestimmter User entschieden zu widersprechen.


Na dann widersprich mal fleißig, ich habe damit kein Problem. Wichtig ist mir nur, dass Dein Widerspruch mit Sinn und Verstand erfolgt. Und daran haperts ja doch ab und an und zwar immer dann, wenn Verbohrtheit und Hass die Sinne besiegen.
Bezeichnend für Deinen Starrsinn ist auch, dass bei einer anderen Sichtweise auf die Dinge, reflexartig die abgedroschene Unterstellung erfolgt, "die Opfer zu verhöhnen." Danach ist mir gewiss nicht und Deine inflationäre Nutzung dieser Formulierung hebt mich nicht im geringsten an. Dein gebetsmühlensriges Gefasel hat für mich die gleiche Wirkung, als würde der Hund den Mond anbellen.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Interessierter » 15. April 2015, 16:45

Aktuell gibt @Merkur viel "Butter bei die Fische" in der Forumsdiskussion.


ob man so etwas, wie Deine nachstehende Aussage gemeint hat?

Zitat Merkur:
Dein gebetsmühlensriges Gefasel hat für mich die gleiche Wirkung, als würde der Hund den Mond anbellen.


Auch wenn Deine Reaktion etwas ganz anderes ausdrückt, so verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass in der Ära unseres " Gottes der Weisheit " oder in der von " Merkur dem Götterboten " Bildung und Niveau auch nicht gerade mit großen Löffeln verteilt wurde.

Ich schreibe hier wie Du und alle anderen meine Meinung und ich ertrage mit großer Gelassenheit Deine anderslautende Auffassung und die sich permanent wiederholende Versuche das MfS schönzureden. Genauso prompt erfolgt natürlich meine Erwiderung. Ich reagiere also nur auf derartige Ansinnen von Dir oder anderen.

In einem vorstehenden Beitrag habe ich bereits auf Ursache und Wirkung hingewiesen, schon vergessen ?

In diesem Sinne wünsche ich Dir " fliegendem Götterboten " noch einen schönen Abend ? Aber Deine Flügel an Helm und Füßen hat man Dir in der DDR sicher schon lange abgebaut, damit Du keine Republikflucht begehst. [wink]
Interessierter
 

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Spartacus » 15. April 2015, 16:52

Merkur hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:


Erstens, woher weißt du das? Und zweitens, wenn du etwas davon weißt, dann nenne doch mal ein paar
Fälle, so sie denn existieren. Drittens, du wirst doch nicht ernsthaft behaupten, dass wenn solches
Material vorhanden ist, es absichtlich nochmals Geheimgehalten wird.

LG

Sparta


Ja, woher weiß ich das wohl? Weil ich mich seit Jahrzehnten mit dem Thema beschäftigt habe.
Versuch doch nur mal die Tiedge-Dissertation "Zur Abwehrarbeit der Ämter für Verfassungsschutz" einsehen zu wollen. Oder fordere mal die IM-Akten des Stellvertretenden MAD-Chefs Krase an oder von mir auch die IM- Akten von Karl Gebauer. Oder versuche es mal mit den MfS-Objektvorgängen der westlichen GHD. Mal sehen, was Du bekommst?
Zum Thema Kriminalität hat andr.k einen guten Hinweis im Thema "Kriminalität in Ost und West" gegeben. Es ist vieles nachlesbar. Man muss sich nur die Mühe machen.


Das Thema Kriminalität lassen wir hier mal außen vor, denn ich schrieb ja schon, dass so etwas keine
Glanzleistung des MfS darstellt, sondern wohl in diesem Fall nur normale Arbeit war.

Die von dir erwähnten Akten kenne ich natürlich alle nicht und als Privatperson kann man sie auch nicht
einsehen, als Historiker, oder Journalist aber schon. Also wenn da was brisantes wäre, brauchst du doch
nur einen Journalisten drauf ansetzen und dann wirst du sehen, was dran ist.

Hast du so was in der Art schon mal probiert, Merkur?

LG

Sparta


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Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 15. April 2015, 17:08

Spartacus hat geschrieben:
Die von dir erwähnten Akten kenne ich natürlich alle nicht und als Privatperson kann man sie auch nicht
einsehen, als Historiker, oder Journalist aber schon. Also wenn da was brisantes wäre, brauchst du doch
nur einen Journalisten drauf ansetzen und dann wirst du sehen, was dran ist.

Hast du so was in der Art schon mal probiert, Merkur?

LG

Sparta


Vielleicht habe ich mich unverständlich ausgedrückt. Solche Akten sind der Forschung nicht zugänglich, da sie Strukturen, Personen und Arbeitsweisen dieser Behörden aufdecken, die das MfS aufgeklärt hat. Die Behörden sehen bei einer Öffentlichmachung des Inhaltes ihre Sicherheitsinteressen gefährdet. Darüber wacht ein Geheimschutzbeauftragter, die Unterlagen sind gesperrt abgelegt.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Spartacus » 15. April 2015, 17:24

Das glaube ich dir nicht Merkur, denn wenn die STASI solche Akten gehabt hätte, dann hätten ein
paar schlaue Mitarbeiter sicherlich einige Kopien gezogen und könnten heute ja mächtig Staub
aufwirbeln. Wenn es so wäre, dann würden sie es auch machen. Mit großer Genugtuung sogar.

Daher glaube ich nicht daran. [hallo]

LG

Sparta


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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon karnak » 15. April 2015, 17:35

Spartacus hat geschrieben: dann hätten ein
paar schlaue Mitarbeiter sicherlich einige Kopien gezogen und könnten heute ja mächtig Staub
aufwirbeln.

Aber auch einen Haufen Ärger bekommen. Aus Sicht der Bundesrepublik nur legitim wenn gegen ihre Sicherheitsinteressen verstoßen wird und das noch von ihren eigenen Staatsbediensteten.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 15. April 2015, 17:37

Spartacus hat geschrieben:
Das Thema Kriminalität lassen wir hier mal außen vor, denn ich schrieb ja schon, dass so etwas keine
Glanzleistung des MfS darstellt, sondern wohl in diesem Fall nur normale Arbeit war.

Sparta


Ich glaube, Du überblickst die Tragweite des Themas nicht. Ich will Dir nicht zu nahe treten, weil Du es auch nicht überblicken kannst.
Wenn es ganz normale Arbeit gewesen wäre, hätte es doch die Kriminalpolizei in Eigenregie machen können. Hat sie aber nicht.
Weißt Du eigentlich, wie das erste Täterprofil der Welt entstanden ist? Es war nicht das FBI. Im Zuge der Ermittlungen zu den Knabenmorden in Eberswalde war die HA IX/7 mit vor Ort. Die Ermittlungen stockten lange, bis zwei Kriminalisten des MfS nach Ungarn zu Prof. N. Schipkowensky mit der Idee der Schaffung einer Täterhypothese geflogen sind. Die beiden waren in Ungarn nicht erfolgreich und haben sich dann an Prof. Dr. Dr. Szewczyk gewandt, der das erste Täterprofil erstellt hat. Kann man in den Akten nachlesen. Ich will nicht abschweifen aber es war ganz gewiss oftmals keine normale Arbeit.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 15. April 2015, 17:40

Spartacus hat geschrieben:Das glaube ich dir nicht Merkur, denn wenn die STASI solche Akten gehabt hätte, dann hätten ein
paar schlaue Mitarbeiter sicherlich einige Kopien gezogen und könnten heute ja mächtig Staub
aufwirbeln. Wenn es so wäre, dann würden sie es auch machen. Mit großer Genugtuung sogar.

Daher glaube ich nicht daran. [hallo]

LG

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Glauben und Wissen sind zwei verschiedene Dinge. Du glaubst es und ich weiß es. Google mal, wie es der Journalistin Renate Igel bei ihren Recherchen zu ihrem Buch "Terrorismus-Lügen" ging.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon augenzeuge » 15. April 2015, 18:10

bürger der ddr hat geschrieben:Die STASI dient heute meht denn je um Stimmung gegen ein System zu erzeugen.


Ich sehe nicht, warum das derzeitige System es nötig haben sollte, dies zu tun. Die Aufarbeitung durch Historiker wie Kowalczuk, Halbrock, Adam, Gieseke, Müller-Enbergs und Horvath ist ziemlich sachlich...
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon steffen52-1 » 15. April 2015, 20:13

Ich staune was einige für eine Friedenstruppe aus dem MfS machen! [wut] Ihre Hauptaufgabe bestand nun mal darin, das eigene Volk zu überwachen und das sagt doch aus, wie sicher sich die Bonzen der DDR mit ihren Sozialismus-Sprüchen gefühlt haben, einen Scheiß! [laugh] Wer Angst hat vor das eigene Volk hat und es nur unter Zwang im Zaum gehalten hat, der wusste wohl das in der schönen DDR nicht alles so läuft, wie versprochen! Aber was haben die Genossen gemacht, wie die 3 Affen: Nichts sehen ,nichts hören, nichts sagen!! Bis eben das aus kam und das wäre viel eher gekommen, wenn nicht der Staatsfeind, noch ein paar DM-Kredite gegeben hätte! Mächte wissen, wer das bis Heute nicht begreift. [ich auch]
Grüsse steffen52-1
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon SCORN » 15. April 2015, 20:46

steffen52-1 hat geschrieben:Ich staune was einige für eine Friedenstruppe aus dem MfS machen! [wut]


wie du schon selbst schreibst, du "staunst"! andere "wissen"! das ist der kleine aber feine unterschied! [wink]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Volker Zottmann » 15. April 2015, 21:21

Komödienstadl??? [laugh] Zur Not hat das Forum auch einen Doktor. [flash]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon andr.k » 15. April 2015, 21:36

Volker Zottmann hat geschrieben:Komödienstadl??? [laugh] Zur Not hat das Forum auch einen Doktor. [flash]


Dann mach dich mal auf dem Weg. [grins]

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon andr.k » 15. April 2015, 21:42

steffen52-1 hat geschrieben:Ich staune was einige für eine Friedenstruppe aus dem MfS machen! [wut] Ihre Hauptaufgabe bestand nun mal darin, das eigene Volk zu überwachen und das sagt doch aus, wie sicher sich die Bonzen der DDR mit ihren Sozialismus-Sprüchen gefühlt haben, einen Scheiß!


Ist es nicht interessant, wie schnell immer gelabert wird, ohne überhaupt einen blassen Schimmer von der Materie zu haben? Eigentlich gab es doch schon genügend Buchvorstellungen zum Thema, aber wie man erkennen kann, liegt es wohl am nicht Lesen und nicht Verstehen.

@steffen52-1, ist Dir bekannt, wie viel Tötungsdelikte es in der DDR gab? Nein? Kleiner Hinweis, um die 130 Fälle pro Jahr (die Jahre 1970-1974 ausgenommen)! Diese Fälle wurden von der Kripo (MUK) und der HA IX/7 (SK) des MfS aufgeklärt.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Volker Zottmann » 15. April 2015, 22:00

Nun ja Andreas, das ist ein Argument, doch kannst auch Du uns nicht erzählen, dass die 180000 IMs alle zum Morde klären eingesetzt waren. [wink]

Da liegt der Steffen wohl doch ganz gut mit seiner Beurteilung. Und solchen Menschen, wie ihm und mir geht es auch nie um normalen Geheimdienst den fast jeder Staat unterhält. Wir verteufeln lediglich den perfiden Unterdrückungsmoloch, der das DDR-Volk bespitzelte.

Gruß Volker
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon tom-jericho » 16. April 2015, 04:29

Spartacus hat geschrieben:Das glaube ich dir nicht Merkur, denn wenn die STASI solche Akten gehabt hätte, dann hätten ein
paar schlaue Mitarbeiter sicherlich einige Kopien gezogen und könnten heute ja mächtig Staub
aufwirbeln. Wenn es so wäre, dann würden sie es auch machen. Mit großer Genugtuung sogar.

Daher glaube ich nicht daran. [hallo]

LG

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Ich möchte hier nur kurz das Thema Gelöbnisse und (persönliche) Eide einwerfen.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon tom-jericho » 16. April 2015, 04:52

Es ist immer wieder interessant, wie ehemalige Soldaten im Grundwehrdienst der NVA und GT der DDR hier als Miltärstrategen auftreten und mir laufend was vom Pferd erzählen. [laugh]

Wenn nicht schon gelesen, empfehle ich wiederholt das Buch "1984" meines Freundes Goerge Orwell aus dem Jahre 1948.

Dort taucht übrigens zum ersten Male der Begriff vom "Demokratischen Sozialismus" auf. [wink]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon SCORN » 16. April 2015, 05:15

tom-jericho hat geschrieben:Es ist immer wieder interessant, wie ehemalige Soldaten im Grundwehrdienst der NVA und GT der DDR hier als Miltärstrategen auftreten und mir laufend was vom Pferd erzählen. [laugh]

[wink]


mein Freund Tom, nicht nur als Militärstrategen sondern auch als Geheimdienstexperten! [wink]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 16. April 2015, 06:20

Volker Zottmann hat geschrieben:Nun ja Andreas, das ist ein Argument, doch kannst auch Du uns nicht erzählen, dass die 180000 IMs alle zum Morde klären eingesetzt waren. [wink]

Gruß Volker


Da hast Du natürlich Recht. Und weil Du den Überblick hast, schreib doch mal, wie viele der IM zur Auslandsaufklärung, zum Schutz der Volkswirtschaft, zur Spionageabwehr und zur Terrorabwehr eingesetzt waren.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Volker Zottmann » 16. April 2015, 10:53

Na Ihr zwei zuletzt Schreibenden...
Versucht doch nicht Eure Mitmenschen stets dümmer hinzustellen, als ihr selbst seid.
Natürlich wisst Ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr zum Stasithema. Ist doch unbestritten. Aber hört auf, ständig auf plumpe Art zu beschönigen. Wozu soll ich denn Zahlen aufdröseln, noch dazu, wo mir die reellen Grundlagen fehlen würden?

Wenn ich aber in Akten eines meiner Mitschüler lese, dass 22 IMs nur ausgerichtet waren, diesen einen (ebenfalls kleinen unbescholtenen) Mann zu bespitzeln, dass gar über knapp 3 Jahre, ja spätestens dann weiß ich, wie bescheuert der Staat und diese Abteilung der Stasi war.

Ich stelle mir vor, wenn doch all diese sinnlose Zeitvergeudung zu Schachtarbeiten flächendeckend verwendet worden wäre, hätte die DDR schon des Kaisers Telefonnetz 100% erneuert unter der Erde liegen gehabt. Zum Nulltarif wohlgemerkt.
Merkt Ihr zwei eigentlich gar nicht, wie viel Potential unnütz verplempert wurde? Nur das regt mich auf und Euer ständiges Beschönigen des gesamten MfS und Verunglimpfen von anständigen Usern.

Gruß Volker
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon augenzeuge » 16. April 2015, 13:10

tom-jericho hat geschrieben: Wenn nicht schon gelesen, empfehle ich wiederholt das Buch "1984" meines Freundes Goerge Orwell aus dem Jahre 1948.

Dort taucht übrigens zum ersten Male der Begriff vom "Demokratischen Sozialismus" auf. [wink]


Ist doch toll, was man heute alles lesen darf... [hallo]
http://www.welt.de/kultur/article388373 ... Knast.html
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„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Interessierter » 16. April 2015, 13:31

Zitat Merkur:
Glauben und Wissen sind zwei verschiedene Dinge. Du glaubst es und ich weiß es.


Du weißt einzig das, was Du selbst erlebt hast. Alles andere, was Du von "Hörensagen " oder aus den Medien kennst, bzw. Dir angelesen hast, GLAUBST Du nur zu wissen, wie jeder andere Mensch auch.

Wie man sieht: " Einbildung ist auch eine Bildung ".

Desweiteren kannst Du es Dir gerne ersparen Usern Fragen zu stellen, die Du glaubst selbst beantworten zu können. Diese ändern nämlich überhaupt nichts an begangenen Menschrechtsverletzung und Verbrechen des MfS. Wieviele IMs daran beteiligt waren ist völlig unerheblich, da es auf jeden Fall viel zu viele waren.

Selbstverständlich kannst Du gerne Deine anderslautende Meinung vortragen ( wenn Du Lust und Laune hast, wie Du geschrieben hast ).
Deine Beiträge lesend, komme ich jedoch zu dem Schluß, dass anstatt Borniertheit sich besser Scham Deiner bemächtigen sollte. [denken]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Interessierter » 16. April 2015, 13:34

Wie gefährlich es aber sein konnte, Orwell zu lesen, zeigte sich nicht zuletzt im "Leseland DDR". Im Oktober 1978 verurteilte das Bezirksgericht von Karl-Marx-Stadt einen 27 Jahre alten Diplom-Theologen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten. Er hatte "1984" gelesen und an Bekannte verliehen.

In der Urteilsbegründung des Gerichts hieß es: "Das Buch '1984' soll dazu dienen, den Sozialismus zu verteufeln und zu verunglimpfen. Dabei wird insbesondere die Sowjetunion, sowie die führende Rolle der marxistisch-leninistischen Partei diffamiert." In den letzten Jahren, so das Gericht, sei "1984" - "dieses Machwerk" - insbesondere im ideologischen Kampf gegen die DDR eingesetzt worden. Wer heute den totalitären Charakter der DDR bestreitet, muss sich fragen lassen, wie man einen Staat nennen soll, in dem man zu langen Haftstrafen verurteilt wurde, weil man ein bestimmtes Buch gelesen hatte.
[crazy]
Interessierter
 

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