Börsen- und Industrie-Infos

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon ratata » 16. November 2019, 10:23

https://www.volksstimme.de/lokal/magdeb ... -magdeburg
Zur Enercon-Krise fliegen im Stadtrat Magdeburg die Fetzen. Oberbürgermeister Lutz Trümper attackiert die Bundesregierung.
Von Katja Tessnow ›



Magdeburg l „Der Industriesektor bot in Magdeburg noch vor einigen Jahren rund 6000 Arbeitsplätze. Nach dem angekündigten Stellenabbau bei Enercon und Zulieferern bleiben 1000 bis 2000.“ Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hat sprichwörtlich Schaum vorm Mund im Angesicht der Krise, die Tausende Familien in Magdeburg und im Umland in Unsicherheit stürze.


Politik einer Industrienation unwürdig
Das Ausmaß der Einschnitte ist aus Trümpers Sicht vergleichbar mit denen durch den Kohleausstieg in der Lausitz. „Sollen wir das einfach hinnehmen, still sein und zugucken?“ Trümper appellierte an alle Parteien, sich gegenüber Land und Bund klar zu positionieren und „gemeinsam dafür zu kämpfen, dass der Betrieb in Grundzügen in Magdeburg erhalten bleibt“. Das Hauptproblem sieht Trümper in der Energiepolitik des Bundes. „Womit werden all die E-Auto-Batterien künftig geladen? Mit Kohlestrom aus Polen und Atom aus Frankreich? Diese Politik ist irrsinnig und einer Industrienation unwürdig.“

Trümpers massive Kritik zielt auf die zunächst massive Förderung der erneuerbaren Energien hin, die aber nicht von Konzepten und Rahmenbedingungen zum Beispiel zum Ausbau von Infrastruktur und Netzen begleitet worden sei. Schon seit Jahren stünde man auch in der Region vor dem Problem einer Verhinderungspolitik. „Keiner will ein Windrad vor seiner Tür und der Bund will jetzt auch noch die vorgeschriebenen Abstandsflächen auf eintausend Meter erhöhen“, schimpft Trümper. Solche Beschlüsse könne man nicht fassen, wenn man sehe, dass im Osten die Industrie kaputt geht.

Es geht alles Krachen , wenn die Fördermittel abgeschöpft sind. ratata
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 17. November 2019, 22:56

Ford und Toyota sprechen sich für Köln als neuen IAA-Standort aus

Ford und Toyota haben sich für Köln als neuen Standort der Internationalen Automobilausstellung (IAA) ausgesprochen. "Die IAA muss sich neu aufstellen und dem Kunden die Möglichkeit geben, neue Fahrzeuge künftig besser zu erleben. Dafür muss die IAA auch in die Stadt hinaus getragen werden. Mit der Spielemesse Gamescom hat Köln ja bereits bewiesen, dass man solche Formate stemmen kann", sagte Gunnar Herrmann, Chef von Ford Deutschland, dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Auch Alain Uyttenhoven, Toyota-Deutschland-Chef plädierte im Gespräch mit der Zeitung für Köln. "Köln wäre definitiv ein sehr guter Standort für die Messe. Nicht nur Ford und Toyota haben hier ihren Sitz, sondern auch zahlreiche große und bedeutende Zulieferer." Die Stadt verfüge durch ihre gute geografische Lage und die Nähe etwa zu Belgien und den Niederlanden über ein enormes Einzugsgebiet von rund 25 Millionen potenziellen Besuchern, so Uyttenhoven.

Die deutschen Hersteller und ihr Verband VDA denken offenbar über einen Wegzug der weltweisen Leitmesse aus Frankfurt nach. Besonders Köln und Berlin werden gute Chancen für eine Neuausrichtung der Branchenschau eingeräumt.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 19. November 2019, 22:45

VW-Konzern erzielt im Oktober deutliches Absatzplus

Volkswagen hat im Konzern im Oktober in einem schwächeren Gesamtmarkt deutlich mehr Autos verkauft. Der rasante Zuwachs von gut 12 Prozent auf 949.800 Fahrzeuge ist allerdings vor allem auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahr zurückzuführen. Damals waren nach Einführung des neuen Abgasmessverfahrens WLTP die Neuzulassungen eingebrochen, von dieser geringen Ausgangsbasis ging es nun deutlich aufwärts.

Wie der DAX-Konzern am Dienstag weiter mitteilte, wurden seit Januar 8,955 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, ein Minus von 0,2 Prozent. Davon waren im Oktober 886.200 Pkw der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche und 62.300 Nutzfahrzeuge (VW, MAN, Scania). Das entspricht im Jahresvergleich plus 12,8 Prozent bzw plus 4,7 Prozent.

Den kräftigsten Zuwachs unter den Automarken erzielte Porsche (+43 Prozent) gefolgt von Seat (+31 Prozent) und Audi (+27 Prozent). Die Kernmarke VW schaffte ein Plus von knapp 9 Prozent.

Im wichtigen Absatzmarkt China inklusive Hongkong verkaufte der Konzern im Oktober mit 389.300 Fahrzeugen 6,6 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Seit Jahresbeginn liegt der Rückgang noch bei 1,8 Prozent.

"Wir haben in allen Kernregionen besser abgeschnitten als der Markt und unseren Marktanteil damit weiter erheblich ausgebaut, besonders in unserem größten Markt China", wird VW-Vertriebschef Christian Dahlheim in der Mitteilung zitiert.

In Europa gingen 370.700 Fahrzeuge an die Kunden, ein Plus von 25,5 Prozent, davon in Deutschland 112.400 (plus 42 Prozent). In den USA stiegen die Verkäufe um 6 Prozent auf 53.200 Fahrzeuge.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 20. November 2019, 21:53

Commerzbank verlangt zum Teil Minuszinsen ab 1 Euro - Presse

Die Commerzbank bittet wegen der Negativzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) laut einem Pressebericht Firmenkunden verstärkt zur Kasse. Von einigen Unternehmen verlange das Frankfurter Geldhaus inzwischen auf Einlagen ab dem ersten Euro Negativzinsen, schreibt das Handelsblatt. Finanzkreisen zufolge sei davon eine kleine Zahl der insgesamt 70.000 Firmenkunden der Bank betroffen.

Meist handle es sich dabei um Unternehmen, Finanzinstitute oder institutionelle Investoren, die auf ihrem Konto bei der Commerzbank mitunter große Einlagen liegen hätten, mit denen das Institut sonst aber kaum Geschäfte mache.

Vereinzelt verlange die Commerzbank jedoch auch von Firmen Negativzinsen ab dem ersten Euro, mit denen sie auch andere Geschäfte tätige.

Die EZB hat den Einlagenzins für Banken im September auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Die Commerzbank erklärte, sie gebe diese Zinssenkung grundsätzlich an Firmenkunden weiter. "Wir gehen proaktiv auf unsere Firmenkunden zu, um für dieses Thema gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden", teilte das Institut der Zeitung mit. Die Freibeträge vereinbare die Bank individuell mit jedem Unternehmen.

Auch die HSBC Deutschland halte sich offen, ob sie Firmenkunden einen Freibetrag einräume oder Minuszinsen ab dem ersten Euro Sichteinlagen verlange, wie das Düsseldorfer Geldhaus laut der Zeitung auf Anfrage erklärte.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 21. November 2019, 21:33

Ziemiak will mit Kompromiss CDU-Streit um Huawei entschärfen

Der am Freitag beginnende CDU-Parteitag soll nach dem Willen von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak einem Kompromissantrag zustimmen, der die Einflussnahme von fremden Staaten auf das deutsche 5G-Mobilfunknetz ausschließen soll.

Innerhalb der CDU-Fraktion war zuvor der Widerstand gegen Pläne der Bundesregierung gewachsen, den chinesischen Ausrüster Huawei nicht von vornherein vom Ausbau der deutschen 5G-Mobilfunkinfrastruktur auszuschließen. Statt eines Ausschlusses hatte die Bundesregierung einen Sicherheitskatalog aufgestellt, den Unternehmen erfüllen müssen, um am Ausbau beteiligt werden zu können.

CDU-Abgeordnete um Norbert Röttgen hatten deshalb einen Initiativantrag zu Huawei für den Parteitag vorgelegt, der einen Ausschluss von Ausrüstern forderte, die unter Einfluss eines undemokratischen Staates ohne funktionierende, rechtsstaatliche Strukturen stehen.

Ohne Huawei zu nennen war der Adressat dennoch klar. Mit dem Antrag wollten die CDU-Delegierte verhindern, dass der chinesische Staat über das chinesische Unternehmen Huawei Spionage in Deutschland betreiben könnte. Bei einer Zustimmung zu dem Antrag hätte sich die CDU gegen die Bundesregierung gestellt.

Ziemiak formulierte daher einen Kompromissantrag mit einem Passus, der sich nicht gegen ein spezielles Land wendet. "Wir wollen, dass kein Staat Einfluss auf unsere sensible 5G-Infrastruktur nimmt", sagte Ziemiak auf einer Pressekonferenz. "Das gilt für undemokratische und das gilt auch für demokratische Staaten. Wir wollen nicht, dass fremde Staaten Einfluss auf unserer Infrastruktur nehmen", so Ziemiak auf die Frage, ob das theoretisch auch die USA als Anbieter einschließen würde. Für den Vorschlag habe es beim Treffen des CDU-Vorstands am Donnerstagnachmittag Zustimmung gegeben.

Bei der Vorstandssitzung der CDU stellte Ziemiak einen leicht veränderten Initiativantrag zum Thema Huawei vor. Darin soll die CDU beschließen, dass der Bundestag über einen Gesetzesentwurf abstimmen soll, "der klarstellt, welche Anforderungen an Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit Telekommunikationsausrüster erfüllen müssen", um sich am 5G-Netzausbau beteiligen zu dürfen.

In der nun vorgelegten Fassung des Initiativantrags ist nicht mehr von "undemokratischen Staaten ohne funktionierende, rechtsstaatliche Strukturen" die Rede, sondern nur noch von "fremden Staaten": "Vertrauenswürdig können in diesem Zusammenhang nur solche Ausrüster sein, die einen klar definierten Sicherheitskatalog nachprüfbar erfüllen, der auch beinhaltet, dass eine Einflussnahme durch einen fremden Staat auf unsere 5G-Infrastruktur ausgeschlossen ist", so der Initiativeantrag, in den Dow Jones News Einblick hat.

Kanzleramtsminister Helge Braun betonte, dass die Abstimmung über den nun vorgelegten Initiativantrag "nicht nach Aufstand" klinge, sondern "sehr vernünftig" sei. "Dass die Bundesregierung das 2. IT-Sicherheitsgesetz und die große Novelle des Telekommunikationsgesetzes dem Bundestag zur Beratung und Beschlussfassung vorlegt, worin genau die 5G Sicherheit geregelt wird, ist doch klar", erklärte er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 24. November 2019, 18:44

CDU-Parteitag beschließt strikte Bedingungen für Aufbau des 5G-Netzes

Die CDU hat am Samstag strikte Bedingungen für die Beteiligung am Ausbau des deutschen 5G-Mobilfunknetzes beschlossen, die der chinesische Ausrüster Huawei nur schwer erfüllen kann. Auch besteht die Regierungspartei bei dem Thema auf ein Mitspracherecht des Parlaments. Damit fordert die CDU auf ihrem Bundesparteitag in Leipzig einen strengeren Kurs gegenüber Huawei als die Bundesregierung.

Die rund 1.000 Delegierten unterstützten bei ihrem Treffen einen Antrag, der auf die Einhaltung von strengen Sicherheitsstandards bei allen Ausrüstern besteht und "fremden" Staaten die Einflussnahme auf die deutsche 5G-Infrastruktur verbieten will. Damit zielt der Antrag auf den chinesischen Ausrüster Huawei ab, ohne ihn zu nennen. Theoretisch könnten dazu auch die westlichen Ausrüster Ericsson oder Cisco zählen.

Der vom Bundesparteitag angenommene Initiativantrag war im Vorfeld entschärft worden. Denn in der ursprünglichen Fassung war von "undemokratischen Staaten ohne funktionierende, rechtsstaatliche Strukturen" die Rede gewesen. Damit war klar, dass lediglich ein Ausschluss von Huawei gemeint war.

Nach der Zustimmung zum entschärften Antrag betonte Norbert Röttgen, Leiter des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, dass der Antrag dennoch auf Huawei abziele. Die 5G-Infrastruktur sei eine der weitreichendsten strategischen Entscheidungen, die Deutschland aufgrund der Bedeutung der Technologie zu treffen habe. Es sei eine Frage der nationalen Sicherheit. Und für ihn sei klar, dass jedes chinesische Unternehmen kein privates Unternehmen.

"Dem chinesischen Staat und der kommunistischen Führung können wir nicht das deutsche 5G-Netz anvertrauen", warnte Röttgen unter Applaus.

Die Bundesregierung hatte sich zuvor auf weniger strenge Auflagen verständigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt den Ausschluss eines einzelnen Unternehmens vom 5G-Ausbau ab. Stattdessen waren strenge Sicherheitsanforderungen aufgestellt, die ständig überprüft werden sollen. Man wolle keinen Akteur, kein Unternehmen von vornherein ausschließen, sondern stattdessen einen Katalog erweiterter, strenger Sicherheitsanforderungen aufstellen. Innerhalb der Regierung war auf die Bedeutung Chinas für die deutsche Wirtschaft hingewiesen worden. Auch hat Deutschland sich wiederholt für eine offene Wirtschaft und gegen Protektionismus ausgesprochen.

Allerdings hatten Experten kürzlich bei einer Anhörung im Bundestag betont, beim Umgang mit der 5G-Technologie bleibe auch bei der Umsetzung einer im Leitfaden des Bundes vorgesehenen Zertifizierung ein Risiko vorhanden. "Eine Zertifizierung wird das Restrisiko reduzieren, aber das Restrisiko nicht beseitigen können", hatte der stellvertretende Direktor des Digital Society Instituts der European School of Management and Technology Berlin (ESMT), Martin Schallbruch, gesagt.

Auch innerhalb der SPD hat es Kritik am Vorgehen der Bundesregierung beim Thema 5G gegeben. Einige Abgeordnete wollen bei der nächsten Fraktionssitzung einen Beschluss zum Ausschluss von Huawei erreichen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 26. November 2019, 20:52

Lufthansa verkauft Europageschäft von LSG an Gategroup

Die Deutsche Lufthansa verkauft das europäische Geschäft ihrer Cateringtochter LSG an die Schweizer Gategroup. Das teilte der DAX-Konzern am Dienstag mit und reagierte damit auf entsprechende Medienberichte. Weitere Einzelheiten - wie etwa finanzielle Details - wurden zunächst nicht genannt. Der Verkauf ist Teil der neuen Konzernstrategie, sich künftig stärker auf das Airline-Geschäft zu konzentrieren, und muss unter anderem noch vom Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa und den Kartellbehörden abgesegnet werden.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor über Beschluss zum Verkauf an Gategroup berichtet.

Die Lufthansa hatte den Verkaufsprozess für LSG Sky Chef im April eingeleitet. Die Catering- und Bordservice-Sparte stand da schon länger auf dem Prüfstand. Bei einem Verkauf als Ganzes oder in Teilen lag der Fokus auf den Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens in neuer Eigentümerschaft. Laut Medienberichten war neben dem Konkurrenten Gategroup auch der Caterer Do&Co aus Österreich unter den Interessenten
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 2. Dezember 2019, 22:12

Lufthansa zeigt sich abweisend gegenüber Qatar Airways

Die Deutsche Lufthansa AG hat kühl auf die Annäherungsversuche des Wettbewerbers Qatar Airways reagiert. In einer Stellungnahme per E-Mail teilte die deutsche Fluggesellschaft mit, Lufthansa sei nicht privatisiert worden, um in Katar wieder verstaatlicht zu werden.

Zuvor hatte Akbar Al-Baker, der Chef der nationalen Fluggesellschaft des Emirats Katar, gesagt, wenn es eine Möglichkeit gebe, in Lufthansa zu investieren, "dann würden wir das gerne machen", wie das Handelsblatt und das Magazin Focus berichteten. Qatar Airways habe dies bereits bei anderen Airlines weltweit getan. Laut Focus könnte sich der Manager in einem ersten Schritt auch eine "Partnerschaft" vorstellen. Eine Möglichkeit wäre etwa eine Codeshare-Vereinbarung, bei der die Partner bestimmte Verbindungen teilen, oder eine Kooperation in der Vermarktung.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 5. Dezember 2019, 21:28

Monsanto finanzierte auch in Deutschland Glyphosat-Studien

Auch in Deutschland hat der von Bayer übernommene Agrarkonzern Monsanto wissenschaftliche Studien zum umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in Auftrag gegeben und mitfinanziert, ohne dies zu kennzeichnen. Dabei handelt es sich um zwei Studien aus den Jahren 2012 und 2015, wie ein Sprecher der Bayer-Agrarsparte auf Anfrage einräumte.

Er bestätigte damit Informationen von Süddeutscher Zeitung und WDR. Beide hatten über zwei Studien des Agrarökonomen Michael Schmitz von der Universität Gießen berichtet, die den ökonomischen und ökologischen Nutzen von Glyphosat bestätigt hätten. Allerdings sei die Unterstützung durch Monsanto in den finalen Publikationen nicht ausgewiesen worden. Es stehe damit der Verdacht im Raum, dass die Studien der politischen Einflussnahme gedient hätten.

Gegner des Breitbandherbizids versuchen seit geraumer Zeit, in Europa ein Verbot durchzusetzen, weil sie es für krebserregend halten und für das Artensterben verantwortlich machen.

"Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anlass, an den Methoden, Inhalten oder Ergebnissen der Studien zu zweifeln", erklärte Bayer. "Gleichwohl entspricht der fehlende Hinweis auf die Unterstützung durch Monsanto nicht den Grundsätzen von Bayer." Auf die Frage, ob womöglich weitere Studien von Monsanto heimlich finanziert worden seien, sagte der Sprecher: "Darüber kann ich nicht spekulieren"
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 6. Dezember 2019, 21:58

Daimler erzielt in China hohes Absatzplus - Kompaktklasse stark

Mercedes-Benz Cars hat auch im November dank guter Autoverkäufe in China den Absatz spürbar gesteigert. Nach Segmenten erhielt der Stuttgarter Autokonzern besonders von starken Absätzen von Kompaktwagen und SUVs Rückenwind. Der Absatz stieg um 4,3 Prozent auf 218.413 Einheiten, wie die Daimler-Tochter mitteilte. Seit Jahresbeginn betrugen die Verkäufe damit 2,239 Millionen Fahrzeuge, ein Plus von 0,8 Prozent.

Die Stammmarke Mercedes alleine brachte es im Berichtsmonat auf 209.058 Einheiten, ein Anstieg von 5,3 Prozent. Seit Januar wurden 2,134 Millionen Wagen ausgeliefert (plus 1,4 Prozent).

Beim Kleinwagen Smart verringerte sich der Monatsabsatz dagegen rasant um 14,4 Prozent auf 9.355 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn waren es 10,9 Prozent weniger.

Im wichtigen chinesischen Markt verkaufte das Unternehmen im Berichtsmonat 57.901 Mercedes-Benz. Das waren 11,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den Monaten Januar bis November ergab sich ein Zuwachs von 6,3 Prozent.

Im Heimatmarkt gingen 30.872 Autos mit dem Stern an die Kunden, ein Plus von 5,8 Prozent.

Im Segment der Kompaktwagen erreichen die weltweiten Auslieferungen im November laut Mitteilung mit rund 61.500 Einheiten einen neuen Höchststand für den Monat (plus 9,8 Prozent). Der Absatz der SUVs lag im November bei rund 76.300 Einheiten, ein Plus von 10,5 Prozent.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Dezember 2019, 20:54

Richter drückt in T-Mobile-Sprint-Prozess aufs Tempo

Ein Bundesrichter will den Prozess über die 26 Milliarden US-Dollar schwere geplante Fusion von T-Mobile US mit dem Wettbewerber Sprint offenbar schnell über die Bühne bringen. Er habe die Anwälte ersucht, ihre üblichen Eröffnungsaussagen zu überspringen, damit umgehend Zeugen befragt werden können.

Zudem bat Bezirksrichter Victor Marrero bei der Eröffnung am Montag beide Seiten, ihre Liste der Zeugen zu kürzen. Der richtungsweisende Prozess soll bis in die Weihnachtswoche dauern, könnte aber auch noch länger dauern.

Eine Gruppe von 14 Generalstaatsanwälten, angeführt von New York und Kalifornien, hatte Klage gegen die Fusion der Nummer 3 und der Nummer 4 in der Branche eingereicht. Sie wollen, dass das Vorhaben untersagt wird, weil sie negative Folgen für die Verbraucher befürchten. Von diversen Behörden haben die Unternehmen indes bereits grünes Licht erhalten. Ihre Bedenken waren durch Zugeständnisse ausgeräumt worden.

"Uns wurde noch nicht dargelegt, wie ein Wechsel von vier zu drei Konkurrenten gut für die Verbraucher wäre", sagte der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra in einem Gespräch mit Reportern vor dem Prozess.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 10. Dezember 2019, 20:29

Siemens liefert Turbinen für Spitzenlastkraftwerke in Weißrussland

Die Siemens AG wird die Kraftwerksausrüstung für zwei neue Spitzenlastkraftwerke in der Republik Weißrussland liefern. Auftraggeber ist der staatliche Energieversorger RUE Vitebskenergo, wie der DAX-Konzern mitteilte. Die neuen Gaskraftwerke sind so ausgelegt, dass sie in weniger als 15 Minuten von der Kaltreserve in den Volllastbetrieb gehen können, und werden voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen. Ein Auftragswert wurde nicht genannt.

Bayer will bis 2030 klimaneutraler Konzern werden

Bayer will bis 2030 ein CO2-neutrales Unternehmen werden. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern will dazu die Energieeffizienz verbessern, komplett auf grünen Strom umsteigen sowie die dann noch verbleibenden Emissionen kompensieren. Die für 2019 geschätzten CO2-Emissionen von rund 4 Millionen Tonnen sollen so auf Null reduziert werden, wie Bayer zum Kapitalmarkttag mitteilte.

Landwirte möchte Bayer zu einem präziseren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger bewegen, um so die Treibhausgas-Emissionen und die Umweltfolgen bis 2030 um jeweils 30 Prozent je Kilogramm Ernteertrag zu senken. Auch Lieferanten sollen ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

Vorstandschef Werner Baumann will als Chief Sustainability Officer persönlich die Umsetzung verantworten, wie aus einer Präsentation hervorgeht. Alle Geschäftsbereiche sollen künftig klare Nachhaltigkeitsziele bekommen, und Bayer will jährlich darüber Bericht erstatten. Die Ziele sollen auch Eingang in die variable Vergütung auf Managerebene finden. Ein unabhängiger Rat für Nachhaltigkeit soll gebildet werden und die Unternehmensführung beraten.

Darüber hinaus will Bayer bis 2030 jeweils 100 Millionen Kleinbauern und Frauen mit geringen Einkommen in Schwellenländern unterstützen. Die eine sollen Zugang zu Innovationen und Wissen bekommen, die anderen Verhütungsmittel zu erschwinglichen Preisen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 10. Dezember 2019, 22:14

Sehr gute Vorsätze. Warten wir mal ab.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 13. Dezember 2019, 11:20

S&P senkt Daimler-Rating auf "A-"

S&P hat die Bonitätsbewertung des Autobauers Daimler auf "A-" von "A" gesenkt. Mit der neuen Bewertung werde das Rating von der Beobachtungsliste genommen, der Ausblick sei aber negativ, teilte die Agentur mit.

Der DAX-Konzern werde mindestens bis 2021 mit der EBITDA-Marge unter der Marke von 10 Prozent bleiben und bis 2020 einen schwachen Cashflow haben, begründete S&P den Schritt. Gleichzeitig gebe es viele Herausforderungen, wie den Handelsstreit, mögliche Diesel-Klagen und die strengen Vorgaben in Europa zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon zoll » 13. Dezember 2019, 11:56

Alle Telekommunikationsunternehmen warnen davor, Huawei vom Ausbau des 5-G-Netzes auszunehmen, es würde sonst fünf Jahre und länger dauern bis das Netz bereit wäre.
Wenn man allerdings bedenkt, dass das 4-G-Netz immer noch nicht flächendeckend ist, lässt sich diese Aussage allerdings bezweifeln.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon pentium » 13. Dezember 2019, 12:06

zoll hat geschrieben:Alle Telekommunikationsunternehmen warnen davor, Huawei vom Ausbau des 5-G-Netzes auszunehmen, es würde sonst fünf Jahre und länger dauern bis das Netz bereit wäre.
Wenn man allerdings bedenkt, dass das 4-G-Netz immer noch nicht flächendeckend ist, lässt sich diese Aussage allerdings bezweifeln.
zoll


Mehrzahl der deutschen Smartphone-Nutzer nur mit 3G unterwegs...
Weltweit soll der neue Mobilfunkstandard 5G eingeführt werden. Auch in Deutschland soll ein entsprechendes Netz aufgebaut werden, die Lizenzen dafür sind bereits versteigert – währenddessen surft man hierzulande größtenteils noch mit 3G.

https://www.digitalfernsehen.de/news/me ... gs-548442/
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. Dezember 2019, 10:53

In der ländlichen Region im Umfeld von Bonn und Köln sieht es teilweise schlimm aus, was 4G betrifft. Da gibts teilweise nicht mal 3 G, einfach kein mobiles Internet an Landstraßen.

AZ
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon zoll » 15. Dezember 2019, 13:29

augenzeuge hat geschrieben:In der ländlichen Region im Umfeld von Bonn und Köln sieht es teilweise schlimm aus, was 4G betrifft. Da gibts teilweise nicht mal 3 G, einfach kein mobiles Internet an Landstraßen.

AZ

Ach wäre Bonn doch Hauptstadt geblieben! Wir hätten paradiesische Verhältnisse. Die schönen neuen Regierungsgebäude, die neuen Straßen, eine neue Veranstaltungshalle, neue U-Bahnen, immer wieder neue Baustellen, jeden Tag eine Demo, ach was wären das für schöne Zeiten geworden.
Und jetzt? Nur noch Provinz! Gähn [muede]
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 15. Dezember 2019, 22:12

VW und QIA wollen bis 2022 E-Bus-Flotte in Katar bauen


Volkswagen und der Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) wollen bis 2022 in der Hauptstadt Katar eine Flotte autonomer Shuttles und Buslinien bauen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Samstag von VW-CEO Herbert Diess sowie dem CEO der QIA, Mansoor Al-Mahmoud, in Doha unterzeichnet.

Die Initiative "Projekt Qatar Mobility" unterstreiche das gemeinsame Engagement für intelligente Technologien und umweltfreundlichen Verkehr, so VW. QIA und Volkswagen werden zusammen an der Entwicklung der notwendigen physischen und digitalen Infrastruktur arbeiten, um eine Flotte selbstfahrender Fahrzeuge in das vorhandene öffentliche Verkehrsnetz von Doha zu integrieren.

35 autonom fahrende ID BUZZ AD-Elektroshuttles von Volkswagen werden bis zu vier Fahrgäste auf teilfixierten Routen im Bereich Westbay befördern. Zudem werden zehn Hightech-Busse von Scania größere Gruppen aufnehmen.

"Doha wird uns wertvolle Erkenntnisse in der realen Praxis liefern und das Projekt zum Sprungbrett für unsere Roadmap autonomes Fahren machen", erklärte Diess.

Erste Tests der Shuttles und Busse werden voraussichtlich 2020 beginnen; bereits 2021 soll ein Probebetrieb aufgenommen werden. Das Projekt soll dann Ende des Jahres 2022 innerhalb Dohas offiziell starten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 18. Dezember 2019, 22:55

Lufthansa warnt wegen LSG-Streik vor Catering-Engpässen bis Samstag

Die Lufthansa hat ihre Fluggäste über Engpässe bei der Bordverpflegung wegen des Streiks bei dem Airline-Caterer LSG Sky Chefs informiert. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von LSG in Frankfurt und München für Donnerstag zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Deshalb könne am Donnerstag und voraussichtlich den beiden Folgetagen auf manchen Flügen nicht die gewohnte Getränke- und Mahlzeitenauswahl bereitgestellt werden, teilte der Mutterkonzern beider Unternehmen Lufthansa mit und bot den Kunden kostenlose Umbuchungen an.

Auf innerdeutschen und europäischen Flügen von und nach Frankfurt und München werden demnach keine Mahlzeiten und Getränke angeboten. Auf Langstreckenflügen von Frankfurt und München werde ein reduziertes Catering bereitgestellt. Alle Langstreckenflüge nach Frankfurt und München enthalten dagegen die normale Getränke- und Mahlzeitenauswahl.

Kunden, die in Frankfurt und München umsteigen oder ihre Reise beginnen, würden im Transit- und Abflugbereich Verpflegungsstationen mit kostenlosen Getränken und Snacks zur Verfügung gestellt. Außerdem erstatte das Unternehmen nach Vorlage der Belege angemessene Kosten, wenn sich Kunden selbst mit Getränken oder Essen versorgen. Getränke sollten allerdings erst nach der Sicherheitskontrolle erworben werden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Dezember 2019, 21:43

US-Regierung unterstützt Bayer im Streit um Unkrautvernichtungsmittel

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) stärkt dem deutschen Chemiekonzern Bayer im Rechtsstreit um das weltweit meistverwendete Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat vor Gericht den Rücken. Die US-Behörde, die mit dem Justizministerium zusammenarbeitet, hatte am Freitag Unterlagen bei Gericht eingereicht, die das Argument von Bayer unterstützen, dass Glyphosat kein Krebsrisiko darstelle. Die Einreichung unterstützt das Berufungsverfahren von Bayer vor dem Bundesgericht gegen ein 25-Millionen-Dollar-Urteil im Fall eines kalifornischen Mannes, der Roundup die Schuld an seinem Non-Hodgkin-Lymphom gab, einem von zehntausend ähnlichen gelagerten Fällen.

Die Anwälte der Regierungsbehörde argumentierten, das Urteil müsse aufgehoben werden, weil es für Bayer illegal gewesen wäre, Warnungen vor einem Krebsrisikos auf Roundup-Etiketten zu drucken. Sie sagten, der Kongress habe der EPA die alleinige Autorität über Sicherheitsetiketten auf chemischen Produkten gegeben. Die Umweltschutzbehörde wiederum hätte keine Krebswarnung für Roundup vorgeschrieben. Der Antrag der EPA bekräftigt die seit langem vertretene Ansicht der Behörde, dass Glyphosat kein Krebsrisiko darstellt, was zuletzt in einer Überprüfung im Dezember 2017 bestätigt wurde.

Vergleich wird angestrebt

Drei aufeinanderfolgende Jurys entschieden in den letzten anderthalb Jahren zugunsten der Kläger und sprachen ihnen Hunderte von Millionen Dollar Schadenersatz durch Bayer zu. Die Stellungnahme der EPA betrifft nun den Fall von Edwin Hardeman, dem einzigen der drei Prozesse, der bisher vor einem Bundesgericht stattfand.

Mehrere Roundup-Prozesse wurden in den vergangenen Monaten verschoben, da Bayer und die Anwälte der Kläger versuchten, im Rahmen einer gerichtlich angeordneten Mediation unter der Leitung von Ken Feinberg einen Vergleich auszuhandeln. Feinberg hat in mehreren hochkarätigen Fällen, einschließlich der Terroranschläge vom 11. September 2001 und der Ölkatastrophe der Deepwater Horizon 2010, dazu beigetragen, Entschädigungen für die Opfer auszuhandeln.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon zonenhasser » 23. Dezember 2019, 16:30

Boeing-Chef Dennis Muilenburg (55) tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Das teilte Boeing am Montag mit.

Der Verwaltungsrat habe entschieden, dass ein Wechsel an der Konzernspitze nötig sei, um die Beziehungen mit den Aufsehern, Kunden und Aktionären zu kitten, sagte Verwaltungsratschef David Calhoun (62). Er soll am 13. Januar Nachfolger von Muilenburg werden.

Der Börse scheint dieser Schritt zu gefallen. Der Aktienkurs schnellte um 15.15 Uhr steil nach oben. Plus 2,18 Prozent innerhalb von nur 15 Minuten!
https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wir ... .bild.html


Die Börsenreaktion ist angesichts des Desasters bei der 737 Max mit völlig ungeklärten Folgekosten und der gerade erst stattgefundenen Pleite mit der Astronautenkapsel Starliner irrational.
Die “Rote Fahne” schrieb noch “wir werden siegen”, da hatte ich mein Geld schon in der Schweiz.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 29. Dezember 2019, 21:42

DJ Daimler-Chef Källenius sieht keine Erholung in der Branche

Der Vorstandsvorsitzende von Daimler macht keine Hoffnungen auf eine generelle Besserung der Situation in der Automobilbranche. "Es geht nicht um eine Wirtschaftskrise, wo sich in zwei oder drei Jahren die Märkte wieder nach oben drehen", sagte Ola Källenius der Bild am Sonntag. "Wir verändern gerade grundlegend die Automobilbranche, somit verändern wir auch dieses Unternehmen." Den Menschen müsse man ehrlich sagen: "Ein Weiterso wird es nicht geben. Das wird sicherlich zu emotionalen Verhandlungen führen."

Eine Fusion mit BMW vor diesem Hintergrund schloss Källenius kategorisch aus: "Größe ist wichtig, aber nicht alles. Ein Zusammengehen von Daimler und BMW ist für mich ausgeschlossen. Wir bleiben Konkurrenten und setzen da, wo es Sinn macht, auf Kooperationen."

Källenius will den DAX-Konzern mit umfangreichen Kostensenkungen und strategischen Anpassungen zurück in die Erfolgsspur führen. Bis Ende 2022 will Daimler insgesamt 1,4 Milliarden Euro Personalkosten einsparen.

Daimler setzt weiter auf China

Trotz der Unruhen in Hongkong und zahlreicher Menschenrechtsverletzungen durch das Regime in Peking setzt Daimler weiter auf das China-Geschäft. "China ist für unser Pkw-Geschäft heute mit Abstand der größte Markt. Und bleibt der größte Wachstumsmarkt in den nächsten zehn Jahren", sagte Källenius der Zeitung und ergänzte: "Ich sage es ganz deutlich: Dieser Markt sichert Arbeitsplätze in Deutschland."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 30. Dezember 2019, 22:16

Telekom und EWE dürfen Glasfaserprojekt starten

Nachdem die Deutsche Telekom und der niedersächsische Kommunalversorger EWE Anfang des Monats angesichts kartellrechtlicher Bedenken gegen ihre geplante Glasfaserkooperation umfangreiche Zugeständnisse gemacht haben, hat das Bundeskartellamt das Vorhaben nun genehmigt.

"Die Beteiligten haben sich zu erheblichen Investitionen in den zügigen Ausbau gigabitfähiger Netze verpflichtet", sagte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Darüber hinaus verpflichteten sich die Unternehmen unter anderem, künftig dritten Unternehmen Zugang zu ihrem Netz zu gewähren. In der aktuellen Form werde die Kooperation zu deutlichen Verbesserungen auf den Telekommunikationsmärkten in der betroffenen Region und auch im ländlichen Raum führen. Die Freigabe ist noch nicht rechtskräftig, wie es weiter hieß.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Telekom und EWE, die Glasfaser Nordwest, will in den kommenden Jahren 1,5 Millionen Haushalte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen mit Glasfaser bis in die Häuser versorgen und dafür rund 2 Milliarden Euro investieren.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 7. Januar 2020, 23:27

Daimler-Investoren verlangen 900 Millionen Euro Schadensersatz

Daimler muss sich im Dieselskandel mit wachsenden Schadensersatzforderungen auseinandersetzen. Die Anwaltskanzlei Tilp reichte nach eigenen Angaben vom Dienstag Ende vergangenen Jahres für 219 institutionelle Anleger Klage ein und fordert darin insgesamt 896 Millionen Euro von dem Autokonzern.

Bei den Klägern handele es sich um Banken, Vermögensverwalter, Versicherer sowie Pensionsfonds aus Deutschland und dem Ausland, heißt es in einer Mitteilung von Tilp. Sie werfen Daimler vor, den Kapitalmarkt von Mitte 2012 bis Mitte 2018 nicht über finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz illegaler Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeugen informiert zu haben. In dieser Zeit sank der Kurs der Daimler-Aktie von mehr als 90 auf unter 60 Euro. Die dadurch erlittenen Schäden sind Gegenstand der jetzigen Klagen.

Rechtsanwalt Andreas Tilp sieht gute Chancen, die Ansprüche durchsetzen zu können. Daimler habe die Kläger über die Risiken "weder in seinen Finanzberichten noch in Ad-hoc-Mitteilungen" informiert, erklärte er. Weitere geschädigte institutionelle Investoren hätten bereits erklärt, 2020 ebenfalls mit Tilp klagen zu wollen.

Daimler hat nach eigenen Angaben bisher keine Kenntnis von der eingereichten Großklage. Man halte die bisher bekannten Klagen aber für unbegründet und wolle sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Vorwürfe verteidigen, heißt es in einer Erklärung.

Daimler steht neben Volkswagen im Zentrum eines Diesel-Emissionsskandals, der vor mehr als vier Jahren begann. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verhängte im September eine Geldbuße von 870 Millionen Euro gegen das Unternehmen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Januar 2020, 22:56

Lufthansa lässt Flieger nach Teheran wegen Sicherheitsbedenken umkehren

Die wachsenden Spekulationen über einen möglichen Abschuss des ukrainischen Verkehrsflugzeugs bei Teheran am Mittwoch lässt die Deutsche Lufthansa vorsichtig werden. Die Fluggesellschaft hat ihren Flug LH600 auf dem Weg nach Teheran nach neuen Bedenken wegen des Betriebs in der iranischen Hauptstadt zurück nach Frankfurt beordert, wie ein Sprecher am Abend sagte. Die Lufthansa habe nun "eine andere Sichtweise auf die Sicherheitslage im Bereich des Flughafens Teheran", sagte der Sprecher und weigerte sich, die Quelle seiner Informationen offen zu legen. Eine Entscheidung darüber, ob der Flug am Freitag durchgeführt werden soll, werde zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, sagte er weiter.

Nach dem Absturz eines ukrainischen Flugzeugs im Iran deuten nach Angaben des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau Geheimdienstinformationen darauf hin, dass die Maschine "von einer iranischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde". Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump ähnlich geäußert.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 12. Januar 2020, 17:26

Deutsche Autohersteller wachsen dank SUVs stark in den USA

Trotz des Handelskonflikts brummt das Geschäft der deutschen Autobauer in den USA auch dank des starken SUV-Absatzes. In den ersten elf Monaten 2019 erhöhten die deutschen Hersteller ihre US-Fertigung um 4 Prozent auf 720.000 Fahrzeuge, teilte der Verband der Automobilindustrie am Freitag mit. Die gesamte US-Produktion von leichten Nutzfahrzeugen ging dagegen im gleichen Zeitraum um 4 Prozent zurück.

Ein Zugpferd war vor allem das Segment der sogenannten Light Trucks, zu dem schwere Fahrzeuge wie SUVs, Crossover, Pickups oder Vans gehören. Hier legten die deutschen Hersteller im vergangenen Jahr um 11,2 Prozent zu - viermal mehr als der Gesamtmarkt (+2,8 Prozent). Die Light Trucks machen nach VDA-Angaben in den USA bereits fast drei Viertel der leichten Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen aus.

Während der US-Markt mit leichten Fahrzeugen um ein Prozent sank, stieg der deutsche Absatz um knapp 2 Prozent auf 1,37 Millionen Neuwagen. Der Marktanteil deutscher Hersteller stieg von 7,8 Prozent (2018) auf 8,1 Prozent (2019). Auch die Autozulieferer bauten ihr US-Geschäft aus. Sie konnten in den ersten neun Monaten 2019 ihre Exporte um 2,7 Prozent steigern und lieferten Produkte im Wert von über 5,5 Milliarden Euro.

Vor dem Hintergrund des NAFTA-Nachfolgeabkommens USMCA (US-Mexico-Canada-Agreement) rechnet der VDA mit einer weiteren Ausweitung der Produktion in Nordamerika. "Gleichzeitig hoffen wir, dass die Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit der EU über einen Abbau von Handelshemmnissen weiter an Fahrt gewinnen", erklärte VDA-Geschäftsführer Martin Koers.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 12. Januar 2020, 17:28

Aktivistin will Siemens-Aufsichtsposten an Wissenschaftler abtreten

Die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer von "Fridays For Future" fordert von Siemens, den ihr angebotenen Aufsichtsratsposten mit einem Vertreter von "Scientists for Future" zu besetzen. Neubauer sagte Bild am Sonntag: "Siemens hat mir bestätigt, dass sie das Angebot ernst meinen. Ich persönlich werde es aber nicht annehmen können. Ich werde aber Siemens bitten, den Posten einem Mitglied von 'Scientists for Future' zu übertragen." Die Wissenschaftler-Gruppe unterstützt die Jugendbewegung in ihrem Kampf für mehr Klimaschutz.

Neubauer begründete ihre Absage für das Aufsichtsratsmandat mit ihrer Unabhängigkeit: "Ich kenne das Aktienrecht. Ich wäre in dieser Position nicht mehr in der Lage, Siemens unabhängig zu kommentieren. Das ist nicht vereinbar mit meiner Rolle als Klima-Aktivistin." Sie sei dem 1,5-Grad-Ziel und dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet. Am Fall Joe Kaeser sehe man, dass es unabhängige Rollen wie ihre dringend brauche.

Neubauer kritisierte den Siemens-Vorstandschef scharf dafür, dass sein Konzern bislang nicht aus der Kooperation mit der australischen Kohlemine Adani ausgestiegen ist: "Joe Kaeser weiß, dass es ein Fehler war, den Vertrag zu unterschreiben. Ein Mann in seiner Position sollte keinen zweiten Fehler machen und an diesem Katastrophenprojekt festhalten. Ich erwarte, dass er Montag die juristischen Schritte einleitet, den Vertrag zu kündigen." Für diesen Montag hat Kaeser eine endgültige Entscheidung über die Beteiligung an der Adani-Mine angekündigt.

Sollte Siemens auf dem Projekt beharren, kündigt die "Fridays For Future"-Aktivistin weitere Proteste an und prophezeit einen Imageschaden für Siemens: "Wir werden alles tun, die Adani-Mine zu verhindern. Diese Mine ist das schlimmste Kohleminenprojekt der westlichen Welt. Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum Joe Kaeser, obwohl er alle Folgen der Mine kennt, daran festhält. Er ist ein kluger Mann, er sollte nicht die gesamte Reputation von Siemens aufs Spiel setzen - für eine Mine, die es nicht geben dürfte."

Die Rolle von Siemens für eine Inbetriebnahme der Mine sei, so Neubauer, entscheidend: "Es gibt derzeit nur zwei weitere Firmen, die die notwendige Technologie in Australien bereit stellen können. Beide Firmen, Alstom und Hitachi, verweigern die Zusammenarbeit mit der Adani-Mine. Auch deshalb ist der Ausstieg von Siemens so wichtig."
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. Januar 2020, 19:18

Deutschlands neue Autohochburg entsteht neben Rüsselsheim. Kaum einer kennt Raunheim.

Der chinesische Hersteller Geely hat in Raunheim eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung eröffnet. Rund 300 Mitarbeiter entwickeln dort Antriebssysteme und Technologien für die nächste Generation der Mobilität.

Geely, Chinas größter Automobilhersteller in Privatbesitz, hat eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Raunheim in der Nähe von Frankfurt eröffnet. Die neue Geely Auto Technical Deutschland (GATD) soll Antriebssysteme und Technologien für die nächste Generation der Mobilität entwickeln. Mit rund 300 Entwicklern und Technologieexperten soll das GATD besonders die Kompetenz von Geely bei der Elektromobilität und anderen alternativen Antrieben vorantreiben.

Ziel von Geely ist die Entwicklung von Premium-Elektrofahrzeugen, an denen in den F&E-Zentren des Unternehmens wie dem Geely Research Institute in Hangzhou Bay und dem „China Euro Vehicle Technology“ im schwedischen Göteborg sowie in Linjiang (China) und Coventry (Großbritannien) ebenfalls gearbeitet wird. Von den rund 20.000 Entwicklern des Unternehmens befassen sich mehr als 2.500 mit neuen Energietechnologien.

AZ
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„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 16. Januar 2020, 21:25

Sewing: Deutsche Bank kommt bei Umsetzung neuer Strategie gut voran

Die Deutsche Bank hat nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing Fortschritte bei der Realisierung ihres im vergangenen Sommer eingeleiteten Konzernumbaus erreicht. "Ich kann Ihnen versichern: Wir sind bereits gut dabei vorangekommen, unsere Strategie umzusetzen", sagte Sewing beim Hauptstadtempfang der Bank in Berlin laut seinem vorab bereitgestellten Redemanuskript. "Wir halten das, was wir versprochen haben." Die Bank spüre "breiten Rückhalt" von Mitarbeitern, Aufsichtsbehörden und Kunden. Die Rückmeldungen der Investoren, Analysten und Ratingagenturen seien ebenfalls positiv.

"Natürlich ist unser Aktienkurs noch lange nicht dort, wo wir ihn uns wünschen - aber die deutliche Kurssteigerung der vergangenen Wochen zeigt, dass auch die Anleger allmählich an den Erfolg unserer Transformation glauben", erklärte Sewing. Wie sehr das Vertrauen des Kapitalmarkts in das Institut bereits gestiegen sei, zeige sich besonders darin, dass sich der Preis für Kreditausfallversicherungen auf die Deutsche Bank seit ihrer Hauptversammlung im vergangenen Jahr mehr als halbiert habe.

Sewing sieht Rückenwind für das Jubiläumsjahr

Auch sei die erste Anleiheemission des Jahres vergangene Woche mehrfach überzeichnet gewesen - und damit seien bereits 25 Prozent des Jahresziels für solche Anleihen erreicht. "Es tut gut, mit diesem Rückenwind in unser Jubiläumsjahr zu gehen", konstatierte Sewing. Das 1870 in Berlin gegründete Geldhaus feiert dieses Jahr sein 150jähriges Jubiläum.

Im vergangenen Juli hatte Deutschlands größtes Institut seine neue Strategie verkündet, um nach Angaben Sewings "nachhaltig profitabel" zu werden. Sie besteht unter anderem in einer stärkeren Konzentration auf Kernbereiche.

Sewing betonte, die Bank verstehe es seit jeher als ihren Auftrag, "Deutschland und seine Unternehmer mit der Welt zu vernetzen, sie bei Investitionen zu begleiten oder Handelsströme zu finanzieren - in guten wie in schwierigen Zeiten". Ausdrücklich verwies er auf zahlreiche Unsicherheiten für die weltweite Konjunktur. "Auch wenn wir verhalten optimistisch für die Weltwirtschaft sind: Nach einem jahrelangen Boom ist die Lage nun eher fragil- auch und insbesondere in Europa und in Deutschland", sagte er. Zwar rechne die Bank für 2020 mit einer Stabilisierung der Konjunktur. Unsicherheiten kämen aber vor allem von der geopolitischen Seite.

Sewing warnte angesichts der Unsicherheit vor Marktschwankungen. "Turbulenzen an den Märkten sind sehr wahscheinlich", betonte er. Unternehmen und Banken sollten auf mögliche Schwankungen vorbereitet sein."

Die Europäische Union müsse vor international handlungsfähiger werden, die Digitalisierung vorantreiben sowie einen echten Binnenmarkt für Dienstleistungen und eine "echte europäische Umwelt- und Klimaschutzpolitik" schaffen, verlangte er. Zur Geldpolitik erklärte er, die Europäische Zentralbank (EZB) habe mit den Negativzinsen ein Experiment gestartet, dessen Ausgang "ungewiss" sei. "Klar ist aber schon jetzt: Die niedrigen Zinsen haben tiefgreifende Umverteilungseffekte. Und wir wissen nicht, wie wir wieder zu einem Zinsniveau gelangen, das wir als normal empfinden." Sewing erwartete "kurzfristig keinen grundsätzlichen Kurswechsel" der EZB.
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