Börsen- und Industrie-Infos

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 10. September 2024, 10:09

ob das den Börsen gefallen wird ? Mitarbeitern von Boeing sind mit einer Erhöhung ihrer Einkommen um 25 % in den nächsten vier Jahren nicht zufrieden
- https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Boeing-Mitarbeiter-sind-unzufrieden-mit-25-Prozent-Lohnerhoehung-article25216245.html -
laut Börsenberichten könnte es sich "positiv" auf Airbus auswirken.
MfG Gerd Böhmer,
Reichsbahninspektor aD
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. Oktober 2024, 20:45

EU-Staaten ebnen Weg für neue Milliardenhilfe für Ukraine

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Vertreter von EU-Staaten haben den Weg für neue Finanzhilfen zugunsten der Ukraine geebnet. Eine in Brüssel erzielte Grundsatzeinigung sieht vor, für das von Russland angegriffene Land ein Darlehen von bis zu 35 Milliarden Euro zu organisieren, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte. Dieses soll dann mit Zinserträgen aus eingefrorenen Vermögenswerten der russischen Zentralbank zurückgezahlt werden.

Das Geld soll Teil eines noch größeren Unterstützungspakets werden, das im Sommer von der Gruppe der großen westlichen Industriestaaten (G7) beschlossen worden war. Es sieht mit russischen Geldern finanzierte Darlehen in Höhe von bis zu 50 Milliarden US-Dollar (ca. 46 Mrd. Euro) vor.

Russische Milliarden in der EU

Im Rahmen der von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen sind seit Februar 2022 rund 210 Milliarden Euro an Vermögenswerten der russischen Zentralbank eingefroren worden. Die außerordentlichen Zinseinnahmen daraus werden derzeit auf bis zu 2,5 bis 3 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. In der EU liegt der Großteil der weltweit immobilisierten Vermögenswerte.

Die politische Einigung im Rat der EU muss nun noch formalisiert werden. Dazu ist auch noch die Billigung des Europäischen Parlaments erforderlich. Ziel ist es, das Darlehen bereits im nächsten Jahr auszuzahlen und es über einen maximalen Zeitraum von 45 Jahren zurückzuzahlen.

Sollte Moskau vor der vollständigen Rückzahlung der Darlehen wieder Zugriff auf das in der EU eingefrorene Geld bekommen, müssten die EU und die anderen beteiligten G7-Partner die Rückzahlung übernehmen. Dies könnte zum Beispiel dann passieren, wenn ein EU-Staat die Verlängerung von Russland-Sanktionen mit einem Veto blockiert.

US-Beteiligung noch unklar

Neben der EU wollen auch Großbritannien und Kanada bei dem neuen Hilfspaket mitmachen. Unsicherheit gibt es allerdings noch bei den USA. Grund ist, dass die Regierung in Washington von Brüssel eine Änderung der EU-Sanktionsregeln fordert, um mehr Sicherheit zu haben, dass die für die Rückzahlung der Darlehen vorgesehenen russischen Gelder auch wirklich eingefroren bleiben. Derzeit muss der EU-Beschluss für das Einfrieren alle sechs Monate einstimmig verlängert werden. Die USA dringen darauf, diese Frist auf drei Jahre zu verlängern.

Das EU-Land Ungarn verweigert bislang allerdings die notwendige Zustimmung. Der rechtspopulistische Regierungschef Viktor Orbán zweifelt an der Sinnhaftigkeit der Finanzhilfen und hofft auf einen Wahlsieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl im November. Der Republikaner könnte die US-Militärhilfen für die Ukraine stark reduzieren, was die Ukraine zu Verhandlungen über eine Waffenruhe und zu Zugeständnisse an Russland zwingen könnte.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 10. Oktober 2024, 19:56

Aktien New York: Moderate Verluste - Inflationsdaten bewegen nicht

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Inflationsdaten für September haben die US-Börsen nicht sonderlich bewegt. Nach zwei Tagen mit Gewinnen ging es am Donnerstag nur moderat abwärts. Die überwiegend mit Technologiewerten bestückte Nasdaq-Börse fand zuletzt sogar den Weg zurück auf Vortagesniveau.

Dass sich der Preisauftrieb weniger deutlich abschwächte als erwartet, "wurde von den Anlegern lediglich zur Kenntnis genommen", wie Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets sagte. Das liege auch daran, dass diese Daten die US-Notenbank Fed wohl nicht von ihrem Kurs der schrittweisen Zinssenkungen abbringen dürften. Große Schritte seien allerdings angesichts der starken Wirtschaft und der immer noch latent schwelenden Inflationssorgen auch nicht mehr zu erwarten.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial sank rund zwei Stunden vor Börsenschluss um 0,29 Prozent auf 42.388 Punkte. Der marktbreite S&P 500 , der tags zuvor noch ein Rekordhoch erreicht hatte, verlor 0,24 Prozent auf 5.777 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 zeigte sich mit 20.270 Punkten fast unverändert.

In den USA stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Monat August um 0,2 Prozent, doch Volkswirte hatten einen etwas geringeren Anstieg erwartet. Die Kernverbraucherpreise - ohne Energie und Nahrungsmittel - stiegen im selben Zeitraum sogar um 0,3 Prozent und damit ebenfalls deutlicher als erwartet.

Im Dow rückten Boeing in den Blick, denn die Ratingagentur S&P erwägt, die Kreditwürdigkeit des Flugzeugbauers auf "Ramsch" abzustufen. Dabei verwies S&P auf den steigenden Liquiditätsbedarf. Boeing leidet unter einem Streik, der sich in die Länge ziehen dürfte.

Verizon wurde mit Dividendenabschlag gehandelt. Honeywell gaben nach zwei starken Handelstagen um 0,4 Prozent nach. Zudem senkte die US-Bank JPMorgan die Aktie des Mischkonzerns, der am Dienstag Abspaltungspläne für seine Sparte Advanced Materials bekannt gegeben hatte, auf "Neutral".

Im S&P 100 zählten CVS Health mit plus 1,9 Prozent zu den besten Werten. Sie profitierten von einer Hochstufung der britischen Bank Barclays von "Neutral" auf "Overweight" und konnten somit auch die Kurslücke von Anfang Mai schließen. Damals waren die Aktien des Dienstleisters im Gesundheitsbereich um 17 Prozent abgesackt und hatten sich davon erst Ende September wieder allmählich erholt.

Paypal büßten am Index-Ende 2,9 Prozent ein. Sie litten unter einer Abstufung von Bernstein Research, die auf die deutlich gestiegene Bewertung der Aktie des Zahlungsabwicklers verwiesen. Seit Ende Juli war es für Paypal um rund 40 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang 2023 nach oben gegangen.

Ein überraschend schwacher Ausblick von Delta Air Lines auf das laufende Quartal sorgte für Kursverluste von 2,2 Prozent. Die Titel der Konkurrenten American Airlines büßten im Schlepptau 2,0 Prozent ein. Southwest Airlines hielten sich mit minus 0,6 Prozent besser.

Vor der mit Spannung erwarteten "Robotaxi"-Vorstellung zeigten sich die Aktien des Elektroautobauers Tesla unverändert und blieben in der Handelsspanne der vergangenen Tage. Die mit zwei Monaten Verspätung an diesem Donnerstag (Pazifische Zeit) stattfindende Veranstaltung hat den Druck auf Unternehmenschef Elon Musk erhöht. Dieser muss hohen Erwartungen an das selbstfahrende Fahrzeug gerecht werden, denn andere Firmen wie die Google -Schwester Waymo, der Autobauer General Motors und chinesische Wettbewerber sind bereits vorgeprescht.

Start von elektronischem EU-Grenzsystem verzögert sich

LUXEMBURG - Der Start des neuen elektronischen Grenzsystems der EU verzögert sich. Deutschland, Frankreich und die Niederlande hätten erklärt, noch nicht so weit zu sein, sagte EU-Innenkommissarin Ylva Johansson nach einem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg. "Ich hoffe, dass wir so bald wie möglich beginnen können, aber bisher gibt es keinen neuen Zeitplan." Es werde nun darüber gesprochen, das System schrittweise einzuführen.

Ursprünglich sollte das neue elektronische Grenzsystem am 10. November starten. Die Idee dahinter ist es, Ein- und Ausreisen in die EU und das Schengen-Gebiet sicherer zu machen. So soll von Nicht-EU-Bürgern die Abnahme von Fingerabdrücken oder Fotos vor der Einreise in den Schengen-Raum verlangt werden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 11. Oktober 2024, 19:54

Aktien Europa Schluss: Quartalszahlen aus dem US-Finanzsektor geben Auftrieb

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Freitag zum US-Börsenauftakt Schwung bekommen und mit Gewinnen geschlossen. Der Start in die Berichtssaison der weltgrößten Volkswirtschaft, mit Quartalsberichten aus der US-Finanzbranche, war vielversprechend.

Der EuroStoxx 50 ging mit einem Aufschlag von 0,68 Prozent auf 5003,92 Punkte aus dem Handel. Das Wochenplus des Eurozonen-Leitindex beläuft sich damit auf ein Prozent.

Außerhalb des Euroraumes ging es ebenfalls nach oben: Der schweizerische SMI stieg am Freitag um 0,63 Prozent auf 12.154,19 Zähler. In Großbritannien gelang dem FTSE 100 ebenfalls der Sprung in positives Terrain. Er legte um 0,19 Prozent auf 8.253,65 Zähler zu.

Neben den Quartalszahlen werde am Wochenende wohl auch erneut mit Spannung auf China geschaut, erinnerte Marktanalyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. Dort nämlich könnte ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von rund 300 Milliarden Dollar verabschiedet werden. "Die wichtigsten europäischen Unternehmen sind darauf angewiesen, dass die Regierung in Peking Maßnahmen ergreift, die die Verbrauchernachfrage im Land ankurbeln."

Mit Blick auf die Branchen an diesem Freitag legten alle bis auf den Telekomsektor zu. Vor allem die Aktien der Telecom Italia zeigten sich schwach mit minus 4,6 Prozent. Zudem sackten die Papiere des Satellitenbetreibers SES aus Luxemburg 7,4 Prozent ab auf ein Rekordtief.

Im Banksektor stiegen nach den starken Zahlen von JPMorgan , Wells Fargo und Blackrock die Papiere der Deutschen Bank und ING um 1,0 Prozent zu. In der Schweiz gewannen UBS 0,9 Prozent und die Aktien der spanischen BBVA 0,6 Prozent. Alle drei US-Unternehmen hatten mit ihren Quartalsberichten die Erwartungen übertroffen, auch wenn Erträge und Gewinne etwas unter den Vorjahreswerten lagen.

Neuigkeiten kamen von Sanofi . Der französische Pharmakonzern hat einen möglichen Partner für sein Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneien gefunden. Die Investmentgesellschaft Clayton Dubilier & Rice (CD&R) könnte einen kontrollierenden Anteil von 50 Prozent an der Sparte erwerben. Beide Seiten hätten Gespräche über den Einstieg von CD&R bei der Sanofi-Sparte mit dem Namen Opella gestartet, hieß es. Opella bietet rezeptfreie Medikamente, Vitaminprodukte, Mineralstoffe und andere Nahrungsergänzungsmittel an. Sanofi verloren 0,5 Prozent, hatten aber auch erst im September ein Rekordhoch erreicht.

Insidern zufolge war für die gesamte Sparte ein Kaufpreis von etwa 15 Milliarden US-Dollar (16,4 Milliarden Euro) im Gespräch. Dies hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag berichtet und sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen berufen. Experten hatten zu einem früheren Zeitpunkt sogar 19 Milliarden Euro für möglich gehalten. Die Pläne für eine Abspaltung von Opella waren schon länger bekannt.

Unter den kleineren Werten zogen TomTom um knapp 6 Prozent an. Die Zahlen des niederländischen Herstellers von Navigationssystemen waren nach Ansicht von Analysten zwar nur durchwachsen ausgefallen, doch angesichts der Kursschwäche seit April genügt dies für Gewinne.

Brüssel will mehr Infos von Temu zum Verbraucherschutz

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Europäische Kommission verlangt vom Online-Händler Temu mehr Informationen zum Vorgehen gegen illegale Produkte. Die Brüsseler Behörde stellte am Freitag ein Auskunftsersuchen auf der Grundlage des EU-Gesetzes für digitale Dienste (Digital Services Act), wie sie mitteilte. Demnach soll der chinesische Konzern unter anderem detaillierte Informationen über die Maßnahmen vorlegen, mit denen er das Wiederauftauchen von Händlern verhindern will, die illegale Produkte auf ihrem Online-Marktplatz verkaufen. Die Kommission will auch Auskunft, wie die Risiken für Verbraucher eingedämmt werden.

Es drohen Geldstrafen

Temu muss den Angaben zufolge die geforderten Informationen bis zum 21. Oktober liefern. Auf Grundlage der Antworten werde die Kommission die nächsten Schritte festlegen. Wenn ein Unternehmen falsche, unvollständige oder irreführende Informationen bereitstelle oder sich weigere, die Fragen zu beantworten, könne die Behörde Geldstrafen verhängen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck lobte, dass die Kommission Vorschläge aus dem Aktionsplan E-Commerce der Bundesregierung unmittelbar aufgreife. Der Grünen-Politiker fügte hinzu: "Das ist ein Erfolg und ein wichtiger Schritt hin zu einem fairem Wettbewerb im Onlinehandel und dem Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor illegalen Produkten, die aus Drittstaaten auf den deutschen Markt gelangen."

Temu selbst kündigte in einem Statement an, vollständig mit der Europäischen Kommission zu kooperieren. Seitdem man im Mai von der Kommission als sehr große Online-Plattform eingestuft worden sei, habe man bereits bedeutende Maßnahmen ergriffen.

Das Gesetz über digitale Dienste (DSA) soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen als bislang. Nutzern wird es wiederum leichter gemacht, solche Inhalte zu melden. Grundsätzlich müssen große Dienste mehr Regeln befolgen als kleine.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 14. Oktober 2024, 20:06

RTL-Botschaft an ProSiebenSat.1: Kommt zu unserem Streamingdienst

KÖLN (dpa) - RTL Deutschland bietet Konkurrent ProSiebenSat.1 an, Shows und Sendungen auf der RTL+-Streamingplattform zu platzieren. RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter sagte im Interview der Deutschen Presse-Agentur: "Wir können die großen Herausforderungen nur über Partnerschaften lösen und RTL+ wäre eine sehr gute Heimat für die Highlight-Formate von ProSiebenSat.1."

Schmitter sagte im dpa-Gespräch auch: "Wir orientieren uns nur noch an den großen amerikanischen Streamern Netflix, Amazon und Disney. Das ist für uns der entscheidende Wettbewerb mit Blick auf die Zukunft. Deswegen an dieser Stelle auch mein Angebot an ProSiebenSat.1: "Stellt euren Top-Content auf RTL+"."

Auf Nachfrage, ob ProSiebenSat.1 die eigene Streamingplattform Joyn auflösen solle, antwortete Schmitter: "Die Kollegen hätten über Nacht signifikant mehr Reichweite, da RTL+ jeden Tag von wesentlich mehr Menschen und deutlich länger genutzt wird. Wir hätten zusammen noch mehr starken Content, der unser Angebot breiter, attraktiver und widerstandsfähiger gegen den internationalen Wettbewerb macht." Gemeinsam finde man sicher eine gute Lösung, den Content angemessen zu vergüten. Auf die Frage, ob es dazu schon Gespräch gebe, sagte Schmitter: "Nein, aber hoffentlich jetzt."

Die börsennotierten Medienkonzerne setzen beim Wachstum auf ihre Streamingplattformen. Es gibt Unterschiede. Joyn zielt vor allem auf ein kostenloses Angebot für Joyn-Nutzer ab, das der Konzern mit Werbeanzeigen finanzieren will. Es gibt darüber hinaus einen Abo-Bereich, der aber nicht im Hauptfokus steht. Bei RTL+ liegt der Schwerpunkt auf einem Abo-System. Es gibt mehrere Preisstufen, darunter auch einen günstigeren Tarif mit mehr Werbung. Der deutsche Streamingdienst RTL+ hatte im Sommer rund 5,6 Millionen zahlende Abonnentinnen und Abonnenten.

Joyn war zunächst als Joint-Venture mit Warner Bros. Discovery gegründet worden. Vor Jahren übernahm ProSiebenSat.1 dann alle Anteile. Auf der Plattform sind auch die Live-Programme von TV-Sendern anderer Anbieter zu sehen, darunter auch öffentlich-rechtliche Angebote. Joyn gibt es auch in Österreich und der Schweiz.

Im März hatte die Chefin des Streaming-Anbieters Joyn, Katharina Frömsdorf, im Gespräch der Deutschen Presse-Agentur zum damaligen Zeitpunkt keine Ansätze für eine gemeinsame Plattform mit dem Konkurrenten RTL+ gesehen. "Die Frage stellt sich aktuell nicht, denn RTL setzt bei seinem Streamingdienst einen Schwerpunkt auf zahlende Abonnenten." Mit Joyn verfolge man eine andere Strategie und setze in erster Linie auf ein kostenfreies und werbefinanziertes Angebot.

DZ Bank senkt Boeing auf 'Halten' und Fairen Wert auf 152 Dollar

FRANKFURT (dpa) - Die DZ Bank hat Boeing von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft und den fairen Wert von 229 auf 152 US-Dollar gesenkt. Das Management des Flugzeugbauers habe vor den anstehenden Quartalszahlen erneut vor einem schwachen Ergebnis gewarnt, schrieb Analyst Robert Czerwensky in einer am Montag vorliegenden Studie. Auch wegen des Streiks von Boeing-Arbeitern seit gut einem Monat sei das Unternehmen in einer schwierigen Lage. Die angekündigten Stellenstreichungen aus Kostengründen wertet der Experte negativ. Denn eigentlich würden mehr Mitarbeiter zum geplanten Hochfahren der Produktion gebraucht.

Niederlande kaufen 46 Leopard-Panzer

DEN HAAG (dpa) - Die Niederlande kaufen 46 Leopard-2A8-Kampfpanzer aus Deutschland. Das kündigte das Verteidigungsministerium in Den Haag an. Die ersten Panzer sollen demnach 2027 geliefert werden. Ab 2030 verfüge die Armee dann wieder über ein vollständiges eigenes Panzerbataillon, teilte das Ministerium mit.

Die Niederlande hatten seit 2011 keine eigenen Panzer mehr. Durch den Krieg in der Ukraine entschied sich die Regierung aber wieder für den Aufbau eines eigenen Bataillons mit rund 500 Soldaten und will dafür bis zu 2,5 Milliarden Euro investieren. Gemeinsam mit Deutschland werde geprüft, ob dies im deutschen Bergen-Hohne in Niedersachsen stationiert werden kann.

Die Leopard-Panzer sollen durch unbemannte Fahrzeuge und Drohnen unterstützt werden. Außerdem haben die Niederlande eine Option auf weitere sechs Panzer. Das Land will außerdem seine Luftabwehr verstärken und bis zu 2,5 Milliarden Euro in neue Abwehrsysteme investieren. Die Systeme aus norwegischer Herstellung sollen ab 2028 geliefert werden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 11. Dezember 2024, 12:40

Das ist doch eigentlich eine positive Nachricht im Börsenbericht von n-tv
Der Börsen-Tag - Milliardär bekommt wohl keine Metro-Dividende, 11.12.2024, 12:20 Uhr
Die Anteilseigner des Großhändlers Metro könnten auch im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 bei der Dividende leer ausgehen. Der Konzern bleibe bei seiner Dividendenpolitik, die für den Fall eines negativen Ergebnisses je Aktie keine Ausschüttung vorsehe, sagte Metro-Chef Steffen Greubel.
Das Unternehmen hatte zuvor für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust je Aktie in Aussicht gestellt. Auch für das Geschäftsjahr 2023/24 hatte es bereits keine Dividende für die Metro-Aktionäre um Milliardär Daniel Kretinsky gegeben.
Die Aktien fallen um rund 6 Prozent.

So sollte es sein ...
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 11. Dezember 2024, 21:04

Österreich: OMV kündigt Liefervertrag mit Gazprom

WIEN (dpa-AFX) – Der österreichische Energiekonzern OMV zieht einen Schlussstrich unter die langjährigen Geschäftsbeziehungen zur russischen Gazprom. Die OMV hat den eigentlich bis 2040 laufenden Gas-Liefervertrag „aufgrund mehrerer grundlegender Vertragsverletzungen“ gekündigt, wie das teilstaatliche Unternehmen mitteilte. Die Kündigung sei sofort wirksam.

Gazprom seinerseits hatte die Lieferung von Gas an die OMV Mitte November eingestellt. Vorangegangen war ein Rechtsstreit zwischen den beiden bisherigen Vertragspartnern um 230 Millionen Euro, die ein Handelsgericht der OMV zugesprochen hatte.

Umstrittene Klausel des Gasliefervertrags

Der 2006 abgeschlossene Vertrag zwischen der OMV und Gazprom wurde zunächst von der Politik gefeiert, geriet dann aber wegen seiner Langfristigkeit und seiner Konditionen in die Kritik. Der Vertrag verlangt, dass das Gas auf jeden Fall gezahlt werden muss, auch wenn es nicht abgenommen wird. Dieses Szenario stand im Gegensatz zu dem Willen in der EU, zügig aus russischem Gas auszusteigen.

OMV: Kein Versorgungsengpass

Einen Versorgungsengpass schloss die OMV, die in Österreich ausschließlich Industrie-Kunden beliefert, aus. „Wir können heute auf ein diversifiziertes Portfolio alternativer Gasquellen zurückgreifen und damit die Versorgungssicherheit unserer Kunden gewährleisten«, sagte OMV-Vorstandschef Alfred Stern.

Die OMV kann nach eigenen Angaben auf Gas aus eigener Produktion in Norwegen und Österreich, auf externe Gasproduzenten und auf Flüssiggas zurückgreifen. Zudem seien die Gasspeicher des Unternehmens derzeit zu rund 85 Prozent gefüllt.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 12. Dezember 2024, 21:12

Musks geschätztes Vermögen über 400 Milliarden Dollar

NEW YORK - Elon Musk hat als erster Mensch ein geschätztes Vermögen von mehr als 400 Milliarden Dollar erreicht. Es besteht hauptsächlich aus Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla und der Raumfahrt-Firma SpaceX. Das US-Magazin „Forbes“ schätzte Musks Vermögen am Donnerstag auf 431,2 Milliarden Dollar (411,3 Mrd Euro) - und der Finanzdienst Bloomberg auf 447 Milliarden Dollar.

Seit der US-Präsidentenwahl Anfang November macht vor allem der Anstieg beim Tesla-Kurs den 53-jährigen Chef des Autobauers zumindest auf dem Papier immer reicher. Anleger spekulieren darauf, dass Tesla von Musks aktueller Nähe zum künftigen US-Präsidenten Donald Trump profitieren wird.

Zu Musks Unternehmen gehören unter anderem auch die Online-Plattform X, der KI-Entwickler xAI und die Firma Neuralink, die an Gehirnimplantaten arbeitet. Musk steht politisch auf Positionen der amerikanischen Rechten und hatte im Wahlkampf Trump mit Millionen-Spenden unterstützt.

Auf Platz zwei in den Ranglisten der reichsten Menschen der Welt liegt Amazon-Gründer Jeff Bezos mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 240 Milliarden Dollar.

Devisen: Euro etwas schwächer – EZB senkt Leitzinsen
NEW YORK - Der Euro hat am Donnerstag nach der Leitzinssenkung der Europäische Zentralbank (EZB) letztlich nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete im New Yorker Geschäft zuletzt 1,0477 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0491 (Mittwoch: 1,0507) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,9531 (0,9517) Euro gekostet.

Die EZB reagierte mit der vierten Zinssenkung in diesem Jahr auf wachsende Sorgen um die Konjunktur im Euroraum. Der für den Finanzmarkt richtungsweisende Einlagensatz wurde wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent reduziert. Ökonomen erwarten weitere Leitzinssenkungen. Schließlich senkte die EZB ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum und die Inflation. Die Unsicherheit ist jedoch hoch. Noch ist beispielsweise unklar, wie sich die Zollpolitik der künftigen US-Regierung auf die Eurozone auswirken wird.

"Das war nicht der letzte Schritt nach unten", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. „Inzwischen haben die Konjunkturpessimisten im EZB-Rat ein großes Gewicht.“ Kater begrüßt, dass die EZB behutsam vorgeht. „Abgesehen von den verbliebenen Unsicherheiten bei der Preisentwicklung wäre die Gefahr groß gewesen, dass angesichts der Querelen um den französischen Staatshaushalt eine kräftige Zinssenkung als Geschenk an die Finanzpolitik interpretiert werden könnte.“

Der Schweizer Franken geriet unterdessen zu allen Währungen unter Druck. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte ihren Leitzins überraschend deutlich reduziert. Er wurde um 0,50 Prozentpunkte gesenkt, während Volkswirte mit lediglich 0,25 Prozentpunkte gerechnet hatten.

„Der neue SNB-Chef Martin Schlegel setzt mit der beherzten Zinssenkung um gleich 50 Basispunkte bereits zu Beginn seiner Amtszeit ein Ausrufezeichen“, schrieb Katja Müller, Volkswirtin bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die niedrige Inflation in Verbindung mit der verhaltenen Konjunkturentwicklung und dem starken Schweizer Franken ließen Spielraum für eine weitere Reduzierung des Leitzinses. Müller erwartet im März eine erneute Senkung, dann allerdings nur um 0,25 Prozentpunkte.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 13. Dezember 2024, 22:02

ROUNDUP: Hamburger Unternehmer soll Elbtower zu Ende bauen

Nach mehr als einem Jahr Stillstand deutet sich eine Lösung für den Weiterbau des Hamburger Elbtowers an. Geplant ist der Einstieg des Hamburger Immobilienunternehmers Dieter Becken, in trockenen Tüchern ist die Sache aber nicht. Der Bau des Hochhauses war als Folge des Zusammenbruchs der Benko-Immobiliengruppe gestoppt worden.

Der Insolvenzverwalter Torsten Martini hat nun eine Exklusivvereinbarung mit Becken Development getroffen; das Unternehmen gehört zu einer Holding um den Hamburger Immobilienunternehmer Dieter Becken. Die Vereinbarung hat zur Folge, dass der Insolvenzverwalter ausschließlich mit Becken über einen Verkauf des Elbtowers verhandelt, wie die Kanzlei des Insolvenzverwalters und Becken Holding mitteilten.

Martini sagte, er freue sich, dass Exklusivität vereinbart worden sei. „Und ich bin zuversichtlich, mit der Investmentgruppe um Dieter Becken den Verkauf abzuschließen.“ Zuletzt waren mehrere Bieter für den Elbtower gehandelt worden. Interesse wurde auch der Hamburger Beteiligungsgesellschaft Prio Holding und dem türkischen Bauunternehmen Enka nachgesagt. Zunächst berichtete die „Hamburger Morgenpost“ über die neue Entwicklung.

Erst fehlte das Geld, dann ruhte der Prachtbau

Der Elbtower war ursprünglich ein Vorhaben der Signa Prime Selection AG des österreichischen Bauunternehmers René Benko. 2025 sollte das Hochhaus fertiggestellt werden. Die Kosten waren auf rund 950 Millionen Euro veranschlagt. Ende Oktober 2023 stellte das beauftragte Bauunternehmen Adolf Lupp aus Hessen bei 100 Metern Höhe die Arbeit ein, weil Rechnungen nicht gezahlt worden seien.

Im Januar beantragte schließlich die Elbtower Immobilien GmbH & Co. KG, die Eigentümerin des Elbtower-Grundstücks, Insolvenz. Bei der Projektgesellschaft handelte es sich um eine mittelbare Tochter der ebenfalls insolventen Signa Prime Selection AG.

Nach den ursprünglichen Plänen sollte der Elbtower mit mehr als 60 Stockwerken und einer Höhe von 245 Metern das dritthöchste Gebäude Deutschlands werden - nach dem Commerzbank -Turm und dem Messeturm in Frankfurt. Entworfen wurde das Gebäude vom Büro des britischen Stararchitekten David Chipperfield.

Im Elbtower sollten Büros, Geschäfte, Galerien, Cafés, Restaurants, ein Fitnessstudio und eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform in der 55. Etage untergebracht werden. Ein Hotel der vom Schauspieler Robert De Niro mitgegründeten Nobu-Kette sollte mehrere Etagen des Elbtowers belegen.

Becken will Elbtower in drei Jahren fertigstellen

Becken sagte vor wenigen Tagen dem „Handelsblatt“, er wolle den Bau innerhalb von drei Jahren fertigstellen. Bis zum Einzug der letzten Mieter solle es höchstens vier Jahre dauern.

Der Hamburger Senat signalisierte Zustimmung, dass Becken den Angaben nach vorschlage, ein Naturkundemuseum der Leibniz-Gemeinschaft in den unteren Geschossen des Hochhauses unterzubringen. Ferner lobte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), dass der Elbtower im ausschließlichen Risiko privater Investoren fertiggestellt werden solle.

Das Immobilien- und Investmentunternehmen Becken hat nach eigenen Angaben seinen Hauptsitz in Hamburg und verfügt über Büros in mehreren deutschen Städten. In der Hansestadt hat das Unternehmen mehrere Vorhaben realisiert, darunter das Polizeipräsidium und das große Bürogebäude „Berliner Bogen“.

Eurokurs legt etwas zu
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0499 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0518 (Donnerstag: 1,0491) US-Dollar festgelegt und der Dollar damit 0,9507 (0,9531) Euro gekostet.

Deutsche Exportdaten waren schwächer als erwartet, dies untermauerte die Sorgen um den Zustand der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Die Exporte in die USA brachen regelrecht ein. Zudem stagnierte die zuletzt schwächelnde Industrieproduktion in der Eurozone im Oktober. Die Daten bewegten den Euro jedoch kaum. In den USA wurden keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 21. Januar 2025, 21:42

Eurokurs stabil im US-Handel

(dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag im US-Handel von seinen moderaten Verlusten aus dem europäischen Geschäft weitgehend erholt.
Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0417 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0357 (Montag: 1,0316) Dollar festgesetzt.
Der Dollar hatte damit 0,9655 (0,9693) Euro gekostet.

Leopard-Hersteller und Ukrainer gründen Reparaturbetrieb
(dpa-AFX) - Für die Wartung und Reparatur der im Krieg gegen Russland unter anderem eingesetzten Leopard-2-Panzer haben die Rüstungsfirma KNDS Deutschland und die Ukraine ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Der neue mit einem ukrainischen Rüstungsunternehmen gegründete Betrieb sei auf die von Deutschland bereitgestellten Rüstungsgüter spezialisiert, teilte der Minister für strategische Industriezweige, Herman Smetanin, bei Telegram mit. Er veröffentlichte auch Fotos von der offiziellen Eröffnung mit Ralf Ketzel, Geschäftsführer der KNDS Deutschland GmbH & Co. KG.

Ukrainer hätten in Deutschland bereits eine Ausbildung in der Rüstungstechnik durchlaufen. Nun könne die im Krieg beschädigte Technik in der Ukraine selbst schneller repariert werden, sagte Smetanin.
Der Standort des Werks gilt als geheim, weil es sich für russische Truppen um ein militärisches Ziel handelt. Die Ukraine will zu einem der größten Rüstungsproduzenten der Welt werden.

KNDS, früher Krauss-Maffei Wegmann (KMW), fertigt unter anderem Kampfpanzer vom Typ Leopard 2, die auch an die Ukraine geliefert werden. In diesem Monat hatten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Ketzel auch die erste Radhaubitze RCH 155 als Waffenhilfe für die Ukraine in den Fertigungshallen des Herstellers in Kassel übergeben.

Deutsche Waffenhilfe für ukrainisches Militär

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS, zu dem die gleichnamige deutsche Firma gehört, hatte im vergangenen Jahr eine Tochterfirma in der Ukraine eröffnet. Das Unternehmen in Kiew soll die ukrainische Industrie in die Lage versetzen, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an den Kampfpanzern Leopard 1 und 2, dem Flakpanzer Gepard, der Panzerhaubitze 2000, der Lkw-Artillerie Caesar und dem Spähpanzer AMX10 RC selbst auszuführen und so die Verfügbarkeit für den Einsatz deutlich zu erhöhen, teilte KNDS mit. KNDS und die ukrainische Industrie wollen auch 155-mm-Artilleriemunition und Ersatzteile in der Ukraine herstellen.

Die Gründung der KNDS-Gesellschaft in Kiew geht dem Unternehmen zufolge auf eine deutsch-französische Regierungsinitiative zurück. KNDS ist nach eigenen Angaben mit rund 800 eingesetzten oder unter Vertrag stehenden Systemen und umfangreichen Munitionslieferungen einer der wichtigsten industriellen Partner des ukrainischen Heeres.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. Januar 2025, 21:43

Trump droht Moskau mit Sanktionen - warnt vor 'harter Tour'

(dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump droht Russland wegen des Ukraine-Kriegs mit Sanktionen. Auf der von ihm mitbegründeten Onlineplattform Truth Social forderte Trump vom russischen Präsidenten Wladimir Putin: "Stoppen sie diesen irrwitzigen Krieg. Es wird nur schlimmer." Sollte es nicht bald eine Lösung geben, bliebe ihm nichts anderes übrig, "als hohe Steuern, Zölle und Sanktionen auf alles anzuordnen, das Russland an die USA und andere teilnehmende Staaten verkauft." Was er genau mit anderen teilnehmenden Staaten meinte, ging aus dem Post nicht hervor.

"Es geht mir nicht darum, Russland weh zu tun", schrieb Trump. "Ich liebe das russische Volk und hatte immer ein gutes Verhältnis zu Präsident Putin (...)." Es sei Zeit, "einen Deal zu machen". "Wir können es auf die einfache oder auf die harte Tour machen", so Trump weiter.

Zuvor hatte sich der US-Präsident, der seit Montag im Amt ist, gesprächsbereit mit Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gezeigt, um ein Ende des Kriegs zu erreichen.

Die USA, die EU und andere Staaten haben seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor fast drei Jahren bereits Russland sowie russische Politiker, Geschäftsleute und Militärs mit zahlreichen Strafmaßnahmen belegt. Es blieb zunächst unklar, welche zusätzlichen Sanktionen Trump vorschwebten.

"Russland wird kein Jota seiner nationalen Interessen opfern und in diesen Fragen Zugeständnisse machen", sagte der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki in einer ersten Reaktion. Putin habe immer seine Bereitschaft zum Dialog betont. Zu einem konkreten Ausweg aus der Ukraine-Krise habe Trump nichts gesagt, "nur mit Drohungen um sich geworfen", kritisierte der Chef im Außenausschuss des russischen Parlaments der Agentur Ria Nowosti zufolge.

In Kiew sprach Mychajlo Podoljak, Berater im Präsidialamt, von einer "eindrucksvollen Formel, um Russland zu einer mehr oder weniger adäquaten Haltung zu bringen". Die Frage sei aber, wie schnell Trump seine Zwangsmittel anwenden werde.

Die Ukraine wehrt die russische Invasion mit westlicher Unterstützung ab - nicht zuletzt dank massiver Waffenlieferungen aus den USA. Bislang ist mindestens unklar, ob Trump die von seinem Vorgänger Joe Biden beschlossene milliardenschwere Unterstützung der Ukraine beibehalten wird

Devisen: Euro bleibt stabil

(dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch auch im US-Handel wenig verändert präsentiert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0419 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0443 (Dienstag: 1,0357) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9575 (0,9655) Euro gekostet.

"Der Euro hat zum US-Dollar keine weitere Anstiegsdynamik entwickeln können", kommentierten Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Nach wie vor bleibt die Unsicherheit über die künftige Handelspolitik der USA und die Frage möglicher Zölle auch gegen China und die EU ein bestimmendes Thema am Devisenmarkt.

"Die Rhetorik aus dem Weißen Haus wird konfrontativer", hieß es in einem Kommentar der Dekabank. US-Präsident Donald Trump drohte der Europäischen Union erneut mit Zöllen. Er beklagte das Handelsdefizit der USA und sagte, die Europäische Union würde keine Autos und keine landwirtschaftlichen Produkte aus den Vereinigten Staaten kaufen. Zudem forderte Trump die EU auf, mehr Öl und Gas zu importieren.

Die EZB stellte derweil trotz der Zolldrohungen des neuen US-Präsidenten weitere Zinssenkungen in Aussicht. Die Notenbank sei nicht "übermäßig besorgt" über die möglichen Folgen für die Eurozone, sollte die künftige US-Handelspolitik die Inflation in den Vereinigten Staaten erhöhen, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde dem Fernsehsender CNBC in Davos. Demnach befinde sich die Notenbank weiter auf dem Pfad von "graduellen" Zinssenkungen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 30. Januar 2025, 22:01

Euro stoppt Abwärtstrend

(dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag seinen jüngsten Abwärtstrend gestoppt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung in New York 1,0429 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0403 (Mittwoch: 1,0396) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,9612 (0,9619) Euro gekostet.

Damit trotzte der Euro einer erneuten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB). Es war die fünfte seit dem vergangenen Sommer. Allerdings hatte der Markt dies bereits erwartet. Für die nächste Sitzung rechnen Ökonomen mit einer weiteren Zinssenkung. Die US-Notenbank Fed hatte hingegen zur Wochenmitte - ebenfalls wie weithin erwartet - eine Zinssenkungspause eingelegt.

Als Belastung für den Dollar machten Beobachter am Donnerstag schwache US-Daten aus. Im vergangenen Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 2,3 Prozent. Im dritten Quartal hatte die größte Volkswirtschaft der Welt noch um 3,1 Prozent zugelegt. Volkswirte waren für die Monate Oktober bis Dezember im Schnitt von einem etwas stärkeren Wachstum um 2,6 Prozent ausgegangen. Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in den USA jedoch deutlich stärker als in der Eurozone.

Panamas Präsident: Panamakanal steht nicht zur Diskussion.

(dpa-AFX) - Panamas Präsident José Raúl Mulino hat jegliche Verhandlungen mit den USA über den Panamakanal ausgeschlossen. "Panamas Souveränität über den Kanal ist klar, es gibt keine Diskussion über dieses Thema. Die Seele eines Landes steht nicht zur Diskussion", sagte Mulino.

Er richtet sich dabei an die kurz bevorstehende erste Auslandsreise des neuen US-Außenministers Marco Rubio nach Mittelamerika. In der vergangenen Woche bestätigte eine Sprecherin die Reise, ohne jedoch die einzelnen Länder zu nennen. US-Medien zufolge sind ab Ende dieser Woche Stopps in Panama, Guatemala, El Salvador, Costa Rica und der Dominikanischen Republik geplant.

US-Präsident Donald Trump hatte in seiner Rede anlässlich seiner Vereidigung Ansprüche auf den Panamakanal gestellt. Zuletzt hatte er mehrfach unverblümt gesagt, dass die Kontrolle über die wichtige Wasserstraße bei den USA liegen sollte. Mulino hatte die Ansprüche Trumps bereits entschieden zurückgewiesen.

Vor mehr als Hundert Jahren von den USA gebaut

Der 82 Kilometer lange Kanal verbindet in Mittelamerika den Atlantik mit dem Pazifik. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Ingenieurkorps des US-Heeres gebaut. Am 31. Dezember 1999 übergaben die USA die Kanalverwaltung an Panama. Die Transaktion hatte der kürzlich verstorbene demokratische US-Präsident Jimmy Carter ausgehandelt.

Deutsche Bank Research belässt Tesla auf 'Buy' - Ziel 420 Dollar

(dpa-AFX) - Deutsche Bank Research hat Tesla nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 420 US-Dollar belassen. Im Gegensatz zum vergangenen Quartal habe die Margenentwicklung im Autogeschäft wegen aggressiver Rabatte diesmal klar enttäuscht, schrieb Analyst Edison Yu in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Auch die Aussichten für 2025 erschienen schlechter als bisher von ihm erwartet.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 12. März 2025, 21:10

Euro knapp unter 1,09 US-Dollar

Der Euro ist am Mittwoch im US-Handel wieder etwas unter 1,09 US-Dollar gerutscht. Insgesamt aber hielten sich die Bewegungen in Grenzen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0884 Dollar. Der Euro bewegte sich so weiter in etwa auf dem Niveau aus dem frühen europäischen Geschäft. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0886 (Dienstag: 1,0912) Dollar fest.

Die in den USA veröffentlichten Inflationsdaten gaben dem Markt keine neue Richtung. Der Anstieg der Verbraucherpreise hatte sich im Februar stärker als erwartet abgeschwächt. Die Inflationsrate fiel von 3,0 Prozent im Vormonat auf 2,8 Prozent. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 2,9 Prozent erwartet.

Dennoch dürfte die US-Notenbank laut Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, wenig Freude am Rückgang der Inflation haben. Die aggressive Zollpolitik der neuen US-Regierung sollte die Inflation in den kommenden Monaten wieder in die Höhe treiben. Hinweise hierfür lieferten jüngste Umfragen unter Verbrauchern. „Die von der Universität von Michigan monatlich unter Konsumenten ermittelten Inflationserwartungen sind regelrecht in die Höhe geschossen“, sagte Gitzel.

Am Dienstag hatte eine Dollar-Schwäche dem Euro noch deutlichen Auftrieb verliehen. Der Kurs war zeitweise bis auf 1,0947 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit vergangenem Oktober, bevor eine Gegenbewegung einsetzte. Die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump belastete den Dollar.

Die Unsicherheit bleibt. So sind die von Trump angekündigten generellen Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Kraft getreten. Trump stellte weitere Zölle in Aussicht. Die Europäische Union (EU) hat eine entschiedene Reaktion angekündigt. Es sollen in einem ersten Schritt von April an wieder EU-Extrazölle auf die Einfuhr von US-Produkten wie Bourbon-Whiskey, Jeans, Motorräder, Boote und Erdnussbutter fällig werden. Weitere Maßnahmen sind dann nach Abstimmung mit den Mitgliedstaaten für Mitte April geplant.

Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand in der Ukraine sorgte nicht für deutliche Kursausschläge am Devisenmarkt. Nach dem grundsätzlichen Ja der Ukraine zu einer 30-tägigen Feuerpause im Krieg mit Russland richten sich die Erwartungen nun an Moskau.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 14. März 2025, 20:35

Baerbock, die G7-Gesprächstemperatur und ein neuer Freund
dpa-AFX - Die Befürchtungen waren groß, dass es beim Treffen der Außenministerinnen und Außenminister der G7-Runde wirtschaftsstarker westlicher Demokratien in Kanada krachen könnte. Oder dass es sogar zu einer Spaltung des Westens kommt. Der Grund: Bei den ersten Beratungen der Gruppe seit der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump saß auch der neue US-Außenminister Marco Rubio mit am Tisch.

Am Ende fand die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock in Charlevoix dann aber überraschend positive Worte für Rubio. Ob sie das Gefühl habe, dass sie neben einem Freund gesessen habe, wurde Baerbock gefragt, die bei den Beratungen direkt neben Rubio saß. „Ja“, antwortete die Grünen-Politikerin, ohne zu zögern. Dafür seien gerade auch kleine Formate wie G7 gut, "wenn man eben nicht nur miteinander diskutiert, sondern auch viel Zeit miteinander verbringt".

Neben Deutschland und den USA gehören Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan zu der Runde.

„Freunde sagen sich ehrlich gegenseitig die Wahrheit.“

Schon zu Beginn des Treffens am Mittwoch habe sie gesagt, dass die Gesprächstemperatur deutlich anders sei als die Außentemperatur - da war es bis zu minus 19 Grad kalt. In den vergangenen 24 Stunden sei es deutlich wärmer gewesen. "In diesem Sinne war das wirklich in jeglicher Hinsicht ein sehr, sehr gutes Treffen von Freunden unter- und miteinander." Baerbock ließ aber durchblicken, dass in der Runde auch Konflikte angesprochen wurden. "Freunde sagen sich auch immer dann sehr ehrlich gegenseitig die Wahrheit, wenn man mal Dinge unterschiedlich und anders sieht", fügte sie hinzu.

Euro profitiert von Einigung in Deutschland auf Fiskalpaket

dpa-AFX - Der Kurs des Euro hat am Freitag im US-Handel seine Tagesgewinne behauptet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,0881 US-Dollar gehandelt. Im frühen europäischen Geschäft hatte sie noch ein wenig niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0889 (Donnerstag: 1,0830) Dollar fest.

In Deutschland hat das milliardenschwere Paket für Verteidigung und Infrastruktur eine wichtige Hürde genommen: Die Fraktionsspitzen von Union, SPD und Grüne haben sich nach langen Diskussionen geeinigt. Dies gab dem Euro Auftrieb, da Ökonomen sich einen Wachstumsschub erhoffen.

„Das Finanzpaket von CDU/CSU und SPD dürfte kommende Woche im Bundestag und Bundesrat passieren“, erwartet Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Der Konsolidierungsbedarf sei durch die Einigung gesunken. Die Einigung sollte die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD etwas einfacher machen.

Zuvor war der Euro zwei Handelstage in Folge gefallen, nachdem er in der ersten Wochenhälfte bei 1,0947 Dollar den höchsten Stand seit dem vergangenen Oktober erreicht hatte. An den Märkten belasteten geopolitische Risiken und ein eskalierender Zollstreit die Stimmung, was auch den Euro mit nach unten zog.

Unter Druck stand das britische Pfund, das nach überraschend schwachen Konjunkturdaten auf ein Tagestief bei 1,2918 Dollar rutschte. Im Januar war die britische Wirtschaft überraschend um 0,1 Prozent geschrumpft, nachdem die Wirtschaftsleistung im Dezember noch um 0,4 Prozent gewachsen war. Analysten hatten erwartet, dass die Konjunktur an Fahrt verliert. Sie waren aber im Schnitt immer noch von einem leichten Wachstum um 0,1 Prozent ausgegangen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon augenzeuge » 14. März 2025, 22:42

Bahndamm 68 hat geschrieben: Baerbock, die G7-Gesprächstemperatur und ein neuer Freund
dpa-AFX - Die Befürchtungen waren groß, dass es beim Treffen der Außenministerinnen und Außenminister der G7-Runde wirtschaftsstarker westlicher Demokratien in Kanada krachen könnte. Oder dass es sogar zu einer Spaltung des Westens kommt. Der Grund: Bei den ersten Beratungen der Gruppe seit der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump saß auch der neue US-Außenminister Marco Rubio mit am Tisch.

Am Ende fand die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock in Charlevoix dann aber überraschend positive Worte für Rubio. Ob sie das Gefühl habe, dass sie neben einem Freund gesessen habe, wurde Baerbock gefragt, die bei den Beratungen direkt neben Rubio saß. „Ja“, antwortete die Grünen-Politikerin, ohne zu zögern. Dafür seien gerade auch kleine Formate wie G7 gut, "wenn man eben nicht nur miteinander diskutiert, sondern auch viel Zeit miteinander verbringt".


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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 26. März 2025, 20:32

wieder geht ein bekanntes Unternehmen den Bach runter:
Quelle: ntv.de - Orwo Net ist insolvent, 26.03.2025, 18:08 Uhr
Wer schon mal einen Fotokalender, ein Fotobuch oder Fotopuzzle verschenkt oder geschenkt bekommen hat, hat dieses möglicherweise aus dem Fotogroßlabor in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt. Dort stellt die Orwo Net GmbH zahlreiche solcher Produkte her – auch für andere Unternehmen. Der Fotodienstleister zählt nach eigenen Angaben den Drogerie-Riesen Rossmann zu seinen Kunden. Dennoch ist Orwo Net in finanziellen Schwierigkeiten und hat einen Insolvenzantrag gestellt. Die Verwaltung des Vermögens wurde an einen vorläufigen Insolvenzverwalter übertragen. Dieser nennt als Hintergründe für den Insolvenzantrag aufgelaufene Verluste, schwierige Marktsituation und schwächere Umsatzerlöse. Bestehende Verträge würden weiter erfüllt, sagt der Insolvenzverwalter.
Das Unternehmen hat eine mehr als hundertjährige Geschichte – angefangen als Agfa-Filmfabrik in Wolfen, die den ersten Farbfilm entwickelte. In der DDR wurde das Unternehmen zu Orwo (Original Wolfen) umbenannt und belieferte fast den gesamten Ostblock mit Filmen.

Naja, andererseits allerdings auf Grund der technologischen Entwicklungen (digitale Bildtechnologien) auch nachvollziehbar.
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 31. März 2025, 21:25

RBC belässt Ferrari auf 'Outperform' - Ziel 500 Euro

dpa-AFX - Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für Ferrari auf "Outperform" mit einem Kursziel von 500 Euro belassen. Die Aktien des Herstellers von Luxusautos seien ein sicherer Hafen in Zeiten von Zollstreitigkeiten, schrieb Analyst Tom Narayan in einer am Montag vorliegenden Studie. Mit um bis zu zehn Prozent höheren Preisen für einige Modelle wolle das Unternehmen auf die Importzölle der USA antworten.

Nach harten Kürzungen: Armut in Argentinien sinkt wieder

dpa-AFX - Nach anfänglichen sozialen Härten durch ein radikales Sparprogramm der ultraliberalen Regierung von Präsident Javier Milei ist die Armut in Argentinien wieder deutlich zurückgegangen. Im zweiten Halbjahr 2024 lebten 38,1 Prozent der Menschen in dem südamerikanischen Land unterhalb der Armutsgrenze, wie die staatliche Statistikbehörde (Indec) mitteilte. Im ersten Halbjahr 2024 waren es noch 52,9 Prozent gewesen. Der Anteil der Bevölkerung, die in extremer Armut lebt, sank von 18,1 auf 8,2 Prozent.

Verantwortlich für den Rückgang der Armut waren nach Einschätzung von Experten die deutlich gesunkene Inflation und die verbesserte Konjunktur. Nach eineinhalb Jahren Rezession wächst die argentinische Wirtschaft seit Ende 2024 wieder. Anfang vergangenen Jahres nahm die Armut zunächst deutlich zu, nachdem Präsident Milei zahlreiche Sozialprogramme und Subventionen gekürzt und Tausende staatliche Bedienstete entlassen hatte.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 7. April 2025, 15:38

Gerade in den Meldungen gelesen, die deutsche Autoindustrie, allen voran AUDI und VW, wollen ihre Exporte in die USA massiv einschränken. Es sollen wohl erst einmal die dort auf "Halde" stehenden Fahrzeuge abgesetzt werden.
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 9. April 2025, 21:26

Trump geht weiter von Deal mit China aus

dpa-AFX - Im Zollstreit mit China geht US-Präsident Donald Trump weiterhin davon aus, eine Verhandlungslösung zu finden. „China will einen Deal machen“, sagte der Republikaner, kurz nachdem er die Sonderzölle gegen das Land weiter erhöht hatte. „Sie wissen nur nicht so recht, wie sie es angehen sollen.“ Die Chinesen seien „ein stolzes Volk" und Präsident Xi Jinping‚ „ein stolzer Mann‘, betonte Trump. Das Land werde aber „schon einen Weg finden“.

Zuvor hatte der US-Präsident die Zölle auf Importe aus China auf 125 Prozent erhöht, während er gleichzeitig für andere Länder bestimmte Zölle vorübergehend aussetzte. Zuletzt hatte Peking als Antwort auf eine vorherige US-Zollerhöhung ebenfalls Gegenzölle verkündet. Trump erklärte nun, er habe „eine 90-tägige Pause für diejenigen eingeräumt, die keine Vergeltungsmaßnahmen ergriffen haben“.

Merz will bald nach Washington reisen

BERLIN (dpa-AFX) – Als Bundeskanzler möchte Friedrich Merz möglichst rasch zu US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. „Wir werden uns bald sehen“, kündigte der CDU-Vorsitzende im ARD-“Brennpunkt“ an, schränkte allerdings ein: „Es gibt noch keinen Termin.“ Vor einer solchen Reise sei zudem noch eine Abstimmung innerhalb der EU notwendig - etwa zu den Fragen von Zöllen. „Ich möchte in Washington nicht allein für Deutschland sprechen, ich möchte im Namen auch der anderen europäischen Staaten etwas sagen“, sagte Merz. „Für mich hat die Priorität Europa.“

Dass Trump die gerade erst in Kraft getretenen Zölle jetzt für 90 Tage aussetzt, sei bereits eine Reaktion auf die geschlossene Haltung der Europäer, sagte Merz in einem Interview mit dem ZDF „heute journal“, wo er seine Linie für diesen internationalen Handelskonflikt skizzierte: „Wir sind zu Gesprächen bereit, aber wir sind auch bereit, unsere Interessen wahrzunehmen.“
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 11. April 2025, 20:49

US-Regierung: Dutzende Handelsdeals sind Herausforderung

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung räumt ein, dass die geplante Ausarbeitung Dutzender paralleler Handelsdeals mit Ländern auf aller Welt binnen drei Monaten ein ambitioniertes Vorhaben ist. "Dies ist ein gewaltiges Unterfangen. Daran gibt es keinen Zweifel", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in Washington. "Dies ist eine Teamleistung", betonte sie jedoch. "Der Präsident hat ein Team hervorragender Berater, die ihn bei jedem Schritt begleitet haben, und sie alle werden sich die Arbeit teilen."

Nach Angaben des Weißen Hauses haben bislang mehr als 75 Länder Kontakt zur US-Regierung aufgenommen, um in dem internationalen Handelskonflikt zu einer Verhandlungslösung zu kommen. Mehr als 15 Länder hätten bereits konkrete Angebote abgeliefert.

Trump hatte - angesichts großer Turbulenzen an den Börsen - im internationalen Handelskonflikt zurückgerudert und bestimmte gerade erst in Kraft getretene Zölle für 90 Tage ausgesetzt. Während der Zollpause soll es Verhandlungen mit den betroffenen Staaten geben. Trump nennt als Ziel, andere Länder mit Hilfe der Zölle dazu zu zwingen, Handelsbarrieren für deren Einfuhren aus den USA abzubauen.

Tesla stoppt in Zollstreit Order von zwei Modellen in China

AUSTIN (dpa-AFX) - Der von US-Präsident Donald Trump entfesselte Handelskonflikt trifft den von seinem Unterstützer Elon Musk geführten Autobauer Tesla . Auf der chinesischen Tesla-Website können nicht mehr die aus den USA eingeführten Modelle S und X bestellt werden. Nachdem Trump die Zölle auf Einfuhren aus China auf insgesamt 145 Prozent erhöhte, konterte die Regierung in Peking mit einem Zollsatz von 125 Prozent.

Die beiden teureren Fahrzeuge spielen für Tesla wirtschaftlich nur eine geringe Rolle. Nach Berechnungen von Marktforschern setzte der Konzern in China im vergangenen Jahr lediglich rund 2.000 Wagen der Modelle S und X ab. Von den in Shanghai produzierten Modellreihen 3 und Y wurden demnach mehr als 660.000 in China verkauft. Mit den größeren Fahrzeugen spielt Tesla aber im prestigeträchtigeren und lukrativeren Oberklasse-Segment mit. Der Konzern reagiert nicht auf eine Anfrage zu Gründen und Dauer des Bestell-Stopps.

US-Medienberichten zufolge soll Musk am Wochenende versucht haben, Trump zu einem gemäßigteren Kurs bei den Importzöllen zu überreden. Nach einer harschen Reaktion der Börsen und Finanzmärkte auf den Zoll-Rundumschlag setzte Trump die meisten Zusatz-Abgaben für drei Monate aus - schraubte sie aber für China weiter hoch.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 22. April 2025, 11:43

AKTIE IM FOKUS: Rheinmetall unter Druck - BAE vervielfacht Munitionsproduktion

dpa-AFX - Bei Rheinmetall sind am Dienstag nach den Osterfeiertagen unter den Anlegern Konkurrenzsorgen erwacht. Der Kurs des deutschen Rüstungskonzerns verlor zuletzt drei Prozent an Wert. Die Aktien fielen damit weiter zurück von ihrem Vorwochen-Rekord von 1500 Euro.

Ein Analyst verwies auf einen vom Konkurrenten BAE Systems vermeldeten Durchbruch bei der Munitionsproduktion in Großbritannien. Die BAE-Aktien lagen daraufhin in London mit gut einem Prozent im Plus.

David Perry von der Bank JPMorgan machte in seinem Kommentar darauf aufmerksam, dass BAE die Produktion von Artilleriemunition vom Kaliber 155 mm in den kommenden beiden Jahren massiv aufstocken wolle. Rheinmetall sei hier mit Abstand führend, so Perry. Die Nachfrage dürfte weiter hoch bleiben, aber die Markteintrittshürde liege recht niedrig. Dessen sollten sich die Anleger bewusst sein, auch wenn Rheinmetall bis Ende der Dekade die Dominanz behaupten sollte.

BAE hatte am Ostermontag mitgeteilt, dass sich die Produktionskapazität für 155-mm-Artilleriegranaten in diesem Sommer mit der Inbetriebnahme einer neuen Sprengstoffabfüllanlage in Südwales um das Sechzehnfache erhöhen wird. Vorausgegangen seien seit 2022 Investitionen über 150 Millionen Pfund in seine Munitionsanlagen.

Zudem sei Geld in neue Produktionstechnik gesteckt worden, zur Herstellung von Sprengstoffen und Treibmitteln der nächsten Generation. Die neuen Methoden würden den Bedarf an Nitrocellulose und Nitroglycerin beseitigen, die in den globalen Lieferketten stark nachgefragt würden.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 29. April 2025, 11:51

Nord-Stream-Berufung gegen Konto-Urteil erfolglos

(dpa-AFX) - Die Betreibergesellschaft der Gaspipeline Nord Stream 2 bleibt ohne eigene Bankkonten in Mecklenburg-Vorpommern. Das Rostocker Oberlandesgericht schloss sich im Grundsatz einem Urteil des Landgerichtes Stralsund an und beschied der am 3. März eingereichten Berufung der Nord Stream 2 AG „keine Aussicht auf Erfolg“. Dies sei die vorläufige Rechtsauffassung des zuständigen Senates, teilte das OLG in einem Hinweisbeschluss mit.

Das Stralsunder Landgericht hatte die Kündigung der Konten am 10. Februar für rechtens erklärt. Der Sparkasse sei die Fortführung der Kontobeziehungen auch unter Berücksichtigung der Interessen der Nord Stream 2 AG nicht mehr zuzumuten, so das Landgericht damals. Denn der Sparkasse könnten Sekundärsanktionen nach US-amerikanischem Recht drohen, falls das Vertragsverhältnis fortgesetzt werde. Die Konten seien daher wirksam zum 10. Januar 2025 gekündigt worden.

Die Hintergründe

Die Nord Stream 2 AG ist eine Tochter des russischen Gazprom-Konzerns. Sie hatte bei der Bank ein Konto eröffnet, damit ihr der Bund nicht verbaute Röhren abkaufen kann. Die Segmente wurden für die Anbindungspipeline des Rügener Terminals für Flüssigerdgas (LNG) verwendet.

Die fertige Pipeline war nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine nie zum Gasimport genutzt worden. Einer der beiden Röhrenstränge wurde bei einem Anschlag Anfang September 2022 stark beschädigt.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 20. Mai 2025, 13:19

Extrem schnelle Preisänderungen an Tankstellen in der Kritik

MÜNCHEN/BONN (dpa) - Die Spritpreise an deutschen Tankstellen schwanken schnell. Zu schnell, sagt nun das Vergleichsportal benzinpreis.de, das der Branche vorwirft, Tausendfach Preise nur für wenige Minuten anzubieten und damit „Verbraucher hinters Licht“ zu führen. Auch das Kartellamt kritisiert, dass schnelle Schwankungen es Verbrauchern schwierig machen, sich zu orientieren. Der Verband Fuels und Energie weist die Kritik zurück.

Basis der aktuellen Vorwürfe ist eine Auswertung von benzinpreis.de. Das Portal hat dafür vom 12. bis 18. Mai die Preisdaten der gut 14.000 Tankstellen in Deutschland ausgewertet, die diese an die Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt melden müssen. Dabei stellte das Portal nach eigenen Angaben fest, dass mehr als 11.000 Tankstellen in diesem Zeitraum Preise meldeten, die teilweise für weniger als 15 Minuten galten. Bei 3.851 Tankstellen registrierte das Portal sogar einzelne Preise, die nicht einmal 5 Minuten lang galten.

Benzinpreis.de sieht darin eine "Irreführung der Kunden". Diese würde so zur Tankstelle gelockt, ohne Chance, den angegebenen niedrigen Preis auch zu erhalten. Das Portal fordert daher Verbraucherschutzverbände auf, die Tankstellenbetreiber abzumahnen.

Mineralölindustrie weist Vorwürfe zurück

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie, der unter anderem die großen Mineralölunternehmen vertritt, wies die Vorwürfe als völlig unbegründet zurück. Die Markttransparenzstelle sorge „für vollständige Transparenz der Benzin- und Dieselpreise auf dem deutschen Markt“. Das sei gut für die Kunden. "Denn in einem hochgradig wettbewerbsintensiven Umfeld konkurrieren die Tankstellen über den Preis um jeden Autofahrer, was zu den starken Preisschwankungen führt."

Allerdings sieht auch das Bundeskartellamt die schnell schwankenden Spritpreise kritisch: „Die häufigen Preisänderungen an den Tankstellen machen es den Verbraucherinnen und Verbrauchern immer schwerer, einen Preisvergleich mit Hilfe der Daten unserer Markttransparenzstelle für Kraftstoffe vorzunehmen und ihr Tankverhalten danach auszurichten, um Geld zu sparen“, sagte Präsident Andreas Mundt auf Anfrage der dpa.

Das Kartellamt hatte sich dem Thema bereits im April gewidmet, nachdem es im ersten Quartal im Schnitt 22 Preisänderungen pro Tag bei den deutschen Tankstellen gezählt hatte. 8 Prozent änderten ihre Preise dabei sogar mehr als 35 Mal, einzelne sogar mehr als 50 Mal am Tag – wohlgemerkt im Durchschnitt des ganzen ersten Quartals.

Kartellamt für weitere Untersuchungen

Die Behörde regt an, die Auswirkungen der häufigen Preisänderungen an Tankstellen weiter zu untersuchen. Darauf aufbauend könne über adäquate regulatorische Schritte nachgedacht werden. Diese wären aber Sache des Gesetzgebers.

In der Vergangenheit hat das Kartellamt dabei unter anderem auf Regeln hingewiesen, wie sie beispielsweise in Österreich oder Teilen Australiens gelten: Dort ist die Zahl der Preisänderungen auf verschiedene Weisen eingeschränkt. Eine Empfehlung in diese Richtung gab es damals allerdings nicht. Unter Experten ist zudem umstritten, ob nicht möglicherweise die starken Schwankungen wie in Deutschland am Ende im Schnitt zu niedrigeren Preisen führen.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 25. Juni 2025, 20:00

Shell dementiert Bericht über Übernahmegespräche mit BP

dpa-AFX - Der Ölkonzern Shell hat einen Pressebericht über laufende Übernahmegespräche mit seinem Rivalen BP dementiert. „Das ist eine weitere Marktspekulation. Es finden keine Gespräche statt“, erklärte Shell am Mittwochabend. Kurz zuvor hatte das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet, dass sich Shell in frühen Gesprächen zu einer Übernahme von BP befinde.

Ein BP-Sprecher hatte eine Stellungnahme auf Nachfrage der Zeitung abgelehnt. Ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen wäre die größte Fusion in der Branche seit der Jahrtausendwende: An der Börse wird BP mit etwa 80 Milliarden US-Dollar (69 Mrd Euro) bewertet; Shell bringt es auf mehr als 200 Milliarden Dollar.
Zuletzt geändert von Bahndamm 68 am 25. Juni 2025, 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 25. Juni 2025, 20:03

Mars kauft Pringles - EU-Kommission fürchtet höhere Preise

dpa-AFX - Die EU-Kommission befürchtet angesichts der geplanten Übernahme des Nahrungsmittelherstellers Kellanova durch den US-Lebensmittelkonzern Mars höhere Preise für Verbraucher. Hintergrund ist eine größere Verhandlungsmacht von Mars gegenüber Einzelhändlern in der EU, teilte die Kommission mit. Bis zum 31. Oktober will die Behörde nun entscheiden, ob ihre Sorge begründet ist und sie weitere Schritte einleitet.

Zahlreiche bekannte Marken

Mars ist in Deutschland bekannt für Schokoriegel (Mars, Snickers, Bounty), Kaugummisorten wie Airwaves und Wrigley's Extra, Tiernahrung (Whiskas, Chappi) sowie Grundnahrungsmittel wie Reis (Ben's Original) und Nudelgerichte (Mirácoli). Der Konzern, der mehr als 150.000 Mitarbeiter hat, erzielte 2023 eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von umgerechnet mehr als 45 Milliarden Euro.

Kellanova kennen Verbraucher von Marken wie Pringles und Kellogg's. Laut Mitteilung erwirtschaftete das Unternehmen 2023 einen Nettoumsatz von umgerechnet knapp 11,8 Milliarden Euro, ist weltweit in 180 Ländern vertreten und beschäftigt etwa 23.000 Mitarbeiter.

Einfluss durch beliebte Marken

Die vorläufige Untersuchung der Kommission deutet darauf hin, dass Mars durch die Erweiterung seines Produktportfolios um die sehr beliebten Marken von Kellanova größeren Einfluss auf Einzelhändler haben könnte. Dies könnte Mars nutzen, um beispielsweise in Verhandlungen höhere Preise durchzusetzen, was wiederum zu höheren Preisen für die Verbraucher führen würde, so die Kommission.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 30. Juni 2025, 20:58

Devisen: Euro bewegt sich auf 1,18-Dollar-Marke zu

dpa-AFX - Der Kurs des Euro hat sich zu Beginn der neuen Woche weiter nach oben bewegt. Die Gemeinschaftswährung knüpfte an ihre jüngste Rally mit einer weiteren Annäherung an die Marke von 1,18 US-Dollar an. Der in New York zuletzt gezahlte Kurs von 1,1778 Dollar bedeutete ein Hoch seit September 2021. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich noch tiefer auf 1,1720 (Freitag: 1,1704) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8532 (0,8544) Euro.

Der Euro profitierte abermals von einer breiten Dollar-Schwäche. Neuerdings gelten vor allem Zinssenkungsfantasien mit Blick auf die US-Notenbank Fed als Treiber. Diese werden weiter genährt davon, dass US-Präsident Donald Trump Druck auf den Notenbankchef Jerome Powell ausübt. Am Wochenende machte er erneut seinem Unmut über eine ihm zu restriktive Geldpolitik Luft. In einem Interview äußerte er den Wunsch, Powell würde schon vor Ablauf seiner Amtszeit im Mai 2026 zurücktreten.

Vor der Veröffentlichung europäischer Inflationsdaten am Dienstag richtete sich der Fokus auf Angaben zur Preisentwicklung in Italien und Deutschland. Dank günstigerer Energie und geringerer Preissteigerungen bei Lebensmitteln sank die Inflationsrate hierzulande überraschend auf 2 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit über einem halben Jahr.

Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank sieht die Inflation gebändigt: "Die Zinsen sind gefallen, die akute Inflationsbedrohung ist vorbei." In Italien blieb die Inflationsrate überraschend konstant, statt wie von Analysten erwartet etwas weiter auf 1,8 Prozent zu steigen. Die Notenbank strebt auf mittlere Sicht eine Rate von 2 Prozent für den gesamten Währungsraum an.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 30. Juni 2025, 21:27

Bahndamm 68 hat geschrieben:Devisen: Euro bewegt sich auf 1,18-Dollar-Marke zu
[...]

Habe heute leider alles falsch gemacht bzw. verpennt. Nun, es kommen weitere Tage und Chancen.

Ari
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 1. Juli 2025, 11:44

Ari@D187 hat geschrieben:
Bahndamm 68 hat geschrieben:Devisen: Euro bewegt sich auf 1,18-Dollar-Marke zu
[...]

Habe heute leider alles falsch gemacht bzw. verpennt. Nun, es kommen weitere Tage und Chancen.
Ari

Das ist nicht gut. Das ist hervorragend, mit solch einem Optimismus zu leben.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 4. Juli 2025, 19:25

AirAsia will 50 kleine Airbus-Langstreckenjets kaufen

PARIS/KUALA LUMPUR/TOULOUSE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus hat aus Malaysia einen Vorvertrag für seinen kleinsten Langstrecken-Passagierjet erhalten. Die Billigfluggesellschaft AirAsia unterzeichnete mit dem Hersteller in Paris eine Vereinbarung über den Kauf von 50 Exemplaren des Airbus A321XLR, wie sie am Freitag mitteilte. Die Vereinbarung umfasst zudem Kaufoptionen über weitere 20 Maschinen des Typs.

Die A321XLR ist die Langstreckenversion des Mittelstreckenjets A321 neo. Dank zusätzlicher Tanks hat die Maschine laut Herstellerangaben eine Reichweite von bis zu rund 8.700 Kilometern, was etwa für Flüge von Europa in die USA ausreicht. Damit können Fluggesellschaften direkte Langstreckenflüge auch auf weniger gefragten Strecken anbieten, auf denen sich die sonst üblichen Großraumjets nicht ausreichend füllen ließen.

IAEA: Ukrainisches Atomkraftwerk Saporischschja ohne Strom

WIEN/KIEW (dpa-AFX) - Die Stromversorgung des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollständig ausgefallen. Dies sei bereits das neunte Mal während des Ukraine-Kriegs und das erste Mal seit Ende 2023. "Das Kernkraftwerk ist derzeit auf den Strom seiner Notstrom-Dieselgeneratoren angewiesen, was die äußerst prekäre nukleare Sicherheitslage unterstreicht", schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Plattform X. Die Kühlsysteme der heruntergefahrenen Reaktoren benötigen eine stabile Stromversorgung.

Das russisch besetzte AKW Saporischschja ist die größte Atomanlage Europas. Die sechs Atomreaktoren sind seit längerem abgeschaltet. Die ukrainische Seite führte die Situation auf russischen Beschuss zurück.

Die IAEA spielt seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine beim Schutz und der Überwachung des Zustands und der Sicherheit der ukrainischen Kernkraftwerke eine zentrale Rolle. Sie schickt regelmäßig Experten-Teams zu den aktiven Reaktorstandorten in Riwne und Chmelnyzkyj und ist seit September 2022 dauerhaft im Atomkraftwerk Saporischschja, das seit März 2022 unter russischer Kontrolle steht.
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Re: Börsen- und Industrie-Infos

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 14. Juli 2025, 20:35

Pistorius verhandelt in Washington über Patriot-Deal

BERLIN (dpa-AFX)-Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist in Washington eingetroffen, um dort mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth über weitere Unterstützung für die Ukraine zu beraten. Dabei könnte eine konkrete Vereinbarung herausspringen: Deutschland will den USA zwei Patriot-Luftverteidigungssysteme abkaufen, um sie der Ukraine für den Abwehrkampf gegen Russland zur Verfügung zu stellen.

Pistorius sicherte zum Auftakt der Gespräche Hegseth zu, dass Deutschland weiterhin eine starke und verlässliche Rolle in der NATO-Allianz haben werde. Man sei fest entschlossen, sich am Aufbau eines leistungsfähigeren, zuverlässigeren und widerstandsfähigeren Europas zu beteiligen.

Auch die Wende von US-Präsident Donald Trump bei den Sanktionen gegen Russland dürfte eine Rolle spielen. Den Verbündeten Russlands hat er mit massiven Zöllen gedroht, falls es im Ukraine-Krieg in den nächsten 50 Tagen keinen "Deal" gebe.

Es ist Pistorius' erster Besuch in den USA seit dem Amtsantritt der Regierung von US-Präsident Donald Trump im Januar. Wenige Stunden vor seinem Abflug kündigte Trump an, Patriot-Waffensysteme für die Ukraine an die europäischen Verbündeten verkaufen zu wollen. „Für uns wird das ein Geschäft sein“, sagte er. „Die EU zahlt dafür. Wir zahlen nichts, aber wir werden liefern." Eins der Länder, das bereit ist zu zahlen, ist Deutschland.

Wird Deutschland US-Waffen für die Ukraine kaufen?

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits am Donnerstag bei der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Rom erstmals öffentlich die Bereitschaft Deutschlands erklärt, den USA Patriot-Flugabwehrsysteme abzukaufen, um sie dann in die Ukraine zu schicken. Dem Vernehmen nach geht es um zwei Systeme, ein weiteres soll von Norwegen finanziert werden. Die Ukraine hat den Bedarf auf insgesamt zehn Systeme beziffert.

Die Bundeswehr hat der Ukraine bisher drei Patriot-Systeme abgetreten. Außerdem wurden weitere Luftverteidigungssysteme wie Iris-T und der Flugabwehrpanzer „Gepard“ aus Deutschland geliefert. Die Unterstützung über einen Ankauf aus den USA wäre nun ein neuer Weg der Unterstützung.

Bleiben 38.000 US-Soldaten in Deutschland?

Die Hilfe für die Ukraine ist aber bei weitem nicht das einzige Thema der Washington-Reise des Verteidigungsministers. Es dürfte auch um die weitere Präsenz der 38.000 US-Soldaten in Deutschland gehen. In seiner ersten Amtszeit hatte Trump eine drastische Reduzierung der Truppe geplant. Beim Besuch von Merz im Weißen Haus Anfang Juni war davon aber keine Rede mehr. Wenn Deutschland die amerikanischen Soldaten haben wolle, sei er dazu bereit, versicherte Trump. „Das ist kein Problem.“

Kommen die US-Mittelstreckenraketen nach Deutschland?

Unklar ist dagegen, ob Trump auch bereit ist, an der von seinem Vorgänger Joe Biden versprochenen Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland festzuhalten. Biden hatte Deutschland beim NATO-Gipfel im vergangenen Jahr Marschflugkörper vom Typ Tomahawk mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern zugesichert, die weit bis nach Russland reichen. Außerdem sollen Luftabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen geliefert werden.

Wie geht es mit den F-35-Kampfjets weiter?

Auch ein wichtiges Rüstungsprojekt der Bundeswehr dürfte in Washington eine Rolle spielen. Die Luftwaffe hat 35 Kampfjets vom Typ F-35 im Wert von zehn Milliarden Euro bei der US-Firma Lockheed Martin bestellt. Sie sollen ab kommendem Jahr ausgeliefert und auch für die nukleare Abschreckung der NATO vorgehalten werden. Das heißt, sie würden im Ernstfall die in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen abwerfen.

Keine 24 Stunden in Washington

Pistorius wird am späten Vormittag (Ortszeit) in Washington erwartet, das Treffen mit Hegseth ist für 20.00 Uhr deutscher Zeit geplant. Der Verteidigungsminister wird keine 24 Stunden in den USA bleiben. Schon am Dienstagmorgen geht es nach Berlin zurück.
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