Rechte Verlage auf der Buchmesse

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Interessierter » 21. Oktober 2016, 12:08

Anlaufstelle für den rechtskonservativen Konsumenten und die AfD-Wählerin ist bei der Frankfurter Buchmesse der Stand der Jungen Freiheit. Dort stehen am Mittwoch, dem ersten Messetag, auch die Papiertüten mit Zeitungen und Werbematerial, das die Besucher so lieben: Es schlendern zwei herausgeputzte Damen vorbei, zögern kurz und nehmen eine Tasche mit. Ob sie wissen, was sie da nach Hause tragen, ist nicht ausgemacht. Noch ist nicht viel los in Gang A, Halle 4.1

Topautor Udo Ulfkotte bleibt Zuhause

Der Kopp Verlag aus Rottenburg am Neckar hat sich auf Verschwörungstheorien für Aluhelmträger und Bücher für „Reichsbürger“ und Pegidisten spezialisiert. Topautor ist der ehemalige Journalist Udo Ulfkotte, seine Titel heißen „Die Asyl-Industrie. Wie Politiker, Journalisten und Sozialverbände von der Flüchtlingswelle profitieren“ (2015) oder „Grenzenlos Kriminell – Was Politik und Massenmedien über die Straftaten von Migranten verschweigen“ (2016). Ulfkottes Abrechnung mit „gekauften Journalisten“ kam in die Spiegel-Bestsellerliste. Andere folgten.

Doch der Kopp Verlag ist auf der Frankfurter Buchmesse nicht vertreten, genauso wenig wie der Manuscriptum Verlag oder die Zeitschrift Compact, die eine „Querfront“ zu den Linken propagiert, Angela Merkel nicht mag, aber Wladimir Putin für einen großen Mann hält, der das Abendland gegen Gendermainstreaming und allgemeine Verschwulung verteidige.

Anders als in Frankfurt war das in Leipzig erscheinende Compact-Magazin auf der Leipziger Buchmesse von 2006 bis 2008 und dann wieder seit 2013 vertreten. Auch für 2017 hat man sich dort angemeldet.

Die „Junge Freiheit“ grüßt herzlich

Wer in Frankfurt den Stand der Jungen Freiheit in Halle 4 aufsucht, wird herzlich begrüßt – ob trotz oder wegen des Umstands, dass der Besucher schon als „Kollege von der taz“ identifiziert wurde und angesprochen wird, bleibt offen. Die Regale des Stands sind bereits ordentlich mit Publikationen gefüllt, unter anderem mit den „Erträgen“, einer Essayreihe der „Bibliothek des Konservatismus“, die von der „Förderstiftung Konservative Forschung und Bildung“ herausgegeben wird.

Die Stiftung wiederum wird maßgeblich von der Jungen Freiheit betrieben, sagen Experten. Sie hat ihren Sitz in der so gediegenen und bürgerlichen wie teuren Fasanenstraße in Berlin. Dort befindet sich auch die [b]„Bibliothek des Konservatismus“, deren Kernbestand aus dem Nachlass von Caspar von Schrenck-Notzing stammt, einem Vordenker der Neuen Rechten.[/b] Im Jahr 2012 wurde sie eröffnet, seither finden dort Veranstaltungen statt, bei denen auch Politiker von CDU und AfD auftreten.

Die Bücher dieser Reihe der Bibliothek des Konservatismus richten sich an eine sich als widerständig stilisierende rechte Intelligenz.

Die von Umerziehung bedrohten Hirne junger Deutscher will hingegen Karlheinz Weißmanns „Deutsche Geschichte für junge Leser“ retten. Das Buch, das den Jungen „die Geschichte Deines Volkes“ erzählen will, ist in der „Jungen Freiheit Edition“ erschienen.

Die Frankfurter Messe setzt offenkundig auf inhaltliche Auseinandersetzung mit radikalen und extremistischen Positionen. Die Mitarbeiter der Jungen Freiheit blicken auf der Messe tagein, tagaus auf den geräumigen Stand der Amadeu Antonio Stiftung. Dort leuchten große gelbe Poster mit dem Slogan „Kein Ort für Nazis“.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.taz.de/Rechte-Verlage-auf-de ... /!5347583/

Was muss eigentlich in den Köpfen, der Bürger vorgehen, die derartiges Gedankengut teilen? Übrigens " Topautor " Udo Ulfkotte ist wenigstens ein " Brüller ".. [laugh]
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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Spartacus » 21. Oktober 2016, 17:50

auf den geräumigen Stand der Amadeu Antonio Stiftung. Dort leuchten große gelbe Poster mit dem Slogan „Kein Ort für Nazis“


Ach ja, welch ein leuchtendes - vom Staat ( Familienministerium et al ) finanziertes - Beispiel in der medialen Finsternis. [flash] [flash]

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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Merkur » 22. Oktober 2016, 08:45

Interessierter hat geschrieben: Übrigens " Topautor " Udo Ulfkotte ist wenigstens ein " Brüller ".


Hast Du denn schon einmal ein Buch von ihm gelesen?
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Interessierter » 22. Oktober 2016, 12:40

@ Merkur:Man sollte einfach im Forum lesen, da sich damit so manche Frage erledigt. Statt dessen könnte man aber natürlich etwas zum Thema schreiben.
Natürlich nur dann, wenn es Dir sinnvoll erscheint ( nach eigener Aussage ) mit Usern unseres Forums zu diskutieren.

Wie ich erst kürzlich schrieb: Deine Versuche bestimmten Usern ans Bein zu ....., ohne etwas zum Thema zu schreiben, häufen sich. [denken]
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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Merkur » 22. Oktober 2016, 12:58

Interessierter hat geschrieben:@ Merkur:Man sollte einfach im Forum lesen, da sich damit so manche Frage erledigt. Statt dessen könnte man aber natürlich etwas zum Thema schreiben.
Natürlich nur dann, wenn es Dir sinnvoll erscheint ( nach eigener Aussage ) mit Usern unseres Forums zu diskutieren.

Wie ich erst kürzlich schrieb: Deine Versuche bestimmten Usern ans Bein zu ....., ohne etwas zum Thema zu schreiben, häufen sich. [denken]


Ein NEIN hätte mir gereicht [hallo]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Spartacus » 22. Oktober 2016, 17:20

Merkur hat geschrieben:
Interessierter hat geschrieben: Übrigens " Topautor " Udo Ulfkotte ist wenigstens ein " Brüller ".


Hast Du denn schon einmal ein Buch von ihm gelesen?


Ich habe mehre Bücher von ihm gelesen. Alle sauber recherchiert und die Quellenangaben sind alle korrekt. [hallo]

Für seinen Mut den Islam zu kritisieren, wird er vom friedlichem Islam schon lange verfolgt. Er muss ständig seinen Wohnsitz wechseln. Tolles Leben, dass aber auch zeigt, dass er Rückgrat hat.

Im Internet kursiert ein antiislamisches Hassvideo. Ein juges Paar pöbelt auf unterstem Niveau gegen Muslime. Islamische Extremisten verbreiten jedoch, das Video stamme von zwei anderen Menschen: vom islamkritischen Publizisten Udo Ulfkotte und seiner Frau. Jetzt ist das Ehepaar auf der Flucht und fürchtet um sein Leben.


https://www.welt.de/politik/article2241 ... isten.html

Von Rechtsextremisten, die seine Thesen gern aufgreifen, hat sich Ulfkotte immer wieder distanziert. Aber die Unbedingtheit, mit der er seine Warnungen verbreitet, wirkt gleichwohl befremdlich, fast schon manisch. Doch Hasstiraden wie auf dem Youtube-Video findet man in seinen Artikeln und in den Vorträgen, mit denen er gern übers Land reist, an keiner Stelle.


Schreibt immerhin die Welt. Und wenn Scholl Latour heute noch leben würde, so wäre er auch ein ganz pöser Rechter, denn auch er würde gerade jetzt nicht den Mund halten.

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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Interessierter » 23. Oktober 2016, 07:36

Zitat Spartacus:
Ich habe mehre Bücher von ihm gelesen. Alle sauber recherchiert und die Quellenangaben sind alle korrekt. [hallo]

Deine Beiträge mir vor Augen führend, wundert mich das überhaupt nicht... [denken]

Den Faktencheck zu Udo Ulfkottes neuem Buch “Mekka Deutschland – die stille Islamisierung” kann man hier finden und lesen, wie der Ulfkotte vorgeht.
http://meedia.de/2015/06/15/der-faktenc ... misierung/

Wer also meint, Ulfkotte würde sauber recherchieren und die Quellenangaben sind korrekt, hat entweder die Bücher gar nicht gelesen, ist naiv oder liest die Bücher nur mit dem " Rechten Auge ".

Für mich ist Ulfkotte ein Verschwörungstheoretiker, schreibt für den rechtsesoterischen Kopp-Verlag und tritt bei Veranstaltungen ausländerfeindlicher Vereinigungen wie Pegida und der AfD auf. Nebenbei hat er die als mindestens rechtspopulistisch einzustufende Bewegung „Pax Europa“ gegründet und gilt als Verbinder zwischen der Neuen Rechten und Kopp.

Aber ich stelle Dir nachstehend auch gerne die Meinung von Nostalgiker einmal ein:

von Nostalgiker » 27. Januar 2015, 16:08
Ausgerechnet der erwiesene Rechtspopulist und Islamophob Udo Ulfkotte verbreitet über den Internetauftritt des auf Verschwörungswissenschaften und Pseudotheorien spezialisierten Kopp Verlag seine kruden Behauptungen zum Mordfall an einer 19.jährigen Berlinerin.
Sein Machwerk ist sehr, sehr schlecht recherchiert und zeichnet sich vor allem durch dreiste Lügen, Verdrehungen und Behauptungen aus. Was im fehlt sind verifizierbare Fakten.
Hauptsache er schürt die Hysterie gegen den Islam, was sein Lebenswerk zu sein scheint.

Man muß nicht den Rattenfänger Ulfkotte hier als den invetigativen Journalisten feiern, übler Schmierfink trifft es wohl eher.
Vielleicht hatte er auch nur keine Zeit, muß er doch auf PEGIDA Veranstaltungen als Redner auftreten, der Sachse der


Schönen Sonntag noch und " Elvis lebt "... [wink]
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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Spartacus » 23. Oktober 2016, 12:48

Du würdest also nicht dafür eintreten, dass Ulfkotte seine Bücher schreiben darf?

Sparta


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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon Interessierter » 23. Oktober 2016, 14:28

Von " Nicht schreiben dürfen " war doch gar keine Rede, sondern ausschließlich von Deiner verwunderlichen Einschätzung und Beurteilung seiner angeblichen Korrektheit.
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Re: Rechte Verlage auf der Buchmesse

Neuer Beitragvon HPA » 14. Januar 2017, 15:02

Ist gestern mit 56 einem Herzinfarkt erlegen; da werden die Schwurbler im Vieleck springen. Wetten?
HPA
 


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