
Der Genrealsekretär der Zentralkomitees der KPdSU, Michail Gorbatschow, setzt sich seit 1985 für Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) in der Sowjetunion ein.
Große Bedeutung für den Aufbau der SED
Viele nannten die zahlreichen politisch-ideologischen Schulungen der SED einfach nur "Rotlichtbestrahlung". Sie gehörten zum Alltag in der Partei und in der DDR. Die Parteischulen hatten ein besonderes Gewicht im SED-Herrschaftssystem. Denn ideologisch fußten die SED und ihre Gesellschaftsordnung auf der sowjetischen Staatsdoktrin des Marxismus-Leninismus. Diese Doktrin sollte jeder beherrschen, der in der Partei, im Staat oder in staatlichen Einrichtungen eine leitende Funktion einnehmen wollte - ob Parteimitglied oder nicht. Für diese Menschen war ein Besuch der Parteischule Pflicht.
Ein 6minütiges Video " in Zweifler an der SED-Bezirksparteischule " vom Dozenten Wolfgang Donner findet man im Link.
Kaderschmiede der Partei
Die Parteischulen boten die politische und fachliche Ausbildung für Leitungsfunktionen. Ohne den Besuch einer solchen Einrichtung war es unmöglich, eine Führungsposition in Staat oder Partei einzunehmen. Dadurch waren vor allem die Bezirksparteischulen ein wichtiges Rekrutierungsreservoir für leitende Kader. Sie lieferten das Personal für den Aufbau des Partei- und Staatsapparats, ihre Absolventen waren automatisch Nomenklaturkader der SED.
Das hatte für die SED einen praktischen Nebeneffekt: Vakante Stellen in unbeliebten Städten oder entfernten Kreisen wurden zum Teil dadurch neu besetzt, indem die Studierenden über Parteiaufträge verpflichtet werden konnten, dorthin zu gehen. So wurden beispielsweise Bürgermeisterposten in kleineren Gemeinden besetzt, für die sich sonst kein Bewerber fand. Mitunter wurden die Absolventen auch unter Androhung schwerer Parteistrafen in höhere Parteiämter gedrängt.
Noble Herbergen der Partei
Hierfür scheute die Staatspartei weder Kosten noch Mühen: In den drei Bezirkshauptstädten im Norden - in Schwerin, Rostock und Neubrandenburg - wurden Ende der 1970er-Jahre aufwändig Bezirksparteischulen hochgezogen. Sie waren vergleichsweise modern ausgestattet, die Gästezimmer boten hohen Komfort. Ob Polstersessel in den Hörsälen oder Zitrusfrüchte in der Kantine - Bezirksparteischulen gehörten zu den privilegierten Einrichtungen der DDR.
Gorbatschows Reformen…
Gerade in Moskau aber sollte die marxistisch-leninistische Lehre ab 1985 aufgeweicht werden. Michail Gorbatschow wurde zum neuen Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) gewählt. Unter ihm werden Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) zum neuen politischen Konzept. Gorbatschow forderte eine kritische Aufarbeitung der Vergangenheit seiner Partei und bekräftigte diese Neuausrichtung auf dem KPdSU-Parteitag im Februar 1986.
… und Honeckers "Weiter so"
Wenig später, im April 1986, veranstaltete auch die SED ihren großen Parteitag und empfing Michail Gorbatschow als hohen Gast. In seiner Eröffnungsrede nannte er Selbstkritik als "unerlässliche Bedingung für den Erfolg" einer Partei. Doch das ZK der SED um Erich Honecker ging darauf nicht weiter ein und bekräftigte auf dem Parteitag den gewohnten, in seinen Augen erfolgreichen, Kurs von Staat und Partei.
Parteischulen im Dilemma
Die Dozenten der Parteischulen steckten nun in einer Zwickmühle: Die ideologische Linie der Sowjetunion war stets die Grundlage ihrer Lehrgänge. Die widersprach nun teilweise der Ausrichtung der eigenen Partei. Auf die grundsätzlichen Inhalte in der Aus- und Weiterbildung hatte dies jedoch bis zum Ende der DDR kaum Einfluss, da der SED-Chefideologe im ZK, Kurt Hager, Abweichler oder reformorientierte Dozenten in den Parteischulen in der Regel absetzen ließ.
Die offene Ablehnung der Politik Gorbatschows wurde zunehmend zum Problem für die SED-Führung und die Stabilität ihrer Herrschaft. Nicht nur einige Dozenten, auch zahlreiche Parteimitglieder und Nicht-Mitglieder wünschten sich Glasnost und Perestroika auch für die DDR. Als schließlich das beliebte sowjetische Magazin "Sputnik" 1988 von der Parteiführung verboten wurde, weil es Stalin auf eine Stufe mit Hitler stellte, schwand der Rückhalt selbst bei einigen Absolventen der Parteischulen. Der Herbst 1989 stand vor der Tür.
https://www.ndr.de/geschichte/chronolog ... ed150.html








Den konnte man nicht einsperren.
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Das ist eben der Punkt, Du stellst Dir so vieles vor und ich weiß es es , weil ich dort war und bei der Stasi und auf einem Kreuzfahrtschiff. Deswegen habe ich auch Nordkorea noch nicht aufgegeben, weil ich mal dagewesen sein will. ![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)
